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DeJe
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2008
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11. Februar 2010 18:11
user unknown schrieb: DeJe schrieb: die "antiquierte" Methode des Selbstkompilierens zur Installation von Software für das eigene System existiert doch nur noch, WEIL es diesen Flickenteppich an Paketmanagern gibt. Es ist Teil dieses Fleckenteppichs! 
Ehrlichkeit würde m.E. damit beginnen, daß man den eigenen Horizont nicht größer darstellt als er ist, dass man nicht so tut, als würde man tabubrechend Insiderwissen preisgeben, wo man in Wahrheit keine Ahnung hat, sondern nur der großer Geste eine Formulierung in den Raum wirft.
Bist du über meinen Text nur mal schnell drübergeflogen?
Wie intensiv hast Du denn schon an der Veröffentlichung an Distributionen teilgenommen?
Gar nicht. Muß man das?
Wie viel Quellcode hast Du denn schon selbst geschrieben
Hm, müßte ich nachzählen. Soll ich noch aufteilen in PL/I, Assembler, c, c++, ...? Nach Betriebssystemen aufgeschlüsselt? Wenn du das dann hast, bekomme ich dann eine Urkunde/Erlaubnis das ich meine Meinung über den Flickenteppich schreiben darf?
Das ist hier nicht die kleine Microsoftwelt.
Sag bloß, echt?
Und die Bibliotheken sind nicht immer identisch geschweige denn auf dem gleichen Stand auf den Systemen, und ein komplexes Buildsystem sorgt dafür, daß man Updates relativ leicht auch auf dem anderen System nutzen kann - im Idealfall in dem man ein
make clean
make
make install
ausführt.
Toll. Warum dann überhaupt Repos, vorkompilierte Pakete, ... wenn doch alles so einfach ist. *kopfkratz*
Aber Ihr habt voll den Durchblick, alle Achtung! Schade, daß man Euch nicht an die großen Schalter ranläßt!
ICH will gar nicht an irgendwelche großen Schalter. btw. Gern geschehen, das du dich mal richtig ausk...en konntest. Gehts dir jetzt besser?
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Jean-Paul
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2006
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11. Februar 2010 18:14
DeJe schrieb: Targion schrieb: Die Idee für ein einziges Linux wäre - würde es umgesetzt - für mich der Horror schlechthin,
Horror vielleicht nicht garade, aber auf keinen Fall erstrebenswert.
Aber einheitliche Schnittstellen oder Abstraktionsschichten finde ich sind ein absoluter Muss, da sie die Programmierung wirklich entscheidend vereinfachen und beschleunigen. Zudem wird der Code dadurch besser wartbar.
Und genau darum ging es OP. Das schließt ja in keiner Weise unterschiedliche Distris, Repos, Wahlfreiheit aus. Meiner Meinung nach würden solche einheitlichen Schnittstellen/Schichten die Akzeptanz von Linux deutlich erhöhen. Seien wir doch mal ehrlich, die "antiquierte" Methode des Selbstkompilierens zur Installation von Software für das eigene System existiert doch nur noch, WEIL es diesen Flickenteppich an Paketmanagern gibt. Es ist Teil dieses Fleckenteppichs! 
Nur weil du es nicht fertig bringst ein Stück Software zu kompilieren, bedeutet dies nicht dass es antiquiert ist. Ich möchte das so haben, weil ich mir nicht vorschreiben lassen will, welche Anhängigkeiten ich installieren muss, oder welche Optionen ich setze. Was redest du da von Scnittstellen und Schichten die zu vereinheitlichen wären ? Und welcher Code soll dadurch besser wartbar sein ? Wenn ich als Entwickler eine Software schreiben, habe ich in meinem *tar.gz festgelegt, wie diese Software zu installieren ist, welche Optionen gesetzt werden können, welche Abhängigkeiten unbedingt nötig sind und welche optional verwendet werden können. Damit kommt jeder Dev. in jeder Distri klar, weil es keine klarere Schnittstelle gibt. Ausserdem schreibt mir die GPL vor, dass ich den Quellcode mitliefern muss. Das heißt, diese unterste Ebene kann gar nicht enfallen, schlecht sein, oder irgend etwas behindern, sondern sie ist unabdingbar. Eine Einheits-Distri (die es nie geben wird) wäre nicht nur der blanke Horror, sondern das Ende meiner Linuxtätigkeit - ich würde zu *BSD wechseln. Jean-Paul
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DeJe
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2008
Beiträge: 2342
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11. Februar 2010 18:30
Jean-Paul schrieb: Nur weil du es nicht fertig bringst ein Stück Software zu kompilieren,
Ui, da hab ich (na eigentlich nicht mal ich) aber in ein Wespennest gestochen. Man wird persönlich, geschenkt.
bedeutet dies nicht dass es antiquiert ist.
Doch, ist es. Für den Nutzer, Endanwender. Um die geht es hier. NICHT die Distribauer, NICHT die Distributionen, NICHT um Individualisten, NICHT um Entwickler von Software, NICHT um Emergency-Installationen, ...
Ich möchte das so haben, weil ich mir nicht vorschreiben lassen will, welche Anhängigkeiten ich installieren muss, oder welche Optionen ich setze.
...
Wenn ich als Entwickler eine Software schreiben, habe ich in meinem *tar.gz festgelegt, wie diese Software zu installieren ist, welche Optionen gesetzt werden können, welche Abhängigkeiten unbedingt nötig sind und welche optional verwendet werden können.
Aha. *grübel* Und wenn ich mir jetzt diese Abhängigkeiten nicht vorschreiben lassen will. Was mache ich dann?
Ausserdem schreibt mir die GPL vor, dass ich den Quellcode mitliefern muss. Das heißt, diese unterste Ebene kann gar nicht enfallen, schlecht sein, oder irgend etwas behindern, sondern sie ist unabdingbar.
Wer redet denn davon? Darum gehts gar nicht, Du hast nichts, aber wirklich nichts, verstanden!
Eine Einheits-Distri (die es nie geben wird) wäre nicht nur der blanke Horror, sondern das Ende meiner Linuxtätigkeit - ich würde zu *BSD wechseln.
Siehe oben. 
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Jean-Paul
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2006
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11. Februar 2010 18:59
DeJe schrieb: Wer redet denn davon? Darum gehts gar nicht, Du hast nichts, aber wirklich nichts, verstanden!
Ich rede davon, dass das Argument "Linux-wird-untergehen-weil-es-zu-viele-Paketmanager-gibt" nicht stimmt. Es ist völlig egal wieviele Paketmanager es gibt, weil die unterste Ebene (Quellcode) die gemeinsame Basis darstellt. Und es ist völlig normal, dass es in unterschiedlichen Distris - ich meine wirklich unterschiedliche - auch unterschiedliche Paketmanager gibt, sonst würden diese Distris nämlich gar nicht funktionieren. Stell dir mal Portage (aus Gentoo) in Debian vor. Wenn du die zwei miteinander verheiraten müsstest, hättest du entweder kein Portage, oder kein Debian mehr. Jean-Paul
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DeJe
Anmeldungsdatum: Jan. 2, 2008
Beiträge: 2342
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11. Februar 2010 19:23
Jean-Paul schrieb: DeJe schrieb: Wer redet denn davon? Darum gehts gar nicht, Du hast nichts, aber wirklich nichts, verstanden!
Ich rede davon, dass das Argument "Linux-wird-untergehen-weil-es-zu-viele-Paketmanager-gibt" nicht stimmt.
WER hat das behauptet!? ICH auf jeden Fall nicht!
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user unknown
Anmeldungsdatum: Aug. 10, 2005
Beiträge: 12905
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11. Februar 2010 20:21
DeJe schrieb: bedeutet dies nicht dass es antiquiert ist.
Doch, ist es. Für den Nutzer, Endanwender. Um die geht es hier. NICHT die Distribauer, NICHT die Distributionen, NICHT um Individualisten, NICHT um Entwickler von Software, NICHT um Emergency-Installationen,
Um die geht es hier? Ich dachte es geht um "one world, one linux" und nicht um zwei Linuxe, eines für Entwickler mit Quellen und aus dem man sich eine eigene Distribution bauen kann, für Individualisten und Softwareentwickler, für Notfallinstallationen und embedded Systeme hier, und ein zweites, geschlossenes System mit nur und genau einem Paketmanagementsystem dort für den Endbenutzer-DAU-Universalmenschen. Eine Lösung vorstellen, die alle realen Probleme ausblendet kann jeder. Wenn wir es schaffen uns komplett zu vergeistigen, dann brauchen wir übehaupt kein Betriebssystem mehr - wäre das nicht die Lösung für überhaupt alles? Entscheidend an Linux ist, daß jeder damit machen kann was er will, und daraus entwickelt sich nun mal ein dschungelartiger Wildwuchs. Wo viele Leute ähnliche Interessen haben entwickeln sich Ballungen mit Millionen Usern wie Suse, Redhat, Ubuntu usw. - größere und kleinere und ganz kleine. Gerade die Leute, die keine individuellen Sachen brauchen benötigen auch kein tarball, welches sie selbst bauen. Und wer es benötigt findet es.
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dasWeißbrot
Anmeldungsdatum: Dez. 29, 2006
Beiträge: 147
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11. Februar 2010 23:50
user unknown schrieb: DeJe schrieb: bedeutet dies nicht dass es antiquiert ist.
Doch, ist es. Für den Nutzer, Endanwender. Um die geht es hier. NICHT die Distribauer, NICHT die Distributionen, NICHT um Individualisten, NICHT um Entwickler von Software, NICHT um Emergency-Installationen,
Um die geht es hier? Ich dachte es geht um "one world, one linux" und nicht um zwei Linuxe, eines für Entwickler mit Quellen und aus dem man sich eine eigene Distribution bauen kann, für Individualisten und Softwareentwickler, für Notfallinstallationen und embedded Systeme hier, und ein zweites, geschlossenes System mit nur und genau einem Paketmanagementsystem dort für den Endbenutzer-DAU-Universalmenschen. Eine Lösung vorstellen, die alle realen Probleme ausblendet kann jeder. Wenn wir es schaffen uns komplett zu vergeistigen, dann brauchen wir übehaupt kein Betriebssystem mehr - wäre das nicht die Lösung für überhaupt alles?
Sry, aber irgendwie hast du den Kern der Diskussion nicht verstanden. Ich muss DeJe in allen Punkten zustimmen... Niemand hat hier behauptet, dass es keine Software im Quelltext mehr geben sollte und niemand hat euch Hardcore-Quelltext-Linuxern verboten, mit dem Quellcode zu machen, was ihr wollt. Dennoch sind Standards und Schnittstellen sinnvoll und helfen ALLEN. Wuerden die Paketmanager enger zusammenarbeiten bzw. das paketieren in verschiedene Formate einfacher werden, dann muessten sich tatsaechlich eine ganze Menge Leute nicht mehr mit Kompilieren rumschlagen - euch ist es doch weiterhin voellig frei gestellt!
Entscheidend an Linux ist, daß jeder damit machen kann was er will, und daraus entwickelt sich nun mal ein dschungelartiger Wildwuchs. Wo viele Leute ähnliche Interessen haben entwickeln sich Ballungen mit Millionen Usern wie Suse, Redhat, Ubuntu usw. - größere und kleinere und ganz kleine.
Dieser Dschungel ist aber eben genau das: ein wildes Gestruepp! Das mag Leuten gefallen, die sich gerne mit der Machete durchs Kleinholz hacken, es soll aber auch Leute geben, die einfach mal gerne mit ihrem System arbeiten wuerden ohne vorher erst 3 Jahre lang Linux zu lernen. Sieh den Tatsachen doch bitte ins Auge - im Bereich User Experience Design haben die meisten Linux Distributionen noch eine Menge aufzuholen. Das geht nur, wenn man fuer Zielgruppen anstaendig designt - das heisst aber nicht, dass man einfach mal irgendeine Distribution raushaut und sich sagt "Jaja, die Zielgruppe wird sich schon finden!". Das ist kein Design, das ist Willkuer. Gegen die Vielfalt hat hier niemand etwas gesagt und gegen eure geliebten tarballs auch nicht - ruhig Blut...
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user unknown
Anmeldungsdatum: Aug. 10, 2005
Beiträge: 12905
Wohnort: Berlin
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12. Februar 2010 01:54
dasWeißbrot schrieb: Sry, aber irgendwie hast du den Kern der Diskussion nicht verstanden. Ich muss DeJe in allen Punkten zustimmen... Niemand hat hier behauptet, dass es keine Software im Quelltext mehr geben sollte und niemand hat euch Hardcore-Quelltext-Linuxern verboten, mit dem Quellcode zu machen, was ihr wollt.
Wie kommst Du denn dazu mich zu einer Gruppe von Hardcore-Quelltext-Linuxern zu zählen? Also - da liegst Du falsch. Vor 2005 habe ich häufiger mal Programme selbst kompiliert, aber nun seit einem halben Jahrzehnt eigentlich nicht mehr.
Dennoch sind Standards und Schnittstellen sinnvoll und helfen ALLEN. Wuerden die Paketmanager enger zusammenarbeiten bzw. das paketieren in verschiedene Formate einfacher werden, dann muessten sich tatsaechlich eine ganze Menge Leute nicht mehr mit Kompilieren rumschlagen - euch ist es doch weiterhin voellig frei gestellt!
Wer muß sich denn mit kompilieren rumschlagen? Du kannst die meisten Programme aus den Linuxrepositories installieren, wenn Du ubuntu nutzt - was willst Du denn selbst kompilieren?
Dieser Dschungel ist aber eben genau das: ein wildes Gestruepp! Das mag Leuten gefallen, die sich gerne mit der Machete durchs Kleinholz hacken, es soll aber auch Leute geben, die einfach mal gerne mit ihrem System arbeiten wuerden ohne vorher erst 3 Jahre lang Linux zu lernen.
Genau das sage ich - benutze Ubuntu, und installiere über Synaptic, das kann man in 10 Minuten lernen, und es bietet einen einheitlichen Zugang.
Sieh den Tatsachen doch bitte ins Auge - im Bereich User Experience Design haben die meisten Linux Distributionen noch eine Menge aufzuholen.
Weiß ich nicht - ich nutze seit Jahren Ubuntu und komme mit dem Interfacedesign prächtig zurecht. Ich muß mich doch nicht um 1000 andere Distributionen kümmern, das kann mir doch komplett egal sein.
Gegen die Vielfalt hat hier niemand etwas gesagt und gegen eure geliebten tarballs auch nicht - ruhig Blut...
Da liegst Du mit "eure geliebten Tarballs" wieder falsch. Repositories sind genau der Weg den User von Compilern, developer-libs und build-tool-chain fernzuhalten. Aber wenn man dem User nicht verbietet die Programme zu forken und mit dem Code zu machen was sie wollen, dann entstehen eben forks - so sind sie ja entstanden. Also wer soll die zentrale Instanz leiten, die bestimmt, welches Format verwendet wird, welche Programme, welche Versionen gepflegt werden, was in die Repositories reinkommt? Du kannst selbst so eine Instanz bilden, nur garantiert Dir niemand, daß Du der einzige bist. Und so ist die Situation jetzt schon - es gibt konkurrierende Distributionen, und Du kannst Dich da anschließen, wo es Dir am besten gefällt, aber die anderen nicht gängeln Dir zuliebe alles anders zu machen.
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