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dfrkp
Anmeldungsdatum: Feb. 16, 2008
Beiträge: 107
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3. November 2008 22:05
Ahoi Ubuntuuser! kurz zu mir, mein weg zu linux ging über ubuntu 7.10 zu 8.04 und dann direkt zu gentoo. Zwischendurch einige andere Distributionen getestet (arch, pardus, slack, dsl, puppy, uvm). Ich bin also kein "alter Hase" aber habe mich schnell in die Materie eingearbeitet.
Nun habe ich ubuntu in den letzen drei Versionen mitgenommen aber als produktiv system schon länger Gentoo (da bringen mich auch keine 10 pferde wieder weg ). Dabei habe ich auch das Forum hier immer so ein bisschen mitverfolgt. Dabei habe ich allerdings keine besonders gute Entwicklung bei Ubuntu ausmachen können. Aus meiner Sicht ist Ubuntu gewissermaßen in einer Sackgasse, weil es für sehr viele zu einer Durchgangsdistribution verkommt. Ich sehe hier oft ex-ubuntu user die sich selbst beweiräuchern weil sie auf arch linux umgestiegen sind. Wieder andere feiern sich dafür das sie nun sidux nutzen. Sehr viele die mit ubuntu erst zu linux gekommen sind wenden sich anderen distributionen zu und meinen ubuntu verspotten zu müssen. Ich weiß nicht ob das damit zusammenhängt das der Durchschnitts-LinuxUser immer jünger wird, aber das algemeine niveu hier im Forum nimmt stetig ab.
Sicher kann man jetzt sagen dass dies nicht die Schuld von ubuntu ist, das wäre meiner Meinung nach aber zu leicht. Ich denke das Ubuntu zum Beispiel im Wiki einen falschen weg geht, da klatscht man dem user einfach irgendwas hin was er kopiert und dann funktioniert das schon irgendwie, da könnte man wirklich mehr in die Tiefe UND in die Breite gehen (was ist wenn X eintritt oder Y fehlschlägt). Eine andere mögliche Ursache sehe ich im aufbau von Ubuntu selbst, wenn Ubuntu dazu übergeht das man neue Versionen unbedingt an einer revolutionären Design erkennen muss dann ist das eine Weiterentwicklung wie sie Windows gerade vorgemacht hat.
Ich weiß nicht wie ihr das seht, ich muss schon lachen wenn man sich hier darüber beschwert das sich keine neuerung in 8.10 befinden weil sich das gnome design nur leicht geändert hat. In meinen Augen müsste Ubuntu wieder die Kurve kriegen zu einer ANGEPASSTEN Distribution die auf die Bedürfnisse des Durchschnittlichen Desktop Users zugeschnitten ist UND wirklich stabil läuft.
Um es in einem Satz auszudrücken: Ubuntu muss wieder näher an den "Linux-Weg" heran. nun postet mal was dazu, wie ihr eure distribution im Moment seht. mfg!"
dfrkp
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uname
Anmeldungsdatum: März 28, 2007
Beiträge: 6006
Wohnort: 127.0.0.1
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3. November 2008 22:20
Vielen Dank für die schöne Ausführung. Es ist schon so, dass man Ubuntu unter anderem auch als Einsteiger-Distribution bezeichnen kann. Wichtig für einen Einsteiger ist vor allem eine weite Verbreitung. Windows ist hier das Vorbild. Ein Kind bzw. Schüler fängt ja deswegen mit Windows an, weil es alle nutzen. Ferner muss man festhalten, dass im Prinzip alle Linux und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter alle UNIXe gleich sind. Das ist die Kommandozeile, die du bestimmt irgendwie bedienen kannst. Es spielt also nach einer gewissen Zeit überhaupt keine Rolle mehr ob man Ubuntu oder Gentoo oder sonst ein Linux einsetzt. Und selbst ein Solaris kann man bedienen, sofern man die UNIX/Linux-Befehle ein wenig kennt. Ubuntu hat gewisse Ziele, die ich hier gar nicht alle aufführen möchte. Wichtig sind vielleicht die regelmäßigen Releases und der Support. Ziel ist es Ubuntu z.B. auch im Firmenumfeld zu nutzen. Ich für meinen Fall nutze vor allem die Basis von Ubuntu, nämlich Debian. Aber im Prinzip ist es egal ob ich wie jetzt unter Debian Lenny arbeite oder unter irgendeiner Ubuntu-Version. Neuigkeiten:
Meiner Meinung nach haben viele Linux-Anwender falsche Vorstellungen. Unter Windows gibt es vielleicht alle 5 Jahre eine neue Version und wenn sie kommt, will sie keiner haben. Bei Ubuntu gibt es alle 6 Monate ein neues Release. Nun ist die Frage wo es mehr Neuerungen geben kann. Doch wohl nicht in 6 Monaten. Fazit:
Jeder möge sein Linux finden oder zumindestens auch mal mit einem Debian, SuSE, Gentoo usw. arbeiten können, da sowieso alles gleich ist. Auch sollten viel mehr Leute endlich aufhören den Releases hinterher zu rennen. Es gab eine LTS-Version Hardy 8.04 und wer die ganzen Upgrades von Versionen nicht wirklich braucht kann seinem Hardy noch 2 Jahre treu bleiben, dann hat man Windows-Verhältnisse. Und wem selbst die 6 Monate bei Ubuntu für Ugrades nicht reichen nimmt eben ein Rolling-Release wie Debian Testing oder Sidux und installiert wöchentlich 100 MB an Updates für kleinste Unterversionen von sinnloser Software. Und wer gerne Quellcode kompilert nimmt z.B. Gentoo. Aber im Prinzip ist sowieso alles ein Linux-Kernel und der Rest drumrum ist GNU.
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Teetrinker
Anmeldungsdatum: März 21, 2006
Beiträge: 1202
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3. November 2008 22:27
Allgemein stimme ich Dir zu. Größtes Problem ist meiner Meinung nach der kurze Release-Zyklus, sowie das Bestreben, die Bedienung des Systems immer einfacher zu machen. Durch diese DAU-freundlichkeit geht wirklich viel verloren. Man merkt es im Forum. Als ich mit Ubuntu anfing, da musste man noch nicht immer wieder die gleichen Hinweise auf das Wiki verlinken. Da haben die neuen User erst selber mal geschaut, wie sie ihre Probleme lösen können. Heute wird noch nicht mal mehr die Suchfunktion benutzt. Es werden, gerade in der letzten Zeit, manchmal 5-6 Fragen zum genau gleichen Problem gepostet. Und das innerhalb weniger Stunden. Auch die so oft genannten Artikel speziell für Einsteiger werden ignoriert. Ich denke, es hängt damit zusammen, dass viele Ubuntu nicht ausprobieren, weil sie wirklich an Alternativen zu Windows interessiert sind und die dafür nötige Lernbereitschaft mitbringen, sondern weil sie irgendwo gehört haben, wie toll das ist, oder irgendwelche "coolen" Videos auf YouTube gesehen haben. Da ist dann Compiz-Fusion erst einmal wichtiger als andere. Ansonsten wird einfach erwartet, dass alles genau so funktioniert wie unter Windows. Was Du allerdings falsch siehst ist der Zusammenhang zwischen der Ubuntu-Entwicklung und dem uu-Wiki. Das Wiki, sowie das gesamte uu-Board haben mit der Entwicklung von Ubuntu nichts zu tun.
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Cubitus
Anmeldungsdatum: Juli 20, 2007
Beiträge: 797
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3. November 2008 23:08
Hi, vielleicht gehöre ich ja zu den wenigen Leuten, die Ubuntu seit beginn ihrer "Linux-Karriere" bis heute nutzen. Ubuntu ist für mich nach wie vor das beste System. Es hat die größte Community, das größte Wiki. Tests mit OpenSuse und Debian haben gezeigt, das es an allen Ecken und Enden hakt (Yast finde ich eine Katastrophe und Debian will meinen DualCore nicht). Ich erwarte in 6 Monaten Entwicklungszeit keine großartigen Veränderungen, eher Detailverbesserungen, keine Rückschritte. Und dies wird meiner Ansicht nach auch ganz gut erfüllt. Der neue Networkmanager, der Kombi-Logout-Button, die Nautilus-Tab-Funktion - alles tolle Sachen. Ich bin voll zufrieden mit Ubuntu, warum sollte ich wechseln? Nur weil ich evtl. auch mit OpenSuse etc. klar komme? Ubuntu (OpenSuse auch) kommt von der Benutzerfreundlichkeit an Windows eher ran als die meisten anderen Linux Distributionen. Zudem hänge ich irgendwie an meiner Einstiegsdistribution, an den Höhen und Tiefen, die ich mit diesem System erlebt habe. Solangsam kann ich sagen, dass ich Ubuntu in groben Zügen verstehe, so wie es einst mit WindowsXP war. Und das ich heute kein Rechner mit Windows mehr Zuhause benutzen möchte (und es auch ohne Einschränkungen nicht mehr muss!), spricht doch eine klare Sprache. Mit dem Niveauverfall stimme ich dir allerdings zu, wobei das einfach an der stärkeren Verbreitung liegt. Dabei kann man nur immer wieder auf die Regeln verweisen, RTFM posten. Die, die wirklich interessiert an Ubuntu und Linux sind und eine Alternative haben wollen, werden erst garnicht auf diese Hinweise stoßen - sie informieren sich von sich aus. Das hat nichts mit unfreundlichkeit zutun, das ist nur konsequent.
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kleiner Frosch
Anmeldungsdatum: März 6, 2008
Beiträge: 485
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3. November 2008 23:39
@uname schreibt: Meiner Meinung nach haben viele Linux-Anwender falsche Vorstellungen.
@Teetrinker schreibt: Ich denke, es hängt damit zusammen, dass viele Ubuntu nicht ausprobieren, weil sie wirklich an Alternativen zu Windows interessiert sind und die dafür nötige Lernbereitschaft mitbringen, sondern weil sie irgendwo gehört haben, wie toll das ist, oder irgendwelche "coolen" Videos auf YouTube gesehen haben.
@Cubitus schreibt: Die, die wirklich interessiert an Ubuntu und Linux sind und eine Alternative haben wollen, werden erst garnicht auf diese Hinweise stoßen - sie informieren sich von sich aus. Das hat nichts mit unfreundlichkeit zutun, das ist nur konsequent.
Schaut euch mal die ungelösten Themen an ...so an die 3941 Seiten ......
Die haben alle Probleme mit Ubuntu, mal klappt die Graka nicht, mal WLan, mal.... usw.
Die wollen Ubuntu nutzen, bekommen es aber mit ihrer Hardware nicht hin. Und haben die mal etwas mit dem Kommandozeileninterpreter hinbekommen, ist es oft bei der nächsten Ubuntuversion wieder futsch. Und nun?
Ganz klar, der normale User geht zurück zu Windows, der fortgeschrittene User wechselt genervt nach Sidux, Debian usw.
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harry123
Anmeldungsdatum: Mai 3, 2006
Beiträge: 2918
Wohnort: Leipzig
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3. November 2008 23:43
Ich bin mit SuSE eingestiegen und bin dann über Debian Slack Arch Gentoo und wie sie auch alle heißen zu Ubuntu gekommen. Ich finde mit der 8.04 ist ein echt guter Wurf gelungen. Es läuft so verdammt stabil, das ich überlegen, es bis zum nächsten LTS - Hop zu behalten. Ich brauche nicht immer die aktuellsten Updates o.Ä. und da finde ich ist doch die Stärke von Ubuntu: Willst du Stabilität: Nimm ne LTS, experimentierst du gerne: Update dich einfach durch durch alle Versionen. Leider muss ich auch bestätigen, das man die gleichen Fragen zum selben Thema hier im Forum immer öfter ließt. Das Wiki finde ich i.O. wenn du wirklich mehr Inhalt oder Tiefe respektive Breite brauchst, sind unter den Artikeln immer Infolinks zum Vertiefen. Grüße
ein zufriedener Ubuntu-User
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harry123
Anmeldungsdatum: Mai 3, 2006
Beiträge: 2918
Wohnort: Leipzig
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3. November 2008 23:45
kleiner Frosch schrieb: @uname schreibt: Meiner Meinung nach haben viele Linux-Anwender falsche Vorstellungen.
@Teetrinker schreibt: Ich denke, es hängt damit zusammen, dass viele Ubuntu nicht ausprobieren, weil sie wirklich an Alternativen zu Windows interessiert sind und die dafür nötige Lernbereitschaft mitbringen, sondern weil sie irgendwo gehört haben, wie toll das ist, oder irgendwelche "coolen" Videos auf YouTube gesehen haben.
@Cubitus schreibt: Die, die wirklich interessiert an Ubuntu und Linux sind und eine Alternative haben wollen, werden erst garnicht auf diese Hinweise stoßen - sie informieren sich von sich aus. Das hat nichts mit unfreundlichkeit zutun, das ist nur konsequent.
Schaut euch mal die ungelösten Themen an ...so an die 3941 Seiten ......
Die haben alle Probleme mit Ubuntu, mal klappt die Graka nicht, mal WLan, mal.... usw.
Die wollen Ubuntu nutzen, bekommen es aber mit ihrer Hardware nicht hin. Und haben die mal etwas mit dem Kommandozeileninterpreter hinbekommen, ist es oft bei der nächsten Ubuntuversion wieder futsch. Und nun?
Ganz klar, der normale User geht zurück zu Windows, der fortgeschrittene User wechselt genervt nach Sidux, Debian usw.
Bei manchen Systemen muss aber auch immer auf Teufel komm raus rumgebastelt werden, manchmal reicht es oft schon die Restrikted Modules zu laden... Nee, mal ehrlich: Klar manche Distries sind schneller oder haben den neueren Kernel. Es hindert die Leute wirklich niemand dran, eine andere Distrie zu nehmen. Grüße
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Spiff2k
Anmeldungsdatum: Okt. 13, 2006
Beiträge: 98
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3. November 2008 23:47
Ich beanspruche für mich das Recht ein Auto zu fahren, ohne auch nur einmal selbst einen Blick in den Motor-Raum geworfen zu haben, geschweige denn, Teile daraus benennen können zu müssen.
Es gibt durchaus Menschen - und derer sind nicht wenige - die hauptsächlich mit den Anwendungen die ihnen ihr Ubuntu mitbringt produktiv arbeiten; so wie ich mich mit meinem Auto lediglich fortbewege. Manch einer sollte sich vielleicht öfter mit genau diesen Menschen, die eben auch Zielgruppe von Ubuntu sind, auseinandersetzen, um sich von seiner "Linux-ist-mein-Frickel-Hobby"-Perspektive zu lösen.
Wenn ich die Entwicklung von Ubuntu betrachte, - und das tue ich seit Dapper - kann ich beobachten, wie sich eine stetige Anpassung an die Bedürfnisse des vielleicht windows-sozialisierten Durchschnitt-Nutzers Release für Release deutlich vollzieht; und das ist für mich nicht die "Sackgasse", sondern der Weg um massentauglich zu werden und ja, ich will Ubuntu bei der Masse sehen, ohne das mein Selbstwertgefühl auch nur im Ansatz leidet, oder ich meine Profil-Neurose mit einem anderen Exoten-OS heilen muss.
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adun
Anmeldungsdatum: März 29, 2005
Beiträge: 8609
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4. November 2008 00:18
Teetrinker schrieb: Durch diese DAU-freundlichkeit geht wirklich viel verloren.
Kann ich nicht nachvollziehen. Ich hab kein einziges der Features installiert, die für Einsteiger (DAU ist schon arg böse) gemacht wurden. Man kann allerdings nicht ubuntu-desktop installieren und sich dann darüber aufregen, das geht nicht zusammen. Ubuntu eigene Entwicklungen haben auch einen Zugang für erfahrene Benutzer. (außer jockey, aber das kann man dann eh weglassen) Erst gestern auf einer Feier zufällig 3 Leute getroffen, die Probleme mit Ubuntu hatten. Kurzes Fazit davon, es müssen noch mehr Einsteigerfeatures her.
Man merkt es im Forum. Als ich mit Ubuntu anfing, da musste man noch nicht immer wieder die gleichen Hinweise auf das Wiki verlinken. Da haben die neuen User erst selber mal geschaut, wie sie ihre Probleme lösen können. Heute wird noch nicht mal mehr die Suchfunktion benutzt.
Ich glaube nicht, dass das mehr geworden ist, aber man darf auch nicht vergessen, dass wir praktisch ein Jahr keine wirklich funktionierende Suchfunktion hatten. Spielt vielleicht auch eine Rolle.
Ich denke, es hängt damit zusammen, dass viele Ubuntu nicht ausprobieren, weil sie wirklich an Alternativen zu Windows interessiert sind und die dafür nötige Lernbereitschaft mitbringen, sondern weil sie irgendwo gehört haben, wie toll das ist, oder irgendwelche "coolen" Videos auf YouTube gesehen haben.
Die Meisten, die ich kenne und die Ubuntu ausprobieren machen das als Einstieg oder Ausflug in die unixoide Welt. Die Gründe dafür sind entweder Entwicklung, Neugier oder Server. Bei mir war das damals SuSE, ich hatte zwar keine Ahnung, aber von SuSE hatte man mal was gehört. Mir scheint, dass Ubuntu jetzt ein Stück weit diese Position hat.
Was das Wechseln zu anderen Distris angeht. Viele der älteren sind in den letzten Jahren besser geworden, manche wie Arch waren eigentlich schon immer gut, andere wiederum waren nur ein Strohfeuer, das schnell wieder verbrannt ist. Aber jede Distri, die irgendwas besser gemacht hat, hat die Latte irgendwo höher gesetzt. Das ist ein sehr guter Zustand. Beipiel: zypper (SuSE Paketmanagement) wurde entwickelt, weil viele Benutzer durch die im Vergleich zu anderen PMs laaaahme Geschwindigkeit genervt waren. Was man hört ist zypper nun super schnell und benutzt sogar lzma, jetzt sind die anderen am Zug.
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PrairieDog
Anmeldungsdatum: Feb. 16, 2006
Beiträge: 869
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4. November 2008 00:23
Spiff2k schrieb: Ich beanspruche für mich das Recht ein Auto zu fahren, ohne auch nur einmal selbst einen Blick in den Motor-Raum geworfen zu haben, geschweige denn, Teile daraus benennen können zu müssen.
Dann bist du mit Selberinstallieren aber komplett daneben, oder baust du dir dein Auto selber zusammen, wenn du keine Ahnung davon hast?
Es gibt durchaus Menschen - und derer sind nicht wenige - die hauptsächlich mit den Anwendungen die ihnen ihr Ubuntu mitbringt produktiv arbeiten; so wie ich mich mit meinem Auto lediglich fortbewege. Manch einer sollte sich vielleicht öfter mit genau diesen Menschen, die eben auch Zielgruppe von Ubuntu sind, auseinandersetzen, um sich von seiner "Linux-ist-mein-Frickel-Hobby"-Perspektive zu lösen.
Die Arbeit, die ein Durchschnitts-Windows-PC zu vollrichten hat, kann mit jedem erwähnenswerten OS vollbracht werden. Fahren kann das Auto also, aber irgendwie glänzt es nicht so schön, die Scheibenheber sind nicht automatisch, keine Servo, keine Klima - ja, ein PC ist eben mehr als eine Problem-Lösung-Maschine. Zielgruppe müßte man erst mal kennen. Selbst zum Autofahren braucht man einen Führerschein... ich will also das Autofahren nicht so weit angepaßt sehen (Vmax 10km/h, Vollgummiummantelung), daß JEDER es kann/darf. Also nicht "Linux will dich nur, wenn du es willst", sondern eher ein "Linux will dich, aber nicht um jeden Preis".
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DaDa_is_Muss
Anmeldungsdatum: Juni 10, 2007
Beiträge: 273
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4. November 2008 00:56
Also für mich ist Ubuntu ein aktuelles Debian mit mehr Komfort (dazu zählt z.B. der Network-Manager. Wer sich schon mal mit wpa-supplicant in Verbindung mit dem ifup-/ifdown-Framework rumgeschlagen hat, weiss was ich meine). Wo da die Sackgasse sein soll, sehe ich jetzt nicht. Auch ist Ubuntu für mich keine Durchgangsdistribution, im Gegenteil. Ich habe einen relativ langen Weg von SuSe über Mandrake, FreeBSD, NetBSD, Debian, Gentoo (und sicher noch diverse andere Zwischenstationen) zu Ubuntu vollzogen. Wobei Debian und Ubuntu den Grossteil der Zeit beansprucht in der ich bis jetzt Unixe benutzt habe. Ich würde ja liebend gerne Debian nutzen nur ist das halt einfach zu alt und auf testing oder unstable habe ich keinen Bock mehr. Die letzten beiden habe ich auch lange benutzt aber auf Dauer ist mir das zu anstrengend. Bleibt halt als Kompromiss Ubuntu als Debian-Derivat dass man zwar erstmal von unnötigem Ballast befreien muss, aber danach läuft es rund und macht keine Probleme mehr. <rant>Die Support-Foren lese ich übrigens schon seit langem nicht mehr. Das ist mir mittlerweile einfach zu blöde geworden. Die meisten haben Probleme damit, irgendwelchen graphischen Klingbim zum laufen zu bringen und der Rest kauft ohne Sinn und Verstand irgendwelche Hardware im $Multimedia-Markt-um-die-Ecke und wundert sich dann warum die Ramsch-Hardware unter Linux nicht richtig laufen will.</rant> Im übrigen denke ich nicht, dass der Release-Zyklus von Ubuntu zu kurz ist. Sollte der länger werden kann ich gleich wieder zu Debian stable wechseln...
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glasen
Anmeldungsdatum: Nov. 5, 2004
Beiträge: 2691
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4. November 2008 01:10
Diese Diskussion ist mal wieder typisch. Da setzt sich eine Distribution mal auf die Fahnen eine Alltagsdistribution für alle Computerbenutzer zu werden und schon kommen die Möchtegern-Hacker aus ihren Löchern gekrochen und schimpfen darüber das früher alles besser war, als man noch seine Treiber selbst programmierte und man noch zu einem elitären Club von Eingeweihten gehörte.
Und nun? Ganz klar, der normale User geht zurück zu Windows, der fortgeschrittene User wechselt genervt nach Sidux, Debian usw.
Als ob es unter Debian und ganz besonders Sidux keine Problem geben würde! Die Leute wechseln nicht nach Sidux weil es problemloser läuft, sondern weil es "cooler", angeblich schneller und viel besser ist! Das sie sich dann mit Sidux viel mehr beschäftigen bzw. dort oft noch viel gravierendere Probleme auftreten, ist dann völlig egal, denn man hat sich ja bewusst dafür entschieden. Leute wechseln zu Sidux, nicht weil sie Problemen aus dem Weg gehen wollen, sondern weil sie Probleme auf einem (für sie) höheren Niveau lösen wollen.
Die Arbeit, die ein Durchschnitts-Windows-PC zu vollrichten hat, kann mit jedem erwähnenswerten OS vollbracht werden. Fahren kann das Auto also, aber irgendwie glänzt es nicht so schön, die Scheibenheber sind nicht automatisch, keine Servo, keine Klima - ja, ein PC ist eben mehr als eine Problem-Lösung-Maschine.
Für dich vielleicht, aber nicht für 99,9% der Benutzer da draußen. Aber bei den PCs ist es halt eben wie mit den Autos : Manche benutzen sie einfach nur, andere müssen sie tunen, tieferlegen usw.
Zielgruppe müßte man erst mal kennen. Selbst zum Autofahren braucht man einen Führerschein... ich will also das Autofahren nicht so weit angepaßt sehen (Vmax 10km/h, Vollgummiummantelung), daß JEDER es kann/darf. Also nicht "Linux will dich nur, wenn du es willst", sondern eher ein "Linux will dich, aber nicht um jeden Preis".
s.o. Jeder hat das Recht Linux zu benutzen. Und jeder der es benutzen will, soll hier im Forum fragen und sich nicht von irgendwelchen elitären Benutzern davon abhalten lassen. Lasst die "DAUs" zu uns kommen. Nur durch sie lernen wir wie die Welt tatsächlich ist!
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Dr Schmoker
Anmeldungsdatum: Juni 19, 2008
Beiträge: 1343
Wohnort: Berlin
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4. November 2008 01:27
Hi. da ich selber keine ellenlange Beiträge mag, versuch ich mich mal kurz zu halten. Ubuntu in der Sackgasse? Seh ich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil. War jetzt auf der Release Party. Ihr glaubt gar nicht wie viele Interessierte da waren. Wir stehen doch erst am Anfang einer ganz großen Sache. Das diese Newbuntus hier im Forum aufschlagen ist doch völlig normal. Das keiner oder nur wenige die FoSu benutzen ist ein anderes Thema. Die Idee von Chrissss mit seiner "fixen Idee" finde ich in diesem Zusammenhang allerdings sehr genial. Soweit, so gut Mfg der Doc
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nille
Anmeldungsdatum: Aug. 16, 2007
Beiträge: 792
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4. November 2008 02:03
Ich sehe bei Ubuntu auch keinen Stillstand. Aufgrund des 6 Monats Zyklus ist es unvermeidbar das es mal keine Großen Änderungen gibt. Aber Lest mal die Aktuellen Artikel über Linux oder Kernel Logs auf Heise.de. In Zukunft können wir uns z.B. auf KMS ( Kernel Mode Settings ) Freuen, dann hat es endlich ein Ende mit dem ständigen bebastel mit dem Framebuffer und das Flackern beim Booten etc. . Und Für alle die meinen Ubuntu ist KLickiBunti  
Und für alle "Meine Distri ist besser als deine ..."  
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Jueriy
Anmeldungsdatum: März 13, 2005
Beiträge: 91
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4. November 2008 06:18
glasen schrieb: Als ob es unter Debian und ganz besonders Sidux keine Problem geben würde! Die Leute wechseln nicht nach Sidux weil es problemloser läuft, sondern weil es "cooler", angeblich schneller und viel besser ist!
Da muss ich Dir aber gewaltig wiedersprechen. Man könnte sagen, ich habe fast krampfhaft versucht, bei Ubuntu zu bleiben. Allerdings gab es sowohl mit der 8.04 als auch mit der 8.10 so gravierende hardwaretechnische Probleme, so dass ich Debian Lenny ausprobiert habe. Und damit habe ich keine Probleme mehr. Ohne mich damit näher zu beschäftigen. Die Hardware-Unterstützung auf den vielen verschiedenen Rechnern scheint mir das grösste Problem zu sein. Die eine Distri unterstützt Deinen Rechner gut, die andere eben nicht. Warum weiss ich auch nicht.
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