Nur zur Demonstration, dass SQLite kein Hexenwerk ist ☺
sqlite3 test.sqlite 'create table bundeskanzler ( name varchar(40), vorname varchar(40) )'
sqlite3 test.sqlite 'insert into bundeskanzler values ( "Merz", "Friedrich" )'
sqlite3 test.sqlite 'select * from bundeskanzler'
In dem ersten Shell-Befehl wird eine leere Tabelle "bundeskanzler" mit zwei Spalten angelegt und in der Datei (der Datenbank) "test.sqlite" gespeichert.
Mit dem zweiten Befehl wird ein Datensatz geschrieben.
Zeile drei schliesslich gibt alle Sätze der Tabelle aus.
Der Befehl
sqlite3 test.sqlite '.dump'
schliesslich gibt die interne Struktur der Datenbank als SQL-Anweisungen aus.
Das ist jetzt nur ein absolutes Primitiv-Beispiel, aber da es sich bei SQLite um eine echte relationale "zero configuration" Datenbank handelt, gibt es dank SQL-Sprache schier unendliche Möglichkeiten. Nicht umsonst wird SQLite quasi überall benutzt: Smartphone, Browser, email-Programme. Man kann es per Befehl "sqlite3 Datenbankname 'SQL-Befehl'" in bash und in allen Programmiersprachen als Shell-Befehl aufrufen, es gibt aber auch (wenn man das will) für Perl, Python, C und viele andere Sprachen APIs, mit denen SQLite direkt eingebunden wird.
Vorteile: SQL ist seit vielen Jahrzehnten standardisiert, und mit wenigen einfachen Befehlen kann man schon viel erreichen.
Nachteil: SQLite ist nicht in den Installationsquellen enthalten und muss deshalb nachinstalliert werden, so etwas ist immer blöd, wenn man die Datenbanken weitergeben will.
Die Installation erfolgt mit
sudo apt install -y sqlite3 sqlitebrowser
wobei "sqlitebrowser" ein grafisches Frontend für SQLite ist, mit dem alle SQLite-Datenbanken angesehen oder geändert werden können.