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Titzi266
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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19. Juni 2012 08:51
Hi, ich bin vor wenigen Tagen mit meinem Fileserver auf XFS für die Datenpartition umgestiegen.
Bin auch zufrieden und erreiche im GigaBit-LAN 75MB/s schreibend und 80MB/s lesend. Nun lese ich aber einiges im Internet übr Probleme mit XFS nach Stromausfällen, da es diese Performance wohl erlangt, weil es einiges an Daten im RAM Zwischenspeichert und wohl erst bis zu 30 Sekunden später auf die Festplatte schreibt. Sind aber eigentlich alles ältere Meldungen. Wie sieht es da aktuell aus?
Ist es immer noch ein höheres Risiko von Datenverlusten oder gar einem komplett defekten Dateisystem bei XFS als bei anderen Dateisystemen? Danke
Titzi266
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stfischr
Supporter
Anmeldungsdatum: März 1, 2007
Beiträge: 15693
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19. Juni 2012 10:11
Hi. Kennst du Wikipedia? Da steht alles relevante dazu.
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aasche
Wikiteam
Anmeldungsdatum: Jan. 30, 2006
Beiträge: 9436
Wohnort: Oglarun
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19. Juni 2012 11:43
Und um das Thema Stromausfall kuemmert sich bei einem Server normalerweise eine USV.
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Titzi266
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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19. Juni 2012 12:14
Wikipedia bringt mich hier nicht weiter.
Es ist ein privater Home-Server daher steht keine USV zur Verfügung.
Es geht mir hier eher um aktuelle Erfahrungen bezüglich Stromausfällen mit XFS.
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TheDarkRose
Anmeldungsdatum: Juli 28, 2010
Beiträge: 2845
Wohnort: Oberalm
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20. Juni 2012 07:09
Es gibt auch kleine USV's für Zuhause. XFS ist deswegen so schnell, da es ziemlich viel auf caching setzt. Ergo Stromausfall -> mgl Datenverlust. Fazit: USV nötig oder Hardware-RAID mit BBU und eingebauten Cache und dabei Festplatten und Dateisystem Cache deaktivieren.
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Titzi266
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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20. Juni 2012 09:10
Schade, dann werde ich wohl doch wieder auf btrfs wechseln.
Ein Dateisystem, was nur in Verbindung mit etwas anderem (USV oder entsprechendes Hardware-Raid) Datensicherheit bietet ist meiner Meinung nach Mist. Aber vielen Dank, wieder was gelernt. 
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stfischr
Supporter
Anmeldungsdatum: März 1, 2007
Beiträge: 15693
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20. Juni 2012 10:49
Datensicherheit bietet kein Dateisystem. Bei allen besteht die Möglichkeit eines Datenverlustes wenn der Rechner abstürzt oder der Strom ausfällt. XFS hat nur besonders lange maximale Cachingzeiten, dadurch ist die Wahrscheinlichkeit und Menge der verlorenen Daten höher. Allerdings verstehe ich nicht, wie du als Alternative ein experimentelles Dateisystem verwenden kannst, das ist doch viel gefährlicher?
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Titzi266
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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20. Juni 2012 11:00
Ja, da hast du natürlich recht. Aber ich habe mit XFS so eine höhere Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes als mit anderen Dateisystemen.
BtrFS wird von SuSE und Oracle bereits im Enterprise-Bereich angeboten und sogar supportet. Daher kann es nicht mehr so experimentell sein. 
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stfischr
Supporter
Anmeldungsdatum: März 1, 2007
Beiträge: 15693
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20. Juni 2012 11:34
Und du nutzt die Suse-Version von btrfs in Ubuntu? Bedenke auch das der fsck noch nicht ausgereift ist und im Zweifelsfall das Dateisystem nicht reparieren kann. btrfsck can now repair some forms of filesystem breakage
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Titzi266
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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20. Juni 2012 12:05
Nein ich nutze die Ubuntu-Version, gehe aber nicht davon dass da große Unterschiede sind, wenn überhaupt.
Ein gewisses Risiko besteht natürlich aber ich persönlich empfinde es als sicherer als XFS.
Ich wüsste auch nicht, was unter Linux für einen Fileserver außer BtrFS oder XFS in Frage kommt, da alles andere im Netzwerk langsamer ist vom Datendurchsatz her.
Habe bis jetzt jedenfalls nichts verlgeichbares gesehen und ZFS ist mir unter Linux noch zu "wackelig"... Backups der wichtigen Daten mache natürlich täglich. 
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stfischr
Supporter
Anmeldungsdatum: März 1, 2007
Beiträge: 15693
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20. Juni 2012 12:27
Also btrfs ist doch deutlich langsamer als ext4? Und Netzwerk sollte doch hauptsächlich durch die Netzwerktechnik und das File-Protokoll beschränkt sein? PS: Ich will dich jetzt auch nicht mit aller Macht von btrfs abbringen, aber überdenke nochmal die Gründe, warum du xfs ausschließt und warum du überhaupt was anderes als das Standarddateisystem brauchst.
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Titzi266
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Nov. 11, 2008
Beiträge: 206
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20. Juni 2012 12:38
Naja ich hatte temporär ext4 und habe dort versucht ca 1,2 TB wenige große Dateien und ca 120 GB viele kleine Dateien darauf zu kopieren.
Mehr als 40 - 45 MB/s gingen da nicht durch. Mit BtrFS oder XFS erreiche ich zwischen 75 und 80MB/s Protokoll war in allen Fällen Samba. Vielleicht ist Samba mit manchen Dateisystemen schneller als mit anderen!? Grund ist ganz einfach. XFS geht allen Aussagen und Foren nach schneller kaputt bei Stromausfällen, unsicherem aushängen usw.
BtrFS hat mit sowas keine Probleme mehr. Ich bestehe auch nicht auf BtrFS (auch wenn die Feature geneial sind) aber außer XFS kenne ich kein Dateisystem mit dem ich diesen Durchsatz erreiche...
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Raptor 2101
Anmeldungsdatum: Juni 8, 2009
Beiträge: 781
Wohnort: Stuttgart, Deutschland
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20. Juni 2012 13:16
Nur mal ein Gedanke zur USV. Wenn du irgendeine Art von Raid einsetzt (außer HW-RAID mit BBU*) ist USV Pflicht. Das Filesystem (egal welches) kennt prinzipbedingt die unterlagerte RAID-Struktur nicht. Sobald mehr als eine Platte beteiligt ist, kann es Falle eines Stromausfalls dazu kommen, dass ein Teil der Platten die neue Information schon "persistiert" hat und einige andere noch nicht. In Folge dessen ist ein ganzer Stripe "gebrochen" und wird als IO Error an das OS/FS gemeldet. Das Problem dabei ist: alle mir bekannten FS tracken mit ihren Journaling nur Änderungen die sie selber auslösen. Wenn du einen Stripe von 512KB (RAID1) hast und die Änderung nur 128Kb betrifft, kannst du aus dem Journaling nur diese 128Kb "wiederherstellen". Da aber der ganze Stripe "defekt" ist sind die Restlichen Daten in diesem Stripe (aus Sicht des FS) unwiederbringlich weg. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein Stromausfall ist, ob die höher ist als die eigentliche Fehlerrate der Platten usw kann jeder selbst ergoogeln. *) Wer sich einen HW-Raid mit BBU leisten kann, kann sich auch eine USV leisten, vielleicht sogar ein redundantes Netzteil oder gleich ein ProfiStorage mit redundanten RAID-Controllern zum Schnäppchen-preis eines Mittelklassewagens... Bei aller Redundanz sollte man aber bedenken, nichts hebt die Datensicherheit so sehr wie ein aktuelles Backup  PS: ich selbst setze XFS seit drei Jahren ein. Jeder meiner XFS-Instanzen hat mehrere (selbstverursachte) GAUS überlebt. Ich kam immer wieder auf eine konsistentes FS zurück und der Datenverlusst hielt sich aufgrund der Backups in grenzen. Ich halte es für für genauso Stabil wie EXT4. In 3 Jahren hatte ich nicht einen Netz-bedingten Stromausfall. Die USV sprang nur einmal wegen eines zu großen Spannungsabfalls an... Woebi wenn ich so drüber nachdenke brauch ich mal wieder eine Austauschbatterie...
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TheDarkRose
Anmeldungsdatum: Juli 28, 2010
Beiträge: 2845
Wohnort: Oberalm
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20. Juni 2012 13:34
Computer-USV's für zuhause fangen schon ab gut 80€ für 350VA an uns sind IMHO leistbar. Muss ja nur reichen um den Rechner im Falle eines Stromausfalles gezielt runterzufahren. Ein Dataport um auszulesen in welchen Zustand sich die USV befinden, sollte zumindestens vorhanden sein.
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stfischr
Supporter
Anmeldungsdatum: März 1, 2007
Beiträge: 15693
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20. Juni 2012 14:09
Titzi266 schrieb: Mehr als 40 - 45 MB/s gingen da nicht durch. Mit BtrFS oder XFS erreiche ich zwischen 75 und 80MB/s
Das ist schon sehr Seltsam. Die Randbedingungen waren exakt gleich? Der Unterschied zwischen den Dateisystemen beim normalen Kopieren beträgt eigentlich nur wenige Prozent (meist 0,XX%). Wie auch immer, eventuell liegts an deiner speziellen Hardware.
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