Hey AlphaX2,
gut dass Du Dich wehrst. Hier noch meine Gedanken:
CHIP
wär der Test in der c't gewesen, könnte man sich aufregen, aber die Chip ist doch schon seit 15 Jahren nur noch eine Industrie-Posaune
1. Laut Chip gibt es in Kubuntu keine automatischen Updates - der User müsste daran selber denken!
Bis 8.10 kamen Updates immer dann zum Vorschein, wenn vorhanden, jetzt kümmert sich die Aktualisierung und meldet sich regelmäßig.
Ich habe bis vor einem halben Jahr komplett mit XP und den Vorgängern gearbeitet. Im Vergleich zu Kubuntu leben die in der Steinzeit was Softwareupdates angeht. Dass sich das mit 7 grundlegend geändert haben soll, glaube ich kaum. Im Grunde werden alle Softwarepakete (System, Office, Tools und Co.) unter Windows sich selbst überlassen geupdated. Keine zentrale Funktion wie apt-get. apt-get und Co. sind der Windows-Systematik haushoch überlegen und das beste Update-System, das ich persönlich je gesehen habe.
2. Es ist keine Verschlüsslung möglich!
Quatsch, weil ab 9.10 is Verschlüsslung von HOME auch mit LiveCD möglich.
Für Karmic ist Verschlüsselung vorgesehen und von 'unmöglich' kann auch bei älteren Systemen angesichts der verschiedenen verfügbaren Lösungen (ecryptfs, truecrypt, etc.) nicht die Rede sein.
3. Es gibt kein "Sicherheitscenter" und keine "Antispyware" und keinen "Virenscanner"!
Richtig, aber weil auch total unnötig!
genau. Den Sicherheitscenter brauchts nur, weil Windows von Haus aus so unsicher ist, dass man wichtigtuerisch nachbessern muss, statt es von Anfang an richtig zu machen. Mit diesen 'Maßnahmen' werden die Kunden verarscht und der Virenscanner-Mafia zugeschoben. Weil das System beim ersten Installieren als erstes gleich nach dem fehlenden Virenscanner fragt. 'Dauerwerbesendung' müsste man da oben rechts einblenden lassen.
4. Das booten dauert 43 Sekunden, auf dem Testrechner!
Komisch mein Lappi (Pentium 2Ghz/2GB) braucht 34 Sek. der Lappi meiner Freundin mit (Sempron 1,8 GHz/512MB) bis zum Desktop auch nur ca. 55 Sekunden.
Booten tue ich einmal, max zweimal pro Tag. Wen interessiert ob ein gutes System 10 Sek länger braucht, da bin ich ohnehin noch in der Küche oder sonstwo. Völlig Banane, diese Diskussion um Bootzeiten. Bei Windows ist die Bootzeit natürlich schon wichtiger, weil man traditionell nach beinahe jeder Installation einer Systemrelevanten Software neu Booten muss, damit noch alles funktioniert. Ist bei Linux bisserl anders.
Ganz nebenbei: meine neuesten Entdeckungen: Bootvorgang mit angepasstem readahead und Applikationsladen beschleunigen mit preload. Das fetzt richtig. An sowas ist bei Windows gar nicht zu denken.
5. 1239 Files - 4,21 GB kopieren braucht auch wieder am längsten ganze 2:12 Min.!
Ich habe natürlich nicht die selben Files, aber mit ext4 dauerte mein Dokumente Verzeichnis Backup mit ~ 5GB keine 2 Min.
Auch hier: wer will das denn wissen. Kopiere ich den ganzen Tag nur Dateien, dass es da auf 2 Sekunden ankommt? Das sind doch Disziplinen, wo sich die Schreiber fragen lassen müssen, was sie da überhaupt für einen Bullshit testen.
6. Eine Frische Installation ist 10GB groß!
Mein Ubuntu war nach der Install + Plugins und paar Progs ~ 4GB, hab nicht darauf geachtet ob KDE 6 weitere schluckt!
Bei Kubuntu sind bei 20 GB alles drin, Office, Browser, Entwicklungsumgebung, Backupsystem, Photoverwaltung - alles bereits installiert. Ich zitiere einen Freund, der mir gestern erzählt hat: er hat Windows 7 installiert und nach 4-5 Stunden war sein System dann halbwegs einsatzfähig (also alle Software drauf). Bei Kubuntu dauert das um die 30 min, plus Sonderwünsche, nochmal 30 min.
7. Systemsicherung, also Backup ist nicht möglich! (Bei Apple stand immerhin per "Time Machine"!)
Also mal abgesehen davon das man mit "dd" sogar eins zu eins Kopien erstellen kann, man ohne weiteres mit udev ein Skript machen kann, welches beim verbinden auf die externe Platte sichert, finden sich über die Quellen allein 15 Programme!
Und Time Machine gibt es für Kubuntu in zwei Clones auch.
So kommt Linux, also Kubuntu auf:
2/5 in Sicherheit
3/5 in Performance
3/5 bei Ausstattung
2/5 in Benutzerführung
Macht: 10 / 20 Punkte!
Naja, kommentarlos, Blödsinn. Mein Rating:
Sicherheit 5/5
welches System ist denn bitte sicherer als Linux?
Performance 4/5
wenn die eine beta testen hakt es da freilich noch. Ich habe mit Kubuntu 9.04 mit KDE 4.1 angefangen und das hat immer mal wieder genervt - und nach 5 Updates inzwischen bei KDE 4.3.2 ist die Performance derart viel besser geworden und auch absolut gesehen derart gut, dass sie sicherlich keinen Vergleich mit Windows zu scheuen braucht und eher auf Augenhöhe mit dem eleganten OS-X rangiert.
Ausstattung 5/5
ist ja alles dabei, was man brauchen kann - zugegeben, außer Treiber vielleicht, was aber nicht die Schuld von Linux ist, weil die Treiber macht auch nicht MS sondern der Hardware-Anbieter, die wie ich vermute einfach für Linux nicht entwickeln dürfen.
Aber an Applikationen bekomme ich unter Linux alles kostenlos, was ich unter Windows entweder kaufen oder klauen muss. Und die Linux-Versionen sind nicht selten ebenbürtig oder sogar besser als die bezahl-Pendants.
Benutzerführung 5/5
gerade Kubuntu mit dem 4er KDE ist in dieser Disziplin derart viel besser als Windows.
also Linux: 19/20 und damit besser als die fragwürdigen 18 von Windows 7.
Auch im Text gibt es immer wieder (kleine) Hiebe:
Vorteilsjournalismus zugunsten einer Gruppe ist ja inzwischen bei den Schreiberlingen offenbar der Mainstream geworden. Man erinnere sich an den Skandal vor 2 Jahren, als ein Tester von einer Spielezeitschrift auf betreiben von EA entlassen wurde, weil er das neue EA-Game schlecht besprochen hatte.
"Kubuntu bietet nur wenige Standardtreiber. Speziell auf die Hardware angepasste Versionen gibt es kaum und wenn, sind sie nur von Informatikstudenten installierbar."
was nur zeigt, dass dieser Schreiberling sich selbst offenbar von Informatikstudenten sehr verschieden zu sein versteht. Man muss fragen: was sucht so ein Amateur dann bei einer Computerzeitschrift?
Schöne Grüße
-incredion