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Bröckelt die letzte Bastion?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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hurzpfurz hat geschrieben:

Nenn mir mal die Hardware, die noch produziert wird aber schlecht oder gar nicht unter Windows funktioniert!

Schönes Beispiel gefällig? Creative X-Fi. Da hat Microsoft einfach die komplette Schnittstelle gestrichen. 😈

Gibt etliche Hersteller die ganz schrecklich von Vista überrascht wurden.
Und ebenso welche, die nurnoch Vista unterstützen und sich wundern, warum die Kunden meckern dass es unter XP nicht geht.

Und inzwischen hat Creative sogar über den OSS-Weg auch Linux-Treiber unter der GPL freigegeben. 😈

Wiegesagt, ist schön wenn bei Dir alles läuft... aber Ahnung wie es allgemein aussieht in der Windows-Welt hast Du damit leider nur sehr begrenzt.

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Ja, das ist schon lustig, die größten Verfechter von CSS-Treibern finden plötzlich OpenAL ganz toll 😉 (da hat es mal die richtigen erwischt)

Flinux

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Adadnarari hat geschrieben:

5.Im öffentlichen bereich kann man z.B. die Stadtverwaltung von München anführen, die ja auf Linux(Suse(?)) umgestiegen ist.

Das LiMux ist ein Derivat von Debian GNU/Linux 3.1:
http://www.muenchen.de/Rathaus/dir/limux/ueberblick/147193/status.html#Technik_

Thunder101

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adun hat geschrieben:

Ja, das ist schon lustig, die größten Verfechter von CSS-Treibern finden plötzlich OpenAL ganz toll 😉 (da hat es mal die richtigen erwischt)

Na ja ich glaube die haben auch keine große Wahl mehr was das angeht. In Zeiten wo alles zunehmend auf den Mainboards integriert wird wird der Markt für Zusatzkarten auch irgendwo kleiner. Mir ist aktuell aber auch kein Mainboard bekannt wo Soundchips von Creative verbaut wären, da hat man wohl gepennt. Und ich schätze Creative wäre schon längst in dem Punkt Wasser saufen gegangen wenn sich Aureal3d und nicht EAX bei den Games durchgesetzt hätte und Creative Aureal nicht hätte aufkaufen können. Monopolstellung halt, mal wieder 😉.

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Newubunti

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Rotbart van Dainig hat geschrieben:

...

Gibt etliche Hersteller die ganz schrecklich von Vista überrascht wurden.
Und ebenso welche, die nurnoch Vista unterstützen und sich wundern, warum die Kunden meckern dass es unter XP nicht geht.

Mal noch eins vorweg: Ich schreibe hier nicht gegen Linux, denn ich persönlich finde das ein tolles OS, aber hier verdrehst Du die Tatsachen schon ein wenig:

Richtig ist zunächst mal, dass es besonders im ersten Vista-Release-Jahr, noch zahlreiche Probleme gab. Sehr viele davon Hardware/Treiber bedingt, aber auch die von Dir aufgeführten Probleme mit Applikationen sind Realität.

Die Frage ist nun aber woran das liegt:
Niemand ist von Vista überrascht worden, das ist falsch. Die MS Beta-Phasen sind lang genug. Ich bin seit den Beta-Phasen bei Vista dabei.

Das Problem ist ein ganz anderes:
Hardware und Softwarefirmen und auch teilweise Admins haben sich schlicht zu spät mit Vista auseinandergesetzt - und das geschieht bewusst. Es wird nämlich mittlerweile immer erst mal abgewartet, wie das System beim Anwender ankommt. Hier beißt sich die Kazte aber in den eigenen Schwanz: Damit Vista beim Anwender ankommt, muss es natürlich anständig laufen. Dazu ist aber MS - aufgrund eines starken Umbaus des Betriebssystems - auf das Mitwirken der Soft- und Hardwarehersteller angewiesen. Die verweigern sich aber möglichst lange, bis sie sicher sein können, dass sich Ihr Einsatz auch rechnet.

Zeit genug hätten die Firmen aber gehabt. Nur im MS-Markt wird halt Geld verdient und hier hätten für einen reibungslosen Wechsel, die Herstelle in Vorlage treten müssen - zumindest teilweise. Wer macht das in den schnelllebigen Zeiten aber noch?

Der Umstieg von 2000 auf XP war nicht so problematisch. Hier gab es ja auch keine wesentlichen Änderungen am System. Bei Vista ist aber wirklich viel umgebaut worden, schließlich sogar das Deployment-Verfahren, dass ja bei 2000 und XP absolut identisch war.

Das alles sagt über die eigentliche Qualität des Betriebssystems Vista an sich aber nichts aus. Die ist nämlich um Längen besser als Ihr Ruf.

Ich halte Vista für ein besseres OS als XP - vorausgesetzt es wird alles anständig auf Vista protiert - das ist aber nicht das Problem von Vista an sich.

MS hat m.E. kein schlechtes OS herausgebracht, muss sich aber fragen lassen, ob die Rollout-Strategie richtig war. Hier kann man MS sicher am ehesten Vorwürfe machen.

Aus dem Gesagten wird dann auch verständlich, warum der Admin seinem Freund den bekannten Rat gibt: "Kein MS vor SP1!"

In der Pre-SP1-Phase legen sich die Firmen eben noch nicht voll in die Adaptierung auf das neue OS, sondern warten erst mal dessen Entwicklung am Markt ab. Wirtschaftlich verständlich, für den Endanwender aber die problematischste Phase bezüglich MS-Betriebssystemen.

Gruß,
Martin

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26. Mai 2006

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Newubunti hat geschrieben:

Niemand ist von Vista überrascht worden, das ist falsch.

Das ist Sarkasmus.
Newubunti hat geschrieben:

Hardware und Softwarefirmen und auch teilweise Admins haben sich schlicht zu spät mit Vista auseinandergesetzt - und das geschieht bewusst. Es wird nämlich mittlerweile immer erst mal abgewartet, wie das System beim Anwender ankommt. Hier beißt sich die Kazte aber in den eigenen Schwanz: Damit Vista beim Anwender ankommt, muss es natürlich anständig laufen. Dazu ist aber MS - aufgrund eines starken Umbaus des Betriebssystems - auf das Mitwirken der Soft- und Hardwarehersteller angewiesen. Die verweigern sich aber möglichst lange, bis sie sicher sein können, dass sich Ihr Einsatz auch rechnet.

Effektiv hat Vista also dasselbe Problem wie 'Linux'. 😈
Newubunti hat geschrieben:

Ich halte Vista für ein besseres OS als XP - vorausgesetzt es wird alles anständig auf Vista protiert - das ist aber nicht das Problem von Vista an sich.

Was reine Leistung angeht ist es eindeutig schlechter als XP... und die neuen Ideen wurden nur halbherzig umgesetzt - nicht mal das neue Dateisystem hat es geschafft.

Und allein die Tatsache, dass man SP1 nicht slipstreamen kann rollt jedem Admin aktuell die Zehennägel hoch.

Newubunti

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16. Februar 2008

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Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Newubunti hat geschrieben:

Niemand ist von Vista überrascht worden, das ist falsch.

Das ist Sarkasmus.

Wieso? Oder war das von Dir sarkastische gemeint? Sorry, aber hier verstehe ich gerade nicht, was Du mir sagen willst. Das meine ich jetzt ernsthaft. Ich teile viele Deiner Ansichten, aber das mit dem "überrascht worden" überhaupt nicht. Deshalb würde es mich schon interessieren, warum Du der Ansicht bist bzw. wie es gemeint war - auch wenn das alles OT ist, aber das ist es ja nun schon - mit einigen Ausanhemen - schon seitenlang.

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Newubunti hat geschrieben:

Hardware und Softwarefirmen und auch teilweise Admins haben sich schlicht zu spät mit Vista auseinandergesetzt - und das geschieht bewusst. Es wird nämlich mittlerweile immer erst mal abgewartet, wie das System beim Anwender ankommt. Hier beißt sich die Kazte aber in den eigenen Schwanz: Damit Vista beim Anwender ankommt, muss es natürlich anständig laufen. Dazu ist aber MS - aufgrund eines starken Umbaus des Betriebssystems - auf das Mitwirken der Soft- und Hardwarehersteller angewiesen. Die verweigern sich aber möglichst lange, bis sie sicher sein können, dass sich Ihr Einsatz auch rechnet.

Effektiv hat Vista also dasselbe Problem wie 'Linux'. 😈

Das ist für das erste Erscheinungsjahr von Windows-Betriebssystemen in der Tat so. Anfangs hapert es an Treibern und anständiger Softwareportierung. Je nachdem, wie gravierend MS das OS geändert hat - und das war bei jetzigen Wechsel eindeutig viel stärker der Fall, als beim Wechsel 2000 > XP - wirkt sich dieser Umstand stärker oder schwächer aus. Bei Vista in dem Fall stärker.

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Newubunti hat geschrieben:

Ich halte Vista für ein besseres OS als XP - vorausgesetzt es wird alles anständig auf Vista protiert - das ist aber nicht das Problem von Vista an sich.

Was reine Leistung angeht ist es eindeutig schlechter als XP... und die neuen Ideen wurden nur halbherzig umgesetzt - nicht mal das neue Dateisystem hat es geschafft.

Das bestreite ich auch gar nicht. Nur ist dieser Umstand bei MS Tradition. Das neue Betriebssystem läuft auf vergleichbarer Hardware langsamer, als das alte. Find' ich zwar persönlich auch nicht toll, ist aber nicht so, dass das nun eine Vista-Neuheit wäre. Außerdem hat man MS ja auch noch von Seiten der Unterhaltungsindustrie zum DRM-Wahn verdonnert - dass dürfte nicht unerhebliche Entwicklungsresourcen gekostet haben.

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Und allein die Tatsache, dass man SP1 nicht slipstreamen kann rollt jedem Admin aktuell die Zehennägel hoch.

Dann soll sich der Admin eben bei MS die Vista-Version mit bereits integriertem SP1 runterladen. Hat bei mir problemlos geklappt.

BTW:
Ich will auch gar nicht behaupten, dass bei Vista alles perfekt liefe, aber es hat eben auch ein erheblicher Umbau stattgefunden. Und die Schritte gehen dabei in die richtige Richtung. Natürlich macht es teilweise den Eindruck, als hätte man für die ein oder andere Entwicklung noch mehr Zeit gebraucht. Die kann sich ein börsennotiertes Unternehmen heute aber im Nachhinein (leider) nicht mehr leisten, weil eine Release-Verzögerungs-Ankündigung in aller Regel mit starken Kursverlusten einhergeht.

Ich finde es halt einfach nur grundlegend falsch, die Probleme bei MS-Betriebssystemen alleine MS in die Schuhe schieben zu wollen. Die Informationen über Vista waren lange vor dem Release bekannt. Was die Firmen daraus dann machen, kann von MS letztendlich nicht vollständig beeinflusst werden. Dass der Anwender dabei letztlich der Dumme ist, ist natürlich mist.

Und wie gesagt mir geht es hier nicht um ein Kräftemessen Linux - Windows, bei dem ich jetzt generell den Windows-Verteidiger mime. Ich mache Linux bei den (noch) bestehenden Hardwareproblemen z.B. auch nicht verantwortlich. Wenn die Hardwarehersteller einerseits keine Treiber für ein OS zur Verfügung stellen und dann auch nicht offenlegen, wie man den allgemein darauf zugreifen kann, dann kann man das Linux nicht ankreiden. Es ist logische Folge, dass eine Treiberentwicklung unter Linux, dann mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Gleiches gilt letztlich auch für Windows - wobei natürlich MS aufgrund der Marktmacht schon die besseren Möglichkeiten der Einflussnahme hat. Unbegrenzt sind die aber auch nicht.

Gruß,
Martin

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Newubunti hat geschrieben:

Oder war das von Dir sarkastische gemeint?

Ja.

Newubunti hat geschrieben:

Nur ist dieser Umstand bei MS Tradition. Das neue Betriebssystem läuft auf vergleichbarer Hardware langsamer, als das alte.

Vista bricht in dem Zusammenhang allerdings neue Rekorde, insbesondere was Netzwerk und Kopieren angeht.

Newubunti hat geschrieben:

Dann soll sich der Admin eben bei MS die Vista-Version mit bereits integriertem SP1 runterladen.

..und die angepassten Versionen alle neu bauen. Ich sag ja, große Freude.

Newubunti hat geschrieben:

Natürlich macht es teilweise den Eindruck, als hätte man für die ein oder andere Entwicklung noch mehr Zeit gebraucht. Die kann sich ein börsennotiertes Unternehmen heute aber im Nachhinein (leider) nicht mehr leisten, weil eine Release-Verzögerungs-Ankündigung in aller Regel mit starken Kursverlusten einhergeht.

Das macht es nur nicht besser.
Aber zumindest illustriert es der Allgemeinheit sehr schön die Schattenseiten eines Monopols.

Newubunti hat geschrieben:

Ich finde es halt einfach nur grundlegend falsch, die Probleme bei MS-Betriebssystemen alleine MS in die Schuhe schieben zu wollen. Die Informationen über Vista waren lange vor dem Release bekannt. Was die Firmen daraus dann machen, kann von MS letztendlich nicht vollständig beeinflusst werden. Dass der Anwender dabei letztlich der Dumme ist, ist natürlich mist.

Wobei einige API/ABI-Brüche einfach passiert sind, um die eigene Monopolstellung auszubauen.
Bei Antiviren-Software haben sie klein beigegeben, Soundkarten dagegen gnadenlos abgesägt.

JimPanse

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1. April 2005

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Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Vista bricht in dem Zusammenhang allerdings neue Rekorde, insbesondere was Netzwerk und Kopieren angeht.

Das stimmt einfach nicht.
Das Kopieren ist tatsächlich sogar schneller geworden. Das Problem ist nur die "gefühlte" Performance. Nachzulesen z.B. hier http://www.codinghorror.com/blog/archives/001058.html
Das Netzwerk ist auch nicht langsam geworden, was man z.B. an der neuen Windows Server 2008 Version (mit dem selben TCP/IP Stack wie Vista ihn hat) sehen kann.

Irgendwie wirfst du hier ständig irgendwelche Behauptungen in den Raum ohne sie zu belegen. Ich warte übrigens immer noch auf den Beweis das Microsofts NTFS Implementierung langsamer ist als ntfs-3g.

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Beiträge: 2870

JimPanse hat geschrieben:

Das stimmt einfach nicht.

Doch.

JimPanse hat geschrieben:

Das Netzwerk ist auch nicht langsam geworden

Das Netzwerk wird künstlich gedrosselt.

JimPanse hat geschrieben:

Ich warte übrigens immer noch auf den Beweis das Microsofts NTFS Implementierung langsamer ist als ntfs-3g.

Wiegesagt, wenn ich den Link finde bekommst Du ihn. Es war allerdings erwähnt dass NTFS-3G in dem Fall deutlich mehr CPU verbraucht... also könnte es einfach eine Drosselung des Windows-NTFS-Treibers sein.

Wobei, hier und hier wird auch erwähnt dass der NTFS-TReiber von Microsoft nicht ganz optimal ist... und im Benchmark darüber ist NTFS-3G gleichauf mit XFS... insofern...

JimPanse

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1. April 2005

Beiträge: 623

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Doch.

Nein

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

Das Netzwerk wird künstlich gedrosselt.

Das war ein Bug der von Microsoft schon lange zugegeben wurde, und sowieso nur in den aller seltesten Fällen in Erscheinung treten sollte. Wahrscheinlich ist er auch schon längst gefixt.

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JimPanse hat geschrieben:

Nein

Lesen:

To be fair, some participants on this monster, 478-post thread on Microsoft's TechNet site have reported success in eradicating the Vista malady. Some report SP1 does speed things up. Others have seen improvements after running through a series of steps that includes disabling Windows search service, tweaking Vista's user account control settings and setting network interface cards at half duplex or auto negotiate.

Ergo: Bei etlichen Leuten dauert es trotzdem länger.

JimPanse hat geschrieben:

Das war ein Bug

Nein, das ist/war ein extrem hässlicher Hack der dafür sorgen soll dass die höhere Prozessorlast durch Netzwerk nicht auffällt.

JimPanse hat geschrieben:

der von Microsoft schon lange zugegeben wurde

Wäre ja sonts noch schöner...

JimPanse hat geschrieben:

und sowieso nur in den aller seltesten Fällen in Erscheinung treten sollte.

Klar, wer will auch schon Musik hören während er Daten übers Netzwerk kopiert. 🙄

JimPanse hat geschrieben:

Wahrscheinlich ist er auch schon längst gefixt.

Das sollte man hoffen - aber da Du so wert auf Referenzen legst: Bitte gib den Link zum Hotfix.

Thunder101

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5. Februar 2008

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Ja Nein Doch Nicht, wie auch immer, bekommt euch wieder ein 😉. Das performanteste Win ist bis jetzt noch immer Win95 glaube ich 🐸 😛.
Auch kein Wunder bei zunehmenden Leistungs- und Hardwarehunger der bei Windows kontinuierlich gestiegen ist. Da lob ich mir echt Linux welches auch auf ältere Systeme eine gute Figur macht im Gegensatz zu Windows.

thelyfox

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8. August 2007

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adun hat geschrieben:

Eine andere Sicht des Themas (englisch): http://arstechnica.com/news.ars/post/20080320-pc-game-developer-has-radical-message-ignore-the-pirates.html

Von irgend einem Hobby Blocker? Sag imho kaum was aus und sowas lesen die Firmen ja wohl selten.

Newubunti hat geschrieben:

Rotbart van Dainig hat geschrieben:

...

Gibt etliche Hersteller die ganz schrecklich von Vista überrascht wurden.
Und ebenso welche, die nurnoch Vista unterstützen und sich wundern, warum die Kunden meckern dass es unter XP nicht geht.

Mal noch eins vorweg: Ich schreibe hier nicht gegen Linux, denn ich persönlich finde das ein tolles OS, aber hier verdrehst Du die Tatsachen schon ein wenig:

Richtig ist zunächst mal, dass es besonders im ersten Vista-Release-Jahr, noch zahlreiche Probleme gab. Sehr viele davon Hardware/Treiber bedingt, aber auch die von Dir aufgeführten Probleme mit Applikationen sind Realität.

Die Frage ist nun aber woran das liegt:
Niemand ist von Vista überrascht worden, das ist falsch. Die MS Beta-Phasen sind lang genug. Ich bin seit den Beta-Phasen bei Vista dabei.

Das Problem ist ein ganz anderes:
Hardware und Softwarefirmen und auch teilweise Admins haben sich schlicht zu spät mit Vista auseinandergesetzt - und das geschieht bewusst. Es wird nämlich mittlerweile immer erst mal abgewartet, wie das System beim Anwender ankommt. Hier beißt sich die Kazte aber in den eigenen Schwanz: Damit Vista beim Anwender ankommt, muss es natürlich anständig laufen. Dazu ist aber MS - aufgrund eines starken Umbaus des Betriebssystems - auf das Mitwirken der Soft- und Hardwarehersteller angewiesen. Die verweigern sich aber möglichst lange, bis sie sicher sein können, dass sich Ihr Einsatz auch rechnet.

Zeit genug hätten die Firmen aber gehabt. Nur im MS-Markt wird halt Geld verdient und hier hätten für einen reibungslosen Wechsel, die Herstelle in Vorlage treten müssen - zumindest teilweise. Wer macht das in den schnelllebigen Zeiten aber noch?

Der Umstieg von 2000 auf XP war nicht so problematisch. Hier gab es ja auch keine wesentlichen Änderungen am System. Bei Vista ist aber wirklich viel umgebaut worden, schließlich sogar das Deployment-Verfahren, dass ja bei 2000 und XP absolut identisch war.

Das alles sagt über die eigentliche Qualität des Betriebssystems Vista an sich aber nichts aus. Die ist nämlich um Längen besser als Ihr Ruf.

Ich halte Vista für ein besseres OS als XP - vorausgesetzt es wird alles anständig auf Vista protiert - das ist aber nicht das Problem von Vista an sich.

MS hat m.E. kein schlechtes OS herausgebracht, muss sich aber fragen lassen, ob die Rollout-Strategie richtig war. Hier kann man MS sicher am ehesten Vorwürfe machen.

Aus dem Gesagten wird dann auch verständlich, warum der Admin seinem Freund den bekannten Rat gibt: "Kein MS vor SP1!"

In der Pre-SP1-Phase legen sich die Firmen eben noch nicht voll in die Adaptierung auf das neue OS, sondern warten erst mal dessen Entwicklung am Markt ab. Wirtschaftlich verständlich, für den Endanwender aber die problematischste Phase bezüglich MS-Betriebssystemen.

Gruß,
Martin

Warum muss Vista "ein bisschen unkompatibel" werden? Manche Sachen gehen, andere Sachen gehen nicht. Toll. Also wenn Kompatibilität bewahren dann bitte richtig. Ich hätte ja auch nichts dagegen wenn sie mal komplett von vorn anfangen was nicht kompatibel ist aber dafür um Längen besser (und dann dort den Kompatiblitätslayer auf Wunsch nachliefern).