ubuntuusers.de

Partitionstyp blkid fdisk parted zeigen Unterschiedliches

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Lubuntu 26.04 (Resolute Raccoon)
Antworten |

idealist_100

Anmeldungsdatum:
17. Dezember 2025

Beiträge: 51

Kann mir jemand erklären, was ich mit den Aussagen von fdisk (W95 FAT32), blkid (vfat), parted (fat32) zum Partitionstyp mache. Überhaupt bezüglich der Eignung zum sichern von Verzeichnissen von einem exFAT-formatierten USB-Stick.

Habe eine 500 GB Magnetfestplatte zur Datensicherung. Ich verwende den USB-Anschluss, hat aber auch eSata. Die Platte habe ich schon seit ca. 2018. Darauf mehrere Partionen, die mit älterem Knoppix angelegt wurden. Kein Ahnung mehr mit welchem Dateisystemtyp formatiert.

Seit neuestem muss ich von exFAT-USB-Stick sichern. Den hatte ich eigentlich formatiert um große ISO-Images herunterzuladen. Dann hatte ich die Idee, noch so einiges zum Thema Linux, dass ich mir erarbeitet habe, dort mit auf Verzeichisse zu speichern. Das war teilweise aufwändig erarbeitetes Wissen, das ich, wenn wenig benutzt auch nicht im Kopf behalte.

Nun habe ich auf dem USB-Stick versehentlich etwas von diesem Wissen gelöscht, indem ich ein Verzeichnis, statt es zu kopieren, verschoben habe (in einem Live-Stystem), sollte da eigentlich nur sein, solange ich was ausprobiere. Nach einem Neustart fiel mir dann auf, dass Verzeichnisse fehlen. Aber nicht alle Verzeichnisse, so dass ich die noch vorhandenen vor Wiederherstellungsversuchen sichern möchte (read only eingehängt natürlich).

Nun zum Problem. Überprüfung der Sicherungsplatte um festzustellen welche Partitionen mir welchem Dateityp formatiert sind, ergibt unterschiedliche Ergebnisse.

Unter LUbunt 26.04 Testmodus. Weil im Testmodus alle möglichen Systempartitonen automatisch eingehängt werden, zeige ich nur die von der Sicherungsplatte.

Die (meines Erachtens) relevanten Zeilen habe ich mit ##ToDo00 und Kommentar markiert. Das hilft mir auch für meine Doku, in meinen Dateien.

 1
 2
 3
 4
 5
 6
 7
 8
 9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
lubuntu@lubuntu:~$ fdisk -l
... 
Disk /dev/sdb: 465,76 GiB, 500107862016 bytes, 976773168 sectors
Disk model: HD503HI         
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0x0003bd12

...
Device     Boot    Start       End   Sectors   Size Id Type
/dev/sdb1             63  10249469  10249407   4,9G  b W95 FAT32   
/dev/sdb2       10249470  18844244   8594775   4,1G  b W95 FAT32
/dev/sdb3       18844245  27439019   8594775   4,1G 83 Linux
/dev/sdb4       27439104 976773119 949334016 452,7G  5 Extended     ###ToDo000000 sdb4 ist die erweiterte Partition
/dev/sdb5       27441152  60995583  33554432    16G  b W95 FAT32
/dev/sdb6       60997632  63094783   2097152     1G  b W95 FAT32
/dev/sdb7       63096832 964216831 901120000 429,7G  b [mark]W95 FAT32[/mark]    ###ToDo000000 sdb7 ist die fragliche riesige Partition   - mit fdisk "W95 FAT32"
lubuntu@lubuntu:~$ 

Im folgenden meldet blkid "vfat". Das Unbunt-Wiki verlinkt irgendwo auf wikipedia zu vfat verlinkt https://de.wikipedia.org/wiki/File_Allocation_Table#VFAT

VFAT (Virtual File Allocation Table) ist eine Erweiterung des FAT-Formats zur Verwendung langer Dateinamen, die auf FAT12, FAT16 und (seit dessen Einführung im Jahr 1996) auch auf FAT32 angewendet werden kann. Gelegentlich wird im Sprachgebrauch auch fälschlich VFAT mit FAT32 gleichgesetzt.

Problem: ich habe keine Ahnung, mit welchem Dateisystemtyp ich das Dateisystem beim Anlegen formatiert hatte.

1
2
3
4
5
6
7
8
9
lubuntu@lubuntu:~$ sudo blkid -o list -w /dev/null
device                 fs_type   label      mount point                UUID
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------
/dev/sdb2              vfat      DATEN_F-1  (not mounted)              84EB-3E30   ###ToDo000000 blkid  vfat bei allen - welche Device-Nr.?
/dev/sdb7              vfat                 (not mounted)              55BE-6010
/dev/sdb5              vfat      DATEN_M    (not mounted)              B703-E72B
/dev/sdb3              vfat                 (not mounted)              D5F9-57DB
/dev/sdb1              vfat      Doku_FAT32 (not mounted)              84B5-79F6
/dev/sdb6              vfat      Disketten  (not mounted)              BCBA-8B40

Am Rande: parted gibt außerdem als Hersteller der Platte "Samsung" aus. Auf dem Aufkleber steht "Verbatim".

 1
 2
 3
 4
 5
 6
 7
 8
 9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
lubuntu@lubuntu:~$ sudo parted -l
Model: Intenso Ultra Line (scsi)
Disk /dev/sda: 31,9GB
Sector size (logical/physical): 512B/512B
Partition Table: gpt
Disk Flags: 

Number  Start   End     Size    File system  Name       Flags
 1      32,8kB  3913MB  3913MB               ISO9660    hidden, msftdata
 2      3913MB  3918MB  5272kB               Appended2  boot, esp
 3      3918MB  3918MB  307kB                Gap1       hidden, msftdata
 4      3920MB  31,9GB  28,0GB  ext4

Model: SAMSUNG HD503HI (scsi)
Disk /dev/sdb: 500GB
Sector size (logical/physical): 512B/512B
Partition Table: msdos
Disk Flags: 

Number  Start   End     Size    Type      File system  Flags
 1      32,3kB  5248MB  5248MB  primary   fat32
 2      5248MB  9648MB  4401MB  primary   fat32
 3      9648MB  14,0GB  4401MB  primary   fat32
 4      14,0GB  500GB   486GB   extended
 5      14,0GB  31,2GB  17,2GB  logical   fat32
 6      31,2GB  32,3GB  1074MB  logical   fat32
 7      32,3GB  494GB   461GB   logical   [mark]fat32 [/mark]         ###ToDo000000 parted meldet fat32
 
...

Wenn ich das dann geklärt habe, muss ich mich damit beschäftigen, ob ich Dateien von exFAT auf eine der Partitionen kopieren/sichern kann. Ich weiß, das gab es schon mal eine Frage, wo jemand der Meinung war, das wäre nicht gut. Oder ob ich eine Partition irgendwie ganz frei räumen muss, um diese mit exFAT zu formatieren. Das gefällt mir irgendwie nicht so richtig, an einer Sicherungsplatte mit Daten drauf noch irgendwelche Partitionen die ich leer mache neu zu formatieren.

Ich weiß, eigentlich sollte ich sowieso 2 Sicherungsdatenträger haben. Nur bekommt man heute kaum noch USB-2-anschließbare Magnetfestplatten - zumindest nicht beim Saturn um die Ecke.

Habe bisher schon öfter USB-Stick-Verzeichnisse auf eine Partition dort gesichert, ohne zu wissen, welchen Dateisystemtyp dieser Stick hat (weil nach Kauf nicht geändert). Hatte zwar im Hinterkopf, dass es evtl. auch USB-Sticks gibt, die beim Kauf ntfs-formatiert sind. (dann hätte ich evtl. von ntfs nach Fat32 kopiert?) War da bisher naiv der Meinung, man könne das ausprobieren zu kopieren und wenn das nicht geht, bekomme ich eine Meldung und merke es daran.

Danke für drüberschauen. Es ist so viel, weil ich versucht habe, alles benötigte in Code-Blöcken zu liefern, damit niemand zurückfragen muss.

timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 638

idealist_100 schrieb:

Nur bekommt man heute kaum noch USB-2-anschließbare Magnetfestplatten - zumindest nicht beim Saturn um die Ecke.

Wie bitte?

https://saturn.de/ schreibt:

554 Suchergebnisse für externe hdd

Eine davon wird ja wohl auch dein Saturn um die Ecke auf Lager haben. Und USB 3 ist (wie alle USB) abwärtskompatibel, die läuft auch an einem USB-2-Anschluss, freilich nur mit dessen Datenrate.

idealist_100 schrieb wieder:

Kann mir jemand erklären, was ich mit den Aussagen von fdisk (W95 FAT32), blkid (vfat), parted (fat32) zum Partitionstyp mache.

Als Synonyme betrachten. Die von dir ermittelten Unterschiede sind rein technisch-pingelig. Das ist eine FAT32-Partition.

Überhaupt bezüglich der Eignung zum sichern von Verzeichnissen von einem exFAT-formatierten USB-Stick.

Von wo auf wo du Dateien backupst, hängt vom jeweiligen Dateisystemformat sehr wenig ab. Sache ist nur die, dass sich auf Windows-Dateisystemen keine (oder nur auf Umwegen) Unix-Dateirechte abbilden lassen, die sind dafür nicht gedacht. Wenn du also auch Besitz- und Rechteverhältnisse zu jeder Datei nach Wiederherstellung brauchst, sichere auf ein Linux-Dateisystem. Wenns nur um die Dateien an sich geht, ist es egal. FAT32 kann halt maximal 4 GiB minus 1 Byte (d.h. 4,294 967 295 GB) an Dateigröße ablegen.

Knarf68

Avatar von Knarf68

Anmeldungsdatum:
14. Mai 2013

Beiträge: 2776

Ja des is viel. Daher hier was zum Lesen: Dateisystem

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14580

idealist_100 schrieb:

parted gibt außerdem als Hersteller der Platte "Samsung" aus. Auf dem Aufkleber steht "Verbatim".

Verbatim hat noch nie HDDs hergestellt, weder unter Mitsubishi Chemical (!) noch CMC Magnetics, sondern in ihre externen Gehäuse eben Samsung und ggf. auch andere eingesetzt.

Du solltest Dir eher Gedanken darüber machen, wieso Du Intenso (!) kaufst. Du speicherst doch Daten, um sie zu behalten. Davon abgesehen sind USB-Sticks nicht für Archivierung gebaut, sondern für kurzen Gebrauch (mal'n paar Dateien mitnehmen oder von hier nach da zu kopieren). Bspw. sind sie nicht gegen elektrostatische Entladung gewappnet.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14580

timothy2068 schrieb:

USB 3 ist (wie alle USB) abwärtskompatibel, die läuft auch an einem USB-2-Anschluss, freilich nur mit dessen Datenrate.

Zu beachten ist die Stromversorgung. 2.5"-HDDs ziehen üblicherweise 900 mA. USB 2.0 gibt aber nur 0,5 A her (und wenn man über einen passiven Hub oder schon im Notebook teilt, entsprechend eben noch weniger). Daher ist bei solchen externen Gehäusen mit dem nicht den Specs entsprechendem Trick einer Kabelpeitsche gearbeitet worden, sprich ein USB-Port wird vollständig genutzt, zusätzlich aus dem zweiten nur dessen Strom, so daß man auf 1 A kommt.

WD hat aus diesem Grund extra 2.5"-HDDs gebaut, die langsam anlaufen. Dort wird am meisten verbraten.

USB-3.0-Ports sind stärker belastbar.

idealist_100 schrieb wieder:

Aussagen von fdisk (W95 FAT32), blkid (vfat), parted (fat32) zum Partitionstyp mache.

Als Synonyme betrachten.

"vfat" ist eine blöde Ausgabe an der Stelle und FAT32 gemeint, genauso blöd wie "msdos" für MBR-Partitionierung in gparted.

Die von dir ermittelten Unterschiede sind rein technisch-pingelig.

Nein, das sind sie nicht. VFAT ist die Erweiterung zur Nutzung "langer" Dateinamen unter FAT16 und FAT12 (FDD) statt "8.3". Zu FAT32 gehört aber mehr.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14580

idealist_100 schrieb:

evtl. auch USB-Sticks gibt, die beim Kauf ntfs-formatiert sind.

Garantiert nicht. NTFS ist nicht frei nutzbar. Hersteller müßten zur Implementierung in ihre Geräte wie TVs Lizenzkosten zahlen. Entsprechend sind Partitionen externer Datenträger FAT32-formatiert. Das ist dafür aber nicht geeignet und auf jeden Fall veraltet. Daher ist für Flashdrives exFAT entwickelt worden, das frei verwendet werden darf. Hier gibt es z.B. nicht mehr die 4-GiB-Grenze pro File. exFAT kann auch auf HDDs verwendet werden.

Aber es bleibt ein MS-Format. Ich habe bspw. vorhin über 1.5 GiB aus "/var/cache/pacman/pkg/" auf einen Stick kopieren wollen, um dieselben .zst-Pakete auf einem schon geraume Weile nicht genutzten NB nicht sinnlos neu ziehen zu müssen. Da hab' ich sehr schnell gesehen, daß die Partition exFAT-formatiert ist (ich habe damit zuvor das CU und weitere Updates auf ein NB mit Win11, nicht im NW, kopiert).

.zst-Pakete beinhalten im Dateinamen häufig einen Doppelpunkt, ein Sonderzeichen, mit dem Redmondsche Filesysteme in Verzeichnis-/Dateinamen nicht umgehen können. Krusader bietet zwar netterweise das Ersetzen durch Unterstrich an, aber für pacman (Paketverwaltungsprogramm in Arch Linux) wäre es nicht dieselbe Datei, würde nicht gefunden werden. Ich muß daher die Partition mit ext4 formatieren.

Du formatierst also Partitionen auf Deinen externen Laufwerken mit ext4, wenn sie ausschließlich unter Linux angesprochen werden sollen, und mit exFAT, wenn sie hauptsächlich oder nur unter Windows genutzt werden sollen.

Das Ganze ist auch nicht schwer. Auch unter Lubuntu kannst Du gparted installieren, wenn Dir das Handling damit geläufiger ist. Die Installation von Gtk-Abhängigkeiten hält sich in Grenzen.

Bilder
Antworten |