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Baustelle/nautilus-admin

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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Dieses Thema ist die Diskussion des Artikels nautilus-admin.

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4. Oktober 2007

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Ein neuer Artikel für eine oft vermisste Funktionalität. Kann m.E. direkt so ins Wiki.

noisefloor Team-Icon

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6. Juni 2006

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Hallo,

IMHO ok, bis auf das wertendende "nervig aber sicher" ganz am Ende. Könnte man z.B. in "erscheint umständlich, ist aber sicherer" umformulieren.

Gruß, noisefloor

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4. Oktober 2007

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noisefloor schrieb:

[…] bis auf das wertendende "nervig aber sicher"

Das Wort „nervig“ ist wertend, ohne Frage. Allerdings habe ich es ganz bewusst hier in einem sogar aufwertenden Sinne verstanden. Tatsächlich ist das Bedienkonzept derartig unakzeptabel anti-ergonomisch, dass mir fassungslos dafür neutrale Worte fehlen. Die Bedienkonzepte aller anderen Dateimanager sind in diesem Punkt wesentlich besser, dafür ist bei diesen dann die technische Umsetzung zum Verzweifeln. Es ist schlicht zum Heulen!

Wäre „nicht ergonomisch aber sicher“ in Ordnung?

noisefloor Team-Icon

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6. Juni 2006

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IMHO wäre auch diese Formulierung besser als "nervig".

Gruß, noisefloor

Newubunti

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16. Februar 2008

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Hallo,

  1. Was heißt "...(nur unter X11 möglich)..."? Bei mir läuft das auch "unter Wayland", d.h. XDG_SESSION_TYPE=walyand und WAYLAND_DISPLAY=wayland-0. Sofern der eigentliche Admin-Prozess dann eventuell nicht nativ unter Wayland läuft, ist das aus Anwendersicht IMO egal. So würde ich als Normal-Anwender denken, dass sei, wenn ich beim gdm-Anmeldebildschirm nur "Ubuntu" statt "Ubuntu auf Xorg" wähle, nicht lauffähig. Ist es aber.

  2. Die Anmeldung für den Start von gvfs-admin ist nach meiner Beobachtung nur ein mal pro Anmelde-Session notwendig - eventuell kann es auch sein, dass gvfs-admin nach einer gewissen Zeit wieder gestoppt wird. Jedenfalls muss man das Passwort dafür nicht sofort wieder eingeben. Sofern man Ordner öffnet könnte man noch darauf hinweisen, dass man über die linke Navigationsspalte mit Nutzerrechten arbeiten kann, über die Adresszeile über den dortigen Eintrag "Administratoren Wurzelordner" man sich dagegen weiter mit Rootrechten bewegen kann. Über die "Vor"- und "Zurück"-Schaltflächen kommt man von den Nutzerrechten gegebenenfalls zurück zu den Rootrechten. Das muss man erst mal wissen und ist nicht unbedingt intuitiv, kann aber auch ganz praktisch sein.

  3. Die Wertung am Ende finde ich überflüssig. Die Alternative für einen GUI-affinen Anwender ist noch mindestens zwei Schritte unergonomischer. So hat man wenigstens Zugriff auf Root-Rechte-Administration ohne Umweg über Texteingabe. Ich persönlich würde es mir auch lieber wünschen, wie unter KDE, aber eine Ergonomie-Katastrophe finde ich es unter Berücksichtigung des Aspektes, dass die jeweilige GUI-Anwendung nicht vollständig mit Root-Rechten läuft, nicht. Zumal die Zielgruppe - von Ausnahmen abgesehen - eh nicht häufig am System herum administriert. Aber mal davon abgesehen, wie ich die Umsetzung bewerte, soll das doch bitte jeder Anwender für sich persönlich bewerten - so er denn will. Das muss mir der Artikel nicht erklären und ist aus meiner Sicht so völlig nutzlos, sofern da nicht auch steht oder von dort verlinkt wird, warum das einerseits sicher und andererseits unergonomisch ist bzw. sofern es keine ergonomischere Alternative gibt.

LG, Newubunti

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4. Oktober 2007

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Newubunti schrieb:

[…] Was heißt "...(nur unter X11 möglich)..."?

Dass das, was Du nicht zitierst, nur unter X11 möglich ist.

Bei mir läuft das auch "unter Wayland"

Natürlich läuft das sowohl unter Wayland wie unter X11, weshalb es überhaupt nicht erwähnenswert ist und auch nicht erwähnt wird.

[…] Die Anmeldung für den Start von gvfs-admin ist nach meiner Beobachtung nur ein mal pro Anmelde-Session notwendig

Die Eingabe des Passwortes wird für den Start des DAEMONS verlangt (übrigens ist dies überflüssig und somit nicht ergonomisch, weil das nichts für die Sicherheit bringt). Wenn der Dienst läuft, braucht er nicht gestartet werden. Erscheint mir aber selbstverständlich.

linke Navigationsspalte mit Nutzerrechten arbeiten kann, über die Adresszeile über den dortigen Eintrag "Administratoren Wurzelordner" man sich dagegen weiter mit Rootrechten bewegen kann.

Danke für den Hinweis. Das sehe ich mir noch genauer an und ergänze ggf. im Artikel.

Die Wertung am Ende finde ich überflüssig.

Davon bin ich noch nicht überzeugt. Auf das Wort „nervig“ werde ich verzichten. Man kann aber nach meiner Meinung im Wiki durchaus hinweisen, dass etwas schlecht gelöst wurde, wenn man das technisch begründen kann und eben keine persönliche Meinung ist.

  • Nautilus macht die Bedienerführung schlecht, sogar schlechter, als es zur Erzielung des gewünschten Sicherheitsniveaus erforderlich wäre und die Realisierung unter der Haube sicher.

  • Andere Dateimanager (speziell Caja und Nemo) machen die Bedienerführung besser als Nautilus, sind aber teilweise dabei zu lasch und zusätzlich bei der Realisierung unter der Haube sträflich nachlässig, indem sie eben das speziell für diesen Zweck definierte und entwickelte und sichere Protokoll admin:// gar nicht benutzen, sondern lieber als root laufen und Programme starten.

Für diese Fakten suche ich noch wikitaugliche Formulierungen.

Newubunti

Anmeldungsdatum:
16. Februar 2008

Beiträge: 5149

kB schrieb:

Newubunti schrieb:

[…] Was heißt "...(nur unter X11 möglich)..."?

Dass das, was Du nicht zitierst, nur unter X11 möglich ist.

Bei mir läuft das auch "unter Wayland"

Natürlich läuft das sowohl unter Wayland wie unter X11, weshalb es überhaupt nicht erwähnenswert ist und auch nicht erwähnt wird.

Ja, sorry, war in dem Fall mein Leserfehler! Passt schon so, wie geschrieben!

Bezüglich des Abschnitts "Benutzung" würde ich beispielsweise so formulieren:

Da bei Verwendung des GVFS-Protokolls admin:\\ die Anwendung mit normalen Benutzerrechten, statt unter dem Benutzer root läuft, muss jeweils die Aktion mit Passworteingabe legitimiert werden, die tatsächliche Root-Rechte erfordert. Dadurch kommt es zu etwas mehr Passwortabfragen, als wenn man die gesamte Anwendung mit Root-Rechten startet - was aber im Vergleich unsicherer wäre.

Bei Verwendung des GVFS-Admin-Protokolls kommt es daher in der Regel an folgenden Stellen zu Passwort-Abfragen:

  • Beim Start des GVFS-Admin-Daemons. Dieses Passwort muss einmalig pro Session eingegeben werden - also in der Regel beim ersten Verwenden des Kontextmenüeintrages „Als Systemverwalter bearbeiten“ bzw. „Als Systemverwalter öffnen“.

  • Jedesmal beim Öffnen einer Datei, deren Bearbeitung Root-Rechte erfordert, über das Kontextmenü „Als Systemverwalter bearbeiten“.

  • Jedesmal beim Betreten eines Ordners in Nautilus über das Kontextmenü mittels „Als Systemverwalter öffnen“

Plus dann noch der Abschnitt, den ich im vorigen Post erwähnt habe bezüglich des Nautilus-Verhaltens - links Navigationsspalte vs. Adresszeile.

Kann man sicher auch noch optimieren, erklärt aber IMO sachlich die Benutzung und IMO spricht diese sachliche Darstellung schon ausreichend für sich selbst.

Die Wertung des ganzen kann man dann getrost dem Benutzer überlassen.

LG, Newubunti

karzer Team-Icon

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Danke für den Artikel!

Hast Du die Admin-Oberfläche tatsächlich mit Bionic, Focal & Jammy getestet oder vergessen, das auszutragen?

Treue_Seele

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Funktioniert das nautilus-admin auch bei Ubuntu-mate?

Berlin_1946 Team-Icon

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Treue_Seele schrieb:

Funktioniert das nautilus-admin auch bei Ubuntu-mate?

Bei Mate heißt der Dateimanager Caja und dort ist es im Kontextmenü enthalten.
Siehe Anhang (unterste Zeile).

Dort heißt das "Als Systemverwalter Öffnen".

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noisefloor Team-Icon

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6. Juni 2006

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Hallo,

Funktioniert das nautilus-admin auch bei Ubuntu-mate?

Es funktioniert grundsätzlich dann, wenn nautilus installiert ist. Bzw. nautilus wird als Abhängigkeit mit installiert und in dem Zuge auch alle möglichen Pakete des GNOME-Desktops. Von daher ist eher die Frage, wie sinnvoll es ist, eine Kernkomponente des GNOME Desktops unter einer anderen DE zu installieren.

Gruß, noisefloor

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karzer schrieb:

Hast Du die Admin-Oberfläche tatsächlich mit Bionic, Focal & Jammy getestet

Bereits getestet habe ich es mit Bionic und Jammy. Für Focal erwarte ich keine Überraschungen, aber ein echter Test wird jedenfalls von mir vor Auflösung der Baustelle durchgeführt.

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Berlin_1946 schrieb:

[…] Bei Mate heißt der Dateimanager Caja und dort ist es im Kontextmenü enthalten.
Siehe Anhang (unterste Zeile).

Dort heißt das "Als Systemverwalter Öffnen".

Allerdings ähneln sich nur die Bedienoberflächen von Nautilus und Caja. Unter der Haube sind die Arbeitsweisen grundverschieden. Caja arbeitet in diesem Punkt sogar (im Gegensatz zu Nautilus) derart unsicher, dass ich bei Caja die Deaktivierung/Deinstallation des vorinstallierten Pakets caja-admin empfehle.

Berlin_1946 Team-Icon

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18. September 2009

Beiträge: 10709

kB schrieb:

..., dass ich bei Caja die Deaktivierung/Deinstallation des vorinstallierten Pakets caja-admin empfehle.

Ja, es gibt sogar dazu eine Aussage im Wiki Caja (Abschnitt „Mit-Root-Rechten-arbeiten“). Ich schreibe es hier, weil ja vllt einige User nur hier lesen und nicht immer die Wikis. Da könnte der Link ggf die Neugier wecken.
Es gilt der Spruch "Die Hoffnung stirbt ....". 😉

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Berlin_1946 schrieb:

[…] es gibt sogar dazu eine Aussage im Wiki Caja (Abschnitt „Mit-Root-Rechten-arbeiten“)

Rate mal, von welchem Halunken das stammt!

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