Wieso soll man Wine verwenden und nicht gleich Windows, wenn man Programme für die Windows-Plattform benötigt?
Wer kann auf Windows verzichten?
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 65 |
|
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 265 Wohnort: /home/pchsws |
Wenn man so wie ich lieber Ubuntu nutzt, und nicht extra ein Win kaufen oder starten will |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 12617 Wohnort: Germany |
Weil ich kein von mir technisch, freiheitlich und marktwirtschaftlich verabscheutes System starte, nur um ein Programm starten zu können. Da würde ich mich ja weiter einschränken und zwei Systeme pflegen müssen. Ich nutze einen großen Teil der Linux-spezifischen Funktionen und Einstellungen, die mir unter Win zu Teilen auch gar nicht zugänglich gemacht werden oder erst neu erlernt werden müssten. Alles wäre für mich kastriert und umständlich. Ich habe bewusst Freie Software erlernt - ich hatte die Wahl. Ich bin völlig glücklich mit und in Linux, fühle mich da pudelwohl. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Alles, was mir zum Klicken zu umständlich ist oder fehlen würde, kann ich auch fast immer im Terminal nachinstallieren und nutzen oder mir aus zwei drei Befehlen eine oder 2-3 Befehlszeilen bauen, die ein aufwendiges grafisches Programm ersetzen, von dem ich nur 1-2 Funktionen brauche. Linux bietet alles. Auch die Spiele schaffe ich gar nicht alle und Spiele/PlayOnLinux bietet nochmal 300 Windows-Spiele auf Mausklick. Meine Hardware läuft sehr gut, stabil und performant. Ich find's alles richtig klasse. Die Macken und Bedienkanten sind mir in meinen Bereichen bekannt, ich weiß damit umzugehen, sie zu umgehen oder zu meiden bzw. zu lösen. Bei Win wüsste ich das eher nicht. |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 4601 |
Ah. Du meinst das Programm daß seit zwei Ubuntuversionen selbst bei "simplen" Anwendungen wie Mp3Tag mein gesamtes System unrettbar abstürzen lässt und bei dem ich für das Problem keine Lösung finde? |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 624 |
Wine ist ganz okay, wenn man hauptsächlich Opensource Programme starten will und gelegentlich ein Windowsprogramm wie z.B. Irfanview. Wenn man mehr mit Windowsprogrammen über wine macht häufen sich Ausnahmefehler. Nicht jedes Programm startet überhaupt mit wine. Wer überwiegend Windowsprogramme nutzt ist mit einem realen Windows besser dran.
Das ist zunächst eine bestimmte Weltanschauung, die nicht für jeden gilt. Ich ziehe für mich Linux vor und nutze auch hauptsächlich Opensource-Programme, verabscheue aber kein Windows. Ein Dualboot heißt tatsächlich zwei Systeme pflegen und die Windows Updates dauuuuern. Ich muß da allerdings nicht neben dem Rechner sitzen. Manche Dinge wie z.B. ein Bios Update für meinen Dell Latitude oder ein Flashen für das nächsthöhere Android am Smartphone. Das geht dann nicht mit Linux. Und bei irgendeiner Frickellösung hätte ich Bedenken, mir das Gerät zu schrotten. |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 12617 Wohnort: Germany |
Und "unrettbar abstürzen" bedeutet genau was? Und sorry, für Mp3Tag braucht man kein Windowsprogramm, echt nicht. Sehr schlecht gewähltes Beispiel.
Aber für Win-Neuinstallationen hast du die Zeit auf einmal? Für Updates, Regcleaner, Virenscanner, Wartezeiten beim Anstecken fremder USB-Sticks, Wartezeiten beim Installieren von Treibern und Bloatware wie Scanner-Beilagen? Logs einzeln durchzuklicken, weil man jede Meldung einzeln durchklicken muss - und in jedem Win-Log wird sich was finden...wie anderswo auch... Viren wie Flame entfernen macht auch Spaß? Werden per Windows-Update eingespielt. Man kann sich kaum wehren. Alles geschah unentdeckt. Die Lücke in Win-Update besteht weiterhin, menschliches Versagen an Zertifizierungsstellen. Das ist ein systemimmanentes Problem.
Was nützt einem Open Source, wenn der Unterbau technisch und Heuschrecken-kapitalistisch verseucht ist? Der Unterbau ist doch gerade das beste an Linux und geht nahtlos in die Anwendungsebene über. Viele Befehle kann man da gar nicht klar zuordnen. Ich bin politisch aktiv und benötige daher besonderen Schutz vor Staatstrojanern und anderen Angriffen, brauche Vollverschlüsselung.
Ich hatte es als Frage an mich (und andere persönlich) verstanden, wie ich auf die Idee kommen könne, sowas zu machen (Linux zu nutzen und dann vielleicht Wine).
Also ich starte schon nicht bzw. nicht gern neu. Mich würde das schon massiv stören, sowas dann erst recht.
Kommt sowieso nicht. Und das inoffizielle Zeug kann ich irgendwann nach 2 Jahren Handynutzung mal riskieren und bequem mal eine VM einrichten. Das reicht dafür. Haben andere auch problemlos gemacht. Da ist das Win wenigstens stabiler als ein im Alltag zugemülltes.
BIOS-Updates werden überbewertet. Hab ich noch nie gebraucht. Wer ordentliche Hardware kauft und auch nicht gerade den neuesten Plunder, braucht sowas schlicht nicht. BIOS-Updates bedeuten immer ein Risiko, die Hardware zu schrotten. Absturz reicht - sowas mit Windows riskieren? Dann lieber mit Boot CD. Oder es sein lassen. Übrigens, Stromausfall reicht auch. Dafür ist mir meine Hardware viel zu wertvoll und schade. BIOS-Updates, nein danke. Aber es muss ja immer das Neueste sein...*lach* |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 624 |
Vielleicht werden sie überbewertet. Beim Laptop ist noch der Akku bei Stromausfall. Es ging sogar um ein Downgrade, das mit DOS-CD nicht lief. (weil ich zuvor das Neueste haben mußte. |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 1523 |
SO dumm kann kein Unternehmen sein!, und wenn doch möchte ich mit denen nichts zu tun haben
|
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 593 |
Teilweise sogar mit Erfolg: Android = 50% MS , Ubuntu soll jetzt nicht allein, sondern neben Android arbeiten... Manchmal habe ich Gefühl, dass sich OpenSource langsam als solches am auflösen ist und zwar nicht nur von außen |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 4601 |
Da gibts eigentlich ja nicht viel zu deuteln, oder? "Tot", also auch nicht mehr per MagicSysrq rettbar. Es hilft nur noch der Hardreset.
Nein. Höchstens der Beweis dafür, das du da andere Ansprüche hast als ich. Mp3Tag ist schlicht das einzige Programm, das auch alle möglichen und unmöglichen Sonderfälle bei Tags behandeln kann. Ausserdem ist das eingebaute Scriptsystem mit RegExp's einzigartig und für grosse Sammlungen ideal.
Lustig. Da hat man "Experten" die angeblich Ahnung haben und die offenbar nicht in der Lage sind ein System richtig zu bedienen. Und die von dir aufgeführten Argumente sind schlicht Unsinn. Zeit für Updates braucht man auch unter Linux (oder landen die ganz magisch ohne Download/Installationszeit einfach so auf dem Rechner?), einen Regcleaner habe ich nie gebraucht (hätte mir manchmal aber sowas für Linux gewünscht, um alte gconf-Einträge längst entferner Software wieder loszuwerden), Wartezeiten bei USB-Sticks kann ich so nicht erkennen. Davon ab installiere ich meine Systeme nicht zweimal die Woche neu, Zeit für die installation und einrichtung (dazu gehören auch Treiber) sind also zum einen vernachlässigbar, zum anderen ist das unter Linux auch nicht flotter. Und vom fertig eingerichteten System (egal ob Linux/Windows) fertige ich ohnehin direkt per PartedMagic Images an.
Gut, dann hast du zum einen andere Anforderungen als ich, zum anderen ist dir offenbar der ideologische Part wichtiger als mir. Nicht daß mir der völlig egal wäre, aber meine Präferenzen haben sich da eben verschoben. |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 12617 Wohnort: Germany |
N'abend Thorsten.
Klingt auf den ersten Blick nach einem Treiberproblem, das XServer bzw. Treiber abschmieren lässt. Dem könnte man sicherlich nachgehen, so wie man auch unter Windows diversen Problemen nachgehen müsste, wenn man die Kröte
Warum auch sollte man Formate bzw. Tags nutzen, die sowieso kaum ein Programm anwenden kann? Ich kenne übrigens einige Programme im Terminal. Keins kann das, was du brauchst? Oder lässt du die Tags von Datenbanken im Internet ausfüllen? RegExp usw., all das lässt sich sicherlich auch im Terminal machen. Wäre dir natürlich wieder zu archaisch.
Wo steht was von Windows oder Experte?
Ganz genau so ist es: Ich habe eine Paketverwaltung mit Update-Manager.
Unter Win nie gebraucht, aber unter Linux nun erwünscht? Klingt etwas gespalten. Aber hier zeigt sich auch wieder etwas Uninformiertheit: Im Gegensatz zur Registry von Win sind das Ordner je Programm. Beispiel: .gconf/apps/ekiga Entfernt man den Ordner, sollte der größte Kram weg sein. Es ist aber so, dass herumliegende Dateien unter Linux gar nichts machen. Man kann die Einstellungen behalten, auch über mehrere Installationen hinweg. In der Win-Registry dagegen wird alles geladen und durchsucht, es bremst aus. Trotz der Nachteile hat man nichts davon, man kann es weder übernehmen noch einfach löschen. Das Konzept von Win ist tot.
Bei erstmaliger Benutzung eines fremden Sticks wird ein Treiber installiert.
Du weißt, dass das Unsinn ist. Ubuntu ist in 10-30 min fertig installiert, in spätestens 1-2h einsatzbereit eingerichtet. Win dauert mindestens einen Tag (6-8h), wenn nicht viel länger. Win muss man schon alle 1-2 Jahre mal neuinstallieren, wenn man nicht den ganzen Tag auf Arbeit ist und zuhause dann eh nix mehr mit der Kiste anstellt.
Nützt nach kurzer Zeit auch nix mehr, weil das ganze System derweil veraltet ist. Eine Paketverwaltung fehlt. Um die manuelle Updateorgie kommt man ohne gravierende Sicherheitslücken nicht drumrum.
Naja, und wer sucht, der findet auch unter Linux alles. Alles eben eine Frage der Prioritäten, wie du schon sagtest. Win braucht kein Otto Normal Mensch. Wer es nutzt, der will es halt so, die Vorteile für seine Eignung + die Folter durch die Nachteile und den Aufwand und die Popups. Hatte nie so viel Ruhe seit Linux. Alles geht, nix is kaputt, nix ploppt nervend auf. Grüße, Benno |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 269 Wohnort: Velbert-Langenberg bei Essen |
Die Frage ob man auf Windows verzichten kann ist doch eine sehr subjektive! Ich kann es sehr gut, komme mit jeden Linux-System besser zurecht, andere halt nicht! Wie hier aber Windows von einigen bis aufs Messer verteidigt wird, lässt mich doch eher die Frage stellen warum diese Leute sich das schlimme Linux überhaupt noch an tun, und sich in einen Ubuntu-Forum rumtreiben |
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 265 Wohnort: /home/pchsws |
|
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 119 |
|
|
Anmeldungsdatum: Beiträge: 4601 |
Nein, sondern weil dieses ewige pubertäre Gebashe einiger Deppen einfach nervtötend ist. Warum schreibt ihr ausgerechnet in einem Topic, in dem es um die evtl. vorhandene Existenzberechtigung von Windows auf dem eigenen Rechner geht? Warum kommt ihr nicht darauf klar, wenn sich Menschen aufgrund eigener Präferenzen von Linux als Heimsystem abwenden? Und warum könnt ihr die persönlichen Gründe dafür nicht einfach akzeptieren? Weshalb dieses permantente Gegenanrennen?
Gute Frage, aber Ziel erreicht. Ich werde mich, sobald die Formalitäten geklärt sind, abmelden.
Toller Stil, wirklich. |

nicht schlucken will.


2004 – 2013 ubuntuusers.de • Einige Rechte vorbehalten