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ElPolloDelDiablo
Anmeldungsdatum: Dez. 22, 2005
Beiträge: 25
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18. April 2012 09:02
Cermit schrieb: Vielleicht ein etwas unorthodoxer Vorschlag, aber ich bring ihn trotzdem mal:
Warum sucht sich nicht jeder, der Zeit und Lust hat, eine Schule in seiner Umgebung und macht das Angebot dort etwas in Sachen Linux anzubieten (von einem kleinen Infoabend über eine monatlich/wöchentlich stattfindende AG bis zur Systembetreuung (ja nach Zeit und Möglichkeiten) ist alles möglich. Mehr als Nein sagen kann die Schule ja nicht, in vielen Fällen ist externe Hilfe aber gern gesehen und wird auch dankend angenommen. Ich selbst bin Lehrer (und "nebenbei" Sys-Admin bei uns an der Schule) und freue mich immer über kompetente Hilfe von außen. Als ich damals angefangen habe, hatte ich Unterstützung von einem Vater, der mit mir eine kleine Samba-Umgebung aufgezogen hat. Das hatte meinen damaligen Kenntnisstand bei weitem übertroffen, mittlerweile würde ich das aber selbst hinbekommen (auch wenn die Benutzerverwaltung wieder über Windows läuft, das ist aber eine andere Geschichte ). Es fehlt oft an Know-How oder ein externer Anbieter verwaltet die ganze IT. Hier ist man natürlich eher aufgeschmissen, da die ihr Konzept haben und das in der Regel nicht auf Linux setzt und sie dafür gerade stehen müssen, wenn etwas nicht läuft. Viele Schulen machen das aber noch alleine und können Hilfe immer gebrauchen. Also einfach mal anfragen! Gruß Cermit
Dieser Vorschlag wird immer wieder hervorgeholt und hat echt einen Bart. Ich glaube, als ich seinerzeit mit Debian Woody angefangen habe, hatte er schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Die Manpower existiert einfach nicht dafür. Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen. Wollen sie wirklich, dass die Schüler konzeptionell arbeiten können, dass sie von kommerzieller Software unabhängig sind und sich später breitflächig, nicht nur mit MS-Software, betätigen können - oder sind das nur die Lehrer? Schulen an sich sind, meiner Erfahrung nach (arbeite an einer Uni und habe keine Kinder, hatte nur wenige Berührungspunkte) vor allem Verwaltungsgesellschaften, und wie jede scheuen sie Veränderungen ihres Ablaufs. Dass die Schüler hinterher nützliche Fähigkeiten haben ist eher zweitrangig; man arbeitet einen Katalog ab, was sie kennen müssen (der so genannte "Lehrplan"), und der stammt in seinen größten Zügen aus Zeiten vor vernetzten Computern. Änderungen wurden von Laien eingeführt, daher auch nicht zwingend darauf ausgelegt, zielführend für die Zukunft der Kinder zu sein. Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden, auch wenn es für viele Schmerzhaft ist. Weg von schnöder Verwaltung und Rotstift hin zum wesentlichen Ziel, der Ausbildung von Kindern. Die Kinder sollen für die Zukunft gerüstet werden, nicht einfach möglichst schnell und mit standardisierten Abschlüssen die Schule verlassen; und wenn dieser Gedanke sich durchsetzen würde, wären Alternativen zu Windows, Office und Java oder Delphi die direkte Konsequenz. Die Linux-User sind so wenig in Zugzwang wie ihr Ziel ist, Linux auf jedem Computer zu installieren. 
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MichaelaK
Anmeldungsdatum: Mai 25, 2011
Beiträge: 610
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18. April 2012 09:59
Cermit schrieb: Vielleicht ein etwas unorthodoxer Vorschlag, aber ich bring ihn trotzdem mal:
Warum sucht sich nicht jeder, der Zeit und Lust hat, eine Schule in seiner Umgebung und macht das Angebot dort etwas in Sachen Linux anzubieten (von einem kleinen Infoabend über eine monatlich/wöchentlich stattfindende AG bis zur Systembetreuung (ja nach Zeit und Möglichkeiten) ist alles möglich. Mehr als Nein sagen kann die Schule ja nicht, in vielen Fällen ist externe Hilfe aber gern gesehen und wird auch dankend angenommen.
Ich finde den Vorschlag gut! Lustig finde ich allerdings, was möglicherweise passieren wird: Es wird behauptet werden, man dürfe keinen Einfluss von Unternehmen / Interessengruppen / Werbung für ein bestimmtes Betriebssystem zulassen! Weil die einfach nicht kapieren können, dass Linux kein Unternehmen ist ... Tatsächlich besteht die Gefahr, dass ein Apple/Microsoft-Vertriebler oder Fanboi dann meint, man müsse dann auch Vertrieblern/Fanbois dieser Unternehmen soweit den Zutritt gestatten. Das wäre völliger Humbug, weil mit Linux eben keine wirtschaftlichen Interessen, sondern die Freiheit Einzug hält .... ElPolloDelDiablo schrieb: Die Linux-User sind so wenig in Zugzwang wie ihr Ziel ist, Linux auf jedem Computer zu installieren. 
Dennoch ist der status quo unbefriedigend und den gilt es zu ändern.
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Newubunti
Anmeldungsdatum: Feb. 16, 2008
Beiträge: 3783
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18. April 2012 10:43
ElPolloDelDiablo schrieb: Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen.
Diese Sichtweise ist solange legitim, solange die Linux-Anwender nicht fordern, dass in den Schulen mehr Linux unterrichtet werden müsste. Es ist aber eben auch so - und diese Vorgehensweise hat eben so ein Bart - dass Linux für die Schule aus den Linux-Kreisen gefordert wird und das Scheitern allen möglichen Leuten in die Schuhe geschoben wird, nur keinem Linux-Verantwortlichen. Haben wir doch in diesem Thread schon alles gehabt: Der Schuleiter will nicht oder ist bestochen Der Schulträger will nicht oder ist bestochen Der Admin will nicht oder weigert sich Microsoft und Apple sind im Zweifel sowieso Schuld, weil die alle und jeden bestechen oder sonst wie beeinflussen.
All das sollen die Hauptgründe sein. Während "Linux" angeblich schon alles für die Schulen bieten würde, was diese brauchen.
Die Manpower existiert einfach nicht dafür.
Es ist objektiv betrachtet aber egal ob die Manpower dafür existiert oder nicht. Die Verantwortung, dass Leute über ein Produkt aufgeklärt sind und es sich verbreitet obliegt für mich bei dem Ersteller des Produktes. Kann der Ersteller des Produktes diese Aufklärungsarbeit nicht leisten, dann ist da grundsätzlich nichts dagegen zu sagen. Nur ist das dann eben auch nicht die Schuld der anderen, dass sie das Produkt nicht kennen bzw. nicht damit umzugehen wissen. In aller Regel ist es eben so, dass Schulen chronisch unterfinanziert sind und eben auch nicht die Manpower haben und/oder einfach schaffen können. Daher ist es utopisch insofern zu fordern, dass sich die Schulen oder Schulträger nur irgendwie entscheiden müssten. Tatsache ist, dass die Schulen aus Geldmangel gar nicht in der Lage sind - zumindest ganz häufig - frei zu entscheiden.
Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden,
Ich möchte Dir da ja nicht grundsätzlich widersprechen - nicht nur wegen Linux in der Schule -, aber wie lang ist den bitte der Bart dieser Forderung? Und die Moral von der Geschichte: Bartlängen sagen nichts über die Wertigkeit von Argument aus.  Gruß,
Martin
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MichaelaK
Anmeldungsdatum: Mai 25, 2011
Beiträge: 610
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18. April 2012 11:16
Newubunti schrieb:
Beeinflussen? Tatsächlich gibt es bei Apple/Microsoft ganz selbstverständlich hochspezialisierte Abteilungen und jährlich jeweils einen Mehrmillionen-Budget um genau das Letztere andauernd zu tun.
Direktes, offenes Bestechen ...? Nein, das läuft heute gezwungenermaßen subtiler. So wenig man die Augen vor Besonderheiten und Unzulänglichkeiten von GNU/Linux verschließen sollte, so wenig sollte man so tun, als bliebe das ausgefeilte, höchstprofessionelle Multimillionendollardauermarketing der Proprietären wirkungslos. Wenn das so wäre, würde es nicht mit diesem Aufwand betrieben. Da würden die Aktionäre stänkern. Auch ein perfekt laufendes Linux hat nicht den Glanz, den ein Apple/Microsoft-System hat: Es fehlt an den zusätzlichem Hochglanz-/"Du-bist-jetzt-wer"-/"Where-do-you-wanna-go-today"-/Intelligenz-/Lifestyle-/Überlegenheits-/Topmodel-/Sexy-Flair, das Werbung und teures Dauermarketing vermitteln kann. Wieviele hübsche Mädchen können besser singen, sehen besser aus - und verdienen dennoch weniger damit als Britney Spears? Hochintensives, intelligentes Marketing hätte beinahe alle deutschen Polizisten (die nach Presseberichten unter Fitnessmängeln leiden) zu sehr teuren Rollstuhlfahrern gemacht. Ich sag nur: Segway, wo im Übrigen anfangs auch der Marketingkünstler Steve Jobs seine Hände im Spiel hatte, bis er merkte, dass man doch nicht alles per Marketing hinkriegen kann. http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Segway_Polizei_3.jpg Soviel zur Macht von intelligentem und teurem Dauermarketing. Und der Linuxer selbst ist aber auch schnell mal überkritisch gegenüber Linux, weil er sich hauptsächlich auf die Probleme konzentriert und nicht auf das, was der Nutzer tut: Nutzen. "Always change a running system.", hinterlässt Spuren im Bewusstsein.
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Newubunti
Anmeldungsdatum: Feb. 16, 2008
Beiträge: 3783
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18. April 2012 13:35
MichaelaK schrieb: , so wenig sollte man so tun, als bliebe das ausgefeilte, höchstprofessionelle Multimillionendollardauermarketing der Proprietären wirkungslos.
Dann hast Du mich aber missverstanden, denn das habe ich gar nicht behauptet. Das was Du da sagst war im Prinzip auch die Ausgangslage hier im Thread: Apple "bemüht" sich darum, in den Schulen Fuß zu fassen, was macht dagegen Linux? Meine Aussage ist ja nur, dass "Linux" dem nichts entgegensetzt. Und dass "Linux" dem nichts entgegensetzt, ist doch nicht die Schuld von - in diesem Beispiel - Aplle. Da muss sich "Linux" selbst an die Nasse fassen, wenn man denn diesen Umstand beklagt. Du kannst Dich doch in der hiesigen Gesellschaft nicht über Marketing beklagen, schon gar nicht vor dem Hintergrund, dass die Schulen zu schlecht ausgestattet sind, um sich Marketing-Aktionen gänzlich entziehen zu können. Bei "Linux" ist man eben der Meinung - zumindest weit verbreitet - oder vielleicht ist es auch Konzept, kein Marketing betreiben zu müssen/wollen. Das ist ja auch ok. Aber dann darf man sich doch nicht darüber beschweren, dass andere das mit Ihrem System anders machen, und Marketing - auch in subtiler Weise - für Ihre Zwecke nutzen. Es ist nun mal in unserer Gesellschaft so, dass man nicht nur ein gutes Produkt braucht, sondern dieses auch aktiv zum Kunden bringen muss. Unternimmt man diesbezüglich keine Anstrengungen, weil man es nicht will oder kann, dann ist es aus meiner Sicht falsch, die Schuld für Nichtbeachtung bei den anderen zu suchen. Dann bleibt eben nur die Hoffnung darauf, dass das Produkt vom Kunden eigenständig gefunden wird. Das muss ja nicht unmöglich sein, geht aber dann eben im Zweifel nicht so schnell. Was soll denn die Alternative sein? Marketing verbieten? Entscheider zwingen bzw. austauschen, um zu den "richtigen" Entscheidungen zu kommen? Also Verbreitung von freier Software durch Einschränkung von Freiheit und Zwang? Ne, dann lieber freie Software sich frei verbreiten lassen und geduldig abwarten, bis sie sich entsprechend verbreitet. Gruß,
Martin
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Renate55
Anmeldungsdatum: Jan. 13, 2009
Beiträge: 624
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18. April 2012 14:58
Newubunti schrieb:
Du kannst Dich doch in der hiesigen Gesellschaft nicht über Marketing beklagen, schon gar nicht vor dem Hintergrund, dass die Schulen zu schlecht ausgestattet sind, um sich Marketing-Aktionen gänzlich entziehen zu können.
Die Werbefuzzis belagern schon bald den gesamten öffentlichen Raum und suggerieren ein Kaufmich. Daß die Schulen schlecht ausgestattet sind, auch darüber kann man sehr wohl klagen oder sich darüber beschweren. Muß die schöne heile Reklamewelt jetzt auch in Schulen zur Hauptsache werden, (wenn sie es nicht schon ist... Markenklamotten, Prestige durch das teure Handy und nicht durch Lernen) Bei "Linux" ist man eben der Meinung - zumindest weit verbreitet - oder vielleicht ist es auch Konzept, kein Marketing betreiben zu müssen/wollen. Das ist ja auch ok.
Diese Meinung hat etwas für sich. Ein Stück werbefreier Raum ist auch ein Stück Freiheit. Aber dann darf man sich doch nicht darüber beschweren, dass andere das mit Ihrem System anders machen, und Marketing - auch in subtiler Weise - für Ihre Zwecke nutzen.
Über die Zwänge der Konsum-Marketing-Gesellschaft darf man sich beschweren. Es ist nun mal in unserer Gesellschaft so, dass man nicht nur ein gutes Produkt braucht, sondern dieses auch aktiv zum Kunden bringen muss.
Das stimmt allerdings. Unternimmt man diesbezüglich keine Anstrengungen, weil man es nicht will oder kann, dann ist es aus meiner Sicht falsch, die Schuld für Nichtbeachtung bei den anderen zu suchen.
jein. Es hängt auch mit den Regeln zusammen, die in unserer Gesellschaft ein ungeschriebenes Gesetz sind. Diese Regeln kann man kaum aushebeln, aber es muß möglich sein diese Regeln zu kritisieren.
Was soll denn die Alternative sein? Marketing verbieten? Entscheider zwingen bzw. austauschen, um zu den "richtigen" Entscheidungen zu kommen? Also Verbreitung von freier Software durch Einschränkung von Freiheit und Zwang?
Das wäre keine gute Lösung. Auch gute Argumente sind allerdings gegen die Tricks von Werbestrategen einigermaßen wirkungslos. Ne, dann lieber freie Software sich frei verbreiten lassen und geduldig abwarten, bis sie sich entsprechend verbreitet.
Das ist auf jeden Fall besser als Freiheit propagieren und die freie Software dann herbefehlen wollen.
Für die Einbeziehung von Opensource in den Unterricht braucht es auch Lehrer, die sich mit freier Software gut auskennen.
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dirkolus
Anmeldungsdatum: Mai 17, 2011
Beiträge: 727
Wohnort: dahoam
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18. April 2012 15:02
C.R.I.Z schrieb: Ich würde gerne Linux in der Schule einsetzen, aber es sind so viele Software Probleme noch nicht gelöst.
Nachdem ich dieser Diskussion etwas gefolgt war, hab ich folgendes (staatlich gefördertes) Projekt gefunden, was für alle Lehrer vielleicht ein guter Einstieg in das Thema 'Linux an der Schule' sein müsste: Die Musterlösung (bzw. der Link zum Projekt paedML Linux: http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/) Dirk
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ElPolloDelDiablo
Anmeldungsdatum: Dez. 22, 2005
Beiträge: 25
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18. April 2012 15:44
Newubunti schrieb: ElPolloDelDiablo schrieb: Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen.
Diese Sichtweise ist solange legitim, solange die Linux-Anwender nicht fordern, dass in den Schulen mehr Linux unterrichtet werden müsste.
Sekunde, Sekunde, Sekunde - diese "Fordernden" muss man erst einmal in zwei Lager teilen. Einmal die Fanboys, die man gerne ignorieren kann. Und dann die Rationalisten, die eben für die Kinder den Umgang mit Alternativen zu Windows und Mac OS fordern, die allgemein wollen, dass die Kinder in der Lage sind, nach ihrem Abschluss Bedienungsansätze so zu abstrahieren, dass sie auch mit anderen Geräten fertig werden - also Leute, denen es vor allem darum geht, dass die Kinder besser ausgebildet werden. Dass durch Open Source eine schier endlose und zumeist kostenlose Quelle zu diesen Alternativen gibt und darum so auf Linux gepocht wird, ist einfach nur ein Argument dieser Gruppe, nicht der Selbstzweck. Zudem wünscht sich wohl keiner eine Abhängigkeit der öffentlichen Institutionen durch einen einzelnen Anbieter. Auch hier bietet Open Source einfach eine einfache Grundlage, diesen Zweck zu erreichen. Newubunti schrieb: Es ist aber eben auch so - und diese Vorgehensweise hat eben so ein Bart - dass Linux für die Schule aus den Linux-Kreisen gefordert wird und das Scheitern allen möglichen Leuten in die Schuhe geschoben wird, nur keinem Linux-Verantwortlichen. Haben wir doch in diesem Thread schon alles gehabt: Der Schuleiter will nicht oder ist bestochen Der Schulträger will nicht oder ist bestochen Der Admin will nicht oder weigert sich Microsoft und Apple sind im Zweifel sowieso Schuld, weil die alle und jeden bestechen oder sonst wie beeinflussen.
All das sollen die Hauptgründe sein. Während "Linux" angeblich schon alles für die Schulen bieten würde, was diese brauchen.
Was ja auch der Fall ist, oder zumindest letzteres; Linux und GNU bieten einem alles, was man sich nur wünschen kann. Ich meine, hey, ich nutze nur Linux-Systeme für meinen Produktiveinsatz, auch wenn ich mal Vorlesungen, Übungen oder Vorträge halten muss. Alles, was mir in der Schule über Computer beigebracht wurde, bedingte nicht dieses Windows NT-System. Tatsächlich hat es für einige Blamagen der Lehrkräfte gesorgt, aber das ist ein anderes Thema. Aber das ist auch nicht wirklich kritisch. Newubunti schrieb: Die Manpower existiert einfach nicht dafür.
Es ist objektiv betrachtet aber egal ob die Manpower dafür existiert oder nicht. Die Verantwortung, dass Leute über ein Produkt aufgeklärt sind und es sich verbreitet obliegt für mich bei dem Ersteller des Produktes. Kann der Ersteller des Produktes diese Aufklärungsarbeit nicht leisten, dann ist da grundsätzlich nichts dagegen zu sagen. Nur ist das dann eben auch nicht die Schuld der anderen, dass sie das Produkt nicht kennen bzw. nicht damit umzugehen wissen.
Die meisten Linux-User sind nicht die Anbieter des Produktes, und selbst die Entwickler nur zu einem kleinen Teil. Wir sind hier keine Verkäufer, sondern einfach nur die, die sagen: "hey, unsere nette kleine Tool-Sammlung bietet eigentlich alles, was man sich nur für die Ausbildung der Kleinen am PC wünschen kann. Und ohne Verträge oder ähnlichen Schmarrn wärt Ihr auch nicht an irgend etwas gebunden, sondern voll flexibel - wollt Ihr Euch das nicht einmal auch angucken?" - Mehr nicht.  Newubunti schrieb: In aller Regel ist es eben so, dass Schulen chronisch unterfinanziert sind und eben auch nicht die Manpower haben und/oder einfach schaffen können. Daher ist es utopisch insofern zu fordern, dass sich die Schulen oder Schulträger nur irgendwie entscheiden müssten. Tatsache ist, dass die Schulen aus Geldmangel gar nicht in der Lage sind - zumindest ganz häufig - frei zu entscheiden.
Jupp, das ist wahr, Schulen haben zu wenig Geld. Und in jeder Runde kommt eine praktische Kürzung zustande. Nirgends ist es so präsent wie hier in Schleswig Holstein. Politisch bin ich eben auch dafür, die Ausgaben für die Schulen zu erhöhen, auch wenn ich keine Kinder habe, dass ich davon direkt profitieren würde; aber ich glaube, das führt vom Ziel ab. Unabhängig davon ist es Aufgabe der Schule, ihre Schüler bestmöglich auf die zukünftigen Aufgaben vorzubereiten, oder sollte es zumindest sein. Und die Anmerkung aus der IT und verwandten Bereichen, dass die Kinder ein großes Spektrum an unterschiedlicher Software zumindest grob kennen sollten, damit sie später als Arbeiter flexibel sind, ist in diesem Zusammenhang nicht mehr als die notwendige Info an die Schulen, worauf sie achten sollten. Und die der Linux-Gemeinschaft, dass sich hier die Möglichkeiten kostengünstig bieten, sind eben die praktische Zusatz-Info. Dass es nicht bequem ist und den Lehrern alles auf dem Silbertablet serviert wird, ist allen klar.
Newubunti schrieb: Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden,
Ich möchte Dir da ja nicht grundsätzlich widersprechen - nicht nur wegen Linux in der Schule -, aber wie lang ist den bitte der Bart dieser Forderung?
Ich weiß es nicht, aber es hat sich auch wenig getan - beziehungsweise dank gewisser Ratings in die falsche Richtung. Darum muss sie wohl einen noch deutlich längeren Bart kriegen. 
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Cermit
Anmeldungsdatum: Okt. 24, 2006
Beiträge: 342
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18. April 2012 20:07
@ElPolloDelDiablo Als ich heute morgen dein Posting auf meinen Vorschlag gelesen habe, habe ich mich erstmal zusammengerissen um nicht sofort zu antworten, da ich mich wahrscheinlich sonst im Wort vergriffen hätte. Dein Beitrag ist inhaltlich und von der Ausdrucksweise so negativ besetzt (zumindest kam es bei mir so rüber), dass ich mich frage, warum du dich überhaupt in diesem Thread äußerst? Ich lese aus deinen Beiträgen, dass "die Schule" für die gute Ausbildung zu sorgen hat, was auch den Umgang mit dem PC, auch gerne als Medienkompetenz genannt, beinhaltet. Für mich besteht die Schule nicht nur aus Schülern und Lehrern sondern auch zu einem sehr großen Anteil aus Eltern und deren Mitarbeit. Warum ist es dann nicht legitim den Vorschlag zu machen, die Eltern oder interessierte Mitmenschen mit ins Boot zu holen um die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen?
Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen.
Du verwechselst die Schule mit einem Unternehmen, wo Gelder zur Verfügung stehen, um Mitarbeiter ausreichend fortzubilden. Die Lage in den Kommunen und in den Ländern ist aber so, dass viele mit einem Nothaushalt wirtschaften müssen und einfach kein Geld da ist. Da kann man jetzt wieder meckern und sagen, dass das ja aber eigentlich nicht unsere Schuld ist und "die Kommune/das Land" da eben Fehler gemacht hat und das gefälligst korrigieren soll, aber es ist nun mal so und das ist Fakt und auf längere Sicht nicht zu ändern. Sollen wir dann lieber alle 10 € spenden oder das Schulgeld wieder einführen?
Schulen an sich sind, meiner Erfahrung nach (arbeite an einer Uni und habe keine Kinder, hatte nur wenige Berührungspunkte) vor allem Verwaltungsgesellschaften, und wie jede scheuen sie Veränderungen ihres Ablaufs. Dass die Schüler hinterher nützliche Fähigkeiten haben ist eher zweitrangig; man arbeitet einen Katalog ab, was sie kennen müssen (der so genannte "Lehrplan"), und der stammt in seinen größten Zügen aus Zeiten vor vernetzten Computern. Änderungen wurden von Laien eingeführt, daher auch nicht zwingend darauf ausgelegt, zielführend für die Zukunft der Kinder zu sein.
Das unterschreibe ich in großen Teilen, ist bei großen Unternehmen aber auch nicht anders. Je größer der Apparat, desto starrer das System. Aber auch hier bringst du keinen Gegenvorschlag bzw. legst nicht dar, was an meinem Vorschlag in dieser Hinsicht schlecht sein soll? Wenn ich eine Veränderung im System haben will, wäre es doch gerade notwendig diese Veränderung mit anzustoßen!
Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden, auch wenn es für viele Schmerzhaft ist. Weg von schnöder Verwaltung und Rotstift hin zum wesentlichen Ziel, der Ausbildung von Kindern. Die Kinder sollen für die Zukunft gerüstet werden, nicht einfach möglichst schnell und mit standardisierten Abschlüssen die Schule verlassen; und wenn dieser Gedanke sich durchsetzen würde, wären Alternativen zu Windows, Office und Java oder Delphi die direkte Konsequenz.
Auch hier gebe ich dir im Kern der Sache Recht. Was ist dein Beitrag dazu? Oder kritisierst du nur? Wenn ich deinen Beitrag so lese ist er gerade ein Argument dafür etwas zu tun, auch wenn es nur im Kleinen anfängt. Ich vermisse bei dir die konkreten Vorschläge etwas an der Situation zu verbessern!
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Linuxkumpel
Ikhayateam
Anmeldungsdatum: Juli 15, 2011
Beiträge: 621
Wohnort: Strausberg
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18. April 2012 20:40
Alles schön und gut! Lösung relativ einfach, wieviel Linuxuser gibt es auf der Welt und wer beherrscht den Markt. Für 1 - 2 % Linuxuser weltweit besteht kein Markt und kein Bedarf und keine Ausbildung an sich. Mark S. und andere geben sich zwar Mühe, aber der Erfolg tritt erst viel später ein, dann, wenn es keine Lizenzgebühren mehr gibt. Aber daran glaube ich angesichts der gegenwärtigen Diskussion zum Urheberrecht und den Patentklagen nicht.
Bleibe bei meinem Vorschlag, nur ein "linuxbesessener" Lehrer, der Schüler begeistern kann und eine Arbeitsgemeinschaft werden das Problem partiell und lokal lösen. Beispiele gibt es und 5 Jahre Support für 12.04 bilden eine Basis.
In München ist das LIMUX-Projekt auch noch nicht vollends umgesetzt. Wenn es aber rund läuft, dann werden auch Türen für andere Bereiche geöffnet.
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ElPolloDelDiablo
Anmeldungsdatum: Dez. 22, 2005
Beiträge: 25
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19. April 2012 07:07
Cermit schrieb: @ElPolloDelDiablo Als ich heute morgen dein Posting auf meinen Vorschlag gelesen habe, habe ich mich erstmal zusammengerissen um nicht sofort zu antworten, da ich mich wahrscheinlich sonst im Wort vergriffen hätte. Dein Beitrag ist inhaltlich und von der Ausdrucksweise so negativ besetzt (zumindest kam es bei mir so rüber), dass ich mich frage, warum du dich überhaupt in diesem Thread äußerst?
Oh, tut mir Leid, wenn Du keine gegenteiligen Meinungen hören willst. Das hatte ich anders verstanden.  Cermit schrieb: Ich lese aus deinen Beiträgen, dass "die Schule" für die gute Ausbildung zu sorgen hat, was auch den Umgang mit dem PC, auch gerne als Medienkompetenz genannt, beinhaltet. Für mich besteht die Schule nicht nur aus Schülern und Lehrern sondern auch zu einem sehr großen Anteil aus Eltern und deren Mitarbeit. Warum ist es dann nicht legitim den Vorschlag zu machen, die Eltern oder interessierte Mitmenschen mit ins Boot zu holen um die vorhandenen Möglichkeiten auszuschöpfen?
Weil es nicht zielführend ist. Du kannst Menschen nicht zu so einer Mitarbeit zwingen. Darum ist es falsch, auf Mitarbeit von Dritten zu setzen. Wenn wir Besserungen für die Situation von Kindern wollen, müssen wir vor allem eines machen, eine umsetzbare Idee haben. Sämtlichen umsetzbaren Pläne bedeuten mehr Geld (da Schulen chronisch unterfinanziert sind). Also ist mein Vorschlag, die Menschen zu sensibilisieren, lieber mehr Steuern zu zahlen. Darüber, wie das Geld nun sinnvoll investiert wird, kann man hinterher diskutieren; allerdings sehe ich persönlich vor allem in der Ausbildung von Lehrkräften (und eine Erhöhung der Anzahl) als den ersten Punkt an. Wenn es darum geht, möglichst kostengünstig beim Material zu sein und trotzdem große Flexibilität zu haben - dann ist Open Source die Antwort. Also zurück zu der Ausbildung der Lehrer: hier müssen einfach Weiterbildungskurse für Linux und Co. her. Und die verpflichtend für Informatik-Lehrer. Cermit schrieb: Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen.
Du verwechselst die Schule mit einem Unternehmen, wo Gelder zur Verfügung stehen, um Mitarbeiter ausreichend fortzubilden. Die Lage in den Kommunen und in den Ländern ist aber so, dass viele mit einem Nothaushalt wirtschaften müssen und einfach kein Geld da ist. Da kann man jetzt wieder meckern und sagen, dass das ja aber eigentlich nicht unsere Schuld ist und "die Kommune/das Land" da eben Fehler gemacht hat und das gefälligst korrigieren soll, aber es ist nun mal so und das ist Fakt und auf längere Sicht nicht zu ändern. Sollen wir dann lieber alle 10 € spenden oder das Schulgeld wieder einführen?
Wer behauptet, das sei nicht unsere Schuld? Wir bewegen die Politik zu wenig in die Richtung, mehr in Schulen zu investieren. Schule muss frei sein (was für eine doppelte Bedeutung hier! ), sie muss sich aus Steuergeldern finanzieren.
Schulen an sich sind, meiner Erfahrung nach (arbeite an einer Uni und habe keine Kinder, hatte nur wenige Berührungspunkte) vor allem Verwaltungsgesellschaften, und wie jede scheuen sie Veränderungen ihres Ablaufs. Dass die Schüler hinterher nützliche Fähigkeiten haben ist eher zweitrangig; man arbeitet einen Katalog ab, was sie kennen müssen (der so genannte "Lehrplan"), und der stammt in seinen größten Zügen aus Zeiten vor vernetzten Computern. Änderungen wurden von Laien eingeführt, daher auch nicht zwingend darauf ausgelegt, zielführend für die Zukunft der Kinder zu sein.
Das unterschreibe ich in großen Teilen, ist bei großen Unternehmen aber auch nicht anders. Je größer der Apparat, desto starrer das System. Aber auch hier bringst du keinen Gegenvorschlag bzw. legst nicht dar, was an meinem Vorschlag in dieser Hinsicht schlecht sein soll? Wenn ich eine Veränderung im System haben will, wäre es doch gerade notwendig diese Veränderung mit anzustoßen!
Du läuft damit einein idealistischen aber nicht gangbaren Weg. Selbst wenn es klappen würde - also Eltern oder so zu mobilisieren, dass sie ihre Freizeit unentgeldlich opfern, um ein paar Kurse anzubieten - hättest Du nur eine neue Fragmentierung geschaffen. In Aachen lernen die Kinder Gentoo, weil der einzig freiwillige Vater Gentoo benutzt. In München ist es Debian, in Frankfurt SUSE, in Hamburg Ubuntu. Und anstelle, dass sich die zukünftigen Studenten wundern, dass eine Exe nicht unter dem Linux-System in der Uni läuft, wundern sie sich über die unterschiedlichen Pakete. Nein, das erste Ziel muss einfach die Vielfalt der Software sein, die den Kindern beigebracht wird, und das geht auf keinen Fall auf dieser freiwilligen Basis.
Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden, auch wenn es für viele Schmerzhaft ist. Weg von schnöder Verwaltung und Rotstift hin zum wesentlichen Ziel, der Ausbildung von Kindern. Die Kinder sollen für die Zukunft gerüstet werden, nicht einfach möglichst schnell und mit standardisierten Abschlüssen die Schule verlassen; und wenn dieser Gedanke sich durchsetzen würde, wären Alternativen zu Windows, Office und Java oder Delphi die direkte Konsequenz.
Auch hier gebe ich dir im Kern der Sache Recht. Was ist dein Beitrag dazu? Oder kritisierst du nur? Wenn ich deinen Beitrag so lese ist er gerade ein Argument dafür etwas zu tun, auch wenn es nur im Kleinen anfängt. Ich vermisse bei dir die konkreten Vorschläge etwas an der Situation zu verbessern!
Entschuldige bitte meinen Realismus. Ich denke, mein bisher eher leiser Vorschlag ist jetzt deutlicher sichtbar: wir müssen akzeptieren, dass ohne Geld sich nichts bewegt. Also bereit sein, mehr Steuern zu zahlen. Persönlich bin ich es. 
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MichaelaK
Anmeldungsdatum: Mai 25, 2011
Beiträge: 610
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19. April 2012 08:04
dirkolus schrieb: C.R.I.Z schrieb: Ich würde gerne Linux in der Schule einsetzen, aber es sind so viele Software Probleme noch nicht gelöst.
Nachdem ich dieser Diskussion etwas gefolgt war, hab ich folgendes (staatlich gefördertes) Projekt gefunden, was für alle Lehrer vielleicht ein guter Einstieg in das Thema 'Linux an der Schule' sein müsste: Die Musterlösung (bzw. der Link zum Projekt paedML Linux: http://lehrerfortbildung-bw.de/netz/muster/linux/) Dirk
Mmmmm .... das kostet ja alles ne Stange Geld. Dort wird man ja als "Kunde" bezeichnet ...
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Renate55
Anmeldungsdatum: Jan. 13, 2009
Beiträge: 624
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19. April 2012 08:15
ElPolloDelDiablo schrieb:
Entschuldige bitte meinen Realismus. Ich denke, mein bisher eher leiser Vorschlag ist jetzt deutlicher sichtbar: wir müssen akzeptieren, dass ohne Geld sich nichts bewegt. Also bereit sein, mehr Steuern zu zahlen. Persönlich bin ich es. 
Und woher willst Du wissen, wohin die Steuergelder fließen? Das Militär, die Polizei, Gerichte, Straßen und auch Kindergärten, alles kostet Geld. Und wie willst Du die Bereitschaft der Bürger, mehr Steuern zu zahlen überhaupt beeinflussen? Wer zahlt was, was ist gerecht? Zu meinen, die Leute zahlen freiwillig mehr Steuern und dann ist genug Geld da, da ist alles andere als realistisch.
Das Schulgeld würde Niedriglohner und Hartz IVler überfordern. Keiner zahlt freiwillig für andere mit. Dann werden die Kinder von Eltern mit weniger Geld nochmal mehr gemobbt. Da ist jetzt schon ein Druck mit teuren Schulausflügen und den Prestigeobjekten wie Handy, Smartphone... wer den Mac hat ist was Besseres... Teilweise gut ausgestattete Privat-Eliteschulen und die öffentliche Schule für "das gemeine Volk". Opensource Produkte an und für sich kosten allerdings kein Geld. Fortbildungen für Lehrer und die Anschaffung neuer Hardware schon. Warum sich eine Schule zwingend auf Office Word festlegen muß und Openoffice ausblendet, das hat nichts mehr mit Geld zu tun. Ein Lehrer, der das unterrichtet muß mit Openoffice für den ersten Tag nicht die Superroutine erreichen. Solange die Benotung gerecht bleibt. Da denke ich muß was möglich sein, was eher billiger käme.
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ElPolloDelDiablo
Anmeldungsdatum: Dez. 22, 2005
Beiträge: 25
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19. April 2012 08:23
yollywau schrieb: ElPolloDelDiablo schrieb:
Entschuldige bitte meinen Realismus. Ich denke, mein bisher eher leiser Vorschlag ist jetzt deutlicher sichtbar: wir müssen akzeptieren, dass ohne Geld sich nichts bewegt. Also bereit sein, mehr Steuern zu zahlen. Persönlich bin ich es. 
Und woher willst Du wissen, wohin die Steuergelder fließen? Das Militär, die Polizei, Gerichte, Straßen und auch Kindergärten, alles kostet Geld. Und wie willst Du die Bereitschaft der Bürger, mehr Steuern zu zahlen überhaupt beeinflussen? Wer zahlt was, was ist gerecht? Zu meinen, die Leute zahlen freiwillig mehr Steuern und dann ist genug Geld da, da ist alles andere als realistisch.
Ok, muss ich mich wirklich weiter präzisieren, dass ich zweckgebundene Steuerabgaben meine? Also das Budget für Schulen (und auch Kindergärten) soll erhöht werden. Dass das jemand bezahlen muss ist klar. Dass Schulen sich aus öffentlicher Hand finanzieren ist essentiell. Also müssen wir mehr Steuern zahlen. Nun ok?
yollywau schrieb: Opensource Produkte an und für sich kosten allerdings kein Geld. Fortbildungen für Lehrer und die Anschaffung neuer Hardware schon. Warum sich eine Schule zwingend auf Office Word festlegen muß und Openoffice ausblendet, das hat nichts mehr mit Geld zu tun. Ein Lehrer, der das unterrichtet muß mit Openoffice für den ersten Tag nicht die Superroutine erreichen. Solange die Benotung gerecht bleibt. Da denke ich muß was möglich sein, was eher billiger käme.
Und hier sollte auch Geld investiert werden. Aber wozu zwingend neue Hardware beim Wechsel von Closed Source zu Open Source? Den zwingenden Zusammenhang verstehe ich nicht. Ist ja eher anders herum in der Statistik, dass bei Open Source die Hardware länger verwendet wird. Die Lehrer-Fortbildung ist aber das A und O, wenn wir eine Besserung haben wollen. Nicht nur hinsichtlich der Geschichte mit Open Source in der Schule.
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Renate55
Anmeldungsdatum: Jan. 13, 2009
Beiträge: 624
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19. April 2012 08:36
ElPolloDelDiablo schrieb: yollywau schrieb: ElPolloDelDiablo schrieb:
Entschuldige bitte meinen Realismus. Ich denke, mein bisher eher leiser Vorschlag ist jetzt deutlicher sichtbar: wir müssen akzeptieren, dass ohne Geld sich nichts bewegt. Also bereit sein, mehr Steuern zu zahlen. Persönlich bin ich es. 
Und woher willst Du wissen, wohin die Steuergelder fließen? Das Militär, die Polizei, Gerichte, Straßen und auch Kindergärten, alles kostet Geld. Und wie willst Du die Bereitschaft der Bürger, mehr Steuern zu zahlen überhaupt beeinflussen? Wer zahlt was, was ist gerecht? Zu meinen, die Leute zahlen freiwillig mehr Steuern und dann ist genug Geld da, da ist alles andere als realistisch.
Ok, muss ich mich wirklich weiter präzisieren, dass ich zweckgebundene Steuerabgaben meine? Also das Budget für Schulen (und auch Kindergärten) soll erhöht werden. Dass das jemand bezahlen muss ist klar. Dass Schulen sich aus öffentlicher Hand finanzieren ist essentiell. Also müssen wir mehr Steuern zahlen. Nun ok?
wenn Du das politisch durchsetzt nun ja. Es stimmt, bei der Spritsteuer, allerdings eine Verbrauchssteuer langen sie auch kräftig zu, der Solidarzuschlag für den Osten... Die Betriebe werden wegen der Arbeitsplätze schrein und drohn, ins Ausland zu gehn. Wieviel Macht hat da die Politik und wieviel die Wirtschaft? Am Ende bliebe es an den Arbeitnehmern hängen und da wahrscheinlich auch nicht an den Spitzenverdienern. Spitzenverdiener können doch irgendwas absetzen. An das mit dem freiwilligen mehr Zahlen aus einer Einsicht heraus glaube ich nicht wirklich.
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