Bestandteil der pro-Argumentation ist oft, dass zumindest ein geringer Schutz gegen allgemein gehaltene Angriffe ohne root-Rechte bestehen würde ("...da popt dann ein Fenster auf und fragt den Anwender um Erlaubnis...").
Der Hinweis auf diese Argumentation ist gut und man sollte auch darauf eingehen. In letzter Zeit bekommen nämlich die "nur" mit Benutzerrechten laufenden Programme bei Infektionen deutlich mehr Bedeutung.
Ich würde in dem Zusammenhang auch neben den von Dir genannten Aspekten damit argumentieren, dass die Fälle, die ausgefiltert werden können eben nur bei recht primitiv gestrickten Programmen greifen wird.
Solch primitiv gestrickte Programme wird man sich aber in der Regel schon mal nicht irgendwo unvorhergesehen einfangen, sondern die verbreiten sich in der Regel eher über auch recht primitive Wege, bei denen man schon vorher bei Befolgung von Sicherheits 1x1 einen Riegel vorschieben kann.
Würde es sich dagegen um einen Drive-By-Download aus einer Quelle handeln, die eigentlich als vertrauenswürdig gilt und infiltriert wurde, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass jemand der das bewerkstelligt, dazu ein Programm nutzt, dass sich von einer lokal laufenden Ausgangskontrolle aufhalten lässt.
Hier steht außerdem ein relativ geringer Nutzen - nur auf sehr begrenzte Fälle wirksam (wenn überhaupt) - einem auf der anderen Seite hohen Risiko gegenüber, sich mit dem Einsatz einer solchen Kontrolle einen Haufen Netzwerkprobleme und Risiken einzuhandeln, die man ohne sie nicht hätte.
Gruß, Martin


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