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Developer92
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29. April 2012 19:07
glasenisback schrieb: Developer92 schrieb: Gibts allerdings schon und nennt sich Chronik
Und genau das ist Zeitgeist, nämlich eine Chronik für den Desktop bzw. für die Programme, die es unterstützen. Anstatt eine Chronik in jedem einzelnen Programm zu pflegen, gibt es eine zentrale Datenbank, welche diese verwaltet.
Und leider müssten die Programme alle Zeitgeist unterstützen, aber dann wäre es zugegebenermaßen so gesehen der Hammer
Aber du und ich sind die Ausnahme.
Nicht unbedingt. Viele Menschen in meinem Umfeld haben sich angewöhnt, Dateien und Ordner so zu sortieren wie du und ich. Weils einfach effektiv ist.
Für die meisten Menschen ist ein PC ein "Einmal abspeichern, niemals wiederfinden"-System. Das geht dann soweit, dass im Download-Ordner Installations-EXE-Dateien liegen, die schon zwei Jahre alte sind und zusammen 5GB belegen (Alles schon gesehen).
Ja, das kenn ich. Aber daran ändert auch Zeitgeist nichts. Hier liegt es am User sein System zu pflegen und sauber zu halten. Daran wird kein Programm der Welt etwas ändern können. Und falls man als User doch das Chaos bevorzugt könnte man noch das schwache Argument "Wofür gibt es Desktopsuchmaschinen?" einwerfen. Da kann man aber auch nur sagen: Desktopsuchmaschinen sind nicht dafür gedacht, die Ordnung auf dem PC zu halten indem sie Dateien wiederfinden.
Oder der Browser ist so mit Toolbars vollgemüllt (Mein Rekord auf einem Rechner lag bei 5 Toolbars untereinander!), dass man damit eigentlich gar nicht mehr Surfen kann.
Auch daran ändert Zeitgeist nichts. Das liegt einfach an den ganzen bescheuerten Setup-Programmen die dir jedesmal eine Toolbar bei der Installation aufzwingen wollen. Im übrigen eines der vielen Dinge die nicht verstehe. Was haben Windows-Entwickler denn bitteschön für Probleme mit Browser-Toolbars? Zugegeben, das war jetzt rein Windows bezogen. Aber ich muss dazu auch sagen, dass ich unter einem Linux-basiertem System bisher eigentlich kaum Toolbars von Drittherstellern gesehen habe. Immer nur unter Windows. mfg
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Developer92
Anmeldungsdatum: Dez. 31, 2008
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29. April 2012 19:11
Kelhim schrieb: Developer92 schrieb: Hm, da würde bei mir eine einfache Suche nach Doku* ausreichen 
Nur, wenn die Datei auch "Doku" im Dateinamen trägt. Wenn die Datei "Projektarbeit" heißt, funktioniert das schon nicht mehr. Und wenn die Datei z.B. ein gescannter Zeitschriftenartikel ist und nach Autor und Jahr benannt wurde, kannst du dich nach ein paar Tagen sicher nicht mehr an den Dateinamen erinnern und sie auch nicht über eine Inhaltssuche finden.
Das stimmt. Da greift allerdings meine Ordnung ein. Eine Dokumentation beinhaltet bei mir grundsätzlich das Wort "Dokumentation". Logisch, oder? Tags wären hier vermutlich besser, aber auch die muss man für gewöhnlich manuell zuweisen. Kleines Beispiel noch: Ich hab eine Datei die sich "atmel_avr_atmega328.pdf" nennt. Das ist das Datenblatt zu einem µC. Das wird bei mir grantiert gefunden, unabhängig davon ob man jetzt nach dem Hersteller, der Serie oder dem exaktem Typ sucht. Genial, oder? Nur das Wort Datenblatt könnte ich noch als Präfix hinzufügen. Dann wärs perfekt
Gibts allerdings schon und nennt sich Chronik
Im Browser und nicht besonders mächtig.
Kommt auf deinen Browser an. Bei Epiphany ist die Chronik nicht zu gebrauchen, bei Opera hingegen ein Traum. Und andere Programme haben für gewöhnlich auch eine Art von Chronik. Meist sowas wie "zuletzt geöffnete Dateien". mfg
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glasenisback
Anmeldungsdatum: Nov. 20, 2011
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29. April 2012 20:29
Developer92 schrieb: Nicht unbedingt. Viele Menschen in meinem Umfeld haben sich angewöhnt, Dateien und Ordner so zu sortieren wie du und ich. Weils einfach effektiv ist.
Aber wer sind diese Personen? Meiner Erfahrung nach nur solche, die wissen wie man mit einem Betriebssystem umgeht und dessen Möglichkeiten auch (aus)nutzen können. Der Durchschnittsbenutzer behandelt seinen PC dagegen wie ein Messie sein Haus.
Ja, das kenn ich. Aber daran ändert auch Zeitgeist nichts. Hier liegt es am User sein System zu pflegen und sauber zu halten. Daran wird kein Programm der Welt etwas ändern können.
Im Prinzip schon. Wenn man eine Chronik über alle Programme hat, dann kann einem der PC auch mal einen Hinweis geben ob man diese Datei auch tatsächlich noch benötigt, so in dem Stil "Der letzte Zugriff auf die Datei war vor zwei Jahren und außerdem liegt sie im Download-Verzeichnis. Sind sie sicher, dass die Datei noch benötigt wird?".
Und falls man als User doch das Chaos bevorzugt könnte man noch das schwache Argument "Wofür gibt es Desktopsuchmaschinen?" einwerfen. Da kann man aber auch nur sagen: Desktopsuchmaschinen sind nicht dafür gedacht, die Ordnung auf dem PC zu halten indem sie Dateien wiederfinden.
Im Prinzip schon. Denn was indexiert wurde, kann auch wiedergefunden werden. Und daran krankt es ja meistens.
Auch daran ändert Zeitgeist nichts. Das liegt einfach [..]
Das stimmt schon. Es war nur als Beispiel gedacht, wie Leute mit ihrem Rechner umgehen. Ein Dienst wie Zeitgeist oder Tracker (Der Index-Dienst) kann aber helfen seine Informationen in so einem Chaos (Das auch unter Linux auftritt, nur eben nicht mit den Browsertoolbars) wiedezufinden.
Der nächste logische Schritt wäre dann z.B. dass das Speichern von Daten in den Programmen direkt mit Zeitgeist und Tracker verheiratet wird. Die Struktur Datei/Unterordner/Ordner wäre zwar noch vorhanden, aber nicht mehr so wichtig. Das System würde dann automatisch die Ordnung halten und würde dem Benutzer einen Teil seiner Arbeit erleichtern.
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xpol
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29. April 2012 22:55
Alte Säcke, die seinerzeit auf ihre 20Mb-Festplatte ganz stolz waren und intensiv über aussagekräftige Beschriftungen für Disketten und Diskettenboxen nachgedacht haben, wissen natürlich auch heute noch, wo was ist. Für das Chaotenvolk, das jetzt vor den Rechnern hockt, können Tools wie Zeitgeist eine grosse Hilfe bzw. letzte Rettung sein.
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Kelhim
Supporter
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29. April 2012 23:39
Developer92 schrieb: Das stimmt. Da greift allerdings meine Ordnung ein. Eine Dokumentation beinhaltet bei mir grundsätzlich das Wort "Dokumentation". Logisch, oder? Tags wären hier vermutlich besser, aber auch die muss man für gewöhnlich manuell zuweisen. Kleines Beispiel noch: Ich hab eine Datei die sich "atmel_avr_atmega328.pdf" nennt. Das ist das Datenblatt zu einem µC. Das wird bei mir grantiert gefunden, unabhängig davon ob man jetzt nach dem Hersteller, der Serie oder dem exaktem Typ sucht. Genial, oder? Nur das Wort Datenblatt könnte ich noch als Präfix hinzufügen. Dann wärs perfekt 
Man hat nicht immer die Kontrolle darüber, wie andere Leute ihre Dateien benennen, die sie einem dann schicken - es sei denn, man benennt sie selber immer gemäß seinem eigenen Schema um. Aber das wird jetzt zu speziell. Wichtiger ist doch: Wenn man wie du seine Dateien sowieso anhand des Dateinamens suchen muss ... dann ist das ein schwaches Argument gegen eine kontextbezogene Suche. Anderes Beispiel: Du suchst auf die Schnelle ein Foto aus einer großen Sammlung, das du gestern schon einmal geöffnet hast. Weil du es jemandem schicken willst/es löschen willst/es bearbeiten willst/etc. Leider werden Fotos von der Digitalkamera einfach hochgezählt und tragen keinen Namen, der irgendetwas über das Motiv verraten würde. Wie finde ich das Foto?
1) Ich gehe jede Datei der Sammlung einzeln durch, bis ich es gefunden habe.
2) Ich frage Zeitgeist, welche Fotos ich gestern benutzt habe. Was ist wohl schneller?
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Developer92
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30. April 2012 16:30
Kelhim schrieb: Wenn man wie du seine Dateien sowieso anhand des Dateinamens suchen muss ... dann ist das ein schwaches Argument gegen eine kontextbezogene Suche.
Ich muss nicht suchen, ich weiß wo meine Daten liegen. Nur wenn ich suchen müsste, dann würde es ganz schnell gehen.j
Anderes Beispiel: Du suchst auf die Schnelle ein Foto aus einer großen Sammlung, das du gestern schon einmal geöffnet hast. Weil du es jemandem schicken willst/es löschen willst/es bearbeiten willst/etc. Leider werden Fotos von der Digitalkamera einfach hochgezählt und tragen keinen Namen, der irgendetwas über das Motiv verraten würde. Wie finde ich das Foto?
1) Ich gehe jede Datei der Sammlung einzeln durch, bis ich es gefunden habe.
2) Ich frage Zeitgeist, welche Fotos ich gestern benutzt habe.
Ein normaler Mensch weiß doch, welche Fotos er gestern angesehen hat, oder? Ich sortiere meine Foto-Sammlungen immer, meist mittlels einfacher Beschreibung, also: 2011_05_London. Und welche Fotos man gestern angesehen hat wird man doch am Tag darauf noch wissen, oder? mfg
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Kelhim
Supporter
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1. Mai 2012 12:51
Developer92 schrieb: Nur wenn ich suchen müsste, dann würde es ganz schnell gehen.j
Mit einer Suche gegen eine andere Suche zu argumentieren, betont eher die Nützlichkeit der Suche.
[...]
Also gehst du deinen kompletten London-Foto-Ordner durch, um ein einzelnes Bild zu finden? Oder bennenst du sogar jedes einzelne Bild dem Motiv gemäß um? Okay, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht. Du argumentierst bisher, dass es möglich ist, eine Datei ohne Zeitgeist wiederzufinden. Natürlich ist das möglich. Wie das Foto-Beispiel zeigt, kann eine kontextbezogene Suche aber schneller sein. Jeder, wie er will - aber dem Projekt grundsätzlich die Existenzberechtigung abzusprechen, nur weil man selber lieber eine andere Suche benutzt, halte ich für zu egozentrisch.
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2moons
(Themenstarter)
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Wohnort: Karlsruhe
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1. Mai 2012 13:08
Die Frage, wer proffitiert von einem data mining tool auf meinem Rechner, muß sich jeder selbst stellen. Im privaten Bereich ist dies, durch entsprechende Konfiguration, flexibel zu handhaben. Im Enterprise Umfeld sieht das schon ganz anders aus. Canonical will in eben diesem Umfeld punkten. Zeitgeist ist da bestimmt nicht hinderlich. Red Hat hats erfunden, klar. Die Damen und Herren wollen verdienen, prima. Die Unternehmen wollen Kontrolle, prima. Müssen wir deshalb von Zeitgeist begeistert sein? Ist es unser Job den Zeitgeist schön zu reden?
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Tim Petu
Anmeldungsdatum: Nov. 24, 2007
Beiträge: 241
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1. Mai 2012 13:36
2moons schrieb: Die Damen und Herren wollen verdienen, prima. Die Unternehmen wollen Kontrolle, prima. Müssen wir deshalb von Zeitgeist begeistert sein? Ist es unser Job den Zeitgeist schön zu reden?
Faust:
"Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Das ist im Grund der Herren eigner Geist.." (Goethe)
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DocHifi
Anmeldungsdatum: Okt. 21, 2008
Beiträge: 539
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1. Mai 2012 14:39
Hi, auch auf meinem Rechnern herrscht Ordnung und ich weiß was wo liegt. Zeitgeist wird bei mir einfach deinstalliert und gut ist. Ich steh nicht auf Logger. Gruß DH
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Developer92
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1. Mai 2012 15:02
Kelhim schrieb: Developer92 schrieb: Nur wenn ich suchen müsste, dann würde es ganz schnell gehen.j
Mit einer Suche gegen eine andere Suche zu argumentieren, betont eher die Nützlichkeit der Suche.
Hm, du hast es nicht ganz verstanden. Ich nutze keine Suche. Jedenfalls für gewöhnlich nicht. Und falls doch, so ist meine schneller&effizienter. Ausserdem muss im Hintergrund kein Daemon laufen. Was also ist der Vorteil von Zeitgeist? Und ja, wir drehen uns im Kreis...
Also gehst du deinen kompletten London-Foto-Ordner durch, um ein einzelnes Bild zu finden? Oder bennenst du sogar jedes einzelne Bild dem Motiv gemäß um? Okay, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht.
Ja, ich geh den ganzen Ordner durch. Wer seine Foto-Sammlung sauber sortiert hat sollte damit keine Probleme haben.
Du argumentierst bisher, dass es möglich ist, eine Datei ohne Zeitgeist wiederzufinden. Natürlich ist das möglich. Wie das Foto-Beispiel zeigt, kann eine kontextbezogene Suche aber schneller sein.
Das stimmt natürlich. Zeitgeist könnte in diesem Fall schneller sein. Aber welches Tool muss ich aufrufen, damit mir sauber grafisch angezeigt wird welche Dateien ich gestern geöffnet hatte? Ich muss ja auswählen können, dass ich ein Foto suche, welches ich gestern zwischen 14:00 und 15:00 Uhr angesehen habe. Sowas habe ich bisher auch noch nicht gesehen (oder ist es mir entgangen)
Jeder, wie er will - aber dem Projekt grundsätzlich die Existenzberechtigung abzusprechen, nur weil man selber lieber eine andere Suche benutzt, halte ich für zu egozentrisch.
Existenzberechtigung? Ich habe nicht gesagt, dass man das Zeitgeist-Projekt sterben lassen sollte. Ich sehe in der jetzigen Form nur keinen Sinn darin. Was sich in Zukunft daraus entwickelt kann leider niemand sicher sagen. mfg
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