Hallo zusammen,
es geht um das Brennen ganzer ISOs (kein multiple session, kein Packet-Writing, nicht wiederbeschreibbar) von Blu-rays mit Daten. Falls dies nicht das richtige Forum ist, so bitte ich um Hinweis/verschieben.
Zuletzt habe ich Blu-rays mit 16.04 mit Cdrtools und K3b gebrannt inkl. Files >20GB. Diese werden mir heute wie folgt angezeigt:
Disc: UDF 1.02
Das ausgelesene ISO: UDF Filesystem data (version 1.50)
Nun möchte ich Blu-rays mit 22.04 brennen.
Ich bitte um Anmerkungen und Korrektur zu "Aktuelle Situation" und "Fragen".
Danke und Viele Grüße, Lars
Aktuelle Situation
Mit Cdrtools von Jörg Schilling gab es aktuelle, gepflegte Tools, mit denen man UDF discs erzeugen konnte.
Letztes Jahr ist Jörg Schilling verstorben und es ist unklar, wie es mit Cdrtools weiter geht.
Cdrkit ist fehlerbehaftet und quasi tot, obgleich weiterhin von den Distros verpackt.
Nunmehr gibt es xorriso und libburnia. Beides aktuelle, gepflegte Tools, die als Ubuntu packages verfügbar sind.
xorriso erstellt aber keine UDFs. Dazu heißt es von xorriso-Entwicklern/Nutzern sinngemäß:
UDF braucht man für den Anwendungsfall gar nicht. Man möge ISO_9660 mit Rock_Ridge und Joilet verwenden (was mir als Rückschritt gegenüber UDF erscheint)
Es gibt udftools mit mkudffs. Die Verwendungsmöglichkeit ist für mich noch unklar.
Bezüglich Nutzung mit graphischer GUI:
K3B: Für xorriso und libburnia gibt es Cdrkit-kombatibilitäts-Modi. Aber man muss aufpassen, dass man mit K3B nicht doch versehentlich die Cdrkit-Tools verwendet (werden zusammen installiert).
Xfburn: hat native Unterstützung für libburnia, soweit ich das verstanden habe. Unbekannt ist mir noch, wie die ISOs erstellt werden (xorriso oder Cdrkit).
Fragen
Das Iso könnte ich nun mit xorriso in ISO_9660 mit Joilet und Rock_Ridge erstellen.
Dazu hoffe ich, dass die Filenamen unter Rock_Ridge und Joilet identisch sind, oder die md5-Checksums fliegen mir unter Windows um die Ohren.
Brennen mit libburnia auf der Kommandozeile oder mit Xfburn
Oder gibt es eine Möglichkeit, mit den aktuellen kostenfreien Tools UDF discs zu erstellen?
Die Erzeugung eines BDR-konformen ISO wird mit udftools nicht unterstützt, weil der Kernel UDF 2.50 nicht beschreiben kann und mkudffs für den Medientyp BDR die Version 2.50 erfordert.
Wie hat Cdrtools die bisherigen Discs (disc Format 1.02, fileformat 1.50) erstellt?
Kann man das mit mkudffs und libburnia ebenfalls? Einfach mit mkudffs ein UDF in 1.50 erstellen (mit welchen Parametern genau?) und einfach mit libburnia/xfburn das UDF iso brennen? Oder geht das schief?
Nutzt Ihr ISO9660 oder UDF und wie schätzt Ihr die Zukunft zu den tools ein?
Hintergrundgeschichte und Details
Ursprünglich gab es Cdrtools von Jörg Schilling https://de.wikipedia.org/wiki/Cdrtools (cdrecord sowie mkisofs für ISO9660 und UDF).
Aufgrund unterschiedlicher Ansichten zu Lizenzen wurden mit Ubuntu Alternativ-Versionen der Tools (wodim, genisoimage) ausgeliefert https://en.wikipedia.org/wiki/Cdrkit.
Aufrufe der Cdrtools wurden/werden in Ubuntu kommentarlos auf die Alternativtools von Cdrkit umgeleitet.
Den Cdrkit-Tools wird nachgesagt, dass sie nicht richtig funktionieren und die Entwicklung ist eingestellt.
Jörg Schilling hatte Fremd-Repositories, auch für die jeweiligen Ubuntu-Versionen, erstellt. Das konnte man laden und hatte so die ursprünglichen, weniger fehlerbehafteten Tools.
So habe ich damals mit K3b UDF discs (1.02) erstellt, die unter Windows und Linux gut lesbar sind.
Die Standards
Der ursprüngliche Standard ist ISO_9660 https://en.wikipedia.org/wiki/ISO_9660
Aufgrund der Beschränkungen von ISO_9660 hat Microsoft die Erweiterung Joilet dazu erfunden https://en.wikipedia.org/wiki/ISO_9660#Joliet
Aufgrund der Beschränkungen von ISO_9660 haben die Posix-Leute die Erweiterung Rock_Ridge dazu erfunden https://en.wikipedia.org/wiki/ISO_9660#Rock_Ridge
Und von Apple gibt es auch was.
UDF ist der Nachfolger von ISO_9660 und behebt die Einschränkungen von ISO_9660 https://en.wikipedia.org/wiki/Universal_Disk_Format
Artikel hier im Forum und
Zu dem Thema gibt es hier um Forum einige Artikel. Diese enthalten die Informationen aus "Hintergrundgeschichte und Details"
https://wiki.ubuntuusers.de/UDF/ (Im Gegensatz zum Artikel ist ISO_9660 auf Level3 wohl nicht auf eine Dateigröße von 2GiB beschränkt)
https://wiki.ubuntuusers.de/DVD-RAM/ (nimmt Bezug auf UDFtools)