Vielleicht ein etwas unorthodoxer Vorschlag, aber ich bring ihn trotzdem mal: Warum sucht sich nicht jeder, der Zeit und Lust hat, eine Schule in seiner Umgebung und macht das Angebot dort etwas in Sachen Linux anzubieten (von einem kleinen Infoabend über eine monatlich/wöchentlich stattfindende AG bis zur Systembetreuung (ja nach Zeit und Möglichkeiten) ist alles möglich. Mehr als Nein sagen kann die Schule ja nicht, in vielen Fällen ist externe Hilfe aber gern gesehen und wird auch dankend angenommen.
Ich selbst bin Lehrer (und "nebenbei" Sys-Admin bei uns an der Schule) und freue mich immer über kompetente Hilfe von außen. Als ich damals angefangen habe, hatte ich Unterstützung von einem Vater, der mit mir eine kleine Samba-Umgebung aufgezogen hat. Das hatte meinen damaligen Kenntnisstand bei weitem übertroffen, mittlerweile würde ich das aber selbst hinbekommen (auch wenn die Benutzerverwaltung wieder über Windows läuft, das ist aber eine andere Geschichte
).
Es fehlt oft an Know-How oder ein externer Anbieter verwaltet die ganze IT. Hier ist man natürlich eher aufgeschmissen, da die ihr Konzept haben und das in der Regel nicht auf Linux setzt und sie dafür gerade stehen müssen, wenn etwas nicht läuft. Viele Schulen machen das aber noch alleine und können Hilfe immer gebrauchen. Also einfach mal anfragen!
Gruß Cermit
Dieser Vorschlag wird immer wieder hervorgeholt und hat echt einen Bart. Ich glaube, als ich seinerzeit mit Debian Woody angefangen habe, hatte er schon ein paar Jahre auf dem Buckel.
Die Manpower existiert einfach nicht dafür. Die Schulen wollen etwas für ihre Schüler erreichen, also ist es auch ihre Sache, hier entweder Geld oder in Form von Fortbildungskursen Manpower zu erschaffen. Wollen sie wirklich, dass die Schüler konzeptionell arbeiten können, dass sie von kommerzieller Software unabhängig sind und sich später breitflächig, nicht nur mit MS-Software, betätigen können - oder sind das nur die Lehrer?
Schulen an sich sind, meiner Erfahrung nach (arbeite an einer Uni und habe keine Kinder, hatte nur wenige Berührungspunkte) vor allem Verwaltungsgesellschaften, und wie jede scheuen sie Veränderungen ihres Ablaufs. Dass die Schüler hinterher nützliche Fähigkeiten haben ist eher zweitrangig; man arbeitet einen Katalog ab, was sie kennen müssen (der so genannte "Lehrplan"), und der stammt in seinen größten Zügen aus Zeiten vor vernetzten Computern. Änderungen wurden von Laien eingeführt, daher auch nicht zwingend darauf ausgelegt, zielführend für die Zukunft der Kinder zu sein.
Nein, ehrlich: unser Bildungssystem an sich muss überholt werden, auch wenn es für viele Schmerzhaft ist. Weg von schnöder Verwaltung und Rotstift hin zum wesentlichen Ziel, der Ausbildung von Kindern. Die Kinder sollen für die Zukunft gerüstet werden, nicht einfach möglichst schnell und mit standardisierten Abschlüssen die Schule verlassen; und wenn dieser Gedanke sich durchsetzen würde, wären Alternativen zu Windows, Office und Java oder Delphi die direkte Konsequenz.
Die Linux-User sind so wenig in Zugzwang wie ihr Ziel ist, Linux auf jedem Computer zu installieren. 

und nicht durch Lernen)
Am Ende bliebe es an den Arbeitnehmern hängen und da wahrscheinlich auch nicht an den Spitzenverdienern. Spitzenverdiener können doch irgendwas absetzen. An das mit dem freiwilligen mehr Zahlen aus einer Einsicht heraus glaube ich nicht wirklich.