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Alternative zu Excel - Nicht: kspread, ooocalc, gnumeric

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu
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delcour

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20. April 2005

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Hallo!

Wenn man eine einfache Tabellenkalkulation für den Hausgebrauch braucht, finden sich für Linux wohl erträgliche Alternativen zu MS Excel.

Mir ist jedoch keine Tabellenkalkulation unter Linux bekannt, die Excel für meine betrieblichen Normalanwendungen auch ersetzen könnte.

Meine Frage bezieht sich daher auch nicht auf eine Tabellenkalkulation. Solche Fragen wurden hier und anderenorts schon zu hauf gestellt und für mich nicht befriedigend beantwortet. Vielleicht sollte ich meine Aufgabenstellungen, die ich im Betrieb bestens mit Excel bewältige, unter Linux auf eine andere Weise lösen, zumal in einer freien Umgebung sich ganz andere Horizonte auftun.

Mein aktueller Anwendungsfall:

Wir haben unsere Personalverwaltung auf eine neue Software umgestellt. Sowohl die alte als auch die neue Software haben eine Exportfunktionen (XML, DBF, ASCII und Excel). Gemeinsam haben beide nur Excel. Darum liegen mir zwei Exeltabellen vor. Meine Aufgabe ist, bestimmte Werte aus beiden Exceltabellen miteinander zu vergleichen und Unterschiede (die nicht unbedingt Fehler sein müssen) näher zu untersuchen.

Es handelt sich um jeweils knapp 11.000 Personalsätze und in einem Fall 10 im anderen Fall 76 Spalten. Die Tabellen mit den 10 Spalten hat teilweise Werte kumuliert, die in der anderen Tabelle in Einzelwerten vorliegt. Außerdem hat die Tabelle mit mehr Spalten Informationen, die mir helfen einen Fall besser zu beurteilen, wenn eine Differenz auftritt.

1) Excel: Mit Excel führe ich beide Tabellen in einer Datei zusammen und ergänze die 10er-Tabelle per SVERWEIS-Funktion über die Personalnummer um Spalten der 76er Tabelle. Dann bilde ich eine Differenz der Werte der per SVERWEIS hinzugefügten Spalten mit den korrespondierenden Spaltenwerte der 10er Tabelle. Abweichungen von nicht mehr als 1 Eurocent unterdrücke ich mit WENN-Funktion. Dann setze ich den AUTO-Filter und selektiere z.B. (!) die Differenzen bei den Nettowerten, bei denen die Differenzen der Bruttowerte 0,00 EUR betragen. Das geht genauso schnell, wie ich denken kann bzw. mir etwas neues einfällt, was ich prüfen kann. Ich brauche dazu kein Konzept und bin vollkommen flexibel was immer zu tun und auszuwerten, was mir gerade einfällt, worauf ich prüfen möchte.

2) OOoCalc: Die Tabelle lädt trotz vorheriger Konvertierung nach OOo eine gefühlte halbe Minute oder länger. Das Substrationergebnis von 1,00 und 1,99 ist nicht etwa 0,01 sondern 0,0100000009, weshalb meine Unterdrückung von Centabweichungen nicht mehr klappt. Die optimale Spaltenbreite führt bei den Spaltenüberschriften dazu, dass die Spaltenüberschriften ein Buchstabe breit und unleserlich werden. Nach jedem Ändern einer Filtereinstellung kann ich eine halbe Zigarette rauchen bis mir das neue Ergebnis angezeigt wird. Das kenne ich von Excel erst, wenn ich mehrere SVERWEIS-Funktionen verwende und dann Spalten lösche. Bei OOo setzt die Überforderung weit früher ein. Außerdem kommt immer noch eine zusätzliche Wartezeit für die - völlig unnötige - Ermittlung von Zeilenhöhen bei neuer Filterung (die Zeilenhöhen sind im Datenbereich überall identisch und ändern sich nicht). Ferner quälte ich mich unter anderem mit fehlenden Tastaturkürzeln herum, die man aber einstellen könnte. Kurz: Es war ein Trauerspiel.

3) Gnumeric: Zunächst habe ich die Datei im Gnumeric-Format gespeichert. Die Datei lädt trotzdem noch länger. Der Filter dauert ebenfalls Ewigkeiten, zeigt im Gegensatz zu OOo aber noch nicht mal einen Fortschrittsbalken an. Genauer: Es ist zwar einer da, der zeigt aber keinen Fortschritt an. Das ist keine wirkliche Verbesserung. Ob wenigstens Gnumeric im Gegensatz zu OOo subtrahieren kann, habe ich nicht geprüft.

4) Kspread: Wie so viele KDE-Anwendungen (Ausnahmen k3b, gwenview und noch ein paar) erweist sich auch Kspread als völlig unbrauchbar, weil seine Hauptfunktion der Aufruf des KDE-Crashmanagers zu sein scheint. Sprich: Kspread hat es nicht einmal geschafft, die Datei mit den beiden Tabellen zu laden, sondern ist nach ca. einer Minute abgeschmiert.

Der Erfolg von Excel liegt meiner Meinung nach darin begründet, dass auch Anwender damit Aufgaben lösen können, für EDV-Experten mit Datenbanken und Programmierung einsetzen würden. Der Weg über eine Datenbank würde jedoch bedeuten, dass ich diese erst mit gewissem Aufwand anlegen, Tabellen, Felder, Feldtypen definieren müsste. Die nächste ähnliche Aufgabe wird mir jedoch einen anderen Satzaufbau bescheren. Mit Excel bin ich da flexibel. Bei einer Datenbanklösung finge ich dann wieder von vorne an.

Ich sollte noch erwähnen, dass ich im Betrieb einen in jeder Hinsicht schwächer ausgestatten Arbeitsrechner habe als zu Hause. Aber im Betrieb läuft Excel unter Windows und zu Hause Linux mit den Alternativen Tabellenkalkulationen.

Welche Empfehlung habt ihr für einen Linuxanwender wie mich, der nicht erwägt, sich Excel (z.B. zum Einsatz unter CrossoverOffice) anzuschaffen?

Gruß

Delcour

ryiden

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Das Substrationergebnis von 1,00 und 1,99 ist nicht etwa 0,01 sondern 0,0100000009, weshalb meine Unterdrückung von Centabweichungen nicht mehr klappt


Ein Computer kennt nur Binärzahlen (also Nullen und Einsen) und kann folglich auch nur mit diesen rechnen. Daher wird jede Zahl in deinem Computer in eine Binärzahl umgewandelt. Bei Fließkomma-Zahlen kommt es dabei zu folgendem Problem:

Umrechnung der Dezimalzahl 0,7 nach Dual:
0,7 * 2 = 1,4 Übertrag 1
0,4 * 2 = 0,8 Übertrag 0
0,8 * 2 = 1,6 Übertrag 1
0,6 * 2 = 1,2 Übertrag 1
0,2 * 2 = 0,4 Übertrag 0
0,4 * 2 = 0.8 Übertrag 0 <- Ab hier beginnt eine Periode (0,4 hatten wir schon)
0,8 * 2 = 1,6 Übertrag 1
0,6 * 2 = 1,2 Übertrag 1
0,2 * 2 = 0,4 Übertrag 0

=> Die Dualzahl lautet 0,10110 gefolgt von der Periode 0110 

Eine Maschine kann aber nicht die gesamte Periode bis ins Unendliche speichern. Daher wird die Periode irgendwo abgeschnitten. Das ist bei einer Fließkomma-Zahl nach 32 Bit der fall. Und genau dort tritt der Genauigkeitsfehler auf.

Um dies zu verdeutlichen, rechnen wir das Ganze jetzt mal rückwärts:
   -1  -2  -3  -4  -5  -6  -7  -8  -9
0 , 1   0   1   1   0   0   1   1   0 = 2^-1  +  2^-3 +  2^-4 + 2^-7 + 2^-8 = 0,69921875


Nun zu Deiner Aufgabe: Excel ignoriert wahrscheinlich den Genauigkeitsfehler (0,0000000009), der irgendwann nach der x-ten Nachkommastelle entsteht, OpenOffice jedoch nicht. Das könntest du zum Beispiel in OpenOffice manuell tun, oder noch besser, Du machst es so, wie es in der Wirtschaft normalerweise üblich ist: Rechne mit Ganzzahlen (Cent bzw. Hundertstel-Cent), dort entsteht kein Genauigkeitsfehler.

delcour

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In "der Wirtschaft" wird, da wo ich die letzten Jahrzehnte gearbeitet habe, nicht in Cent sondern in DM und Pfennig und später in Euro und Cent, sowie nicht selten in TEUR gerechnet. Entsprechend sehen die Transferdateien aus. Vielleicht lässt sich die Genauigkeitsanforderung auch bei OOo einstellen. Bis dahin habe ich mich mit der RUNDEN-Funktion beholfen.

Aber unabhängig davon habe ich unter Linux noch keine Lösung für die Aufgabe.

ryiden

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Ich habe Dir oben einen 1a mathematischen Beweis für den Genauigkeitsfehler geliefert, jedoch hast Du ihn scheinbar nicht verstanden. Die Genauigkeitsanforderung lässt sich nicht an- oder abstellen. Der Genauigkeitsfehler liegt an der Architektur eines Computers und ist allgegenwärtig. Nur weil Excel diesen Genauigkeitsfehler durch Runden geschickt vor dem Benutzer verbirgt, heißt das noch lange nicht, dass der Fehler nicht präsent ist.

Wenn du diesen Fehler ausschließen möchtest, musst du auf der Maschine mit natürlichen Zahlen rechnen. Zur Visualisierung in Excel kannst du die Cents ja durch hundert teilen und als Dezimalzahl darstellen.

PS: Würden Banken Zinsen mit Fließkomma-Zahlen berechnen, hätten sie bei den Folge-Zinsen eines Milliardardenbetrags enorme Abweichungen.

delcour

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Deine Ausführungen habe ich schon verstanden, Du aber meine Frage nicht.

Ob die Rundungsabweichungen von einer Tabellenkalkulation, das vorwiegend im kaufmännischen Bereich eingesetzt wird, abgefangen werden sollten (ich meine: ja, nämlich so, wie es Excel macht), ist nur ein Teil des Problems. Dieser Teil ist überdies über explizite Rundungen lösbar oder so, wie Du es beschrieben hast.

Das Hauptproblem ist jedoch, dass die mir für Linux bekannten Tabellenkalkulationsprogramme mit den Datenmengen schlicht überfordert sind. Ich suche also entweder ein Tabellenkalkulationsprogramm, welches bessere interne Algorithmen hat oder eine Lösung jenseits von Tabellenkalkulationsprogrammen.

Das könnte eine Datenbanklösung sein, aber nur dann, wenn ich dabei flexibel Inputtabellen im Excel- oder CSV-Format zu Datenbanktabellen umwandeln könnte, wobei die Feldnamen aus den Spaltenüberschriften der Tabelle generiert würden und die Feldtypen sich aus den Inhalten automatisch ergeben würden. Sowas kenne ich noch nicht.

jurisozi

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10. August 2006

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hi delcour,
es ist in oocalc extrem einfach aus einer calctabelle (importierte exeltabelle) eine datenbank zu machen.
1. tabelle markieren incl. überschriften.
2. f4 taste zum anzeigen der angemeldeten datenbanken betätigen.
3. markierte tabelle in den datenbankexplorer ziehen, unter tabellen droppen.
4. felder übernehmen, fertig.

evt. musst du vorher noch eine leere datenbank anmelden falls du keine passende datenbank hast.

übrigens kann open office beliebige tabellen als dbase datenbank abspeichern, vielleicht ist das ja auch schon eine lösung.

viel erfolg, ciao jürgen

delcour

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20. April 2005

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Danke, dann hätte ich eine Datenbank in Openoffice oder eine dBase-Datenbank mit den Feldern.

Die Frage ist, ob das eine sinnvolle Lösung ist, um Aufgaben der beschriebenen Art zu lösen. Was ich nämlich mit einer OOo-Datenbank anfange, weiß ich nicht. Wenn hier eine Reihe erfahrener Linuxer sagen, dass sie ähnliche Aufgabenstellungen auf diese Weise lösen, dann befasse ich mich mit Reports auf OOo-Datenbanken. Der Lernaufwand wäre aber für die Katz, wenn sich am Ende herausstellen sollte, dass die OOo-Datenbank genauso unausgereift wie die Tabellenkalkulation ist. Mit einer Progress Datenbank oder einer mySQL-Datenbank weiß ich schnell zum Erfolg zu kommen, wenn sie erst mal vorhanden ist. Aber dort wüsste ich nicht, wie es möglich wäre, sie automatisch zu erstellen.

Auf Taste F4 tut sich nichts. Ich werde bei Gelegenheit mal versuchen, eine leere Datebank anzulegen, und sehen, wie weit ich komme.

delcour

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20. April 2005

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Taste F4 bewirkt wie gesagt nichts.

Ich weiß nicht, wie man mit Ooo eine Datenbank anlegt. Ich finde nirgends im OOo einen Menüpunkt und dergleichen, der etwas mit Datenbank zu tun hat.

Dann habe ich über Synaptic das ganze OOo erneut installieren lassen, wobei ich (obwohl es überflüssig sein sollte) auch explizit das Datenbankpaket angegeben habe.

Im Ubuntudesktop ist bei den Büroanwendungen eine Verknüpfung "Openoffice.org Datenbanken". Außer dem Warterad, das nach einiger Zeit wieder verschwindet tut sich nichts.

Als nächstes habe ich den Startertext in einer Konsole eingegeben, damit ich vielleicht eine Fehlermeldung sehe:

ooffice -base %U

Dann kommt ein Popup, dass %U nicht existiert. Warum ist so ein anscheinend blödsinniger Link dann im Ubuntumenü?

Ohne Parameter tut sich nichts.

Mit einem fiktiven Parameter

ooffice -base test

tut sich auch nichts.

Natürlich habe ich auf die Hilfe von OOo aufgerufen.

Das Farbschema ist OOo-Standard. Die "Hilfe" wird dunkelblau auf schwarz angezeigt. Ein technisches Problem reicht dem nächsten die Hand.

{Nachtrag}
Die Neuinstallation, das An- und Abmelden am System führte nun endlich dazu, dass ich das Datenbankmodul starten konnte. Taste F4 öffnet jetzt auch den Browser. Allerdings bekomme ich immer einen Verbotsschildmauszeiger, wenn ich mit der Tabelle in den Datenbankbrowserbereich gehe. Dann poppte ein Fenster auf, dass meine JavaRE defekt sei. Das Popup konnte ich nicht schließen, da die Buttons auf dem Popup weder mit der Tastatur noch mit der Maus ansprechbar sind. Der Mauszeiger hatte immer noch das Verbotssymbol, auch dann, wenn ich die Maus ganz aus dem OOo-Fenster heruaszog. Mir blieb nicht übrig, als mit der wenigstens funktionierenden Tastenkombination Alt-F2 auf eine andere Konsole wechselte, um über top den soffice-bin-Prozess abzuschießen. Das führte dazu, dass ich aus dem gnome-desktop ganz abgemeldet wurde. Jetzt reicht es.
{/Nachtrag}

Ich wollte eigentlich ein fachliches Problem lösen und bin nur mit technischen Problemen beschäftigt, ohne Aussicht auf Erfolg.

Ich bin nach 12 Monaten ausschließlicher Nutzung von Ubuntu zu Hause frage mich wirklich, ob das jemals mal jemand mal produktiv hat nutzen können.

Zum Surfen, E-Mailen und kleine Briefe reicht es ja bzw. macht es Spaß. In den Bereichen Datensicherung, Herumpartitionieren, Verschlüsselung, Netzwerkdienste habe ich auch mehr und bessere Möglichkeiten, als ich es aus der Windowswelt kenne.

Aber sobald ich damit fachliche Aufgaben erledigen will, wie ich sie im Betrieb zu lösen habe, sind die Erfahrungen frustrierend. Das fängt schon bei Groupware an, wozu auch die Synchronisation mit Palm & Co gehört. Da kann man noch ins Feld führen, dass die PDAs proprietär sind.

Aber wenn sich einfache fachliche Fragestellungen nicht halbwegs einfach mit Officesoftware lösen lässt, dann empfinde ich das als dürftig.

Ich konnte mir das nicht vorstellen und dachte, dass ich nur nicht weiß, wie es geht. Aber offensichtlich sind andere Linuxer mit Fragestellungen aus der Büroumgebung nicht befasst, weshalb es weder signifikante Nachfrage noch ein Angebot an solchen Arbeitsmöglichkeiten gibt.

Schade.

Gruß

Delcour

Hello_World

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13. Juni 2006

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Auf Taste F4 funktioniert es bei mir, man sollte das gleiche aber auch über Ansicht –> Datenquellen erreichen (allerdings habe ich OpenOffice 2.1, welches in den Ubuntuquellen nicht verfügbar ist, aber es gibt Debian-Pakete auf openoffice.org).

OpenOffice Base kann übrigens auf fast jede Datenbank zugreifen, da es ODBC- und JDBC-kompatibel ist, daher sollten keine Zweifel über die Reife der zur Verfügung stehenden Datenbanken bestehen. Die in OpenOffice eingebaute Datenbank heißt HSQLDB. Wie gut das Datenbank-Frontend ist, musst Du aber selber beurteilen.

Das Problem mit dem angeblich defekten Java-RE ließ sich bei mir recht einfach lösen. Erst musst Du natürlich Java installieren, aber keinen Blödsinn wie den GIJ sondern einfach Suns JRE. Welches JRE Du installiert hast, kriegst Du am einfachsten auf der Konsole heraus mit dem Befehl java -version. Wenn da was von Hotspot steht, ist das Sun-JRE installiert - steht dagegen irgendwas von GNU oder GIJ da, hast Du das GNU-JRE installiert und tauschst es am besten gegen das Sun-JRE aus, wie das geht steht im Wiki: Java. Dann öffnest Du OpenOffice, gehst im Menü auf Extras –> Optionen und stellst dann unter OpenOffice.org –> Java das Sun Microsystems-JRE ein (auch wenn in der Liste nur ein JRE enthalten ist, solltest Du dieses mit einem Klick auf den Radiobutton explizit auswählen). Dann sollte es gehen.

Das Datenbankmodul sollte sich mit /usr/lib/openoffice/program/soffice.bin -base starten lassen, oder, wenn Du die Pakete von OpenOffice.org verwendest, mit /opt/openoffice.org2.1/program/soffice.bin -base. Alternativ öffnest Du einfach eine beliebige OpenOffice-Applikation und klickst im Menü auf Datei –> Neu –> Datenbank. Natürlich muss das Base-Modul dazu installiert sein.

Und nochwas: Gejammer interessiert hier niemanden. Niemanden stört es, wenn Du Fragen stellst, aber Gejammer bringt niemanden weiter und nervt nur - ich habe überlegt, ob ich überhaupt antworten soll. Du musstest auch erst lernen, wie man mit Excel usw. umgeht, und jetzt erwartest Du, dass unter Linux jetzt auf einmal alles funktioniert, obwohl Du von den verwendeten Werkzeugen offensichtlich keinen Plan hast - was soll der Blödsinn?

delcour

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20. April 2005

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Was Du als "Gejammer" bezeichnest, war sachlich begründete Kritik. Wenn Du das als Blödsinn abtun magst, dann ist das Deine Angelegenheit. Unterlasse aber bitte Unterstellungen, die auf der falschen Annahme beruhen, dass das Fehlverhalten der Software in meinem Fall auf mangelnde Anwenderkenntnis (die durchaus auch besteht) zurückzuführen ist. Belehrungen, die vielleicht zu Deinem sonstigen Umgang passen mögen, sind hier nicht angebracht.

Hello_World

Anmeldungsdatum:
13. Juni 2006

Beiträge: 3620

delcour hat geschrieben:

falschen Annahme

Diese Annahme ist nicht falsch. DU weißt nicht, was F4 bedeutet, DU weißt nicht, wie man das JRE korrekt einrichtet, und DU bist allein nicht einmal in der Lage, OOo Base zu starten. Mit anderen Worten: DU bist der, der hier Hilfe braucht. Also spar dir das Getue, wenn Du nochmal Hilfe willst. Mich juckt es nämlich überhaupt nicht, wenn Du wieder Excel und Windows verwendest.

Was deine angeblich sachliche Kritik angeht:

Ich wollte eigentlich ein fachliches Problem lösen und bin nur mit technischen Problemen beschäftigt, ohne Aussicht auf Erfolg.
Ich bin nach 12 Monaten ausschließlicher Nutzung von Ubuntu zu Hause frage mich wirklich, ob das jemals mal jemand mal produktiv hat nutzen können.
[...]
Aber wenn sich einfache fachliche Fragestellungen nicht halbwegs einfach mit Officesoftware lösen lässt, dann empfinde ich das als dürftig.
Ich konnte mir das nicht vorstellen und dachte, dass ich nur nicht weiß, wie es geht. Aber offensichtlich sind andere Linuxer mit Fragestellungen aus der Büroumgebung nicht befasst, weshalb es weder signifikante Nachfrage noch ein Angebot an solchen Arbeitsmöglichkeiten gibt.

Das ist keine sachliche Kritik, das ist Gejammer.

Brandenburger

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3. Dezember 2006

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Sorry, aber irgendwie liegt ihr jetzt beide daneben.

Genau solche Probleme belasten zwar (sicher nicht nur) meine Beziehung zu Linux und der in der Distribution mitgelieferten bzw. verfügbaren Software.

Allerdings halte ich diese Forenplattform nicht unbedingt geeignet zur Lösung solcher doch schon ziemlich ins Detail gehender anwendungsspezifischer Probleme. Hier wäre sicherlich der Austausch in entsprechenden Fachforen zu OO besser.

Allerdings muss ich klar zugeben, dass die Schriftdarstellung und ebenso die Ausdruckqualität in OO dermassen unprofessionell ist (insbesondere auf Laserdruckern), das man es nicht professionell nutzen kann. Wieso kommt da immer graue Schrift raus statt schwarze Buchstaben?

Wieso kann ich aus Evince nicht auf meinen Laser drucken? Tintenspritzer geht hingegen.

delcour

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20. April 2005

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Bevor es "Hello World" schafft, mit seinen in mehrfacher Hinsicht unqualifizierten Beiträgen das Thema des Threads zu verbiegen, wiederhole ich nochmal meine Ausgangsfrage, um den Thread wieder zurück zum Thema zu führen:

"Welche Empfehlung habt ihr für einen Linuxanwender wie mich, der nicht erwägt, sich Excel (z.B. zum Einsatz unter CrossoverOffice) anzuschaffen?"

@Brandenburger: Mir geht es nicht um die Lösung eines spezifischen Anwendungsproblems, sondern darum zu erfahren, wie Linuxer ähnliche Problemstellungen wie die als Beispiel genannte Aufgabe lösen, weil die Wege, wie ich sie mit MS-Office-Software unter Windows gehe, mit Officesoftware unter Linux nicht gelöst bekomme,

Zu einem weiteren Anwendungsfall konnte ich eine Umsetzung

1) mit dem Gespann MS Access-MS Excel (unter Windows)
http://www.administrator.de/Vergleich_von_Exceltabellen_%28%26uuml%3Bber_Access%3F%29%3A_Summierung_von_Feldwerten%2C_dann_Vergleich.html

2) über PostgreSQL und OOo-Calc (unter Linux) (Lösungsweg beschrieben im Forum Libertus)

realisieren.

Da die bei der Bearbeitung der Aufgabenstellungen auftretenden Probleme, anders als ein Troll behaupten mag, vorwiegend in der Software, nämlich den genannten Officeanwendungen liegen, habe ich mich und dann das Forum gefragt, wie und womit andere Linuxer arbeiten. Es liegt mir fern, eine langweilige Debatte darüber anzuzetteln, welche Officesoftware nun besser ist. Meine Meinung dazu ist klar, spielt aber für die Frage keine Rolle, weil, wie ich schon zu Beginn schrieb, dass ein "Rücksturz" zu Windows und dergleichen aus vielen anderen Gründen nicht in Frage kommt.

Vielleicht ist die Frage noch zu früh gestellt, weil die Eroberung des Desktops noch in den Anfängen steckt und noch nicht so viele Leute produktiv damit arbeiten. Und bevor das schon wieder jemand in den falschen Hals kriegt: Das "produktiv" bezieht sich hier ausschließlich auf typische Büroarbeiten ("Office" eben), bei denen Officesoftware ausgereizt wird, dass es quietscht (wer mir nachvollziehbar nachweist, dass sich die Fachaufgabe wie unter 1) geschildert (= eine typische Aufgabenstellung im Büro) mit einem Officeprogramm (nicht MS) unter Linux bearbeiten lässt, ich mich also irre, bekommt von mir eine Flasche Brunello di Montalcino im Wert von ca. 33 EUR zugeschickt ☺ ).

tdurda

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Anmeldungsdatum:
12. Februar 2006

Beiträge: 86

Auch wenn viele OOffce Verfechter das anders sehen mögen, aber Excel ist in der Tabellenkalkulation immer noch konkurrenzlos. Damit wirst du leider leben müssen. Aber wenn du über 10000 Datensätze hast, dann würde ich dir wirklich raten, das Ganze in einer Datenbank zu bearbeiten. Leider hast du dort das selbe Problem, das Datenbankmodul in OOffice ist mehr oder weniger Spielzeug (verglichen mit Access). Bleibt also nur der Weg über ne ordentliche Datenbank. Nicht umsonst ist Office immer noch das Zugpferd der Redmonder.

Hello_World

Anmeldungsdatum:
13. Juni 2006

Beiträge: 3620

delcour hat geschrieben:

Bevor es "Hello World" schafft, mit seinen in mehrfacher Hinsicht unqualifizierten Beiträgen das Thema des Threads zu verbiegen

Du trollst hier, dass sich die Balken biegen. Wenn Du wirklich an einer Lösung des Problems interessiert wärst, hättest Du meine Tipps auch mal ausprobiert, daran mangelte es in meinem Beitrag nämlich nicht.
delcour hat geschrieben:

"Welche Empfehlung habt ihr für einen Linuxanwender wie mich, der nicht erwägt, sich Excel (z.B. zum Einsatz unter CrossoverOffice) anzuschaffen?"

Es gab hier die Empfehlung, das mit einer Datenbank zu machen, und das hast Du noch nicht umgesetzt, bzw. nicht ernsthaft versucht. Meine Hinweise hast Du jedenfalls nur ignoriert und über das böse OpenOffice gejammert.
delcour hat geschrieben:

Und bevor das schon wieder jemand in den falschen Hals kriegt: Das "produktiv" bezieht sich hier ausschließlich auf typische Büroarbeiten ("Office" eben), bei denen Officesoftware ausgereizt wird, dass es quietscht (wer mir nachvollziehbar nachweist, dass sich die Fachaufgabe wie unter 1) geschildert (= eine typische Aufgabenstellung im Büro) mit einem Officeprogramm (nicht MS) unter Linux bearbeiten lässt, ich mich also irre, bekommt von mir eine Flasche Brunello di Montalcino im Wert von ca. 33 EUR zugeschickt ☺ ).

Ohne eine hinreichend genaue Definition einer "typischen Büroarbeit" oder aber einem konkreten Beispiel mit Beispieldaten usw. ist das ein ziemlich merkwürdiger Vorschlag.

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