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Astrid
Anmeldungsdatum: Feb. 26, 2010
Beiträge: 176
Wohnort: Bremerhaven
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7. Februar 2012 12:44
Ich bin ja ein bis zum gewissen Maße neugieriger Mensch und da mir Ubuntu größtenteils gut gefällt würde ich am liebsten alle weiteren Linux-Distributionen ebenfalls gern mal ausprobieren. Aber da es anscheinend irre viele gibt wäre das wohl doch zu aufwändig. Mir scheint, WENN man auch mal anderes ausprobieren will, wird man sich wohl auf eine gewisse Auswahl beschränken müssen - es sei denn, man will das zu einer Lebensaufgabe erklären (und das habe ich nun auch wieder nicht vor). Deshalb würde mich mal interessieren, was eure Erfahrungen diesbezüglich sind!
Welche Distributionen habt ihr schonmal verwendet? Wie habt ihr die empfunden? Wie sind sie im Vergleich zu Ubuntu, was sind die Unterschiede? Welches waren die Stärken/Schwächen dieser Distributionen? Welche davon könnten für jemanden interessant sein, der kein "Computerfuchs" ist und nichts vom Systemtuning versteht? Welche dagegen brauche ich gar nicht erst in Erwägung zu ziehen weil die echt nur was für "Fortgeschrittene" sind?
Kurz: Dieser Thread soll eine Einladung an alle sein, zu erzählen, welche Distributionen man schonmal ausprobiert hat und sich über das jeweilige Für und Wider auszutauschen! Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen!
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chakkman
Anmeldungsdatum: Aug. 1, 2007
Beiträge: 156
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7. Februar 2012 14:20
Habe außer Ubuntu eigentlich nur 2 andere Distributionen angetestet: OpenSuse und Linux Mint LXDE. Bevor ich mit Ubuntu 7.04 mein erstes richtiges Linux auf dem Rechner hatte, hatte ich OpenSuse für kurze Zeit installiert, ich glaube es war damals die Version 10.1 oder 10.2. Das "für kurze Zeit" trifft dann auch den Kern der Sache. Hatte eigentlich nur Probleme... von nicht aufzulösenden Abhängigkeiten im Paketmanager über Probleme mit dem Treiber für meinen damaligen WLAN-Stick bis hin zur mir zu fummeligen Konfiguration. Außerdem gefällt mir, wie mir später auffiel, Gnome wesentkich besser als KDE. Kann mich auch noch an Probleme mit dem proprietären Grafikkartentreiber erinnern... Nach diesem schwierigen Einstieg in die Linuxwelt, wollte eigentlich die ganze Sache fast schon wieder hinschmeissen, war Ubuntu 7.04, welches ich dann installierte, eine echte Wohltat. Alles schön einfach zu konfigurieren, stabil, super Paketmanagement mit Synaptic, und sogar das Installieren des proprietären Grafiktreibers hatte funktioniert (damals zugegebenernaßen noch etwas fummelig). Was außerdem noch sehr fummelig war damals ist das Konfigurieren der (WLAN) Netzwerkverbindung. Der Network Manager war damals noch eine ziemliche Katastrophe, was sich dann irgendwann, glaube es war mit Ubuntu 8.10 und Version 0.7 des Network Managers, schlagartig geändert hat.  Außerdem habe ich noch Linux Mint LXDE als ressourcenschonende Alternative getestet. Funzt hervorragend, eben Ubuntu powered. 
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ThermioN
Anmeldungsdatum: Jan. 25, 2012
Beiträge: 30
Wohnort: Wien, Österreich
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7. Februar 2012 15:14
Angefangen habe ich mit Suse 8. Damit haben quasi meine ersten Gehversuche unter Linux begonnen. Zu der Zeit hatte ich noch kein Internet in der Wohnung, also wurden in der Arbeit alle Quellpakete geladen und Zuhause dann schon kompiliert. Danach folgten einige kurze Aufslüge zu Debian/Knoppix, bis ich dann mit Ubuntu 8.04 "mein" Linux für den Desktop gefunden habe. Gelegentlich hab ich noch in der Arbeit wegen diverser Autodesk-Produkte mit Redhat und CentOS zu tun, sonst bin ich aber mit Ubuntu als Desktop und Server-System eigentlich voll zufrieden.
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Jean Baptiste le Rond
Anmeldungsdatum: Okt. 26, 2008
Beiträge: 277
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7. Februar 2012 15:41
Ein Kandidat für die Sektion "soll verlässlich und mit wenig Aufwand funktionieren" ist bestimmt Debian. Ich nutze es aktuell noch auf einem Rechner. Da Ubuntu ja von Debian abstammt, ist vieles gleich und man hat keine großen Orientierungsschwierigkeiten, wenn man zwischen den beiden wechselt. Zu den Hauptunterschieden: Bislang hat mich die sehr lange Laufzeit von Debian stable angesprochen, mit den neuen LTS-Laufzeiten bei Ubuntu fällt dieser Vorteil aber weg Debian-Freunde beschwören gerne dessen besondere "Stabilität". Die halte ich (für Desktop-Nutzer) für einen Mythos, auch Debian stable hat Bugs und stürzt mal ab. Squeeze läuft bei mir aktuell nicht schlechter oder besser als Lucid, es hat lediglich andere Probleme Ubuntu erledigt bei der Hardwareeinrichtung mehr automatisch; auch Software wie Skype, die Debian missliebig aber für viele Nutzer wichtig ist, ist unter Debian nur mit einigem Aufwand einsetzbar Debian bleibt näher an der Quelle: Mit Unity und anderen systemspezifischen Anpassungen macht Ubuntu zunehmend sein eigenes Ding, Debian könnte daher in Zukunft für Nutzer der Gnome-Shell wieder attraktiver werden
Für mich persönlich geht es mit der Verlängerung der LTS-Unterstützung voraussichtlich zurück zu Ubuntu, da damit ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Debian wegfällt und Ubuntu weiterhin wesentlich weniger unnötige Arbeit bei der Hard- und Softwareeinrichtung verursacht. Einzig die Gnome-Shell könnte mich noch überzeugen, in Debian Wheezy reinzusehen, sobald es stable wird.
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joachim krzyzanowski
Anmeldungsdatum: Juli 28, 2011
Beiträge: 113
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7. Februar 2012 16:07
Also, so richtig hat keine der verschiedenen Distributionen funktioniert. Meiner Meinung nach sind es Insellösungen die für
bestimmte Verwendungszwecke sehr gut funktionieren. Ubuntu macht einen sehr sehr grossen Fehler indem es Microsoft hinterherhechelt, anstatt die vorhandenen Versionen wirklich ausreifen zu lassen!
Also Probiert habe ich ohne auf Vollständigkeit zu achten:
Slackware, Suse, Redhat, Ubuntu und so weiter und so fort!
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Steffen_FG
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: Juni 11, 2008
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7. Februar 2012 16:30
ich habe schon einige Distries ausprobiert: Fedora: ist nie richtig gelaufen, bei mir. Nur einmal: Fedora 14 (leider schon Support-Ende, glaube ich). F14 war cool. Fedora hat irgendwie so einen eigenartigen "Red Hat Charme". Kann man schwer beschreiben. Finde ich aber sehr interessant. Nur schade, dass ich nie Glück damit hatte
openSUSE: da bin ich mit meinem Haupt-Computer auch hängengeblieben = benutze es nun hauptsächlich, seit 11.3 (derzeit 11.4 und 12.1). Gut an openSUSE ist, dass es nicht so viele "Umbrüche" von Version zu Version gibt. Also es ändert sich schon einiges, aber nicht so radikal wie bei Ubuntu oder (noch krasser) Fedora. Ich nutze es mit KDE und es ist schon ziemlich stabil. Die letzte Version, 12.1, ist ein wenig wackeliger als die vorhergehenden, aber trotzdem nicht schlecht. Cool ist vor allem YaST, das sehr viele Features hat und für fast jede Aufgabe eine grafische Oberfläche inkl. kurzem Hilfetext bereitstellt. Irgendwie ist openSUSE (mein Eindruck) eine Distri der leisen Töne. Man hat kein großes Forum, nur ein kleines, englisches, in dem aber geballtes Fachwissen am Start ist und ein unbekanntes deutsches Forum... Kein großes Brimborium. Das System läuft wenn es installiert ist, unbeirrbar von jeglicher Verfrickelung und macht nie Zicken und hat auch eine bessere Hardwareerkennung als Ubuntu (in meinem Fall)... irgendwie reizlos. Und darin liegt der Reiz für mich
Mint: naja, geht schon... ist halt schön stylish. Ist aber auch ziemlich mit Software überladen. Das meiste, was da vorinstalliert ist, brauche ich nicht. Ansonsten: hat halt seinen Reiz, wegen Cinnamon. Störend finde ich diese custom search im Firefox, obwohl ich es auch verstehe: die Mint-Macher wollen auch was verdienen. was völlig i.o. ist.
Sabayon: sehr sehr stylish und auch ziemlich interessant. Interessant ist der Paketmanager, bei dem ich bis heute nicht verstanden habe, wie er funzt. Ist aber auch egal: ich habe trotzdem alles installiert bekommen, was ich wollte. Cool außerdem: es installiert gleich bei der Systeminstallation den proprietären Graka-Treiber mit. Ist auch rolling release, soweit ich das verstanden habe
Ich habe mir auf jeden Fall vorgenommen, mal Chakra anzutesten. Sollte eigentlich auch ziemlich interessant sein.
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Jeanbarth
Anmeldungsdatum: April 19, 2011
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7. Februar 2012 16:47
Hallo, habe auf einem Netbook mal JoliCloud ausprobiert, was mir sehr zugesagt hat und für ein Netbook echt schön ist. Die grafische Oberfläche ist einfach gehalten, Programme laufen soweit auch ganz gut (sind aber begrenzt) und auch ein Dateimanager ist vorhanden. Nachteil ist aber, dass es auf Englisch ist und mittels "Google-Translator" übersetzt wird, daher auch teilweise ein sehr lustiges deutsch...  Weiter habe ich aus reiner Interesse mal ArchLinux installiert, als grafische Oberfläce Xfce und Openbox. Hier sei gesagt, dass ich Openbox als Desktopmanager sehr interessant finde und auch nur weiter empfehlen kann. Weiter habe ich mal ein paar LiveCD's ausprobiert um mir einfach mal einen Eindruck machen. Am liebsten von nicht zu bekannten Distrubitionen. Hier sei AntiX genannt aber auch (vielleicht bekannter) PCLinuxOS. Kann aber noch nicht viel weiter sagen, weil es halt nur kurz per LiveCD getestet wurde und ich mich nicht intensiv beschäfftigt habe. Gruß -Jeanbarth
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chakkman
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7. Februar 2012 16:50
joachim krzyzanowski schrieb: Also, so richtig hat keine der verschiedenen Distributionen funktioniert. Meiner Meinung nach sind es Insellösungen die für
bestimmte Verwendungszwecke sehr gut funktionieren. Ubuntu macht einen sehr sehr grossen Fehler indem es Microsoft hinterherhechelt, anstatt die vorhandenen Versionen wirklich ausreifen zu lassen!
Also Probiert habe ich ohne auf Vollständigkeit zu achten:
Slackware, Suse, Redhat, Ubuntu und so weiter und so fort!
Das Problem ist, z.B. bei Ubuntu, oftmals dass viele Linux-Distris Bugs haben, die einem sofort ins Auge fallen, und dann auch aufgrund niedriger Prioritätseinstufung einfach nicht gefixt werden... habe z.B. bei Ubuntu Lucid seit anbeginn einen Bug mit dem Panel oben, gelegentlich werden die Tasksymbole überlappt bzw. werden nur zur Hälfte dargestellt, das ist ein Bug der ist seit Jahren bekannt wird aber einfach nicht gefixt. Ich glaube das sind die Arten von Bugs, die jeden Windows-User einfach abschrecken, sowas muss, obwohl es nur ein Designflaw ist, einfach gefixt werden! Die anderen Probleme und Fehler, die nicht auf der Oberfläche sichtbar sind, sind nämlich meist an einer Hand abzuzählen, es sei denn man benutzt Hardware die nicht 100% von Ubuntu unterstützt wird, oder nur über schlechte Treiber verfügt.
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Astrid
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: Feb. 26, 2010
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Wohnort: Bremerhaven
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7. Februar 2012 19:08
Ich verfolge eure Beiträge mit großem Interesse! Aber bitte zählt nicht einfach nur auf "ich habe a, b und c ausprobiert" sondern schreibt auch ein bisschen was dazu, was euch gefallen hat und was nicht und wo die Unterschiede zu Ubuntu sind! Wenn ihr Begriffe wie "YaST" oder "Cinnamon" verwendet, fügt doch bitte in Klammern ein paar kurze Worte der Erläuterung hinzu - denn ich bin ein ziemlicher Linux-Dummie und ich weiss wirklich nicht was das ist! (Diese beiden Begriffe habe ich jetzt nachgeschlagen, aber ich denke es ist weniger Arbeit kurz zu schreiben "das ist ein Setup-Tool mit dem man z.B. x und y machen kann" als jedesmal umschweifig in Suchmaschinen-Ergebnissen zu wühlen.) Eine weitere interessante Information ist für mich auch, ob es zu der jeweiligen Distribution auch ein brauchbares deutschsprachiges Forum gibt!
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Steffen_FG
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: Juni 11, 2008
Beiträge: 470
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7. Februar 2012 19:25
ok, ja... hätte ich mit dazuschreiben können... sorry  Apropos Bugfixing... bei Suse habe ich mal ein paar Bugreports geschrieben und nach max. 2 Wochen waren die Bugs gefixt, inkl. persönlicher Mail an mich: "ich hab das jetzt gefixt, spiel mal Updates ein und probiere ob es funzt. Falls nicht, melde dich dann bitte nochmal" -- Das habe ich eigentlich ziemlich cool gefunden  Also, bei openSUSE sind die Unterschiede zu Ubuntu:
man merkt, dass die Leute bei Suse schon seit 1992 im Linuxgeschäft sind und sich ihre Tools alle schön über die Zeit weiterentwickelt haben. Macht alles einen sehr gediegenen Eindruck, vom Installer bis zu den Konfig-Dialogen in Yast.
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sven-s
Anmeldungsdatum: Aug. 5, 2010
Beiträge: 376
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7. Februar 2012 20:02
Also ich habe schon viele der sogenannten "Distributionen fuer Fortgeschrittene" ausprobiert. Darunter waren Gentoo, Archlinux und Slackware. Von diesen drei Distributionen will ich nun berichten. Slackware:
... habe ich nicht lange benutzt, aber es war in der Installation wesentlich spartanischer, aber fuer mich auch einfacher und angenehmer als Ubuntu ... hat bei der Installation eigentlich schon alles mit bekommen, also aehnlich wie Ubuntu. Aber die Packetverwaltung war wesentlich spartanischer, einen Packetmanager konnte man nachinstallieren, soweit ich mich erinnern kann. Und sonst war kompilieren angesagt. ... benutzt keine grafischen Werkzeuge fuer die Konfiguration des Systems. ... ist eine der aeltesten noch genutzten Distributionen und auch eher konservativ, aber angenehm konservativ. ... fuer einfache Benutzer sehe ich eigentlich keine Vorteile gegenueber von Ubuntu. ... liefert zwei Kernel mit einen mit Modulen und einen ohne Modulen, also alles im Kernel. ... hat mir aber besser als Ubuntu gefallen.
Gentoo:
... ist eine Metadistribution, d.h. eigentlich keine vorkompilierten Packete, den meisten Quellcode musst du selbst programmieren. ... kann man dadurch sehr gut anpassen und perfekt auf die eigenen Beduerfnisse anpassen. ... hat eine wirklich sehr gute Dokumentation. ... empfand ich auf einer eher schwache Maschine als sehr Zeitaufwendig, aber es gibt ja distcc, wie ich aber erst spaeter erfahren habe. ... wird bei mir immer einen Platz haben, weil ich es trotz der Komplexheit, dem Kompilieren geschuldet, sehr gut empfinde, durch Rolling Release und den Einstellungsmoeglichkeiten. ... ist dadurch schwieriger als Ubuntu zu haendeln. ... bringt fuer einen einfachen Nutzer, ausser Rolling Release, kaum Nutzen. ... ist aber sehr gut zum Lernen, wie Linux aufgebaut ist und es funktioniert, aber nicht so gut wie ein "Linux from Scratch". ... habe ich benutzt, um mehr ueber GNU/Linux zu erfahren.
Archlinux:
... ist auch eine Rolling Release Distribution. ... ist einfach in der Installation, durch die gute Dokumentation. ... ist sehr schnell, weil der Kernel sehr gut konfiguriert ist. ... benutzte ich nun schon eine Weile als Haupt-Distribution. ... besitzt ein AUR, das ist ein Reprository, wo sich "Bauanleitungen" fuer den Packetbau befinden, so muss man nicht an der Packetverwaltung vorbeiinstallieren. ... besitzt fuer mich einfachere Methoden fuer den Packetbau. ... hat keine grafischen Werkzeuge zur Systemkonfiguration. ... liefert zum Anfang nur sehr wenig vorinstallierte Software mit, was fuer mich zu Anfang der Hauptgrund zur Benutzung war. ... bringt einfachen Nutzern wohl kaum Vorteile, aber fuer etwas interessierte User ist sie gut geeignet. ... empfinde ich etwas transparenter als Ubuntu in der Benutzung, keine verdeckenden grafischen Oberflaechen, die das "schoene" verdecken. ... hat keine grafische Oberflaeche vorinstalliert. ... ist immer Bleeding Edge, also hat immer die neueste Software, was sowohl Vor- als auch Nachteil ist. ... vergreift sich nicht so stark an der Software wie Ubuntu, d.h. es werden kaum distibutionsspezifische Veraenderungen gemacht.
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Steffen_FG
Lokalisierungsteam
Anmeldungsdatum: Juni 11, 2008
Beiträge: 470
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7. Februar 2012 21:04
dann ich nochmal zu den anderen von mir genannten Distries: Debian: die Basis von Ubuntu. Ist nicht so in dem Maße vorkonfiguriert wie Ubuntu und man muss schon etwas an Arbeit investieren, um bestimmte Funktionen zu erhalten. Die Doku ist meiner Meinung nach unterirdisch, aber man kann sich sehr oft mit der Ubuntu-Doku behelfen. Debian ist softwaremäßig auch etwas älter als Ubuntu und ist meist eine Mischung aus den letzten beiden Ubuntuversionen und noch bißchen was aktuelles dazu.
Sabayon: basiert auf Gentoo, aber es ist schon relativ viel vorinstalliert. Codecs usw. ist alles schon vorhanden, auch in Sachen Software ist alles was man braucht dabei. Ich hatte damals die KDE-Version installiert und KDE ist auch sehr gut integriert. Wie gesagt, kam mir der Paketmanager ein wenig "spanisch" vor, hat aber immer gut funktioniert. Da hier auch aus dem Quellcode kompiliert wird, gibt es kein .deb oder .rpm, aber man kann wohl ein .rpm Tool nachinstallieren, falls man von extern ein .rpm Paket nachinstallieren muss. Vom Aussehen her ist es top.
Mandriva: hat auch ein gutes Einstellungs-Center, genannt Drakconf. Hier hatte ich ebenfalls die KDE-Version installiert. Dabei ist mir aufgefallen, dass manchmal ein paar Gnome-Icons verwendet wurden. Die Paketverwaltung war ziemlich komisch für mich. Im Mandriva-Forum kommt auch schnell mal "na dann musst du noch die und die und die Paketquelle hinzufügen" -- ziemlicher Wildwuchs... zumindest kam es mir so vor. Mandriva ist ja nun auch von der Pleite bedroht, aber Mageia ist eine Abspaltung der Community. Könnte man auch mal ausprobieren. Bis jetzt gab es eigentlich nur positives zu lesen, darüber
Mint: basiert auf Ubuntu. Hatte in Version 11 (= Ubuntu 11.04) noch Gnome 2 an Bord. Die hatten für Gnome 2 ein eigenes Startmenü und auch nur eine Leiste am unteren Bildschirmrand. Das Menü war ziemlich gut: man konnte darin nach Anwendungen suchen und auch gleich von da aus installieren, wenn einem was gefehlt hat. Codecs usw. waren auch mit dabei. Mint hatte auch schon vor Ubuntu ein (eigenes) Softwarecenter. Mint 12 hat nun auch Gnome 3 und baut gerade an Cinnamon herum, um die Benutzung von Gnome 3 wieder auf den alten Stil umzustellen. Ich fand es relativ interessant, aber auch ziemlich überfrachtet, was die vorinstallierte Software angeht. Interessant ist aber auch, dass sie neben der Ubuntu-Schiene auch eine Debian-basierte rolling release Schiene haben, genannt "Mint Debian Edition". Diese Version ist ein bißchen einfacher gehalten, aber auch ziemlich mit vorinstalliertem angereichert.
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Linuxkumpel
Anmeldungsdatum: Juli 15, 2011
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7. Februar 2012 22:02
Interessantes Thema. Alles hat natürlich seine Vor- und Nachteile und ist abhängig von persönlichen Befindlichkeiten. Mein Linuxeinstieg war der EeePC 701 4 G mit vorinstalliertem Xandros. Irgendwann wollte ich mehr, auch wegen der Speicherauslastung. Zudem kam von Xandros irgendwann nichts mehr. Ist sehr einfach zu bedienen gewesen und war auf den EeePC abgestimmt. Motto - kaufen -einschalten und los! Mit dem Kauf von Borns Buch begannen dann die Experimente.Es folgte EEEUbuntu, Ubuntu-Netbook-Remix und Leeenux-Linux sowie Easy-Peasy. EeeUbuntu und Easy-Peasy sowie UNR füllten die 4 GB SSD und wurden unbrauchbar. Abgestimmt war nur Leeenux-Linux, basierend auf Ubuntu-Netbook-Remix und Easy-Peasy. Mit wenigen Anpassungen eine sehr gute auf den EeePC abgestimmte Distribution. Später kam dann Mandriva. Hier ist die Netbook-Edition von mandrivauser.de hervorzuheben. Basierend auf Mandriva 2010 wurde der Netbook-Launcher von Ubuntu portiert. Mit dem "Kontrollzentrum" konnten dann alle notwendigen Einstellungen vorgenommen werden. Einfach und intuitiv zu bedienen war ebenfalls die Software-/Paketverwaltung. Dann entdeckte ich LXDE und so kam dann Mandriva LXDE auf den EeePC. Wegen fehlender Konsole-Kenntnisse und dem "Schwertun" mit RPM-Paketen wurde neu gesucht. Ich fand Linux Mint 8 LXDE. Es war ressourcenschonend und die Kenntnisse und Erfahrungen von Leeenux-Linux konnten angewendet werden. Vorteil von Mint, Multimedia lief sofort. Seitdem läuft auf dem EeePC Linux Mint LXDE, z.Zt. die 9er Version. Auf dem Desktop-PC lief kurzzeitig neben XP Ubuntu. Das "Grüne" hatte jedoch so seine Reize. Also entschloss ich mich Linux Mint 8 Gnome vollends zu installieren. Lief alles auf Anhieb, XP war weg! Bis dato war ich immer auf Gnome fixiert. Dann kam mir wieder eine Scheibe mit Mandriva KDE in die Finger. Da ich Mandriva kannte, live getestet - für gut befunden und installiert. Mandriva ließ sich einfach installieren und einrichten. Vorkenntniss waren ja vorhanden. Es war zu diesem Zeitpunkt sehr einsteigerfreundlich, man öffnete als Administrator das Kontrollzentrum und konnte alles, aber auch alle einstellen. In der Systemverwaltung dann noch das KDE-Spezifische - Würfel u.a. Effekte. Es begann der Einstieg in KDE. Als Leser der LinuxUser kam ich dann zu Pardus. Einer Distribution aus der Türkei. Angeschaut, begeistert und installiert. Es begann mit Version 2009.1 KDE. Hervorzuheben ist hier ebenfalls eine sog. "Schaltzentrale" genannt "Kaptan" (dt. Kapitän) Hier werden nach der Installation und Neustart sofort die notwendigen Grundeinstellungen abgefordert und vorgenommen. Dann noch in die Systemverwaltung, KDE einrichten, das war es. Leider ist das Paketangebot hier nicht so groß und sie haben ein eigenes Format - pisi-. Pardus setzt auf Stabilität. Das Neuste ist nicht gleich verfügbar, manchmal dauert es. Das muss man wissen. (Momentan gibt es bei Pardus Umstrukturierungen, wie es weitergeht ist abzuwarten). Nebenbei kam dann auf ein anderes Netbook Ubuntu 11.04 später 11.10. Lesen, probieren und Uniy macht auf dem Netbook Spaß. Auf dem alten Desktop-PC kam dann noch zu Pardus Mageia. Hat vieles von Mandriva (Mageia ist in Fork von Mandriva), einsteigerfreundlich, jedoch wenig Pakete, ändert sich ein wenig mit Mageia 2. Alles in Allem, mir machen die Distriutionen Spaß, die a) für Mausschubser mit GUI ausgestattet sind und die b) auch mit überschaubaren Konsole-Befehlen zu handhaben sind. Wenn auch Mint jetzt einen Höhenflug hat, seit Mint 11 hab ich mich neben Pardus und Mageia wieder Ubuntu zugewandt. Es gab noch Ausflüge zu Peppermint und Elive. Da ich kein sog. Neueinsteiger bin, weiß ich auch, es gibt Grub und Grub 2. Wer nicht "basteln" will und kann muss also darauf achten, wenn 2 Distributionen auf einem Gerät laufen sollen. Habe seinerzeit im Mageia-Forum eine ellenlange Diskussion ausgelöst. Anleitungen sind aber überall zu finden. Das nächste Problem könnte die Übernahme von Daten werden. Z.B. von Evolution oder KMail zu Thunderbird. Nutze deshalb grundsätzlich Thunderbird mit Firetray. Für Einsteiger ist eigentlich alles gut, was einen grafischen Installer hat. Leider erkennt man das nicht auf den ersten Blick. Linux Mint LMDE auch mit Xfce hat meine Probe nicht überstanden. Alle Ankündigungen lasen sich gut, dazu noch rolling release. Aber wie schon beschrieben, Debian setzt Wissen voraus, ist nichts für Einsteiger. Dito aptosid bzw. siduction. Wer mit LAN und WLAN Probleme hat und des Englischen nicht so mächtig ist, der sollte vom gepriesenen Slitaz oder Puppy Abstand nehmen. Beide toll, man muss anfangs aber englisch verstehen. Lasse mich gern mit 58 Jahren, eines besseren belehren! Knoppix hat man natürlich immer bei der Hand. Installation ist aber auch nicht so einfach wie bei Ubuntu. Linuxkenntnisse sollte man schon haben. Knoppix aber immer als Live-Medium, (wenn es mal hakt.) Ich meine, es muss mir gefallen und ich muss mit klar kommen. Gilt wohl für jeden! Mit Bodhi und Macpup übe ich noch. Wer Enlightenment (E 17) mag, ist gut aufgehoben. Bodhi basiert auf Ubuntu, Macpup auf Puppy.
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cuartetoclash
Anmeldungsdatum: Aug. 12, 2007
Beiträge: 400
Wohnort: X-5000
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8. Februar 2012 02:53
Ich hab die folgenden näher angeschaut (außer Ubuntu): Debian: Habe sowohl das "normale Debian" als auch das Debian-Derivat Musix probiert. Sollte als Basis von Ubuntu bekannt sein... Vorteile: extrem konfigurierbar kann man auf eine sehr geringe Größer "heruntertunen" bei Stable: Extrem stabil großes Softwareangebot exzellente Dokumentation, auch für Fortgeschrittene
Nachteile:
Für Anfänger ist die Bedienung zum Teil nicht einfach, z.B. Grafiktreiberinstallationen sind doch etwas eigen. Stable ist für den Desktop-Gebrauch wohl doch "zu" stabil (Software wird ziemlich schnell alt), die Testing- und Sid-Versionen dagegen habe ich noch nicht probiert und werden aber auch nicht für die "richtige Arbeit" empfohlen, zumindest für weniger versierte Personen.
PCLinuxOS: Habe es 2 Jahre lang zufrieden verwendet, bis ich zu Ubuntu kam. Ist ursprünglich ein Mandriva-Derivat, geht aber inzwischen eigene Wege. Vorteile: Anfängerfreundlich, da zentral über das "Kontrollzentrum" konfigurierbar (stammt eigentlich von Mandriva) Rolling Release, aber die Systemprogramme werden nur 2-3 mal im Jahr upgedated und länger getestet (ähnlich wie Chakra) machte auf mich einen runden Eindruck, lief sehr robust
Nachteile:
relativ wenig Software in den Repos, im Vergleich zu Ubuntu. Auch kaum PCLinuxOS-Fremdquellen verfügbar, man muss also bei etwas spezielleren Wünschen oft selbst kompilieren. relativ kleine Community, wenig deutschsprachige Hilfetexte, Ubuntu-Wissen nicht immer anwendbar kein "Software-Center", sondern nur ein normales Synaptic und apt-get (genauer gesagt APT-RPM)
Pardus: eigenständige KDE-Distribution. Vorteile: anfängerfreundlich, ähnlich wie PCLinuxOS mit Kontrollzemtrum. macht runden Eindruck, stabile Community und staatliche Unterstützung
Nachteile:
Gobolinux: Das exotischste, was ich bisher probiert habe: Eine Distribution mit einer eigenen Verzeichnishierarchie, die Mac OS X ähnelt (z.B. /Programs/Programmname/Version für jedes Programm, auch für Libs) Vorteile:
Das eigene Verzeichnis-System hat schon seine Vorteile: man kann problemlos mehrere Versionen der Programme nebeneinander betreiben, Programme einfach durch Löschen des Verzeichnisses wieder deinstallieren einfach zu bedienendes Kompilierungs-Werkzeug kann mit Quellcode und (eigenem) Paketformat umgehen
Nachteile:
Kleine Community, inzwischen nur noch halbherzig aktiv Letzte verfügbare Live-CD ist uralt (von 2008!) Für Anfänger doch recht kompliziert (z.B. kein funktionierender grafischer Paketmanager) Durch das alternative Verzeichnissystem inkompatibel zum Rest der Distributionen
Also, eher was zum Spielen oder Basteln 
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Linuxkumpel
Anmeldungsdatum: Juli 15, 2011
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8. Februar 2012 12:11
@cuartetoclash, gut zusammengefasst! Ja mit der Geschwindigkeit des Paket-Managers bei Pardus ist es so ein Ding. War in den vergangenen Monaten aber zufrieden, hat sich gebessert. Ist ja mal gut, wenn normale User ihre Eindrücke schildern. Wie hier auch http://forum.ubuntuusers.de/topic/alle-jahre-wieder-linux-distri-fuer-anfaenger/
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