Wow, vielen Dank, Max-Ulrich! Das ist großartig.
Max-Ulrich Farber schrieb:
Gibt es andere Personen, die zu dem Server Zugang haben, und die die Freigaben nicht verwenden dürfen? Oder sind das alles nur liebe Freunde, denen man alles erlauben kann?
2. Soll die Freigabe über Samba so erfolgen, dass man Benutzername und Passwort braucht, oder allgemein für jedermann (public)?
Prinzipiell sind das alles nur "liebe Freunde", d.h. entweder Mitbewohner oder deren Gäste, denen man ebenfalls alles erlauben kann.
Die Partition enthält dafür zwei Ordner: "Musik" und "Filme"
Eine kleine Ausnahme stellen die drei Ordner Anton, Berta und Cäsar dar, die für die drei Mitbewohner (A, B, C) jeweils für ihre privaten Daten sind und auf die nur sie Zugriff haben sollen.
Alle wollen jedoch ausschließlich über ihr Betriebssystem auf die Samba-Freigaben (im Sinne eines NAS) zugreifen. D.h. eigentlich sind die Zugriffsrechte auf Dateisystemebene weniger wichtig, da sich nie jemand einloggen wird (außer mir) und somit nicht über Nautilus o.ä. in den Verzeichnissen der anderen stöbern wird.
Zusammengefasst:
Ordner Anton => exklusive Schreib-/Leserechte (SAMBA) für Anton mit Nutzername und Passwort
Ordner Berta => exklusive Schreib-/Leserechte (SAMBA) für Berta mit Nutzername und Passwort
Ordner Cäsar => exklusive Schreib-/Leserechte (SAMBA) für Cäsar mit Nutzername und Passwort
Ordner Film => Schreib-/Lesezugriff ohne Anmeldung durch Nutzername/Passwort (von Dir als "public" bezeichnet) für Anton, Berta, Cäsar und Gäste
Ordner Musik => Schreib-/Lesezugriff ohne Anmeldung durch Nutzername/Passwort (von Dir als "public" bezeichnet) für Anton, Berta, Cäsar und Gäste
3. Möchtest Du die Freigaben auf den Clients nachher fest ins lokale Dateisystem einbinden, oder nur bei Bedarf darauf zugreifen?
Es reicht, bei Bedarf darauf zuzugreifen.
4. Was für Clients wollen denn nachher über Samba zugreifen? Linux- oder Windows-Rechner?
Die Nutzer A, B und C sind alle sehr individuell, deshalb haben wir einmal MacOS, einmal Windows und einmal Ubuntu.
Zu 1.: Wenn man niemand etwas verbieten muss, kannst Du folgenden Eintrag in /etc/fstab verwenden:
UUID=CA48FEE548FECF67 /media/Seagate700 ntfs defaults,nls=utf8,uid=1000,gid=1000 0 0
Dann gehört die Partition Dir (bzw. admin), aber jeder darf alles. Die Option umask=007 würde bewirken, dass alle, die nicht zur Gruppe mit gid=1000 (admin?) gehören, nichts dürfen.
Okay, kann ich nachvollziehen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, habe ich ja eine Trennung der Zugriffsrechte auf Dateisystemebene (fstab) und der Zugriffsrechte über Samba (smb.conf). Wenn dies stimmt, könnte ich doch Deinen fstab-Vorschlag problemlos verwenden und die detaillierten Zugriffsrechte (insbesondere für die Ordner Anton, Berta und Cäsar) über smb.conf regeln, oder?
Die Option nls=utf8 bewirkt nur, dass nationale Sonderzeichen in Dateinamen richtig dargestellt werden.
Verstanden, vielen Dank.
Zu 2.: Weil die Partition Dir gehört, kannst Du jetzt auch ohne Root-Rechte alle Ordner daraus von Nautilus aus mittels "net usershare" freigeben (siehe Samba Client GNOME. Dort kannst Du wählen, ob Du eine öffentliche oder persönliche Freigabe haben willst. Alternativ kannst Du auch die ganze Partition (oder auch einzelne Ordner) durch einen Eintrag in /etc/samba/smb.conf freigeben, dann aber mit Root-Rechten (siehe Samba Server). Dazu braucht die Partition nicht "Root" zu gehören.
Dies habe ich jetzt testweise für die Ordner "Musik" und "Film" einschließlich "Guest access" gemacht. Das funktioniert hervorragend.
Zu 3. Am problemlosesten ist es nachher immer, wenn man die Freigaben auf dem Client fest ins lokale Dateisystem einbindet. Das ist zwar etwas mehr Arbeit, aber dann ist es ein für allemal gemacht. Siehe dazu Samba Client cifs. Auf Freigaben, die man nur gelegentlich braucht, kann man auch über Nautilus zugreifen (siehe Samba Client GNOME).
Vielen Dank, das nehme ich dann für meinen Ubuntu-PC als nächsten Schritt in Angriff.
Zu 4. Wenn Samba-Clients zugreifen, dann sind für ins lokale Dateisystem eingebundene Freigaben die UNIX-Extensions wirksam, d.h. alle Dateiattribute (incl. Zugriffsrechte) werden zwischen Server und Client übertragen. Man merkt dann praktisch gar nicht mehr, dass sich die Dateien auf einem anderen Rechner befinden. Freilich geht das bei NTFS-Partitionen nur mit den gleichen Einschränkungen, die auch auf dem Server selbst gelten.
Okay, beim Lesen des Wikis (http://wiki.ubuntuusers.de/Windows-Partitionen_einbinden#Besitz-und-Zugriffsrechte) hatte ich den Eindruck, dass die nur "simulierten Zugriffsrechte" bei NTFS-Partitionen für meine Zwecke kein Problem sein sollten.
Im Prinzip halte ich über den fstab-Eintrag die Zugriffsrechte auf die NTFS-Partition recht allgemein ("alle dürfen alles"), schränke sie dann jedoch über die smb.conf beim Zugriff über das Netzwerk im Fall der drei Ordner Anton, Berta und Cäsar ein. Da nur über Samba auf die Partition zugegriffen wird, sollte das unproblematisch sein, oder?