hagenbuch schrieb:
@redknight: Du wirst mir sicher zustimmen dass jemand der was gut machen will, zuerst lernen muss, nicht wahr?
Sicher. Aber um fortgeschrittene Themen im Selbststudium zu erarbeiten, muss man die Basics kennen. Wenn Du also nicht weißt, wie du den selbtgebauten Kernel bootest, ist dein Lernerfolg äußerst gering sein, weil Du nicht booten kannst. Deshalb schrieb ich auch, dass Du "erst mal" sowas nicht in Eigenarbeit angehen solltest. Nicht dass Du es nie machen sollst.
Jemand der einfach Deinem Rat folgt wäre dann sicher schlechter beraten als jemand der zuerst Zeit investiert um sich fortzubilden. Nichts anderes habe ich vor.
Wenn Du nur lernen willst, fang langsam an und benutze zuerst mal ein funktionierendes Setup (zB das LUKS, das die Alternate CD automatisch anlegen kann). Daraus kannst Du dann Modalitäten ableiten, die du in deinem händisch aufgebauten setup einbauen musst.
Ich hab Dir ja noch nicht mal den Verwendungszweck genannt...
Stimmt. Wollte ich Dir aber nciht noch zusätzlich mit um die Ohren hauen. Aber da du es selbst ansprichst: Was ist denn der Verwendungszweck des guten Stücks?
dass ich nicht Assange heisse dürfte Dir klar sein.
Wer weiß. Spricht/Schreibt Julian Deutsch? Vielleicht bist Du ja auch Daniel Domscheit-Berg
Aber lassen wir das.
Alle meine Quellen hatte ich genannt, also wenn Du mich dabei ertappst, was nicht genau wiederzugeben: Freu Dich! (Hach diese Linuxforen. Herrlich, man wird nie enttäuscht).
Du hast eine Quelle genannt, die eine Behauptung aufstellt, ohne diese zu belegen. Da du im weiteren darauf hinweist, dass du es "gelesen hast", ging ich davon aus, dass Du mehrere Quellen zur Recherche benutzt hast, bevor Du dich einem derart komplexen Thema näherst.
Danke für den LUKS-Hinweis. Ist aber LUKS gegen eine Cold Boot-Attacke (Auslesen aus dem RAM gefeit)?
Ehrlich gesagt: Weiß ich nicht. Halte ich auch für unwesentlich. Bei einer Refresh-Rate von 1 Sekunde und weniger sind die bisherigen Attacken eher theoretischer Natur. In einem Paper, dessen Link ich nachreichen muss, musste mit flüssigem Stickstoff bereits VOR dem Ausschalten/Entfernen der Riegel gekühlt werden. Nicht gerade das Szenario, vor dem ich auf dem Weg in die Firma Angst habe.
Alles, was da bisher wirklich funktioniert hat, ist derart aufwendig, dass man dir auch einfach nen Freiflug nach Guantanamo (oder vergleichbare Einrichtungen) spendieren könnte und dir dort auf gut Deutsch die Passphrase aus dem Leib prügelt. Weniger drastisch gesagt: Eine Verschlüsselung schützt deine Daten nur, wenn Du nicht dazu erpresst werden kannst, die Passphrase herauszugeben. Das ist bei normalen Menschen aber eigentlich im Falle von Verlust und/oder Diebstahl der Fall. In dem Fall wird aber auch keiner eine Cold-Boot-Attacke versuchen, sondern die Platte fromatieren und im nächsten Pfandhaus absetzen.
Auf den Punkt gebracht in http://xkcd.com/538/