Der Grund meiner Veränderungen war also, dass der Hinweis, dass (a) eine "Manuelle Installation" sinnvoll sein kann, deutlich zu spät kommt, und (b) nicht im Vorhinein angekündigt wird, wieso zwei Arten der Installation besprochen werden. Durch den Aufbau wird m.E. quasi nahegelegt, die Ubuntu-Version zu verwenden; viel zu spät wird der Weg aufgezeigt, wie man von den Entwicklungen und Bugfixes der letzten Jahre profitieren.
IMHO ist es noch drastischer: Durch die veralteten Pakete, und die Nicht-Existenz des TeXlive-Managers bei der Version aus den Ubuntu-Repositories, ist es für Anwender oftmals nahezu unmöglich, neuere Pakete nachzuinstallieren, oder aber fehlerbereinigte Versionen der Pakete zu installieren. Man müsste hierzu wissen, wie ein lokaler TeX-Baum nach TDS aufgebaut werden muß. Dann muß man wissen, wo man aktuelle Pakete bekommt (CTAN, dies ist der leichtere Teil), und wie man sie auspackt (Stichwort: Docstrip). Wenn man anschließend Fehlermeldungen aufgrund von Paket-Abhängigkeiten bekommt, muß man das Know-How haben, herauszufinden, an welchem Paket dies liegt, sprich welches Paket als Folge ebenfalls aktualisiert werden muß. (Was natürlich zur Folge haben kann, daß ein weiteres Paket aktualisiert werden muß etc.)
In der Praxis sieht man zwei Folgen des ganzen:
Erstens bekommt man de-facto keinen Support für die Variante aus den Repositories. Was ich sehr gut verstehen kann, was soll mir auch der Autor eines LaTeX-Paketes zu einem Bug sagen, den er schon vor 2 Jahren behoben hat? Was soll er zu nicht-funktionierenden Lösungsansätzen sagen, wenn das Paket mittlerweile elegantere Lösungen anbietet? Die Standardantwort bei z.B. Stackexchange sieht also so aus, daß man sein veralteten Kram wegwerfen und TeXlive 2011 installieren soll.
Zweitens kopieren die Anwender verzweifelt (bereits ausgepackte) LaTeX-Pakete von irgendwoher und packen die zu ihrem Dokument. Diese Sportunfälle landen dann entweder in den LaTeX-Foren oder bei den LaTeX-Paketautoren.
Daher finde ich es sehr schade, daß die Änderungen von theorik diesbezüglich wieder rückgängig gemacht wurden. Ich würde sogar ein radikaleres Vorgehen bzgl. der Wichtung Ubuntu-Repositories vs. Manuelle Installation begrüßen.
Qualitätssicherung will eben von Kommunikation begleitet sein.
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