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Gibt es Einstellungen oder Bibliotheken die das System beschleunigen oder verlangsamen?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 20.04 (Focal Fossa)
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michaelz

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Mahlzeit.

Gibt's bei Ubuntu (20.04.2 LTS) eigentlich Bibliotheken oder Einstellungen die das System beschleunigen oder verlangsamen?

Ich weiss nur von früher bei Windows das man da ziemlich viel machen musste damit der Gerät nicht total gebremst wird.

Bei Linux hab ich da nie so richtig drüber nachgedacht. Erst jetzt wo ich festgestellt habe das der Ofen ziemlich einknickt wenn ich Updates bis hin zu neueren Versionen draufmache.

Ich erwart keinen Raketenschub. Wenns ein paar Prozent bringt wärs auch gut, spart letztlich auch oft Strom wenns der Gerät einfach leichter hat.

tomtomtom Team-Icon

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Naja, abgesehen von der Uraltversion, bist du da bei Ubuntu schlicht komplett falsch.

Mit "Bibliotheken" hat das nichts zu tun, die werden sowieso nur genutzt, wenn ein Programm sie anfordert.

Aber wenn du ein möglichste schlankes System haben willst ist Ubuntu nun wirklich nicht die Distribution der Wahl, da laufen gefühlt tausend Dienste und natürlich Snap...

Thomas_Do Team-Icon

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Ich glaube, diese Art Tuning ist ein Hobby für Nerds. Geschwindigkeit hängt wesentlich von der Hardware ab. Den größten Sprung hat für mich damals der Umstieg von HDD > SSD gemacht.

trollsportverein

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MIr ist über die Jahre aufgefallen, dass mit fortschreitender Weiterentwicklung mein Kubuntu immer schneller geworden ist. Zwar ist der aktuelle Kernel nun deutlicher fetter, aber eben auch deutlich schneller, als vor Jahren. Das Desktop profitiert ebenfalls von Weiterentwicklungen und wird immer flinker.

Ich rede allerdings nicht von Snaps. Meine Kubuntu 24.04 Noble Numbat Installation ist snapsfrei.

von.wert

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Thomas_Do schrieb:

hängt wesentlich von der Hardware ab.

Die hat er doch (wenn's um das neue Threadripper-System geht), nur nicht das technische Verständnis, darauf keine uralte Distribution zu ziehen.

tomtomtom Team-Icon

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trollsportverein schrieb:

MIr ist über die Jahre aufgefallen, dass mit fortschreitender Weiterentwicklung mein Kubuntu immer schneller geworden ist.

Das liegt aber eher an Plasma, das braucht in der Tat nicht mehr sonderlich viel Ressourcen wie noch zu KDE4.0-Zeiten. 😉

trollsportverein

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Meinst Du die Mühen der Linux Kernelentwickler und Treiberentwickler sind völlig vergebens?

verdooft

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Auf alter Hardware habe ich gerne einen Energiesparmodus genutzt, da war das System super schnell wieder verfügbar. Gnome kenne ich kaum, bei KDE kann man Effekte abstellen, auch gibt es einen Bereich, in dem Dienste deaktiviert werden können. Durch die Wahl von Alternativen kann ein System auch flotter reagieren. Man kann mehr RAM frei haben, wenn man nur im Textmode unterwegs ist oder sonst was sparsames verwendet.

Anwendungsspezifisch lässt sich auch oft was optimieren, etwa per Grafikkarte statt nur per CPU rechnen (Cuda, Rocm).

Frieder108

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verdooft schrieb:

Man kann mehr RAM frei haben, wenn man nur im Textmode unterwegs ist oder sonst was sparsames verwendet.

Wozu soll man RAM frei haben?

Ein gutes System nutzt den verfügbaren RAM und lässt ihn nicht ungenützt rumgammeln. 😇

verdooft

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15. September 2012

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Wenn Ubuntu gefühlt lahm ist, deutet das auf ältere oder schwache Hardware hin, dann kann bisschen RAM-Belegung sparen schon hilfreich sein. Kann die Person, die den Thread erstellt hat, ja prüfen, free -m.

von.wert

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23. Dezember 2020

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Nochmal: der Threadstarter hat sich ein System mit Ryzen Threadripper PRO 3995WX hingestellt.

Also nichts mit "schwacher Hardware" und ähnlichem Zeug.

Mylin

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verdooft schrieb:

Wenn Ubuntu gefühlt lahm ist, deutet das auf ältere oder schwache Hardware hin, dann kann bisschen RAM-Belegung sparen schon hilfreich sein. Kann die Person, die den Thread erstellt hat, ja prüfen, free -m.

Pah, mit ollen Kisten verplempert er keine Zeit > https://forum.ubuntuusers.de/topic/asrock-wrx80-creator-r2-und-ubutu-vertragen-si/

michaelz schrieb:

Gibt's bei Ubuntu (20.04.2 LTS) eigentlich Bibliotheken oder Einstellungen die das System beschleunigen oder verlangsamen?

- der Standard-Kernel muss weg, ersetzen durch zen-kernel oder xanmod-kernel (6.11.0 fühlt sich sehr gut an)

- amd pstate aktivieren

Jetzt kannst du dich austoben mit Einstellungen zu:

- CPU Scaling Treiber

- CPU Scaling Govenor

- Scaling min/max Frequenzen

- CPU boost

- Platform Profilen

- Schedulern zu Laufwerken

- Verhalten von Laufwerken (He He, deaktiviert mal multipath bei einer ssd und macht mal den Leistungstest)

- bei AMD Grafiklösungen, amdgpu aktivieren, dpm und PowerPlay

- an sysctl Parametern kannst du ebenfalls viel Freude haben

- und noch einige Dinge mehr

Du verwendest Linux, tue was du willst damit, es gibt keine Grenzen, du kannst damit sogar Wäsche waschen https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_(Waschmittel)

michaelz

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tomtomtom schrieb:

Naja, abgesehen von der Uraltversion, bist du da bei Ubuntu schlicht komplett falsch.

Mit "Bibliotheken" hat das nichts zu tun, die werden sowieso nur genutzt, wenn ein Programm sie anfordert.

Aber wenn du ein möglichste schlankes System haben willst ist Ubuntu nun wirklich nicht die Distribution der Wahl, da laufen gefühlt tausend Dienste und natürlich Snap...

Vor dem starten von Programnen wird der Speicher geleert. Das hat auch ein bisschen was gebracht.

Sind nur drei Prozesse übrig die je so 2 bis kurzzeitig mal 4 Prozent CPU brauchen. Ich kann mal einen Screenshot von htop machen.

Thomas_Do schrieb:

Ich glaube, diese Art Tuning ist ein Hobby für Nerds. Geschwindigkeit hängt wesentlich von der Hardware ab. Den größten Sprung hat für mich damals der Umstieg von HDD > SSD gemacht.

System ist relativ schnell Threadripper Pro 3995wx, 8x TridentZ 16GB ddr4 3600 cl 17, Lexar nm790.

Genutzt werden alle 64 Kerne mit 128 Threads, huge pages aktiviert, was allein schon ein Riesenschub ist.

Das zurückgehen auf 20.04.2LTS hat über 20 Prozent Mehrleistung gebracht. Der Umstieg beim Ram von cl19 auf cl17 etwa 10 Prozent. Das leerräumen des Speichers etwa 2 Prozent.

In der Reihenfolge hab ich das auch gemacht.

Was ich noch nicht machen konnte sind die Timigs vom RAM. Das Board zeigt die aktuellen nicht an. Die Tools für Windows und Ubuntu lesen nur das SPD aus. Ryzen Master wollt ich noch ausprobiern ob der die echten Werte anzeigt.

trollsportverein schrieb:

MIr ist über die Jahre aufgefallen, dass mit fortschreitender Weiterentwicklung mein Kubuntu immer schneller geworden ist. Zwar ist der aktuelle Kernel nun deutlicher fetter, aber eben auch deutlich schneller, als vor Jahren. Das Desktop profitiert ebenfalls von Weiterentwicklungen und wird immer flinker.

Ich rede allerdings nicht von Snaps. Meine Kubuntu 24.04 Noble Numbat Installation ist snapsfrei.

Wollt noch verschiedene Ubuntus und auch BSD usw. ausprobieren. Bin da auch sehr gespannt.

von.wert schrieb:> Zitierter Text

Thomas_Do schrieb:

hängt wesentlich von der Hardware ab.

Die hat er doch (wenn's um das neue Threadripper-System geht), nur nicht das technische Verständnis, darauf keine uralte Distribution zu ziehen.

Das hab ich doch mehrfach erklärt oder?

verdooft schrieb:

Auf alter Hardware habe ich gerne einen Energiesparmodus genutzt, da war das System super schnell wieder verfügbar. Gnome kenne ich kaum, bei KDE kann man Effekte abstellen, auch gibt es einen Bereich, in dem Dienste deaktiviert werden können. Durch die Wahl von Alternativen kann ein System auch flotter reagieren. Man kann mehr RAM frei haben, wenn man nur im Textmode unterwegs ist oder sonst was sparsames verwendet.

Anwendungsspezifisch lässt sich auch oft was optimieren, etwa per Grafikkarte statt nur per CPU rechnen (Cuda, Rocm).

Die Software läuft nur im Terminal. Gibts nicht anders. Cuda und Rocm bzw. generell GPU ist da raus, reine CPU-Berechnungen.

Hmm ich hab such ab und zu mal nur safe Mode gestartet zum was ausprobieren und im Terminal gemacht. Aber leider fehlen dann paar Sachen die nötig sind.

Frieder108 schrieb:

verdooft schrieb:

Man kann mehr RAM frei haben, wenn man nur im Textmode unterwegs ist oder sonst was sparsames verwendet.

Wozu soll man RAM frei haben?

Ein gutes System nutzt den verfügbaren RAM und lässt ihn nicht ungenützt rumgammeln. 😇

Ok der war nicht schlecht 😀

Ich brauch aber auch nicht viel RAM sondern die volle Anzahl Memorylanes und hohe Bandbreite. Niedrige Latenz hilft auch, aber die Anzahl der Module ist absout entscheidend.

verdooft schrieb:

Wenn Ubuntu gefühlt lahm ist, deutet das auf ältere oder schwache Hardware hin, dann kann bisschen RAM-Belegung sparen schon hilfreich sein. Kann die Person, die den Thread erstellt hat, ja prüfen, free -m.

Ne es ist so das aktuelle Ubuntuversionen suf dem neuen Karren schlecht bis garnicht laufen. 24.04 verweigerte Arbeit schon fast. 22.04 läuft so lahm und mit so viel Fehlern das ich damit garnix machen kann. 20.04 läuft super. 18.04 hatt ich als Lubuntu kurz probiert, aber da fehlten paar Sachen zuviel.

RAM wird jetzt auch leergeräumt, das hat auch ein bisschen was gebracht.

Hmm, also bleit nur weiter verschiedene Linuxe usw. ausprobiern?

Gibts da echt sowenig zu drehen? Nur hugepages und Speicher leeren?

michaelz

(Themenstarter)

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25. Oktober 2013

Beiträge: 243

Mylin schrieb:

verdooft schrieb:

Wenn Ubuntu gefühlt lahm ist, deutet das auf ältere oder schwache Hardware hin, dann kann bisschen RAM-Belegung sparen schon hilfreich sein. Kann die Person, die den Thread erstellt hat, ja prüfen, free -m.

Pah, mit ollen Kisten verplempert er keine Zeit > https://forum.ubuntuusers.de/topic/asrock-wrx80-creator-r2-und-ubutu-vertragen-si/

michaelz schrieb:

Gibt's bei Ubuntu (20.04.2 LTS) eigentlich Bibliotheken oder Einstellungen die das System beschleunigen oder verlangsamen?

- der Standard-Kernel muss weg, ersetzen durch zen-kernel oder xanmod-kernel (6.11.0 fühlt sich sehr gut an)

- amd pstate aktivieren

Jetzt kannst du dich austoben mit Einstellungen zu:

- CPU Scaling Treiber

- CPU Scaling Govenor

- Scaling min/max Frequenzen

- CPU boost

- Platform Profilen

- Schedulern zu Laufwerken

- Verhalten von Laufwerken (He He, deaktiviert mal multipath bei einer ssd und macht mal den Leistungstest)

- bei AMD Grafiklösungen, amdgpu aktivieren, dpm und PowerPlay

- an sysctl Parametern kannst du ebenfalls viel Freude haben

- und noch einige Dinge mehr

Du verwendest Linux, tue was du willst damit, es gibt keine Grenzen, du kannst damit sogar Wäsche waschen https://de.wikipedia.org/wiki/Linux_(Waschmittel)

Aaahh es gibt doch was. Ok ich versuch am Wochenende was zu machen. Muss allerdings auch die Timings machen. Darf ich dich dann im Lauf nächster Woche dann mal nerven mit Fragen?

verdooft

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15. September 2012

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Als mein System neu war, brachte der aktuelle Kernel viel, da gings aber um Stabilitätsprobleme. Würde Kernel 6.11 testen, falls noch nicht geschehen. Meine Distribution hat den schon.

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