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mdadm "raid broken". Warum vermeintlich nach Dateien schreiben?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 26.04 (Resolute Raccoon)
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Dommas89

Anmeldungsdatum:
29. April 2020

Beiträge: 24

Guten Abend,

ich habe ein neues Projekt gestartet. Ich habe ein Ubuntu-Server installiert. Darauf per Snap Nextcloud installiert und läuft. Dieses möchte ich als Alternative zu Google-Fotos nutzen. Hierfür habe ich mir zwei Festplatten gekauft, welche ich per mdadm als raid1 eingebunden habe. Raid Erzeugung hat funktioniert. Ich habe noch nicht herausgefunden, nach welcher Aktion, mein Raid als "broken" angezeigt wird. Hier bräuchte ich bitte eure Hilfe. Gestern nach einem Neustart lief das ganze ohne Probleme. Heute nach einem Neustart, passt erstmal alles. Gefühlt sobald ein paar Dateien dort abgespeichert werden sollen, passiert dies wieder. Was ich zumindest herausgefunden habe: Meine Festplatte 1 ist unter lsblk → /dev/sda1 Festplatte 2 → /dev/sdb1 jeweils darunter wird auch mein "Raid" /dev/md0 angezeigt. Wenn mein Raid als "broken" angezeigt wird, dann vermute ich, dass meine Festplatten neu erkannt/gemountet wurden. Denn danach sind den Festplatten diese beiden zugeordnet /dev/sdd1 und /dev/sde1. Darunter wird kein /dev/md0 mehr angezeigt.

nach einem Neustart:

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>lsblk
NAME                      MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE  MOUNTPOINTS
loop0                       7:0    0 392.7M  1 loop  /snap/nextcloud/53246
loop1                       7:1    0  63.8M  1 loop  /snap/core20/2769
loop2                       7:2    0  49.3M  1 loop  /snap/snapd/26865
sda                         8:0    0 465.8G  0 disk
└─sda1                      8:1    0 465.7G  0 part
  └─md0                     9:0    0 465.6G  0 raid1 /media/myNAS
sdb                         8:16   0 465.8G  0 disk
└─sdb1                      8:17   0 465.7G  0 part
  └─md0                     9:0    0 465.6G  0 raid1 /media/myNAS
sdc                         8:32   0 119.2G  0 disk
├─sdc1                      8:33   0     1G  0 part  /boot/efi
├─sdc2                      8:34   0     2G  0 part  /boot
└─sdc3                      8:35   0 116.2G  0 part
  └─ubuntu--vg-ubuntu--lv 252:0    0  58.1G  0 lvm   /
mmcblk0                   179:0    0  14.7G  0 disk
mmcblk0boot0              179:8    0     4M  1 disk
mmcblk0boot1              179:16   0     4M  1 disk

Nachdem das Raid "broken" ist:

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>lsblk
NAME                      MAJ:MIN RM   SIZE RO TYPE MOUNTPOINTS
loop0                       7:0    0  63.8M  1 loop /snap/core20/2769
loop1                       7:1    0 392.7M  1 loop /snap/nextcloud/53246
loop2                       7:2    0  49.3M  1 loop /snap/snapd/26865
sdc                         8:32   0 119.2G  0 disk
├─sdc1                      8:33   0     1G  0 part /boot/efi
├─sdc2                      8:34   0     2G  0 part /boot
└─sdc3                      8:35   0 116.2G  0 part
  └─ubuntu--vg-ubuntu--lv 252:0    0  58.1G  0 lvm  /
sdd                         8:48   0 465.8G  0 disk
└─sdd1                      8:49   0 465.7G  0 part
sde                         8:64   0 465.8G  0 disk
└─sde1                      8:65   0 465.7G  0 part
mmcblk0                   179:0    0  14.7G  0 disk
mmcblk0boot0              179:8    0     4M  1 disk
mmcblk0boot1              179:16   0     4M  1 disk

>cat /proc/mdstat
md0 : broken raid1 sda1[0](F) sdb1[1]
      488201920 blocks super 1.2 [2/1] [_U]
      bitmap: 1/4 pages [4KB], 65536KB chunk

Wenn mein Raid als "broken" angezeigt wird, ist es jedes Mal die sda1. Das sind zwei neue Festplatten. Ist die wirklich kaputt?!

Das einzigste was ich sehe, dass sda1 und sdb1 nicht mehr vorhanden sind. Aber warum ändert sich dies während mein System läuft und ich die Festplatten nicht entferne? Sollte der Raid nicht auch mit sdd1 und sde1 laufen?

Schon einmal Danke für Eure Hilfe!

Ich hoffe ich konnte soweit alle notwendigen Infos liefern. Wenn nicht, sagt gerne Bescheid, was noch benötigt wird.

LG

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Anmeldungsdatum:
16. Februar 2007

Beiträge: 17693

Welche Art Festplatten sind das denn? USB Festplatten?

Das RAID unter Linux sucht seine Platten weitgehend selbstständig da beim bauen vom RAID Metadaten in die Partitionen geschrieben werden.

Dommas89

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
29. April 2020

Beiträge: 24

Ja, richtig, sind zwei externe Festplatten per USB angeschlossen. Bzgl der Metadaten, dachte ich, dass das RAID wieder erkannt werden müsste oder? Unabhängig von sda1 oder sdx1 Zumindest hatte ich das so verstanden.

encbladexp Team-Icon

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Avatar von encbladexp

Anmeldungsdatum:
16. Februar 2007

Beiträge: 17693

Ja, es gibt aber noch eine Einstellung ob er auf die Nase Fallen soll oder ob er einfach "degraded" weiter booten soll.

Du hast also eine Nicht-RAID Systemplatte, und dann im System das RAID eingebunden? Wie genau hast du das gemacht? Wie sehen z.B. die ARRAY Zeilen in deiner /etc/mdadm.conf aus?

USB Platten als RAID sind immer so eine Sache, manchmal brauchen da die Controller ewig und ohne Grund wartet das System nicht gerne lang.

Dommas89

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
29. April 2020

Beiträge: 24

Ich habe mich an diesen https://wiki.ubuntuusers.de/Software-RAID/ gehalten. Mit den folgenden Befehlen habe ich für die beiden Platten das Raid erzeugt aufgenommen: (ich hoffe ich habe keinen Befehl vergessen)

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sudo parted /dev/sda mklabel gpt 
sudo parted /dev/sdb mklabel gpt 
sudo parted /dev/sda mkpart primary 0% 100%
sudo parted /dev/sdb mkpart primary 0% 100%
sudo parted /dev/sda set 1 raid on 
sudo parted /dev/sdb set 1 raid on 
sudo mdadm --create /dev/md0 --auto md --level=1 --raid-devices=2 /dev/sda1 /dev/sdb1
sudo mkfs.ext4 /dev/md0 
sudo mount /dev/md0 [/media/MEINVERZEICHNIS]

Am Ende habe ich /dev/md0 in die /etc/fstab mitaufgenommen.

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/dev/md0     [/media/MEINVERZEICHNIS]      ext4      defaults 0 2

Ich habe eine interne SSD welche für das System OS verwendet wird. Die beiden externen Platten sollen als Datenspeicher dienen.

Die mdadm.conf liegt bei mir unter /etc/mdadm/mdadm.conf. Muss diese Datei direkt unter /etc/ liegen?

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# mdadm.conf
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# !NB! Run update-initramfs -u after updating this file.
# !NB! This will ensure that initramfs has an uptodate copy.
#
# Please refer to mdadm.conf(5) for information about this file.
#

# by default (built-in), scan all partitions (/proc/partitions) and all
# containers for MD superblocks. alternatively, specify devices to scan, using
# wildcards if desired.
#DEVICE partitions containers

# automatically tag new arrays as belonging to the local system
HOMEHOST <system>

# instruct the monitoring daemon where to send mail alerts
MAILADDR root

# definitions of existing MD arrays
ARRAY /dev/md/0  metadata=1.2 UUID=9ffab2f2:4e62eef5:0583d0f5:255e60a1

# This configuration was auto-generated on Sun, 10 May 2026 08:08:46 +0000 by mkconf

USB Platten als RAID sind immer so eine Sache, manchmal brauchen da die Controller ewig und ohne Grund wartet das System nicht gerne lang.

Beziehst du das auf das booten/starten des Systems? Nachdem booten passt bisher alles. RAID ist aktiv ohne Fehler. Erst später, bisher meist wenn ich Daten übertrage, ändert sich der Status des Raids.

Bearbeitet von schwarzheit:

Forensyntax (Link) korrigiert.

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Anmeldungsdatum:
16. Februar 2007

Beiträge: 17693

Dommas89 schrieb:

Erst später, bisher meist wenn ich Daten übertrage, ändert sich der Status des Raids.

Du hast Probleme mit deinen USB Ports. Ist da ein USB Hub dazwischen, oder hängen die Platten direkt am Rechner? Du kannst nach dem Booten mal sudo journalctl -k -f mitlaufen lassen, wenn da irgendwas von disk/sector/storage/usb steht und ab dann gibt es Problem hasst du eine Ursache oder was zum weiter debuggen.

Dommas89

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
29. April 2020

Beiträge: 24

Habe ich soeben gemacht. Es scheint wirklich so zu sein, dass während des Schreibens dies passiert: beide Festplatten werden disconnected.

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May 11 15:30:18 kernel: usb 2-1.2: USB disconnect, device number 5
May 11 15:30:18 kernel: md: super_written gets error=-19
May 11 15:30:18 kernel: md/raid1:md0: Disk failure on sdb1, disabling device.
                                    md/raid1:md0: Operation continuing on 1 devices.
May 11 15:30:18 kernel: usb 2-1.1: cmd cmplt err -71
May 11 15:30:18 kernel: usb 2-1.1: cmd cmplt err -71
...
May 11 15:30:18 kernel: usb 2-1.1: USB disconnect, device number 4
...

Die beiden externen SSD-Platten hängen direkt am Rechner. Ohne Hub. Dachte diese verbrauchen weniger Strom als "herkömmliche" externe Festplatten. Kann es sein, dass diese beim Schreiben zu viel Strom "ziehen" und deshalb die Verbindung abbricht? Gibt es eine Möglichkeit dies zu verifizieren?

Ich schaue mal, ob ich einen Hub rumfliegen habe mit externer Stromversorgung. Vielleicht klappt es ja damit. Dann wäre zumindest das die Erklärung für mein Problem.

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Ehemaliger
Avatar von encbladexp

Anmeldungsdatum:
16. Februar 2007

Beiträge: 17693

Ja, Strom ist eine Möglichkeit. SSDs brauchen (sehr) wenig Strom wenn die nur gelesen werden, aber beim schreiben werde die auch gerne mal ordentlich Warm, und Wärme ist immer auch Energie die wo herkommen muss.

Aber gut das wir schon mal eine Indikation haben, drück dir die Daumen.

oberalf

Anmeldungsdatum:
25. Dezember 2024

Beiträge: 137

Die Konfig läuft bei mir auch, allerdings an einem USB-Hub der mit Strom versorgt wird, das Kabel vom USB-Hub geht zum USB-Anschluß am Rechner. Das ist der Hub: https://www.ebay.de/p/1887870204 Ohne USB-Hub könnte es tatsächlich ein Problem sein.

Dommas89

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
29. April 2020

Beiträge: 24

Ich habe es jetzt mit einem Hub mit Stromversorgung versucht. Damit funktioniert es 🐸 Vielen Dank euch für eure Unterstützung und Hilfe!!! 😊

LG

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