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Dinogebiss
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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20. November 2009 14:49
Seit etwa 4 Jahren betreiben wir einen Debian Server, der hauptsächlich als File- und Emailserver dient.
Vor etwa 2 Jahren begannen wir die ersten WINXP Rechner (3 Stück) auf Kubuntu 8.04 umzustellen.
Letztes Jahr wurden 2 weitere PC's umgestellt und dieses Jahr die restlichen. 5 Rechner laufen nun mit der aktuellen Ubuntu Karmic Koala 9.10, 3 PC's müssen noch umgestellt werden, sind noch auf Kubuntu 8.04. Gestern wurde die Serversoftware Debian 5.03 auf eine neuen Festplatte (1 TB) installiert, d.h. eine komplette Neuinstallation.
Ich bin hellauf begeistert wie unproblematisch das war.
Am Vorabend baute ich die neue größere Festplatte (1 TB) in einen anderen Rechner ein. Dann installierte ich Debian 5.03 und kopierte die wichtigsten Daten
per rdiff auf die neue Platte. Die Sicherung lief über Nacht, ca. 3 Stunden, etwa 250 GB. Am nächsten Tag wurde der Server eingerichtet, sprich wichtige Pakete installiert und konfiguriert, Samba, Festchmail, Postfix, Courier und Maildrop.
Viele wichtige Einstellungen aus z.B. der smb.conf, fetchmail.rc, u.a. aber auch User und Gruppen konnte man vom alten Server in die jeweiligen Konfiguratiosndateien kopieren. Der neue Server bekam eine höhere IP-Adresse und ab dann konnte man einzelne Client Rechner mit dem neuen Server mounten und testen ob alles funktionierte.
Als alles passte wurde der alte Server herunter gefahren, die alte Festplatte durch die neue ersetzt und fertig war es.
Spiegelplatte noch eingerichtet - perfekt. Mit einem Windows-Server undenkbar - Linux ist nicht ganz so Hardwareabhängig als Windows, bootet fast in jedem Rechner. Das Beste - man benötigt keine teure Linux-Server-Premium-Version, ein ganz normales Debian tut es, die benötigten Serverpakete installiert man elegant nach. Ich möchte besonders die kleinen bis mittelständigen Firmen ermutigen diesen Schritt zu tun. Ich finde Linux sehr sehr gut! Welch ein Glück - wir benötigen keine Virenscanner - Viren, Trojaner und Malware können uns nichts anhaben, dieses ständige Aktualisieren der Virenscannersignaturen und Scannen der Daten nervte furchtbar.
Auf dem Server läuft zwar noch ein ClamAV - aber rein als Alibi. Es bringt Sicherheit, Zuverlässigkeit und spart Geld.
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axt
Anmeldungsdatum: Nov. 22, 2006
Beiträge: 10897
Wohnort: Leipzig
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20. November 2009 15:18
Bei Wikipedia würde jetzt sowas stehen wie "In die Reihe lesenswerter Artikel aufgenommen."
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Dinogebiss
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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20. November 2009 15:23
Ich freue mich halt wie gut es funktioniert!
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ubuntuuser1
Anmeldungsdatum: März 1, 2009
Beiträge: 104
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20. November 2009 16:48
Schön, dass es so läuft! Allerdings würde ich trotzdem darüber nachdenken einen Virenscanner einzusetzen. Viren können zwar vielleicht nicht Linux schaden, allerdings ist ein Virus für Windows oftmals schädlich - egal von welchem System aus er versandt wurde... Und das könnte wiederum schädlich sein für die Beziehung zu Kunden / Geschäftspartnern... Darf man erfahren um was für eine Branche es sich handelt?
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moniaqua
Anmeldungsdatum: Feb. 19, 2007
Beiträge: 176
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20. November 2009 17:08
Schoen, mal was so positives zu hoeren  ubuntuuser1, er hat doch Clam-AV am laufen. Ich wuerd allerdings auch noch was gegen rootkits installieren (wieso ist das eigentlich nicht mehr per default dabei?).
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Dinogebiss
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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20. November 2009 17:14
Genau - Clam-AV läuft und der findet ab und zu einen Trojaner. Weg mit dem Ding und Ruhe ist. Bezüglich Viren, Trojaner und Co. freue ich mich über das Wiki Sicherheitskonzepte:
http://wiki.ubuntuusers.de/Sicherheitskonzepte
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Mika1860
Anmeldungsdatum: März 8, 2007
Beiträge: 122
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20. November 2009 17:21
ubuntuuser1 schrieb: Darf man erfahren um was für eine Branche es sich handelt?
Das wüsste ich neugierigerweise auch gerne.
Denn die Hauptfrage ist meiner Meinung nach nicht mehr, ob alles wie geschmiert läuft, sondern ob die Mitarbeiter das neue System auch akzeptieren. Daran scheitert vieles. Selbst wenn der Desktop nur anders aussieht, führt das oft zu Protesten. Wie habt ihr das hingekriegt?
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axt
Anmeldungsdatum: Nov. 22, 2006
Beiträge: 10897
Wohnort: Leipzig
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20. November 2009 17:44
Mika1860 schrieb:
Darf man erfahren um was für eine Branche es sich handelt?
Das wüsste ich neugierigerweise auch gerne.
Nun könnte man einfacherweise weitere Postings des Threadstarters checken, z.B. heutige.
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Dinogebiss
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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20. November 2009 22:57
Meine kleine Firma findet man unter www.exaflow.de Wie ich meine Mitarbeiter dazu brachte?
Alles hatte damit angefangen, dass wir vor etwa 5-6 Jahren verstärkt auf Open-Source Software zurück griffen.
Die ersten OpenSource-Programme waren Firefox, PDFCreator, 7 Zip und Thunderbird.
Alle Programme überzeugten, PDFCreator konnte sogar bis A0 in PDF wandeln, 7Zip hatte alles was wir brauchten und Thunderbird gefiel den Leuten besser als Outlook.
Als nächstes wurde der Debian Server angeschafft. Welch ein Segen! MS-Exchange sorgte in der Vergangenheit für so manche Überraschung, Fetchmail, Courier und Postfix verrichteten ihre Dienste einwandfrei, unser Emailserver lief ab diesem Zeitpunkt ohne Störung. Ich experimentierte damals mit Suse auf privaten Rechnern und sammelte erste Erfahrungen. Die Mitarbeiter entdeckten die Open-Source CD, heute http://www.opensource-dvd.de/
Dann kam OpenOffice und Gimp. In einem Gimp-Forum fanden wir einen "Gimp-Guru", der uns in nur einem Tage schulte.
Klasse dieses Gimp, von nun an konnten wir Kataloge und Flyer in Eigenregie erstellen. Während die WINXP-Rechner ständig von irgendwelchen Viren und Trojanern befallen wurden, lief der Debian-Server munter weiter.
Ich investierte in eine Lösung von GDATA - von da an waren die PC's Virenfrei, aber Virenscannen erschien mir sehr lästig.
Mein Suse-Rechner zuhause kannte keine Viren und Trojaner, er lief ohne sich zu infizieren, obwohl ich viel im Internet surfte. Irgendwann entdeckte ich Kubuntu 8.04 und installierte es. Es gefiel mir besser als Suse.
Wenig später wollte ich die Vorteile, die ich in Linux daheim hatte auch im Büro nutzen und mein Rechner war der erste, der umgerüstet wurde.
Danach folgten die Rechner von 2 Mitarbeitern, Teststellung. Aus dem Test wurde Realität.
Der Umstieg war nicht sonderlich schwierig, denn die Softwareprogramme waren größtenteils die gleichen. Lediglich mit dem Konqueror musste man sich anfreunden und die Drucker liefen nicht gleich so wie wir es wollten. Die Paketverwaltung ist so wunderbar, Software ohne Lizenscodes. CD's und DVD's brennen - nie wieder Nero - K3B erledigte den Job genau so gut.
Eine sehr lästige Sache war zu XP-Zeiten der Virenscanner, der eingehende Mails überprüfte. Oft wartete ein Kunde auf Rückruf, aber GDATA-Antivir scannte die PDF im Datenanhang und gab die Email nicht frei. Ohne WINXP geht jedoch leider nichts bei uns, denn unsere Auftragsbearbeitungssoftware gibt es nicht in Linux.
Alle PC's haben WINXP in VBOX-OSE.
In der VBOX herrscht Surfverbot, damit wir uns keine Viren in der VBOX einfangen. Clamwin ist zur Sicherheit installiert.
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moniaqua
Anmeldungsdatum: Feb. 19, 2007
Beiträge: 176
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21. November 2009 08:17
Echt heiss, das gefaellt mir. Und zeigt eindrucksvoll, dass (aufgeschlossene) Mitarbeiter bei guter Einfuehrung nicht mosern muessen.
Klasse dieses Gimp, von nun an konnten wir Kataloge und Flyer in Eigenregie erstellen.
Dafuer wuerde ich allerdings wieder http://www.scribus.net/ verwenden. Gimp ist super fuer Bildbearbeitung, Layouten kann Scribus besser.
Ohne WINXP geht jedoch leider nichts bei uns, denn unsere Auftragsbearbeitungssoftware gibt es nicht in Linux.
GG murmelt grad was von "gibt doch so Software". Customer-Relation: Sugar und fuer Konto gaebs auch was. Es gaebe auch was namens "CAO Faktura". Mit CRM oder ERP solle sich was finden. Ich weiss aber nicht, wie das in taeglicher Anwendung ist; er hatte nur so mal geschaut, wir haben kein Geschaeft, und die Umstellung ist vermutlich horrend aufwendig
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axt
Anmeldungsdatum: Nov. 22, 2006
Beiträge: 10897
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21. November 2009 08:38
moniaqua schrieb:
(aufgeschlossene) Mitarbeiter
Eben. Seine Fa. scheint da sehr gute Voraussetzungen zu haben. Wenn man allerdings mit einem Koll. hat in einer Abt. zusammenarbeiten müssen, der URLs prinzipiell in die Google-Suchzeile eintippt - Originalton: "Das hab' ich schon immer so gemacht." Punkt - ist das verlorene Liebesmüh. PC-Abt. übrigens.
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Dinogebiss
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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21. November 2009 13:45
Cao Faktura und Sugar haben wir getestet. Hätte Cao ein integriertes CRM könnte man evt. damit arbeiten. Wir verwenden www.topix.de - ist zwar nicht grad kostengünstig, dafür aber wirklich gut.
Ich hatte versucht Topix in Wine zum Laufen zu kriegen, gelang aber leider nicht wirklich, siehe hier:
http://forum.ubuntuusers.de/post/1476800/ Ob es so was ähnliches wie Wine für MAC-Programme gibt? Topix gibt es nämlich auch für den MAC. Erpel könnte evt. eine Lösung sein, http://www.davaosoft.com/ - werde ich demnächst installieren. Wir konstruieren mit Pro Engineer - dafür gibt es eine Linux-Version, die ich vor ein paar Wochen vernünftig zum Laufen brachte, siehe hier:
http://forum.ubuntuusers.de/post/1606437/?highlight=pro%20engineer Man muss sich auch in Linux bemühen um damit arbeiten zu können. Solche Diskussionen gibt es leider auch im Ubuntuusers-Forum:
http://forum.ubuntuusers.de/topic/neuer-artikel:-pro-engineer/
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axt
Anmeldungsdatum: Nov. 22, 2006
Beiträge: 10897
Wohnort: Leipzig
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21. November 2009 14:10
Dinogebiss schrieb:
Ob es so was ähnliches wie Wine für MAC-Programme gibt?
Nur quasi umgekehrt, sprich Fink, um OSS (Linux) unter Darwin/OSX lauffähig zu machen. Du könntest Darwin installieren, dazu X mit Gnome o.ä., darauf die OSX-Version der benötigten Applikation...kann Dir nur keiner vorher sagen, ob das was wird. Dann hast Du neben den Linux-PCs noch einen BSD-PC. MAC != Mac
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Dinogebiss
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: April 5, 2008
Beiträge: 672
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21. November 2009 18:35
Darwin, nie davon gehört, klingt aber äußerst interessant. Danke für den guten Tipp! Werde ich in VBOX installieren und testen ob Topix läuft. Für Pro-Engineer wurde leider der Linux Support eingestellt. Wildfire 3.0 war die letzte Linux-Version, schade.
Evt. läuft die Unix-Version auch mit Darwin oder OpenSolaris.
ProEngineer läuft sowohl auf dem Betriebssystem Windows, als auch auf IRIX, HP-UX und Solaris für 32-bit und 64-bit-Systeme. Die Unterstützung für Linux wurde ab der Version Wildfire 4 wieder eingestellt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Pro/ENGINEER http://de.wikipedia.org/wiki/Solaris_(Betriebssystem) OpenSolaris - noch nie davon gehört klingt danach es in VBOX zu testen. Demnächst werde ich KVM genauer unter die Lupe nehmen, soll eine echte Alternative zu VBOX sein.
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DeJe
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2008
Beiträge: 2342
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21. November 2009 19:24
Dinogebiss schrieb: OpenSolaris - noch nie davon gehört klingt danach es in VBOX zu testen.
Aber Sun, oder Solaris, ist dir schon ein Begriff? Ich meine, Solaris ist/war eigentlich der letzte große Streiter der echten (und auch kommerziellen) Unixe. 
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