Wie viele vielleicht mitbekommen haben, ging es im „Stammtisch“ in letzter Zeit teilweise hoch her. Insbesondere allgemeinpolitische Themen führten regelmäßig zu heftigen und destruktiven Diskussionen, die nicht immer im Einklang mit unseren Forenregeln geführt wurden.
Um es genauer zu formulieren, war es eigentlich inzwischen bei fast keiner Diskussion mehr die Frage, ob ein Eingreifen von Moderatorenseite erforderlich werden würde, sondern bloß noch wann. Diesen Zustand empfanden nicht nur wir Moderatoren, sondern auch diverse Nutzer dieses Forums als sehr unbefriedigend.
Versuche, dem entgegen zu wirken, haben leider nicht gefruchtet und es ist für uns auch sehr schwierig bis unmöglich, immer fair die Grenze zu ziehen zwischen freier Meinungsäußerung und einer „Meinung“, die beleidigend oder diskriminierend anderen gegenüber und deswegen unerwünscht ist.
Wir möchten auch noch einmal betonen, dass dieses Forum für Benutzer von Ubuntu gedacht ist, die Hilfe suchen und sich gegenseitig helfen möchten. Der Stammtisch ist uns immer sehr wichtig gewesen, da sich hier die Nutzer abseits der oftmals komplizierten Computer-Probleme in entspannter Atmosphäre unterhalten können und sich dabei auch etwas besser kennenlernen. Dies fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Ubuntu-Gemeinschaft. Die Moderatoren und Supporter möchten ihre Tätigkeit aber gerne wieder mehr auf den Supportbereich legen, den wir als den Kern und die Hauptaufgabe von ubuntuusers.de verstehen.
Deswegen haben wir uns dafür entschieden, politische Themen im Stammtisch ab sofort nicht mehr zuzulassen, es sei denn, sie haben einen deutlichen IT-Bezug. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sind aber mehrheitlich der Meinung, dass diese Maßnahme sinnvoll und notwendig ist, um den friedvollen Umgang in unserer Community weiter erhalten zu können.
Um es noch einmal klar zu stellen: Natürlich sind auch kontroverse Diskussionen über Themen, die etwas mit GNU/Linux, Computern oder (Freier) Software zu tun haben weiterhin ausdrücklich erwünscht. Themen wie „Hartz-Gesetzgebung“, „Nationalstolz“, „multikulturelle Gesellschaft“ oder „Tempolimit auf Autobahnen“ sind ab sofort jedoch unerwünscht und werden von uns gesperrt oder gelöscht.
Zusätzlich haben wir uns entschieden, den Stammtisch für Gäste unsichtbar zu machen, da diese nur die Support-Foren in Anspruch nehmen wollen, um eine Lösung zu ihrem Problem zu finden. Der Stammtisch ist als ein Ort gedacht, an dem die Community-Mitglieder sich ungezwungen über dieses und jenes austauschen können, und nicht als Aushängeschild, welches inzwischen teilweise bei Suchmaschinen-Abfragen nach Alltagsthemen vordere Plätze einnimmt. Diese Änderung wird in den nächsten Tagen vom Webteam umgesetzt.
Das Moderatoren-Team
http://ubuntuusers.de/ikhaya/793/
Update:
In den letzten Wochen ist uns klar geworden, dass unsere Entscheidung, Politikthemen bei ubuntuusers.de zu verbieten, vielleicht nicht die wirkliche Lösung des Problems war. Einerseits wurde das Ziel erreicht, dass kontroverse Themen quasi nicht mehr aufgetreten sind. Andererseits sind wir uns bewusst, die Themenvielfalt im OT-Bereich stark eingeschnitten zu haben und es ist schwer, und bisweilen nicht objektiv, eine für alle nachvollziehbare Linie zu finden. Außerdem verhindert es letztlich nicht, dass sich User daneben benehmen und unsere Forenregeln missachten, auch wenn die Hürde dafür nun ein wenig höher ist. Und nicht zuletzt ergibt sich bei einem Verbot eines bestimmten Themenfeldes auch ein Konflikt mit den Inhalten und dem Wesen von Ubuntu und seinem besonders hervorgehobenen Community-Gedanken.
Aus diesem Grund werden wir das Verbot politischer Themen mittelfristig zurücknehmen. Allerdings werden wir nicht einfach so dazu zurückkehren, es sind einige Änderungen erforderlich. Konkrete Details dazu können wir noch nicht nennen, wir sind dazu noch mitten in der Diskussion. Ein paar Anmerkungen: Zum Einen werden wir die Forenregeln überarbeiten und die Verhaltensregeln stärker herausstellen. Außerdem wird sich das Moderatorenteam verstärken und seine Organisationsstruktur optimieren, um besser agieren zu können. Auch überlegen wir, wie wir einerseits der Community besser gerecht werden können und andererseits die wichtigste Säule von ubuntuusers.de, den Support, stärken und sichern.
Bitte gebt uns deshalb Zeit, um eine gute und Allen gerecht werdende Basis zu schaffen. Über die weiteren Details werden wir euch informieren.
Vielen Dank,
Daniel
im Namen des Teams von ubuntuusers.de

waren wahrscheinlich Fehler in der Datenbank… 

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