Und den Drucker hast du nun schon 5 oder 10 Jahre? Sonst keine Hardwareprobleme mehr?
Ich schrieb es hier oder anderswo schon einmal: Beim Kauf muss man sich informieren:
Soll der Treiber frei sein? Dann gibt es ihn "ewig", aber die Qualität hinkt vielleicht dem Herstellertreiber hinterher.
Gibt es einen Herstellertreiber? Wenn ja, ist dieser Hersteller dafür bekannt, dass er den Treiber für Linux lange pflegt UND dass dieser eine gute (z.B. Druck-) Qualität aufweist?
Freie Treiber muss man in der Regel nicht installieren, den Quellcode und die Installationsanleitung lässt man erst mal links liegen und schaut, ob der installierte Kernel damit klarkommt. Herstellertreiber werden teilweise durch das Menü Hardware-Treiber oder ähnlich angeboten oder müssen ggf. anderweitig installiert werden (CD, Download).
Je nachdem kann man sich dann entscheiden. Bei etwa Nvidia-Grafikkarten hat man sogar freie UND Herstellertreiber. Der Supportzeitraum und die Qualität ist sehr gut, der freie Treiber hinkt hinterher, kann aber seit einer ganzen Weile auch schon 3D - und den wird es auch noch geben, wenn Nvidia den Laden heute dicht macht und zur nächsten Ubuntuversion z.B. kein Treiber von Nvidia mehr laufen würde...
Klar, schön ist es nicht, dass man sich informieren muss. Und auch nicht leicht zu durchschauen. Jeder erklärt es anders und was anderes. Ja, Linux hat da ein Defizit für Otto Normal. Ubuntu und auch der Kernel sind aber auf einem sehr guten Weg und schon sehr zufriedenstellend geworden. Vor 10 Jahren hätten viele von euch Linux nur als Spielzeug benutzt, bestenfalls. Heute gibt es "nur" noch kleinere Probleme, Ecken und Kanten und "Treibervorratslücken".
Insofern, Linux ist für die meisten Leute auf der meisten Hardware gut benutzbar, auch ohne fremde Hilfe. Optimierungsbedarf ist da, damit Kenner und Hilfesuchende gegenseitig entlastet werden. Warum das so schwer ist, bereits vorhandene Treiber besser so zu integrieren, dass sie automatisch gewählt werden (installiert werden müssen freie Treiber nicht), das frage ich mich auch immer wieder. Oft ist das mit 1-2 Befehlen erledigt - warum wird es dann nicht gleich so eingebaut...
Ich kann es mir nur so erklären, dass es ein großer Aufwand ist, alle Geräte durchzutesten (Theorie und Praxis abklopfen) und dazu noch Gerätekonflikte mit anderen Geräten zu beachten und so weiter. Oder dass man keine Zeit hat, all die Regeln anzulegen. Schon gar nicht für problematische Fälle wie mögliche Konflikte. Sonst kommt am Ende sowas wie Windows raus, wo der durchautomatisierte Wahnsinn einen gerne auch mal in den Wahnsinn treiben kann.
Es gibt bei Win auch so lustige Beipackzettel wie, dass man erst den Mainboardtreiber installieren soll, erst danach den von der Grafikkarte usw. usf.. Oder dass man die automatische Erkennung abbrechen und dann die Treiber-CD einlegen soll. Oder dass man bei Win XY die CD einlegen soll und bei Win Z die automatische Erkennung starten muss.
"Probleme" gibt's so gesehen überall. Bei Linux kann man eingreifen, muss aber (leider) wissen, wie. Und gegen schlechte Treiber wie bei dir hilft nur Prüfen auf andere Treiber oder nix. Gibt es einen Herstellertreiber? Falls du den hast, gibt es vielleicht einen freien, der evtl. nicht so schlecht zusammengeklatscht ist wie der vom Hersteller?
Ich finde ja toll, dass man kaum Probleme hat und diese wenigstens lösen könnte. Qualitätseinbußen hat man nur, wenn man (aus welchen Gründen auch immer) auf's falsche Pferd gesetzt hat. Auch hier täten bessere Datenbanken sicherlich gut. Aber es ist z.B. bekannt, dass Samsung und HP gute Druckertreiber bauen. Die Qualität genügt meinen Ansprüchen vollkommen.
Also einfach mal umhorchen, wofür haben wir denn das Netz.
Irgendwann steht auch mal ein Neukauf an. Bis dahin Zähne zusammenbeißen oder Win nehmen, ggf. in Virtualbox, wenn man eigentlich lieber Linux nutzt bzw. sich schon dran gewöhnt hat.
Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern, bis auch die hinterletzte Hardware ohne noch 1-2 Befehle sofort läuft. Das betrifft aber nicht mehr die Mehrheit der Hardware. Vor 10 Jahren musste man viele Hardware sogar manuell konfigurieren. Sich vielleicht mit IRQ und anderen technischen Dingen umherschlagen. Übrigens teilweise auch bei Windows. Dort ist auch nicht immer alles funktional vorkonfiguriert gewesen.
Das alles ändert aber nichts daran, dass uns hier das relativ egal ist. Wir verstehen, dass sowas Aufwand macht. Wir helfen dabei, was Entwickler nicht fest eingebaut haben, aber was gemacht werden muss. Wir können es. Dann läuft es. Also ist es uns egal.
Außerdem, ich kaufe nur noch Hardware, die ich geprüft habe, dass sie gut läuft. Wenn 10 Googletreffer sagen, die Hardware geht gaaar nicht, dann lasse ich es, wenn da auch Vielposter mit Ahnung sowas schreiben. Wenn da steht, einstecken und läuft, Qualität und Geschwindigkeit super, dann greife ich umso lieber zu. Bei Druckern setze ich derzeit auf Samsung, die sind günstig und gut (auch wenn es mal ein Scannerproblem gab, dafür hat man dann einfach ein altes Ubuntu installiert, parallel. Braucht man nix umfrickeln. Läuft einfach.). Canon meide ich (Treibergefrickel und nur für 6 Monate Support teilweise).
Bei Tastaturen und Mäusen (kabelgebunden) sowie USB-Sticks, externen Festplatten, Monitoren, Arbeitspeicher, Prozessoren (ohne Grafikkern) kann man sich die Recherche normalerweise sparen.
Bei Grafikkarten setze ich auf Nvidia.
Bei kritischen Geräten wie Cardreadern, WLAN-Sticks oder gar DVB-T schaue ich kurz in Google nach. Ist schnell geklärt, ob das angebotene Modell läuft und ob das Aufwand bedeutet. Und ob der Aufwand evtl. bei jedem Kernelupdate erneut anfällt. Dann würde ich mir einen Starter anlegen müssen, der die Befehle auf Klick wiederholt. Und das dann in DKMS einbauen, damit das dann mal automatisch passiert.
Mit dieser Einstellung und Erfahrung halten sich Probleme sehr in Grenzen. Außerdem weiß ich, wo ich nachschauen muss, wenn ich Fehlermeldungen zum Googeln suche (/var/log/syslog und Befehl dmesg).
Achso, und deswegen brauche ich kein Windows mehr. Da habe ich keine Verwendung mehr dafür.