Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Tagen unseren neuesten Server erstmals mit Ubuntu Server 9.10 64-bit installiert. Bisher hatten alle unsere Server grundsätzlich Debian 64-bit drauf.
Hier mal grob die Eckdaten des Systems: Intel Server-Board S5520HC, zwei Xeon W5520 3,2 GHz Quadcore plus Hyperthreading, 24 GB RAM, 8 SSD-Festplatten, Adaptec SAS-RAID-Controller mit 1,2 GHz Dualcore-CPU.
Nach der Installation des reinen Grundsystems ohne Schnickschnack fiel mir auf, dass der Ubuntu Server auf dieser Maschine massiv Arbeitsspeicher benötigt: knapp über 600 MB (ohne Cache gerechnet)! Die Prozessliste lieferte keine Erklärung zum Grund, alles zusammengerechnet kommt niemals auf 600 MB. Ich habe dann einen eigenen Kernel 2.6.31.6 (von ftp.kernel.org) gebacken, aber der RAM-Bedarf bliebt auch damit > 570 MB. Auch stundenlanges Ausmisten und Suchen im System brachte keine Erkenntnis, woher der enorme RAM-Bedarf kommt und wer oder was sich denn wohl den vielen Speicher einverleibt.
Ich habe hier noch einen zweiten Server mit praktisch identischer Hardware, wenn auch mit etwas "kleinerer" Xeon-CPU und 12 Stück 15.000 U/min SAS-Platten. Dort ist Debian Lenny 64-bit installiert und der RAM-Bedarf ist trotz dort laufendem VMware Server noch geringer.
Nun habe ich von dem besagten Server Ubuntu runtergeworfen und auch dort Debian Lenny 64-bit installiert. Und siehe da: selbst mit dem gleichen Kernel, den ich schon für den Ubuntu Server gebacken hatte, benötigt Debian auf dieser Maschine nach dem Hochfahren gerade mal etwa 115 MB RAM.
Wie kann das sein? Hat dafür jemand eine Erklärung? Wieso frisst der Ubuntu Server so abartig viel RAM und das nur für's Grundsystem?
Grüße, Mäuseturm
(vermut ich zumindest nach dem Nick mal),
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