Hallo liebe Gemeinde,
gestern ist mir etwas passiert, das mir noch nie vorgekommen ist:
Ich habe ca. eine halbe Stunde lang etwas in OpenOffice geschrieben, und, paranoid wie ich bin, immer wieder zwischengespeichert. Nachdem ich fertig war, habe ich OpenOffice geschlossen und anschließend ca. zehn Minuten lang im Internet recherchiert. Als ich den Laptop herunterfahren wollte, ist er während dem Shutdown hängen geblieben. Kein Problem, wir kennen ja Alt + Sysreq + REISUB. Alles schön langsam hintereinander eingegeben, Laptop bootet neu und ich rufe zur Sicherheit die zuletzt bearbeitete Datei in OpenOffice erneut auf. OpenOffice startet (ohne Wiederherstellungshinweis) und - die Datei ist auf dem Stand vor meiner Bearbeitung! Es ist so, als hätte ich an diesem Abend nie daran gearbeitet! Eine halbe Stunde Arbeit waren weg. Ürigens tauchten auch die nach OpenOffice angesurften Webseiten in der Firefox-Historie nicht auf.
Es ist mir zwar klar, dass die Festplatten u.U. aufgrund von Caching verzögert schreiben, aber dass eine halbe Stunde lang + zehn Minuten - trotz mehrfachem Speichern der Datei in OpenOffice - nichts auf die Festplatte geschrieben wurde, haut mich ehrlichgesagt vom Hocker. 
Ein nach dieser Erkenntnis durchgeführtes fsck -fCv auf das /home-Verzeichnis bemerkt zwar ein inkonsistentes Journal und stellt es wieder her, aber meine Änderungen sind trotzdem weg.
Wie kann das sein?
PS: Ich verwende eine separate ext4 /home-Partition, die mit dm-crypt verschlüsselt ist. Diese Konstellation habe ich seit etlichen Jahren (gut, früher natürlich mit ext3) und hat noch nie Probleme bereitet. Falls es relevant ist, ich arbeitete an diesem Abend mit Kerberos im Offline-Modus (Cached Credentials).

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