Nach langem Überlegen bin ich aus beruflichen Gründen auf den Netbookzug aufgesprungen und habe mir ein Acer Aspire One 521 zugelegt.
Warum gerade das Netbook?
In diesem Fall kam es mir neben der Mobilität vor allem auch auf eine verhältnismäßig anständige Leistung an, was bei anderen Netbooks leider nicht der Fall war.
(Testkandidat Asus Eee-Pc 1005P)
Dieses kleine Gerät spielt mir Filme und Streams jeglicher Art in hohen Auflösungen ab, ohne dabei stotternd in die Knie zu gehen und versorgt mich so unterwegs mit allerlei Multimediakram und zudem ist die Akkulaufzeit für meine Bedürfnisse völlig ausreichend.
Da mir Windows 7 auf einem derart kleinen Gerät dann doch zu unhandlich ist, habe ich mich für Ubuntu entschieden, dass auch so fröhlich seine Dienste auf meinem Desktoprechner verrichtet und die Übersicht/Bedienbarkeit liefert, die ich bei Win7 vermisse.
(Außerdem ist werksseitige Installation von Win7 derartig zugemüllt mit Programmen, dass ich schneller eine neues Betriebssystem aufgespielt habe, wie das bereits vorhandene zu entmüllen und nach einer jungfräulichen Installation von Win7 funktioniert im Gegensatz zu Ubuntu erstmal gar nichts, noch nicht mal Lan/WLan)
Installation:
Vor der Installation habe ich, der Einfachheit halber, das bereits installierte Win7 genutzt, um mein Bios auf die aktuelle Version (1.08) zu flashen, da vorige Firmwareversionen wohl nicht ganz so gut mit Linux harmonisieren. (Tastaturprobleme etc.)
Die momentan installierte Version ist die Ubuntu Desktop Edition 10.10, da die Netbook Edition mit dem Unity-Interface einfach eine katastrophale Performance auf dem AAO521 aufweist und für meinen Geschmack auch von der Übersichtlichkeit und Bedienbarkeit bisher keine/kaum Vorteile bietet. Die Bildschirmauflösung wird, egal ob Unity oder nicht, von Anfang an richtig erkannt.
Vorab sei gesagt, dass Ubuntu ohne Feineinstellung bei der Installation das gesamte Medium, samt Backuppartition, vereinnahmt. (Ein Backup der Restorepartition sei also an dieser Stelle angeraten)
Die Installation per USB (per Bioseinstellung - Der Stick sollte entweder in FAT32 oder NTFS durch Win7 formatiert sein, da bei FAT16 die Installationsroutine leider hängen bleibt) verläuft problemlos und WLan wird bereits während der Installation problemlos erkannt. (Lan übrigens auch)
Nach einem Neustart funktioniert erstmal alles out-of-the-box (Wlan/Lan/Touchpad/Tastatur(FN Tasten leider nicht komplett)/Sound/Kamera), außer und da wären wir auch beim eigentlichen Problem, die Akkuerkennung, sprich die Batterie wird nicht erkannt und Ubuntu zeigt mir permanent an, dass das Gerät am Netz hängt, obwohl es das nicht tut.
(Sämtliche Spielereien mit den Energieeinstellungen (Laptopmodus ist erst gar nicht vorhanden), acpi, Akku entfernen/Netzstecker ziehen usw. haben leider keinen Erfolg gebracht)
Die proprietären Treiber funktionieren seit einem Kernelupdate von Maverick auch problemlos, davor kam es nach der Installation von Fglrx zu einem Blackscreen nach einem Neustart des Systems.
Das was wie üblich darunter leidet ist Plymouth, bzw. der Bootsplash der völlig chaotisch aussieht.
Nach ein wenig fummeln mit dem Startup-Manager sieht der Startbildschirm nun einigermaßen brauchbar aus, lediglich beim Runterfahren erscheint kein Bild, sondern die Kommandozeilen, aber das sind rein kosmetische Dinge, die die Funktion des Betriebssystems nicht weiter einschränken. (Einer dauerhaften Lösung des kosmetischen Problems wäre ich dennoch nicht abgeneigt)
Die Hitze- und Lautstärkeentwicklung die von manchen Usern des AAO521 unter Ubuntu angekreidet wird scheint bei mir nicht aufzutreten und der Laptop schnurrt leise vor sich hin und dreht nur bei "größeren" Prozessen an der Drehzahlschraube, aber das passiert ebenso unter Win7.
(Festplattenfiepen wurde auch mal geschildert, tritt bei mir aber nicht auf - Könnte an der verbauten Platte liegen, da das Modell sich manchmal ändert)
Unterm Strich ist die Performance von Ubuntu auf dem AAO, sofern man von Unity fernbleibt, tadellos und wäre da nicht das Problem mit der fehlenden Akkuerkennung, dann gäbe es hier eine uneingeschränkte Empfehlung zum Umsatteln.
Allerdings ist es für ein tragbares Gerät unabdingbar, dass eine einigermaßen genaue Akkuanzeige vorhanden ist.
(Ich habe bereits den Support von Acer kontaktiert, die mir versichert haben, dass das Problem wohl ganz klar beim Betriebssystem liegen muss und nicht an der Firmware - Aber das muss erstmal nichts heißen, da zuvor bereits eine Firmware erschienen ist, die speziell die Probleme mit Linux ausgeräumt hat)
Falls die Lösung vielleicht viel einfacher ist, dann immer her damit
Moderiert von tomtomtom:
Hat nicht mit der "Synchronisation von mobilen Geräten" zu tun. Verschoben.

Aber wenn es keine wirklichen Vorteile bietet, kann ich auch wieder zur 32bit Variante greifen...