mirondius schrieb:
Genau das habe ich gesucht! Vielen dank!
Inwiefern würde das mit den Spielen nicht funktionieren, bezüglich der virtuellen Grafikkarte?
Spiele arbeiten oft mit speziellen 3D-Effekten, die von der virtuellen Grafikkarte nicht unterstützt werden. Wenn die Gasterweiterungen im abgesicherten Modus von Windows installiert werden, gibt es zusätzlich die Option, experimentelle 3D-Unterstützung zu installieren. Letztendlich: Probier es aus, manches mag gehen, vieles (noch) nicht. "Normale" Programme gehen eigentlich immer.
Demnächst erscheint ein neues main release, VirtualBox 4.2. Evtl. verbessert sich dort die Leistung der Grafikkarte.
Nutzt dann der VM nicht die reale Grafikkarte?
Nein
Okay, da ist dann ein Zwischenschritt drinnen, nämlich der VM selbst, aber theoretisch müsste mit ausreichend Prozessor-Leistung und Grafikleistung, dieser Schritt sich minimieren? Würde sich dann nur um Mikroruckler handeln.
Wie gesagt, probier aus, was geht.
Mir wäre die Variante Linux starten und Windows simulieren besser.
Klar!
Was mir gerade einfällt:
Geht es auch ohne VM? Also zwei Betriebssysteme gleichzeitig starten? Folgendes:
Linux starten mit Grafikkarte 1 (entsprechend Bildschirm 1), Prozessor 1 (2/6 Kernen), Ram-Speicher 1(2 Gb), Festplatte 1
und
Windows starten mit Grafikkarte 2 (entsprechend Bildschirm 2), Prozessor 1 (4/6 Kernen), Ram-Speicher 2+3, Festplatte 1
Die Geschwindkeit des Systems müsste sich theoretisch bei voller Last beider Betriebsysteme halbieren, da die Datenvolumen innerhalb des Mainboards eben geteilt werden müssen.
Aber es stellt sich die Frage, wäre dies möglich? Vllt sogar mit Einstellungen der Priorität und maximalwerte der mainboardauslastung für jedes System?
Eine interessante Idee, meiner Einschätzung nach aber nicht möglich. Betriebssysteme sind nicht dafür ausgelegt, sich dieselbe Hardware zu teilen. Sobald zwei Systeme, die nichts voneinander wissen, dieselben Hardwareelemente kontrollieren wollen, kommen sie sich ins Gehege. Selbst die Virtualisierung muß explizit von der CPU unterstützt werden (was die meisten heutzutage auch tun).
Mag sein, mit qemu oder KVM oder VMWare hast Du mehr Erfolg in Spiele-Hinsicht - ich weiß es nicht. Du könntest allerdings danach googeln, wie erfolgreich Windows-Spiele in diesen Virtualisierungslösungen laufen, und danach Deine Wahl treffen.
Wenn es Dir gelingt, auch dort Dualboot-Windows zu starten, wirst Du mit der Problematik der Produktaktivierung konfrontiert, die mich in meinem Artikel einiges an Nerven und Haareausraufen gekostet hat. Die virtuelle Hardware unterscheidet sich von der physikalischen so sehr, daß Windows eine neue Produktaktivierung haben will, wenn man nicht einiges an Vorbereitung trifft (siehe Artikel), und zwar bei jedem Wechsel vom virtuellen in den physikalischen Betrieb und umgekehrt. Die anderen Virtualisierungslösungen werden auch ihre Möglichkeiten der Anpassung bieten, diese müßtest Du allerdings selbst erforschen. Wenn es Dir gelingt, wäre das noch einen Artikel wert!
Sollte qemu/KVM/VMWare für Spiele gut genug sein, gäbe es noch die Lösung, Windows nur noch in dieser VM laufen zu lassen und auf den Dualboot-Start zu verzichten; so brauchst Du nur einmal neu zu aktivieren. Damit wäre Windows aber nicht wirklich mehr als eine gewöhnliche VM.
Um welche Windows-Version handelt es sich? XP läßt sich noch leicht überlisten, Win7 ist schon mühsamer.