|
Linubtu
Anmeldungsdatum: 5. August 2026
Beiträge: 7
|
An alle Ubuntu-Begeisteren! Ich bin hier absolut neu und in Linux noch ziemlich am Anfang des Kennenlernens. Deshalb wird es leider nicht ausbleiben, das ich hier erstmal noch Fehler machen werde, die aber mit der Zeit hoffentlich immer weniger werden. Mein System, so wie ich es grob beschreiben würde: Ich habe Ubuntu parallel auf eine Festplatte zusammen mit Windows 10 installiert. Die Installation war einigermaßen problematisch, aber mittlerweile, denke ich, passt alles einigermaßen. Falls ihr hierzu mehr Infos benötigt, gerne, soweit es mir möglich ist. Aber nun zu meinem Problem, das für euch sicherlich gar keines ist, sondern nur eine dumme Frage: Ich habe den home-Bereich mit timshift-gtk V.24.01.1 auf eine externe Festplatte gesichert. Beim anschauen der Sicherung habe ich festgestellt, wenn ich vom Ordner snapshot die Eigenschaften öffne, das dort unter dem Ordnernamen in Klammern "Teile des Inhalts unlesbar" steht. Mich würde interessieren, ob man das ignorieren kann, oder ob meine Sicherung defekt ist? Und wenn defekt, was kann man da tun? Bei Typ steht "rsync" und bei "Cron-E-mails für geplante Aufgabe anhalten" Bei Sicherung habe ich "1x wöchentlich" ausgewählt. Mittlerweile auch gesehen, das in den Sicherungen Verknüpfungen fehlerhaft sind? Es wäre überaus nett, wenn ich eine mich beruhigenden Info bekäme,oder aber, was zu tun ist? Dafür schon jetzt meinen herzlichen Dank! Mit freundlichen Grüßen Linubtu Bearbeitet von schwarzheit: Bitte verwende in Zukunft Absätze (2x Enter), um die Lesbarkeit zu verbessern! Und benutze bitte den Vorschaubutton. Danke.
|
|
NurNochDebianUser
Anmeldungsdatum: 18. Februar 2026
Beiträge: 446
|
Bevor ich etwas zu deinen eigentlichen Fragen sage, erst einmal von mir eine Frage an dich:
Falls ja, ist das keine so gute Idee. Nutze zur Datensicherung Partition die mit einem nativen Linux-Dateisystem (z.B. ext4) formatiert wurden. Alles andere bringt früher oder später nur Probleme.
|
|
schwarzheit
Supporter
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2007
Beiträge: 9086
|
ich ergänze erstmal nur: Bei Dualboot ist auch zwingend Fastboot im Win und UEFI zu deaktieren und externe Datenträger immer ordentlich aushängen. Bitte zeige uns mit angesteckter externer Platte, hier im Forum als Codeblock formatiert, die vollständige Ein- und Ausgabe dieses Befehls:
sudo parted --list
(Benutze Kopieren
Strg +
C und Einfügen
Strg +
V . Im Terminal braucht es zusätzlich die
⇧ -Taste.)
|
|
timothy2068
Anmeldungsdatum: 10. März 2025
Beiträge: 643
|
Linubtu schrieb:
das ich hier erstmal noch Fehler machen werde, die aber mit der Zeit hoffentlich immer weniger werden.
Das ist erstmal ne gesunde Einstellung ☺ willkommen bei Linux!
Mein System, so wie ich es grob beschreiben würde: Ich habe Ubuntu parallel auf eine Festplatte zusammen mit Windows 10 installiert. Die Installation war einigermaßen problematisch, aber mittlerweile, denke ich, passt alles einigermaßen. Falls ihr hierzu mehr Infos benötigt, gerne, soweit es mir möglich ist.
Du weißt, dass Windows 10 tot ist und zu riechen anfängt? Auch wenn du den erweiterten Support nutzt, der demnächst Geld kostet, das ist nicht mehr als ein Notnagel. Wenn beides nach Wunsch bootet, ist es installationsmäßig OK.
Beim anschauen der Sicherung habe ich festgestellt, wenn ich vom Ordner snapshot die Eigenschaften öffne, das dort unter dem Ordnernamen in Klammern "Teile des Inhalts unlesbar" steht. Mich würde interessieren, ob man das ignorieren kann, oder ob meine Sicherung defekt ist? Und wenn defekt, was kann man da tun?
Erstmal: timeshift kenne ich nicht, ich nutze Back In Time. Ignorieren würde ich das auf gar keinen Fall, sonst riskierst du, dass genau dann, wenn du auf das Backup angewiesen ist, es unbrauchbar ist. Das ist ganz doof, denn dann kannst du es dir gleich sparen. Aus diesem kühlen Grunde macht man in einem sinnvollen Konzept auch nicht nur eine Sicherung auf ein Medium, sondern mehrere auf mehrere. Dann kann eines kaputtgehen. Eine 1-TB-HDD im USB-Gehäuse kostet heute wirklich kein Geld mehr.
Mittlerweile auch gesehen, das in den Sicherungen Verknüpfungen fehlerhaft sind?
Schlecht. Ich schließe mich der Frage meines Vorredners an: Welches Dateisystemformat ist auf dem Backup-Medium? Da gehört unbedingt ein Linux-kompatibles Dateisystem drauf, auf dem sich Linux-Metadaten und -strukturen auch sauber ablegen lassen. ext4, xfs, zfs, btrfs, das bleibt deinem persönlichen Geschmack überlassen. Auf NTFS geht das entweder gar nicht oder nur mit Klimmzügen. NTFS ist ein reines Windows-Format, das nur von Windows vollständig beherrscht wird. Linux kann einzelne Dateien davon lesen und darauf schreiben, aber das reicht nicht für einen Einsatz als Backupmedium. Wenn das der Fall sein sollte, gibts nur: Backupmedium plattmachen, mit dem Dateisystem deiner Wahl neu formatieren und das Backup neu anlegen, also eine Vollsicherung fahren. Wenn es aber schon ein Linux-Dateisystem ist, dann würde ich von Hardwaredefekten ausgehen und das Medium sofort in den Elektroschrott geben. Vorher deine Daten löschen. Wenn das noch geht. Löschen heißt nicht formatieren, Löschen heißt Überschreiben. Vollständig. Soviel fürs erste. Weiteres nach Bedarf, wenn Rückmeldung von dir gekommen ist bezüglich Dateisystem. Zu deiner persönlichen Erheiterung hier meine persönlichen Backup-Grundsätze:
Ein Backup ist kein Backup. Mehrere parallel machen. Backup ist kein Laufwerk, Backup ist ein Konzept. Ein Backup-Medium hängt genau dann physisch am Rechner, wenn es gebraucht wird. Ansonsten steht es abgestöpselt im Schrank. Nicht am Strom, nicht am Netzwerk. So stellst du sicher, dass grobe Fehlbedienungen, Verschlüsselungstrojaner oder elektrische Überspannungen das Backup nicht erreichen. Schnappschüsse sind nie zu häufig. Inkrementelle Backups mit Hardlinks verbrauchen wenig Platz. Wöchentlich wäre für mich ein Witz, täglich muss sein, bei mehr Arbeit auch mehrmals täglich. Ich will nicht alles nochmal machen. Backupmedien sind verschlüsselt. Immer. Dann kann man sie auch außer Haus lagern. Wenn jemand das Medium klaut, hat er meine Hardware, aber nicht meine Daten. Verschlüsselung braucht auf halbwegs aktuellen System exakt keine merkliche Zeit, da wird nix langsamer.
|
|
weholei
Anmeldungsdatum: 7. Februar 2019
Beiträge: 1081
Wohnort: Mittelfranken
|
timothy2068 hat im Prinzip das wichtigste bereits sehr gut erklärt. Aus eigener Erfahrung möchte ich noch eine Kleinigkeit ergänzen. Bei mir sind persönliche Daten und System getrennt auf einer Partition. Das vereinfacht das Backup und hält es schlank. Es fällt auch leichter, die Daten des Backups zu überprüfen, ob das, was zu sichern ist, da und lesbar ist Mein System sichere ich nicht alle Tage, nur meine Daten. Wer gerne am System herum schraubt, hat sicher andere Prioritäten.
|
|
timothy2068
Anmeldungsdatum: 10. März 2025
Beiträge: 643
|
weholei schrieb:
Bei mir sind persönliche Daten und System getrennt auf einer Partition. Das vereinfacht das Backup und hält es schlank.
Kann man machen, muss man nicht ☺ Wenn man /home auf Dateiebene sichert (also etwa mit rsync oder rsync-Frontends wie BiT), ist es gleich, ob /home ein physisches Verzeichnis im Systemroot ist oder der Mountpunkt einer separaten Partition. Nur wenn man ganze Partitionen spiegelt, ist das wichtig, aber das wäre mir zu speicherplatzfressend und langwierig, dann wird ja die komplette Bruttogröße inkl. Leerraum gesichert.
|
|
schwarzheit
Supporter
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2007
Beiträge: 9086
|
Hinweis: Timeshift ist auch nur eine GUI für rsync.
|
|
weholei
Anmeldungsdatum: 7. Februar 2019
Beiträge: 1081
Wohnort: Mittelfranken
|
Nur wenn man ganze Partitionen spiegelt, ist das wichtig, aber das wäre mir zu speicherplatzfressend und langwierig, dann wird ja die komplette Bruttogröße inkl. Leerraum gesichert.
Genau!
Kann man machen, muss man nicht ☺
Sicher nicht. aber kann Wollte nur sagen, ich habe das schon zu Windows Zeiten gemacht, und die Systempartition auf eine 2. Festplatte kopiert. Damals konnte es schon 2 Stunden dauern, ein Backup des Systems zurück zu spielen. und bin immer gut damit gefahren, weil wenn etwa nicht geht, ist man nervös, das erste Restore klappt oft nicht, weil man irgendeine falsche Taste gedrückt hat... Die HD raus, andere rein, ging meist schneller 😉 Deshalb hab ich auch noch nicht wirklich einen laptop ./edit
und die Systempartition auf eine 2. Festplatte kopiert.
gespiegelt, um Missverständnissen zuvorzukommen
|
|
schwarzheit
Supporter
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2007
Beiträge: 9086
|
@weholei Hör bitte auf hier wieder einen Thread zu entführen. Ich dachte das hatten wir lang und breit geklärt.
|
|
timothy2068
Anmeldungsdatum: 10. März 2025
Beiträge: 643
|
Ein Nachschlag zu timothy2068 schrieb: ext4, xfs, zfs, btrfs, das bleibt deinem persönlichen Geschmack überlassen.
Ich persönlich bevorzuge für Backupmedien eindeutig btrfs, aus zwei Gründen: 1. Es hat viel weniger Overhead als ext4, du hast mehr nutzbaren Nettoplatz auf dem Medium. 2. Btrfs legt beim Schreiben Prüfsummen aller Daten in den Metabereich, nicht nur der Metadaten (das macht ext4 auch), sondern auch der vollständigen Nutzdaten. Backupmedien werden oft beschrieben, aber nur selten gelesen. Das birgt das Risiko, dass lagerungsbedingte Fehler lange unentdeckt bleiben und per Hardlink immer von einem Schnappschuss in den nächsten übernommen werden (wenn du eine alte Datei nie anfasst, verlinkt auch der aktuellste Schnappschuss auf einen jahrealten Datenbereich aus der letzten Vollsicherung). Auf einem btrfs-Dateisystem kannst du alle paar Monate einen Scrub laufen lassen, dabei werden sämtliche gespeicherten Nutzdaten mit den beim Schreiben hinterlegten Prüfsummen verglichen. Achtung, das kann Stunden dauern - so lange wie ein kompletter Lesevorgang des gesamten Inhalts. Aber danach weißt du, dass/ob alle Daten noch vollständig intakt sind. Wenn Scrub einen Fehler meldet (das kann ein einzelner Bitkipper sein), würde ich alles löschen und mit einer Komplettsicherung neu anfangen. Diese Sicherheit bieten mir die meisten anderen Dateisystemformate nicht.
|
|
schwarzheit
Supporter
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2007
Beiträge: 9086
|
@timothy2068 Auch das ist hier alles nicht hilfreich. Timeshift macht IMMER komplette Sicherungen und behält davon immer die letzten X.
|
|
Mylin
Anmeldungsdatum: 23. Juli 2024
Beiträge: 559
|
schwarzheit schrieb:
... Timeshift macht IMMER komplette Sicherungen ...
Das war schon 2015 nicht so.
... Das Backup-Programm Timeshift erstellt differenzielle Backups, um Speicherplatz zu sparen, und nutzt dabei Hardlinks.
https://www.computerwoche.de/article/2859222/timeshift-backups-von-systemdateien-in-linux-anlegen.html
|
|
Thomas_Do
Moderator
Anmeldungsdatum: 24. November 2009
Beiträge: 8956
|
Bitte beim Thema bleiben. Linubtu hat eine konkrete Frage gestellt und es wurden dann von den Supportern Rückfragen gestellt. Das ist hier kein allgemeiner Thread zu Backupstrategien oder zur Diskussion von Programm-Features.
|
|
Mylin
Anmeldungsdatum: 23. Juli 2024
Beiträge: 559
|
Linubtu schrieb: ...Beim anschauen der Sicherung habe ich festgestellt, wenn ich vom Ordner snapshot die Eigenschaften öffne, das dort unter dem Ordnernamen in Klammern "Teile des Inhalts unlesbar" steht. Mich würde interessieren, ob man das ignorieren kann, oder ob meine Sicherung defekt ist?
Kannst du getrost ignorieren, liegt an den Rechten des Benutzers mit dem du das Sicherungsverzeichnis betrachtest.
... Mittlerweile auch gesehen, das in den Sicherungen Verknüpfungen fehlerhaft sind?
Kannst du getrost ingorieren, das sind Verknüpfungen mit Pfad ../ABC/XYZ der am Sicherungsort natürlich so nicht existiert und deshalb nicht gefunden werden kann. @Thomas_Do So was beim Thema, allerdings wurde zur verwendeten Software zur Thematik Quark geschrieben. Um den Fragesteller nicht noch mehr zu verunsichern, gehörte dies klar gestellt.
|
|
schwarzheit
Supporter
Anmeldungsdatum: 31. Dezember 2007
Beiträge: 9086
|
Mylin schrieb:
@Thomas_Do So was beim Thema, allerdings wurde zur verwendeten Software zur Thematik Quark geschrieben. Um den Fragesteller nicht noch mehr zu verunsichern, gehörte dies klar gestellt.
Es ging wahrscheinlich auch weniger um deine Klarstellung.
|