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incredion
Anmeldungsdatum: 4. Mai 2009
Beiträge: 297
Wohnort: München
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Verfasst: 4. Juli 2009 11:09
Hallo zusammen, ich möchte mal ein sehr grundlegendes Thema ansprechen und nach Ideen und vielleicht konkreten Lösungsmöglichkeiten suchen. Das Thema ist: warum ist Linux so langsam. Das ist jetzt etwas provokant formuliert, weil es 1. natürlich nicht stimmt. Was ich aber meine ist: warum reagiert der Desktop (und da macht Gnome und KDE keinen großen Unterschied, auch 64 Bit und 32 Bit nicht und auch Geforce oder Radeon nicht und auch AthlonXP-1000 oder Athlon64-X2-5000+ nicht).
Ich habe kürzlich einen alten Apple PowerPC unter OS-X gesehen und vom 'Feel' (den Look lassen wir mal außen vor) lief der einfach weicher, runder, smoother, auf klicks und minimieren von Fenstern, eingaben aller Art hat der einfach 'sofort', gefühlt instantan und sehr elegant reagiert, während Linux hier so gut wie immer einen Moment Bedenkzeit (so um 0,5 sec) einzulegen scheint. Warum ist das so? Ich gehe davon aus, dass (K)Ubuntu mindestens genauso effizient programmiert ist wie OS-X und beide Systeme grundsätzlich auf Unix-Systematik basieren, also von der Prozessverwaltung und diesem Kram her durchaus vergleichbar sind. Liegt es nur an Prozessprioritäten und solchem Kram? Die Rechner heute sind unvorstellbar schnell. Mein alter Amiga hatte 7 MHz CPU-Takt und auch schon eine 'grafiksche' Benutzeroberfläche und mein aktueller Athlon64 hat sogar zwei Cores, die mit je 2600 MHz laufen.
Nur, wenn ich mit der Maus wohin klicke muss ich immer noch bis zu 1 sec warten, bis etwas passiert. <1 sec, das ist objektiv betrachtet natürlich ein Witz, aber subjektiv (also 'gefühlt' neudeutsch) wird mein Arbeitsfluss dadurch permanent unterbrochen. Das ist bei heutigen Rechnern (mit einer kleinen Cray auf der Grafikkarte und ein mehraches von 640 kB Hauptspeicher) doch wohl nicht mehr notwendig? Wo wird die Responsiveness denn verbraten? Und wie stellt man das ab. An der Harware liegts ja wohl nicht. Laufen im Hintergrund irgendwelche Netzwerk-Timeouts oder solcher Kram? Mal ein Denkanstoß zum Wochenende und zugleich eine Frage eines Neulings, der von Kubuntu ansonsten total begeistert ist. -incredion
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Nobuddy
Anmeldungsdatum: 2. September 2005
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Verfasst: 4. Juli 2009 11:15
Hallo, Du bist mit Deinem Beitrag hier im falschen Forum, ich verschiebe Dich mal nach "Rund um GNU/Linux". Grüße Nobuddy
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ChemicalBrother
Anmeldungsdatum: 17. Mai 2007
Beiträge: 2298
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Verfasst: 4. Juli 2009 11:59
Du nimmst Kubuntu als Beispiel für die gesamte Linuxwelt. Das ist schon das Problem an deiner Argumentation. Vorallem bei Kubuntu, das immer noch nicht so rund läuft.
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showstopper
Anmeldungsdatum: 3. November 2007
Beiträge: 39
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Verfasst: 4. Juli 2009 12:10
Das ist eben der Nachteil der Modularität, die ein GNU/Liunx-System mit sich bringt. Je mehr Schichten (und damit auch Wahlmöglichkeiten) Du hast, desto langsamer wird's eben. Guck dir z.B. Windows an, da befindet sich ein Teil des IE im Kernel-Space und dadurch startet dieser schneller.... Über Sinn und Unsinn, Vor- und Nachteile kann man sich hier sicherlich streiten  Im Redmonder-System kann man nicht einfach die GUI austauschen, die ist fest im System verankert. "Unser" X-Server ist hingegen austauschbar, genauso wie die WMs. Ein gutes Beispiel für die Performance-Schwierigkeiten in diesem Bereich ist auch das Prinzip des Microkernels.
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DaDa_is_Muss
Anmeldungsdatum: 10. Juni 2007
Beiträge: 273
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Verfasst: 4. Juli 2009 14:50
Ich kann deinen Kritikpunkt ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Bei mir reagiert alles weit unter einer halben Sekunde.
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spiongraz
Anmeldungsdatum: 14. Juli 2008
Beiträge: 354
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Verfasst: 4. Juli 2009 15:08
ChemicalBrother schrieb: Du nimmst Kubuntu als Beispiel für die gesamte Linuxwelt. Das ist schon das Problem an deiner Argumentation. Vorallem bei Kubuntu, das immer noch nicht so rund läuft.
Ausgangsposting nochmal lesen (und nicht nur die Teile die du lesen willst) showstopper schrieb:
Im Redmonder-System kann man nicht einfach die GUI austauschen, die ist fest im System verankert. "Unser" X-Server ist hingegen austauschbar, genauso wie die WMs. Ein gutes Beispiel für die Performance-Schwierigkeiten in diesem Bereich ist auch das Prinzip des Microkernels.
Geht bei Windows auch. Schon recht lange möcht ich anmerken. Mein Xp ist leider auch viel reaktionsfreudiger als Ubuntu. Wenn ich den Computer nur kurz einschalte um ein paar Dinge nachzusehen, Mails zu schreiben, etc wirds immer XP.
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showstopper
Anmeldungsdatum: 3. November 2007
Beiträge: 39
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Verfasst: 4. Juli 2009 16:46
@spiongraz: Reden wir hier gerade wirklich vom selben? Ich meine nicht Themes und solchen Schnick-Schnack sondern wirklich den "Kern", der für die GUI zuständig ist. Davon, dass der Teil bei Windows austauschbar ist, habe ich wirklich noch gar nichts gehört und fände einen Link da sehr interessant. showstopper
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Antiqua
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: 30. Dezember 2008
Beiträge: 2733
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Verfasst: 4. Juli 2009 17:13
spiongraz schrieb: ChemicalBrother schrieb: Du nimmst Kubuntu als Beispiel für die gesamte Linuxwelt. Das ist schon das Problem an deiner Argumentation. Vorallem bei Kubuntu, das immer noch nicht so rund läuft.
Ausgangsposting nochmal lesen (und nicht nur die Teile die du lesen willst)
ich misch mich auch mal ein  Tatsache ist aber, daß vor allem Ubuntu und seine Ableger gefühlt zäher reagieren als andere Distributionen. Und damit meine ich nicht nur im Vergleich zu Gentoo und Arch.
Mein Xp ist leider auch viel reaktionsfreudiger als Ubuntu. Wenn ich den Computer nur kurz einschalte um ein paar Dinge nachzusehen, Mails zu schreiben, etc wirds immer XP.
Gut, ich hab nur den Vergleich mit dem XP auf Arbeit, aber da kannst du nach dem Booten (das dauert schon deutlich länger bis zum Login als mein Linux) und Einloggen erst mal in Ruhe Kaffee machen bis der Desktop da ist und die Sanduhr sich nicht mehr dreht....
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showstopper
Anmeldungsdatum: 3. November 2007
Beiträge: 39
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Verfasst: 4. Juli 2009 17:18
Bei den Ubuntu-Distributionen kommt wahrscheinlich einfach noch hinzu, was denn alles noch im Hintergrund werkelt. Wenn man bedenkt, wie viel bei Ubuntu schon "out-of-the-box" läuft, sollte einen soetwas nicht allzu sehr wundern. Alles hat eben seinen Preis 
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Antiqua
Moderator & Supporter
Anmeldungsdatum: 30. Dezember 2008
Beiträge: 2733
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Verfasst: 4. Juli 2009 18:40
showstopper schrieb: Bei den Ubuntu-Distributionen kommt wahrscheinlich einfach noch hinzu, was denn alles noch im Hintergrund werkelt. Wenn man bedenkt, wie viel bei Ubuntu schon "out-of-the-box" läuft, sollte einen soetwas nicht allzu sehr wundern. Alles hat eben seinen Preis 
bei der Auslastung darf das eigentlich keine Rolle spielen: antiqua@aegyptine:~$ top -b -n 1 | sed -ne '/Cpu/ s/.* \([0-9]*\.[0-9]*\)%us.* \([0-9]*\.[0-9]*\)%sy.*/User: \1%, System: \2%/p'
User: 1.2%, System: 3.3%
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spiongraz
Anmeldungsdatum: 14. Juli 2008
Beiträge: 354
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Verfasst: 4. Juli 2009 19:34
showstopper schrieb: @spiongraz: Reden wir hier gerade wirklich vom selben? Ich meine nicht Themes und solchen Schnick-Schnack sondern wirklich den "Kern", der für die GUI zuständig ist. Davon, dass der Teil bei Windows austauschbar ist, habe ich wirklich noch gar nichts gehört und fände einen Link da sehr interessant. showstopper
hier zb blackbox für windows
http://bb4win.sourceforge.net/bblean/ mehr: http://shellcity.net/cgi-bin/DB_Search/db_search.cgi?setup_file=topicpage.setup.cgi&submit_search=yes&topic=A oh emerge sieht gut aus: http://sourceforge.net/project/screenshots.php?group_id=114527
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showstopper
Anmeldungsdatum: 3. November 2007
Beiträge: 39
Wohnort: /home
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Verfasst: 4. Juli 2009 20:24
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DaDa_is_Muss
Anmeldungsdatum: 10. Juni 2007
Beiträge: 273
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Verfasst: 4. Juli 2009 23:05
spiongraz schrieb: showstopper schrieb: @spiongraz: Reden wir hier gerade wirklich vom selben? Ich meine nicht Themes und solchen Schnick-Schnack sondern wirklich den "Kern", der für die GUI zuständig ist. Davon, dass der Teil bei Windows austauschbar ist, habe ich wirklich noch gar nichts gehört und fände einen Link da sehr interessant. showstopper
hier zb blackbox für windows
http://bb4win.sourceforge.net/bblean/ mehr: http://shellcity.net/cgi-bin/DB_Search/db_search.cgi?setup_file=topicpage.setup.cgi&submit_search=yes&topic=A oh emerge sieht gut aus: http://sourceforge.net/project/screenshots.php?group_id=114527
Leider steht da nix zur Architektur. Also ob die jetzt wirklich GDI/GDI+ ersetzt haben (das sollte die Entsprechung zu X11 unter Windows sein, oder?) oder einfach nur über user32.dll(?) darauf aufsetzen.
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incredion
(Threadstarter)
Anmeldungsdatum: 4. Mai 2009
Beiträge: 297
Wohnort: München
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Verfasst: 5. Juli 2009 09:41
Hallo zusammen, @DaDa_us_Muss: hast Du das System irgendwie getuned/optimiert und welche Distri/Version verwendest Du auf welcher Hardware? Ein bisschen könnte es nämlich schon auch an z.B. der Grafikkarte und dem Treiber liegen... oder bringt IPV6 wirklich so viele Verzögerungen mit sich? @showstopper: (ad1) ein gutes Argument. trifft das auch bei OS-X zu?
und (ad2): was werkelt denn alles, das wirlich performance kostet? @ChemicalBrother: laufen andere KDE Distributionen besser? Welche? OpenSuse? @Nobuddy: tnx schönen So noch
-incredion
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barristan
Anmeldungsdatum: 10. November 2007
Beiträge: 599
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Verfasst: 5. Juli 2009 11:05
Meine Vermutung ist xorg. Mittlerweile tut sich ja was bei der Entwicklung, aber Jahrelang tat sich da kaum etwas. Nur schade, dass sie nicht gesagt haben: Wir setzten komplett auf OpenGL. Jetzt basteln sie ja lieber an xrender weiter, was performancetechnisch meilenweit hinter opengl liegt auch im 2d Bereich. Compiz ist leider nicht das selbe. Es stellt ja nur die alten Fenster per opengl da, aber die Zeichnung der Fenster, Schaltflächen usw. geschieht ja trotzdem noch für die langsamen xorg interfaces. Der einzige Grund, warum man X11 nicht vor Jahren ersetzt hat, war der, dass Netscape ja nur mit X11 funktioniert hat lol. Mehr dazu kann man hier erfahren: http://www.youtube.com/watch?v=-oFxhqYn-g0 Ein anderes Problem ist der Linker, der anscheinend immernoch nicht so effizient arbeitet, deshalb starten die Programme unter Linux immer noch langsamer als unter Windows (z. B. Firefox, OO.org usw.)
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