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Alternate-Installation via USB-Stick: unter Windows erstellen? (UNetbootin geht nicht)

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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ibu

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Ich möchte gerne via USB-Stick installieren. Befüllt werden muss der Stick unter Windows XP.

Laut Wiki kann UNetbootin nicht mit Alternate-CD-ISO-Images umgehen, sondern nur mit Desktop-CD-ISO-Images.

Gibt es unter Windows einen alternativen Weg, den Stick zu befüllen?

Sehr praktisch wäre es noch, wenn ich gleich den 33er Kernel integrieren könnte, denn das ist bei meinem Mainboard zwingend nötig.

Am liebsten wäre mir ein Minimal-Image, welches nach der Eingabe aller notwendigen Infos/Konfigurationsangaben, Passwörter etc. eine stille (silent) Installation anstößt, die sich auch gleich sämtliche Updates aus dem Netz holt. Aber AFAIK gibt es so eine Installationsvariante unter Ubuntu nicht, richtig?

Am Rande: Falls jemand mit einem Clarkdale-Prozessor (z.B. i3 530) erfolgreich die 10.04 nutzt, würde ich mich über einen Hinweis freuen. Den Nutzer tomte im oben angebenen Thread ist es vor drei Wochen nicht gelungen.

syscon-hh

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Hallo Ibu, doch auch das ist machbar:

Sobald Du unter Windows mit UNetbootin das ISO der Alternate-CD auf den USB-Stick aufgebracht hast, öffne mit einem Editor die Datei syslinux.cfg und ergänze die Zeile:

  • append initrd=/ubninit ...

um die Option cdrom-detect/try-usb=true, damit die Suche nach einem CD-Laufwerk richtig umgeleitet wird. Hinweis: Nicht jedes BIOS kann damit umgehen! - aber ein Versuch ist es Wert.

gruß syscon-hh

tomtomtom Team-Icon

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Den 33er Kernel kannst du NICHT in das normale ISO-File integrieren.

Du kannst erst aus einem installierten System heraus eine LiveISO anlegen, die auch die nachinstallierten Kernel enthält, z.B. mit Remastersys.

Zudem gibt es den 33er Kernel nicht im Ubuntu-Repository, du müsstest ihn entweder selbst kompilieren oder aber den Mainline-Kernel von hier installieren.

ibu

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tomtomtom schrieb:

Den 33er Kernel kannst du NICHT in das normale ISO-File integrieren. [...]

OK. Ich hatte das nur gefragt, weil UNetBootin ein Feld "Kernel" enthält. Aber das ist nicht zusammen mit dem Feld "ISO-Image als Quelle" aktiv.

Hätte ja sein können, dass es geht.

Am liebsten wäre mir ja, wenn ich um das Nachinstallieren des 33 Kernels herumkäme.

Aber ich finde einfach keine Infos zum Thema Ubuntu 9.10 bzw. 10.04 und den Clarkdales mit ihrer integrierten Grafik.

Bis auf den einen Thread von tomte, den ich im Ausgangsposting verlinkt hatte. Und der berichtete ja von drei Wochen, dass er keinen Weg mit dem 32-Kernel gefunden hatte.

ibu

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syscon-hh

[syslinux.cfg] ergänze die Zeile:

  • append initrd=/ubninit ...

Es gibt zwei Zeilen, die so beginnen:

label unetbootindefault
menu label Default
kernel /ubnkern
append initrd=/ubninit vga=normal -- quiet

und

label ubnentry0
menu label ^Help
kernel /ubnkern
append initrd=/ubninit 

Am Ende welcher dieser beiden Zeilen soll ich bitte (mit Leerzeichen getrennt) die Option

cdrom-detect/try-usb=true

einfügen?

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Ganz neue Hardware und Ubuntu passen leider oft nicht ganz zusammen.

Für sehr aktuelle Hardware geht dann eher Sidux, dessen Kernel auf der aktuellen Installations-CD auch erst bei 2.6.32 angekommen ist.

Ich beschreibe dir jetzt mal einen (zugegeben komplizierten) Weg, wie du unter Windows zumindest eine LiveCD mit 33er Kernel erstellen kannst.

Zuerst lädst du dir unter Windows die aktuelle Version von VirtualBox runter und installierst diese.

Dann legst du in VirtualBox eine neue Virtuelle Maschine für Ubuntu an. Dort installierst du dann Ubuntu von deiner Alternate-CD aus.

Wenn dir nach der Installation Updates angeboten, lehnst du die Installation dieser bitte ab.

Nach der Installation öffnest du ein Terminal und trägst folgendes ein:

gksu gedit /etc/apt/sources.list

Dort trägst du unter der letzten Zeile folgendes ein:

deb http://www.geekconnection.org/remastersys/repository karmic/

und speicherst die Änderung ab.

Danach, zurück im Terminal, trägst du

sudo apt-get update && sudo apt-get install remastersys

ein.

Nachdem dies abgeschlossen ist, dann

wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.33/linux-image-2.6.33-020633-generic_2.6.33-020633_i386.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.33/linux-headers-2.6.33-020633-generic_2.6.33-020633_i386.deb

und wenn dieser Download abgeschlossen ist dann

sudo dpkg -i *.deb

um den Kernel zu installieren.

Danach dann Ubuntu in der VM neustarten und den neu installieren Kernel booten (wenn keine Bootauswahl kommt, wird er automatisch gebootet).

Nachdem Ubuntu jetzt also wieder hochgefahren ist, öffnest du erneut das Terminal und trägst

sudo apt-get purge linux-image-2.6.31-14-generic linux-headers-2.6.31.14-generic

ein, um den alten Kernel zu entfernen.

Wenn dies geschehen ist, trägst du

sudo remastersys dist

ein, um jetzt ein Abbild deines installierten System inklusive Kernel 2.6.33 zu erstellen.

Das dauert durchaus eine Weile.

Wenn das Programm fertig ist, liegt im Ordner /home/remastersys eine Datei namens custombackup.iso. Diese kopierst du dir auf dein Windows-System.

Die virtuelle Maschine kannst du danach schließen.

Jetzt startest du erneut UNetbootin unter Windows und wählst die Datei custombackup.iso als Quelle aus und überträgst sie auf den Stick. Damit sollte das ganze jetzt funktionieren.

ibu

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@tomtomtom

Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung.

Ich habe im Moment kein CD/DVD-Laufwerk verfügbar und mein Windows Installation ist virenverseucht.

Auch deshalb möchte ich den langen Weg via einer virtuellen Maschine nicht beschreiten.

Dazu kommt, dass ich LVM auf Anraten eines Freundes aktivieren möchte. Das geht auch nur bei der Installation via Alternate.

Vielleicht klappt ja das Booten der 10.04 vom Stick, sobald ich herausgefunden habe, wohin die Option muss.

Ansonsten muss ich mir ein Laufwerk leihen.

Sobald die Installation der 10.4 gelungen ist, und die Grafik nicht läuft, versuche ich die Installation des 33er Kernels nach Anleitung von Tomte.

Danach geht es, bei Misserfolg, weiter in der Kaskade:

Installation von 9.10, bei Misserfolg, nachträglich 33er.

Was ganz Anderes:

Im Wiki habe ich etwas von PXE gelesen. Wunderbar wäre es ja, wenn man ganz ohne Bootmedium direkt vom Bios auf die ubuntu.org-Server zugreifen könnte.

Dann hätte es ein Ende mit diesem unsäglichen Umstand des Erstellens von physischen Bootmedien.

Ganz neue Hardware und Ubuntu passen leider oft nicht ganz zusammen.

Für sehr aktuelle Hardware geht dann eher Sidux, dessen Kernel auf der aktuellen Installations-CD auch erst bei 2.6.32 angekommen ist.

Ich beschreibe dir jetzt mal einen (zugegeben komplizierten) Weg, wie du unter Windows zumindest eine LiveCD mit 33er Kernel erstellen kannst.

Zuerst lädst du dir unter Windows die aktuelle Version von VirtualBox runter und installierst diese.

Dann legst du in VirtualBox eine neue Virtuelle Maschine für Ubuntu an. Dort installierst du dann Ubuntu von deiner Alternate-CD aus.

Wenn dir nach der Installation Updates angeboten, lehnst du die Installation dieser bitte ab.

Nach der Installation öffnest du ein Terminal und trägst folgendes ein:

gksu gedit /etc/apt/sources.list

Dort trägst du unter der letzten Zeile folgendes ein:

deb http://www.geekconnection.org/remastersys/repository karmic/

und speicherst die Änderung ab.

Danach, zurück im Terminal, trägst du

sudo apt-get update && sudo apt-get install remastersys

ein.

Nachdem dies abgeschlossen ist, dann

wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.33/linux-image-2.6.33-020633-generic_2.6.33-020633_i386.deb http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.33/linux-headers-2.6.33-020633-generic_2.6.33-020633_i386.deb

und wenn dieser Download abgeschlossen ist dann

sudo dpkg -i *.deb

um den Kernel zu installieren.

Danach dann Ubuntu in der VM neustarten und den neu installieren Kernel booten (wenn keine Bootauswahl kommt, wird er automatisch gebootet).

Nachdem Ubuntu jetzt also wieder hochgefahren ist, öffnest du erneut das Terminal und trägst

sudo apt-get purge linux-image-2.6.31-14-generic linux-headers-2.6.31.14-generic

ein, um den alten Kernel zu entfernen.

Wenn dies geschehen ist, trägst du

sudo remastersys dist

ein, um jetzt ein Abbild deines installierten System inklusive Kernel 2.6.33 zu erstellen.

Das dauert durchaus eine Weile.

Wenn das Programm fertig ist, liegt im Ordner /home/remastersys eine Datei namens custombackup.iso. Diese kopierst du dir auf dein Windows-System.

Die virtuelle Maschine kannst du danach schließen.

Jetzt startest du erneut UNetbootin unter Windows und wählst die Datei custombackup.iso als Quelle aus und überträgst sie auf den Stick. Damit sollte das ganze jetzt funktionieren.

syscon-hh

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Am Ende welcher dieser beiden Zeilen soll ich bitte (mit Leerzeichen getrennt) die Option

cdrom-detect/try-usb=true

einfügen?

Am Hilfemenü macht das wohl wenig Sinn - nimm einfach den Default-Eintrag (also gleich den ersten Menüpunkt).

ibu

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syscon-hh schrieb:

Am Ende welcher dieser beiden Zeilen soll ich bitte (mit Leerzeichen getrennt) die Option

cdrom-detect/try-usb=true

einfügen?

Am Hilfemenü macht das wohl wenig Sinn - nimm einfach den Default-Eintrag (also gleich den ersten Menüpunkt).

*done*

Hat leider nicht funktioniert.

Es wird zwar vom Stick gebootet, UNetbootin startet, der Installer startet. Direkt nach dem Dialog zur Tastatur jedoch bricht es ab mit "Es trat ein Fehler beim Lesen einiger Daten von CD-Rom auf.

Fies, wenn man auf den USB-Stick als Bootmedium angewiesen wie ich gerade. Auf einen CD-Brenner kann ich nicht zugreifen.

Den Stick hatte ich BTW wie im Wiki geraten als FAT32 formatiert.

Der Stick ist in Ordnung. Die Daten zum BIOS-Update wurden problemlos gelesen.

Hat noch jemand eine Idee, wie ich die Alternate "kubuntu-9.10-alternate-amd64.iso" auf den Stick bringe, so dass alles klappt?

syscon-hh

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8. Oktober 2005

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Hallo Ibu - läuft bei mir wie es soll - die Fehlermeldung wegen cdrom nicht gefunden etc. kommt bei mir nicht. Hier mal meine syslinux.cfg, welche sich auf der obersten Ebene befinden muss (erst austauschen, wenn die syslinux.cfg bereits durch UNetbootin geschrieben wurde!!):

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9
default vesamenu.c32
prompt 0
menu title UNetbootin
timeout 100

label unetbootindefault
menu label Default
kernel /ubnkern noprompt cdrom-detect/try-usb=true file=/cdrom/preseed/ubuntu.seed
append initrd=/ubninit vga=normal -- quiet

Statt /ubnkern kann auch direkt auf /install/vmlinuz
statt /ubninit kann auch direkt auf /install/initrd.gz
verwiesen werden, falls es auf dem USB-Stick nicht genug Platz hat.

gruß syscon-hh

ibu

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syscon-hh schrieb:

Hallo Ibu - läuft bei mir wie es soll - die Fehlermeldung wegen cdrom nicht gefunden etc. kommt bei mir nicht. Hier mal meine syslinux.cfg

Danke. Mittlerweile habe ich das Desktop-CD-ISO von Unetbootin auf den Stick füllen lassen. Damit klappte das Installieren auf Anhieb.

Deine Hinweise zur syslinux.cfg kommen in meine Notizen. Beim nächsten Installationsversuch probiere ich's damit.

Die Position von noprompt "cdrom-detect/try-usb=true" ist jedenfalls eine andere, als bisher im Thread angegeben.

Mich erstaunt ja, dass Installieren vom USB-Stick eine solchen "Geheimwissenschaft" ist.

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