Dennoch finde ich, dass man Wubi nicht unbedingt verteufeln sollte.
Ich stimme zu, wenn es heißt, eine Installation sollte richtig gestaltet werden und das heißt eine native Installation, entweder als Dual-Boot oder komplett. Aber gerade wenn ich jetzt daran zurück denke, wie ich vor ein paar Wochen bei meiner Freundin den Laptop gemacht habe, dann muss ich sagen, virtuelle Maschinen sind nicht immer zum Testen geeignet. Wenn die Leute keine Ahnung davon haben, werden die es schon nicht machen. Wenn dann aber sogar von irgendwo der Wink dahingehend kommt, dann ist vielleicht so eine VM eingerichtet, aber unter Umständen nicht richtig konfiguriert und das endet dann nur in Frust. Zumal VMs leider den Beigeschmack haben, dass die Hardware die Leistung sowohl für das Host- als auch für das Gast-System bereitstellen muss und somit das Erlebnis in der VM bei nicht ganz so starker Hardware eher bescheiden ist. Man kann für Testzwecke zwar auch ein Live-Medium ausprobieren, aber da lässt sich nichts persistent speichern, Software und Updates sind bei jedem Start weg und auch alle Einstellungen und Dateien.
Daher finde ich, ist Wubi ein guter Kompromiss, um die volle Hardware zur Verfügung zu haben und "normal" rumdaddeln und rumprobieren zu können. So konnte meine Freundin dann auf ihrem Laptop sich Ubuntu ein paar Tage in Ruhe anschauen und als sie sich dann entschied darauf umzusteigen, habe ich ihr eine native Installation eingerichtet.
Als dauerhafte Lösung ist Wubi sicherlich nicht geeignet, zumal viele Wubi verabscheuen und dann auch nicht helfen. Aber gerade für unerfahrene und unbedarfte Neulinge ist das in meinen Augen eine schöne Möglichkeit, sich Ubuntu mal anzuschauen ohne irgend ein Trara. Und wenn man es dann doch einrichten möchte, kommen eben weitere Schritte und Recherchen samt Installation. Möchte man es nicht, deinstalliert man es einfach unter Windows und es ist halt weg. Schön einfach und unkompliziert. Aber auch ich sage, das sollte, wenn überhaupt, dann nur für einen überschaubaren Zeitraum genutzt werden, zum Ausprobieren eben. Für einen dauerhaften Einsatz muss dann "sauber" an die Sache rangegangen werden.