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kaputtnik
Ehemalige
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
Beiträge: 6834
Wohnort: Erde
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9. Januar 2010 14:36
Hallo, sorry, aber jedesmal habe ich Probleme eine neue Partition in mein System einzubinden. Jedes mal schaue ich mir den Artikel dazu an, und werde trotzdem nicht schlauer Es sind immer die Rechte, die eine für einen Einplatzrechner "normale" Benutzung verhindern. Im Artikel steht: Um ein Gerät einzubinden, muss man zunächst Schreibzugriff auf den Einhängepunkt haben. Nach dem Einbinden überdecken dann aber die Rechte des eingehängten Dateisystems die des Einhängepunktes.
Soweit klar, nur:
Was ist mit "Dateisystem" gemeint? Sowas wie ext3/Fat/ntfs oder mehr eine Verzeichnisstruktur mit den jeweiligen Rechten von Ordnern und Dateien?
Weiter ist zu lesen: Dateisysteme mit UNIX-FACL: Das Dateisystem nimmt die Rechte beim Einbinden an einen beliebigen Ort quasi "mit". Denn die Rechte sind im Wurzelverzeichnis des jeweiligen Dateisystems, z.B. der Partition, gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt. Daher sind die Rechte des Einhängepunkt-Verzeichnisses auch nicht weiter relevant für das Einbinden - entscheidend sind die Rechte im eingehängten Dateisystem. Beim Einhängen können diese Rechte über die Einhänge-Optionen bzw. die Einträge in der fstab nur noch weiter eingeschränkt werden. Diese zusätzlichen Einschränkungen gelten dann nur für diesen Einhängepunkt und werden nicht im Wurzelverzeichnis des eingehängten Dateisystems eingetragen.
Gleiche Frage wie oben... und:
Es ist mir neu, das eine Partition Rechte speichern kann Der erste Satz mag für bereits mit Daten gefüllte Partitionen stimmen, aber für jungfräuliche doch nicht? Denn: Wenn ich eine neue Partition erstellt habe, hat diese zwar ein eigenes Wurzelverzeichnis aber ich kann nur über den Einhängepunkt auf das Wurzelverzeichnis zugreifen. Somit stellt der Einhängepunkt das Wurzelverzeichnis der Partition dar. Wenn dem so ist, wie zuvor beschrieben, dann muss ich doch die Rechte des Einhängepunktes ändern um als "Normaluser" Daten auf die frische Partition schreiben zu können.
Ein neuer Einhängepunkt gehört root und der Gruppe root:
$ sudo mkdir /media/NeuePartition
$ ls -l /media
...
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-09 14:09 NeuePartition
...
$ sudo mount /dev/sda13 -t ext3 -o defaults /media/NeuePartition
$ ls -al /media/NeuePartition
insgesamt 24
drwxr-xr-x 3 root plugdev 4096 2010-01-09 11:56 .
drwxr-xr-x 9 root root 4096 2010-01-09 14:09 ..
drwx------ 2 root root 16384 2010-01-09 11:56 lost+found
$ cp .bashrc /media/NeuePartition
cp: reguläre Datei „/media/NeuePartition/.bashrc“ kann nicht angelegt werden: Permission denied
Es fehlen die Rechte... bzw die richtigen Eigentumsverhältnisse. Leider taucht dieses Problem nirgendwo im Artikel auf. Und mir stellt sich jedesmal die Frage, was ich mit dem Einhängepunkt machen soll: Rechte Ändern oder Eigentümer/Gruppe ändern?
Nebenbei: Der Abschnitt zu PySDM ist auch im Artikel fstab zu finden...
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Philipp B
Wikiteam & Supporter
Anmeldungsdatum: Juli 22, 2005
Beiträge: 7783
Wohnort: Meckesheim
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9. Januar 2010 17:39
Klär das doch mal mit Max-Ulrich Farber wenn ich das richtig sehe hat er eifrig am Artikel gearbeitet
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kaputtnik
Ehemalige
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
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Wohnort: Erde
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9. Januar 2010 17:47
Philipp B schrieb: Klär das doch mal mit Max-Ulrich Farber wenn ich das richtig sehe hat er eifrig am Artikel gearbeitet
Jo, dachte nur, das es hier ganz gut aufgehoben wäre, weil der Artikeltext für mich ein paar unklarheiten beinhaltet. Mein problem passt ja auch zu dem Artikel und sollte eingearbeitet werden, meine ich 
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zod
Anmeldungsdatum: Jan. 29, 2007
Beiträge: 28
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9. Januar 2010 19:29
Hallo kaputtnik, ich denke es wäre am besten erstmal die Begrifflichkeiten zu klären die da wären: 1. Festplatte: kann Partitionen enthalten 2. Partition (ein Teilbereich der Festplatte): kann mit einem Dateisystem formatiert werden 3. Dateisystem: kann Dateien/Verzeichnisse enthalten Der erste Datenblock einer Festplatte enthält einen sog. Master Boot Record in dem sich u.a. eine Partitionstabelle befindet. In dieser Tabelle ist festgelegt wie die Festplatte partitioniert ist. D.h. wieviele Partitionen es auf der Festplatte gibt und wo genau diese anfangen und aufhören. Um eine Partition sinnvoll nutzen zu können, d.h. Dateien darauf zu speichern/löschen, muss sie mit einem Dateisystem (fat, ext, reiser..) formatiert sein. D.h. konkret: Wenn du z.B eine neue 500 GB Festplatte installierst, erstellst du z.B am Anfang dieser Festplatte zuerst eine 12 GB Partition. Diese Partition kannst aber noch nicht benutzen. Dass geht erst nachdem diese mit einem Dateisystem deiner Wahl (z.B. ext2) formatiert wurde.
Was ist mit "Dateisystem" gemeint?
Ein Dateisystem ist im Prinzip nur eine bestimmte Struktur innerhalb einer Partition. Wie diese Struktur konkret aussehen muss ist in der jeweiligen Dateisystemdefinition (z.B. ext2) festgelegt. Diese Struktur bietet dann dem Betriebsystem (genauer: dem Dateisystemtreiber) eine Möglichkeit Dateien zu lesen/speichern/löschen. Zum Artikel:
Denn die Rechte sind im Wurzelverzeichnis des jeweiligen Dateisystems, z.B. der Partition, gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt.
Dieser Satz ist in der Tat nicht ganz korrekt. 1. Das Beispiel mit der Partititon macht keinen Sinn, denn eine Partition ist kein Beispiel für ein (Wurzelverzeichnis eines) Dateisystems. 2. Im Wurzelverzeichnis werden auch nicht die Rechte aller Dateien, sondern eben nur die Rechte der Dateien im Wurzelverzeichnis, gespeichert. Aber wo genau die Rechte gespeichert werden ist für den Leser des Artikels sowieso völlig irrelevant. Deshalb wäre es besser wenn man diese Information einfach weg lässt und es folgendermaßen formuliert:
Denn die Rechte sind im jeweiligen Dateisystem gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt.
So, alle Klarheiten beseitigt? 
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noisefloor
Wikiteam
Anmeldungsdatum: Juni 6, 2006
Beiträge: 13978
Wohnort: Görgeshausen
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9. Januar 2010 19:31
Hallo, @kaputtnik: Ich verstehe den Problem jetzt gerade nicht... du mountest händisch (?) eine Partition und kannst nicht schreiben oder wie oder was? Gruß, noisefloor
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Max-Ulrich Farber
Anmeldungsdatum: Jan. 23, 2007
Beiträge: 4923
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9. Januar 2010 22:30
@ kaputtnik Wow, das ist jetzt viel auf einmal. Zunächst: Wenn man eine jungfräuliche Partition einbindet, dann gehört die zunächst standardmäßig "Root". Man kann dann aber die Partition beschreiben und/oder darauf auch Rechte definieren (letzteres nur, falls es ein Linux-Dateisystem ist). Diese Rechte überdecken dann die Rechte des Einhängepunktes und gelten auch, wenn man diese Partition an anderer Stelle oder erneut einbindet, egal, wie die jeweiligen Rechte des Einhängepunktes sind. Was gemeint ist, erkennst Du am besten mit diesem Spielchen:
Richte in Deinem Heimverzeichnis einen Ordner /home/Username/Versuch ein ("Username" sei Dein Name). Dieser Ordner gehört dann Dir (Username:Username). Er ist der Einhängepunkt. Mounte in diesen eine Partition mit Linux-Dateisystem, z.B. sudo mount -t ext3 -o defaults /dev/sdb5 /home/Username/Versuch Was erhältst Du jetzt mit ls -l /home/Username | grep Versuch Du siehst, jetzt sind die Rechte des Einhängepunktes (Username:Username) überdeckt, z.B. durch root:root. Gib jetzt ein sudo umount /home/Username/Versuch Die alten Rechte des Einhängepunktes sind wieder da. Mounte jetzt die Partition wieder und ändere ihre Rechte mit sudo chown root:plugdev /home/Username/Versuch Die Rechte der Partition sind wirklich verändert, wie Du nach Unmounten und erneutem Mounten feststellen kannst. An den Rechten des Einhängepunktes hat sich nichts verändert.
Wenn Du als gewöhnlicher Benutzer auf die eingehängte Partition schreiben willst, genügt es also nicht, wenn Du Dir (vor dem Mounten) Schreibrechte auf dem Einhängepunkt einrichtest, Du musst dies (nach dem Mounten) auf der am Einhängepunkt eingehängten Partition tun. Wenn dies nicht verständlich im Wiki-Artikel dargestellt ist, kannst Du dann einen Vorschlag machen, wie man es dort besser verständlich sagen könnte? @zod: Danke für die hilfreichen Erklärungen und den Hinweis auf eine Unkorrektheit in der Ausdrucksweise, die aber, wie Du sagst, für das Problem irrelevant ist. Willst Du im Wiki-Artikel die Sätzchen selbst verbessern, oder soll ich es tun? Gruß - Max-Ulrich
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kaputtnik
Ehemalige
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
Beiträge: 6834
Wohnort: Erde
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10. Januar 2010 01:50
Hi, danke für alle Antworten. zod schrieb: ich denke es wäre am besten erstmal die Begrifflichkeiten zu klären die da wären: 1. Festplatte: kann Partitionen enthalten 2. Partition (ein Teilbereich der Festplatte): kann mit einem Dateisystem formatiert werden 3. Dateisystem: kann Dateien/Verzeichnisse enthalten
Genau hier fangen eben meine Probleme (mit dem Artikel) an. Der Begriff Dateisystem ist ein Synonym für eigentlich zwei ganz unterschiedliche Dinge. Diese Diskussion wurde auch schon einmal im Zuge der Arbeiten am Artikel Dateisystem durchgeführt, worauf der Name des Artikels geändert wurde. Eine Vermischung dieser Begriffe führt IMHO zu fehlinterpretationen! Beispiel: Ein Dateisystem ist im Prinzip nur eine bestimmte Struktur innerhalb einer Partition.
Dieser Satz könnte genauso gut für eine Verzeichnisstruktur gelten: "Eine Verzeichnisstruktur ist im Prinzip nur eine bestimmte Struktur innerhalb einer Partition." Ich bin einfach der Meinung, das wir hier im Wiki diese Begrifflichkeiten deutlich trennen sollten. Und zwar folgendermassen:
zod schrieb: Zum Artikel:
Denn die Rechte sind im Wurzelverzeichnis des jeweiligen Dateisystems, z.B. der Partition, gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt.
Dieser Satz ist in der Tat nicht ganz korrekt.
...
Deshalb wäre es besser wenn man diese Information einfach weg lässt und es folgendermaßen formuliert:
Denn die Rechte sind im jeweiligen Dateisystem gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt.
Ist auf jeden Fall unverfänglicher  Max-Ulrich Farber schrieb: @ kaputtnik Wow, das ist jetzt viel auf einmal.
Ups... Vllt war die Frage etwas größer verpackt  kaputtnik schrieb: Und mir stellt sich jedesmal die Frage, was ich mit dem Einhängepunkt machen soll: Rechte Ändern oder Eigentümer/Gruppe ändern?
Das war meine Frage, auf die ich im Artikel keine Antwort finden konnte.
Wenn Du als gewöhnlicher Benutzer auf die eingehängte Partition schreiben willst, genügt es also nicht, wenn Du Dir (vor dem Mounten) Schreibrechte auf dem Einhängepunkt einrichtest, Du musst dies (nach dem Mounten) auf der am Einhängepunkt eingehängten Partition tun.
Guck mal:
~$ sudo mkdir /media/Versuch
~$ ls -l /media/ | grep Versuch
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 01:02 Versuch
~$ sudo mount /dev/sda13 -t ext3 -o defaults /media/Versuch
~$ ls -l /media/ | grep Versuch
drwxr-xr-x 3 root plugdev 4096 2010-01-09 11:56 Versuch
Auch ohne "chown" wurden die Rechte entsprechend Deines Vorschlages automatisch gesetzt. Kopieren kann ich aber immer noch nicht:
~$ cp .bashrc /media/Versuch
cp: reguläre Datei „/media/Versuch/.bashrc“ kann nicht angelegt werden: Permission denied
Meine Frage nochmal: Welche Rechte muss ich (wann) setzen, um auch als ganz normaler User auf diese Partition zugreifen zu können?
Wenn dies nicht verständlich im Wiki-Artikel dargestellt ist, kannst Du dann einen Vorschlag machen, wie man es dort besser verständlich sagen könnte?
Dazu müsste ich ja erst mal verstehen/wissen, was ich machen soll. Ich habs immer noch nicht verstanden. Vllt bin ich auch einfach nur zu blöd um das zu kapieren? Grundsätzlich sollte der Artikel aber auch diese Problematik eingehen und eine Lösung anbieten. Oder zumindest sollte die Lösung verständlich umschrieben sein. noisefloor schrieb: @kaputtnik: Ich verstehe den Problem jetzt gerade nicht... du mountest händisch (?) eine Partition und kannst nicht schreiben oder wie oder was?
Wenn ich bei händischem mounten schon daran scheitere, dann in der fstab erst recht... Aber Du hast mein Problem erkannt. Ich hoffe, das ich mein Verständnisproblem nun besser beschreiben konnte. Gruß und nochmals Dank kaputtnik
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primus pilus
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: Okt. 8, 2007
Beiträge: 8879
Wohnort: NRW
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10. Januar 2010 02:19
kaputtnik schrieb: Guck mal:
~$ sudo mkdir /media/Versuch
~$ ls -l /media/ | grep Versuch
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 01:02 Versuch
~$ sudo mount /dev/sda13 -t ext3 -o defaults /media/Versuch
~$ ls -l /media/ | grep Versuch
drwxr-xr-x 3 root plugdev 4096 2010-01-09 11:56 Versuch
Auch ohne "chown" wurden die Rechte entsprechend Deines Vorschlages automatisch gesetzt. Kopieren kann ich aber immer noch nicht:
Die Gruppe „plugdev“, in der du Mitglied bist hoffe ich, hat keine Schreibrechte. Grüße Thomas
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kaputtnik
Ehemalige
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
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Wohnort: Erde
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10. Januar 2010 02:49
Danke für die späte Antwort! primus pilus schrieb: Die Gurppe „plugdev“, in der du Mitglied bist hoffe ich,
~$ groups
kaputtnik adm dialout cdrom plugdev lpadmin admin sambashare hat keine Schreibrechte.
Gut. Also muss ich zusätzlich...
~$ sudo chmod g+w /media/Versuch
~$ ls -l /media
drwxrwxr-x 3 root plugdev 4096 2010-01-09 11:56 Versuch
durchführen. Ok, jetzt klappt das Kopieren anstandslos Nach aus- und wiedereinhängen bleibt das Recht auch erhalten. Ebenfalls bei einem neuen Mountpunkt: ~$ sudo mkdir /media/Versuch2
~$ ls -l /media | grep Versuch
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 01:02 Versuch
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 02:37 Versuch2
~$ sudo mount /dev/sda13 -t ext3 -o defaults /media/Versuch2
~$ ls -l /media | grep Versuch
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 01:02 Versuch
drwxrwxr-x 3 root plugdev 4096 2010-01-10 02:26 Versuch2
Aber warum hatte(!) die Gruppe kein Schreibrecht? Ist das normal?
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Max-Ulrich Farber
Anmeldungsdatum: Jan. 23, 2007
Beiträge: 4923
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10. Januar 2010 11:27
@kaputtnik Zunächst zu den Begriffen: In der Tat wird der Begriff "Dateisystem" nicht einheitlich gebraucht. Dein Vorschlag, konsequent zwischen "Dateisyszem" und "Verzeichnisstruktur" zu trennen, ist sehr sinnvoll - nur leider kaum mehr zu realisieren, da die Begriffe schon in vielen Artikeln vermischt sind. Aber ich muss Dir da völlig Recht geben. Nun zu den Schreibrechten:
Aber warum hatte(!) die Gruppe kein Schreibrecht? Ist das normal?
Ja, das ist normal, weil die Default-Einstellung in Ubuntu (unnötigerweise) umask 022 ist. Weil in Ubuntu jeder seine eigene Hauptgruppe hat, zu der zunächst standardmäßig kein anderer User gehört (das ist nicht in allen Linux-Distributionen so), könnte man ohne Risiko der Gruppe standardmäßig auch Schreibrechte einräumen - wie das AFAIK bei Red Hat der Fall ist. Du kannst das ganz leicht ändern. Editiere mit Root-Rechten die Datei /etc/profile und ändere die Zeile (meist ganz am Schluss der Datei) umask 022 in umask 002. Nach einem Neustart hat die Gruppe systemweit Schreibrechte auf allen neu angelegten Dateien und Ordnern. Für bereits vorhandene Dateien und Ordner musst Du allerdings leider der Gruppe mittels chmod nachträglich noch Schreibrechte geben. Über den Parameter -R (rekursiv) lässt sich aber der Arbeitsaufwand verringern. Gib einfach folgendes ein:
sudo chmod -R +wg /media/Versuch
Meine Frage nochmal: Welche Rechte muss ich (wann) setzen, um auch als ganz normaler User auf diese Partition zugreifen zu können?
Zum Teil ist die Frage vielleicht schon beantwortet. Du kannst mit sudo chmod ... /media/Versuch nach dem Mounten die Rechte für die eingehängte Partition genau so verändern wie für einen lokalen Ordner (außer bei VFAT und NTFS, da geht's nicht). Du kannst die eingehängte Partition sogar mit chown komplett zu Deinem Eigentum machen, wenn Du andere draußen halten willst. Nebenbei: Ob eine eingehängte jungfräuliche Partition standardmäßig als Gruppe root oder plugdev bekommt, scheint offenbar davon abzuhängen, ob sie bereits bei der Installation (oder beim Systemstart?) oder erst später von Hand eingehängt wird. Spielt aber keine große Rolle, weil man das ja ganz leicht ändern kann. Gruß - Max-Ulrich
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primus pilus
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: Okt. 8, 2007
Beiträge: 8879
Wohnort: NRW
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10. Januar 2010 13:42
Max-Ulrich Farber schrieb: Nebenbei: Ob eine eingehängte jungfräuliche Partition standardmäßig als Gruppe root oder plugdev bekommt, scheint offenbar davon abzuhängen, ob sie bereits bei der Installation (oder beim Systemstart?) oder erst später von Hand eingehängt wird. Spielt aber keine große Rolle, weil man das ja ganz leicht ändern kann.
Wenn ein Dateisystem angelegt wird gehört es immer dem Ersteller. Also wegen der Rootrechte ROOT:ROOT. Hat sich da in Karmic etwas geändert das ich verpasst habe?
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zod
Anmeldungsdatum: Jan. 29, 2007
Beiträge: 28
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10. Januar 2010 17:06
@Max-Ulrich: hab den Satz berichtigt. @kapputnik
Der Begriff Dateisystem ist ein Synonym für eigentlich zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Das seh ich etwas anders. Denn wenn mans ganz genau nimmt ist eine Verzeichnisstruktur eine Teilmenge eines Dateisystems. Wenn sich etwas in einer Verzeichnisstruktur befindet, befindet es sich auch (logischerweise) in einem Dateisystem. Man könnte also rein theoretisch (fast immer) statt "Verzeichnisstruktur" auch "Dateisystem" sagen.
Eine Vermischung dieser Begriffe führt IMHO zu fehlinterpretationen!
Wie könnten denn solche Fehlinterpretationen konkret aussehen?
Ich bin einfach der Meinung, das wir hier im Wiki diese Begrifflichkeiten deutlich trennen sollten.
Gute Idee. Aber was genau hat das mit diesem Artikel zu tun? Hier wurde doch nix vermischt.. Oder hab ich da was übersehen?
Denn die Rechte sind im jeweiligen Dateisystem gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt.
Ist auf jeden Fall unverfänglicher
Nicht nur das, sondern auch völlig korrekt ^^ Ob es auch verständlich ist, ist ne andere Frage. Ich seh da grad zwar keine großen Probleme, aber Verbesserungsvorschläge sind natürlich immer herzlich willkomen.. 
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kaputtnik
Ehemalige
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
Beiträge: 6834
Wohnort: Erde
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10. Januar 2010 17:10
Max-Ulrich Farber schrieb: In der Tat wird der Begriff "Dateisystem" nicht einheitlich gebraucht. Dein Vorschlag, konsequent zwischen "Dateisyszem" und "Verzeichnisstruktur" zu trennen, ist sehr sinnvoll - nur leider kaum mehr zu realisieren, da die Begriffe schon in vielen Artikeln vermischt sind. Aber ich muss Dir da völlig Recht geben.
Vllt bin ja auch der Einzige, der damit Probleme hat...
Nun zu den Schreibrechten:
Aber warum hatte(!) die Gruppe kein Schreibrecht? Ist das normal?
Ja, das ist normal, weil die Default-Einstellung in Ubuntu (unnötigerweise) umask 022 ist. Weil in Ubuntu jeder seine eigene Hauptgruppe hat, zu der zunächst standardmäßig kein anderer User gehört (das ist nicht in allen Linux-Distributionen so), könnte man ohne Risiko der Gruppe standardmäßig auch Schreibrechte einräumen - wie das AFAIK bei Red Hat der Fall ist.
Das war die entscheindende Info. Ich gehe als unbedarfter Anwender halt einfach davon aus, das solche "default"-Einstellungen Ihren Sinn haben, und nicht einfach aus einer Laune heraus so gesetzt sind. Mir fällt es generell schwer, die Auswirkungen solcher Rechteänderungen einzuschätzen.
Du kannst das ganz leicht ändern. Editiere mit Root-Rechten die Datei /etc/profile und ändere die Zeile (meist ganz am Schluss der Datei) umask 022 in umask 002. Nach einem Neustart hat die Gruppe systemweit Schreibrechte auf allen neu angelegten Dateien und Ordnern.
An dieser Stelle möchte ich nochmal Werbung für den, im Laufe der Diskussion zu Windows Partitionen einbinden entstandenen, rechterechner machen . Funktioniert allerdings nur mit Javascript, was ja hier auf uu.de nicht gerne gesehen wird. Deinen Vorschlag habe ich verstanden und werde ihn mir mal durch den Kopf gehen lassen.
Für bereits vorhandene Dateien und Ordner musst Du allerdings leider der Gruppe mittels chmod nachträglich noch Schreibrechte geben. Über den Parameter -R (rekursiv) lässt sich aber der Arbeitsaufwand verringern.
hmmm... Nochmal ein wenig rumgespielt: Habe hier zwei Partitionen:
/dev/sda7 5101 7532 19535008+ 83 Linux #altes /home von 8.04
/dev/sda13 12744 30401 141837853+ 83 Linux #frisch Formatierte Partition, die Jungfrau
Nun erstelle ich die Mountpunkte und hänge die Partitionen dort ein
~$ sudo mkdir /media/unbenutztTest #ungenutzter Mountpunkt, nur zum Vergleich angelegt
~$ sudo mkdir /media/JungfrauTest
~$ sudo mkdir /media/altesHomeTest
~$ ls -l /media | grep Test
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 15:30 altesHomeTest
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 15:29 JungfrauTest
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 15:29 unbenutztTest
~$ sudo mount /dev/sda7 -t ext3 -o defaults /media/altesHomeTest
~$ sudo mount /dev/sda13 -t ext3 -o defaults /media/JungfrauTest
~$ ls -l /media | grep Test
drwxr-xr-x 4 root plugdev 4096 2009-04-04 19:12 altesHomeTest
drwxr-xr-x 3 root root 4096 2010-01-10 12:56 JungfrauTest
drwxr-xr-x 2 root root 4096 2010-01-10 15:29 unbenutztTest
Das Wurzelverzeichnis der bereits beschriebenen Partition (altes /home) gehört der Gruppe plugdev, das Wurzelverzeichnis der Jungfrau nicht (Gestern war das iwie anders, aber vllt hatte ich zu viel rumgespielt ) Steige ich jetzt direkt in das Benutzerverzeichnis des alten /home ...
~$ ls -l /media/altesHomeTest
drwxr-xr-x 60 kaputtnik kaputtnik 4096 2010-01-10 15:59 franky
drwx------ 2 root root 16384 2008-09-29 12:41 lost+found
~$ ls -l /media/altesHomeTest/franky
drwxr-xr-x 8 kaputtnik kaputtnik 4096 2009-08-28 11:08 Desktop
drwx------ 2 kaputtnik kaputtnik 4096 2008-12-19 11:37 Desktop1
drwxr-xr-x 15 kaputtnik kaputtnik 4096 2009-07-06 21:46 Dokumente
drwxr-xr-x 4 kaputtnik kaputtnik 4096 2009-02-22 15:06 GNUstep
drwxr-xr-x 5 kaputtnik kaputtnik 4096 2009-01-01 14:09 Komodo-Edit-5
...
... bin ich nun Eigentümer und habe auch Schreibrechte. Passt iwie nicht zu der Aussage im Artikel: Das Dateisystem nimmt die Rechte beim Einbinden an einen beliebigen Ort quasi "mit". Denn die Rechte sind im Wurzelverzeichnis des jeweiligen Dateisystems, z.B. der Partition, gespeichert und nicht etwa "im" oder "am" Einhängepunkt. Daher sind die Rechte des Einhängepunkt-Verzeichnisses auch nicht weiter relevant für das Einbinden - entscheidend sind die Rechte im eingehängten Dateisystem.
Ich verstehe das so, das die eigentliche Eigentümer- und Gruppenzugehörigkeit der Verzeichnisstruktur beibehalten werden. Also hätte die Ausgabe eigentlich doch so aussehen müssen:
drwxr-xr-x 8 franky franky 4096 2009-08-28 11:08 Desktop
drwx------ 2 franky franky 4096 2008-12-19 11:37 Desktop1
drwxr-xr-x 15 franky franky 4096 2009-07-06 21:46 Dokumente
...
 Was ich mit der Jungfrau machen soll, das habe ich auch verstanden.
Einhängen Gruppe ändern Der Gruppe Schreibrechte geben
Einzige Frage die bleibt: Theoretisch könnte ich die Gruppe ja auch nach "kaputtnik" anstatt nach "plugdev" ändern. Was ist sinnvoller? Ist jetzt auch wieder ein wenig viel geworden  Gruß kaputtnik
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kaputtnik
Ehemalige
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2007
Beiträge: 6834
Wohnort: Erde
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10. Januar 2010 17:33
zod schrieb: Der Begriff Dateisystem ist ein Synonym für eigentlich zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Das seh ich etwas anders. Denn wenn mans ganz genau nimmt ist eine Verzeichnisstruktur eine Teilmenge eines Dateisystems.
Nö, ein Dateisystem stellt erst die Möglichkeit zur Verfügung, eine Verzeichnisstruktur (mit Rechtevergabe) anzulegen. Wenn sich etwas in einer Verzeichnisstruktur befindet, befindet es sich auch (logischerweise) in einem Dateisystem. Man könnte also rein theoretisch (fast immer) statt "Verzeichnisstruktur" auch "Dateisystem" sagen.
Nein, das ist nicht richtig. Wenn Du so verallgemeinern willst, dann kannst Du auch statt "Dateisystem" immer "Partition" sagen, denn ein Dateisystem ist (fast immer) Teil einer Partition. Ähnlich verhält es sich mit den Begriffen "Festplatte" und "Partition", die im allgemeinen Sprachgebrauch auch oft als das gleiche angesehen werden. Wie könnten denn solche Fehlinterpretationen konkret aussehen?
Nimm diesen Abschnitt: Das Dateisystem nimmt die Rechte beim Einbinden an einen beliebigen Ort quasi "mit".
Nimmt das Dateisystem (zB ext3) die Rechte mit, oder die Verzeichnisstruktur? Andersherum gefragt: Wo sind die Rechte gespeichert? Im Dateisystem oder in der Verzeichnisstruktur? Sie sind in der Verzeichnisstruktur gespeichert, die ein bestimmtes Dateisystem erst möglich macht. Das mag kleinkariert sein, aber ich bin eben der Meinung, das wir die Begriffe hier im Wiki deutlich trennen sollten.
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Max-Ulrich Farber
Anmeldungsdatum: Jan. 23, 2007
Beiträge: 4923
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10. Januar 2010 17:57
@zod:
Der Begriff Dateisystem ist ein Synonym für eigentlich zwei ganz unterschiedliche Dinge.
Ich glaube, da hat kaputtnik schon recht. Wir nennen einerseits VFAT, NTFS, ext3, Reiserfs usw. "Dateisysteme", und andererseits reden wir vom auf der Partition xyz eingerichteten Dateisystem und meinen damit die dortige Verzeichnisstruktur. Und, um weiterzumachen, wir nennen dann das VFS ein "virtuelles Dateisystem"... Ich weiß nicht, wie man VFAT, NTFS usw. anders nennen könnte, als "Dateisysteme", aber im Grunde sind es nur - ja, Strukturschemen für Dateisysteme, oder was? Wenn eine Partition in VFAT formatiert ist, ist ja noch kein Dateisystem (im realen Sinne) drauf, nur ein Schema, nach dem ein solches dann angelegt wird. Aber diese Doppeldeutigkeit ist nun einmal allgemein verbreitet, wir verbessern die Welt nicht. @kaputtnik
Was ich mit der Jungfrau machen soll, das habe ich auch verstanden.
Aber nein, da will ich Dir wirklich keine Ratschläge geben. Ich werde schon ganz rot
... bin ich nun Eigentümer und habe auch Schreibrechte
Klar, das war ja früher mal Dein Heimverzeichnis, und in diesem sind die Ordner und Dateien von Dir angelegt worden. Und diese Rechte behalten sie, egal, wer Besitzer des übergeordneten Verzeichnisses bzw. der Partition ist. Das Mißverständnis ist wohl folgendes: Rechte vererben sich normalerweise nicht, d.h. eine Partition (genauer gesagt deren Wurzelverzeichnis, was aber nicht zu verwechseln ist mit dem Wurzelverzeichnis des VFAT, in das sie eingebunden ist) kann ganz andere Rechte haben als die darin befindlichen Dateien oder Ordner. Man kann aber erreichen, dass sich die Gruppe bei neu erstellten Ordnern und Dateien vererbt, wenn man das SGID-Bit setzt.
das solche "default"-Einstellungen Ihren Sinn haben, und nicht einfach aus einer Laune heraus so gesetzt sind.
Das ist nicht einfach "aus der Laune heraus so gesetzt", sondern in Linux deshalb allgemein so üblich, weil eben nicht in allen Distributionen jeder Benutzer seine eigene Hauptgruppe hat. Nur weil in Ubuntu standardmäßig jeder seine eigene Hauptgruppe mit seinem Namen hat, ist umask 002 speziell in Ubuntu und denjenigen anderen Distributionen, bei denen es genau so ist (z.B. eben Red Hat), kein besonderes Risiko. Gruß - Max-Ulrich EDIT: Habe noch eine Frage vergessen: Einzige Frage die bleibt: Theoretisch könnte ich die Gruppe ja auch nach "kaputtnik" anstatt nach "plugdev" ändern. Was ist sinnvoller?
Solange Du einziger Benutzer bist, ist das ziemlich egal. Wenn es aber auch andere Benutzer gibt, die auf der Partition Schreibrechte haben sollen, ist plugdev oder eine andere, speziell dafür angelegte Gruppe sinnvoll. Denn sonst haben ja alle Benutzer, die dort Schreibrechte haben, automatisch auch in Deinem Heimverzeichnis Schreibrechte.
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