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/etc/network/interfaces Wert wird ignoriert ?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu
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Case

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3. Juli 2005

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Servus,

in der /etc/network/interfaces habe ich eine MTU 1454 eingetragen.
Leider wird der Wert beim booten ignoriert.
Ifconfig liefert wieder eine MTU von 1500

"Von Hand" : sudo ifconfig etho0 mtu 1454 liefert aber das gewünschte Ergebnis: ifconfig zeigt dann MTU 1454 an.

Es muss also ein Schreibfehler meinerseits in der interfaces vorliegen.
Kennt jemand die genaue Synthax ??

auto lo
iface lo inet loopback

# This is a list of hotpluggable network interfaces.
# They will be activated automatically by the hotplug subsystem.
mapping hotplug
script grep
map eth0

# The primary network interface
iface eth0 inet dhcp
mtu 1454

auto eth0

umarmung Team-Icon

Avatar von umarmung

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26. Oktober 2004

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Wenn ich einen Blick in die manpage werfe, dann wird mtu als Option für statische interfaces aufgelistet. Anscheinend ist dieser für interfaces mit dynamischer Adresszuweisung ungültig.

Case

(Themenstarter)

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3. Juli 2005

Beiträge: 112

umarmung hat geschrieben:

Wenn ich einen Blick in die manpage werfe, dann wird mtu als Option für statische interfaces aufgelistet. Anscheinend ist dieser für interfaces mit dynamischer Adresszuweisung ungültig.

Ein sudo ifconfig eth0 mtu 1454 setzt den Wert aber wie gewünscht !!!
Nach dem Reboots sehe ich wieder den alten Wert (ifconfig)

Falls Du recht hast, wirft das unsere Theorie eines MTU Problems über den Haufen.
http://www.ubuntuusers.de/viewtopic.php?t=9512

Jetzt bastle ich schon so lange daran rum ....Eine temporäre Änderung der MTU scheint aber zu helfen.
Langsam mag ich nicht mehr.
Ich habe keine Idee mehr warum einzelne Seiten nicht gefunden werden, bzw. extrem lange brauchen bis sie geöffnet werden.

Ich habe hier nur Standard Equipment (DSL1000, T-com (mit der entspr. Hardware), 3-com NIC, Draytek Router)
Warum bin ich wieder der Einzige der den Streß hat ??

umarmung Team-Icon

Avatar von umarmung

Anmeldungsdatum:
26. Oktober 2004

Beiträge: 5632

Das bedeutet ja nicht, dass man generell keine MTU bei DHCP konfigurierten Karten setzen kann. Es scheint einzig über die Datei interfaces nicht zu gehen.
Wenn ich man dhcp-options und dhclient.conf richtig lese, kann man mit Hilfe von option interface-mtu <MTU>; das Ganze bei dynamisch addressierten interfaces setzen. Ich nutze kein dhcp, deshalb kann ich dir keine exakte Anleitung geben, aber vielleicht schubst dich das auf den richtigen Weg.

Case

(Themenstarter)

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3. Juli 2005

Beiträge: 112

Grüß Dich,

Wenn ich man dhcp-options und dhclient.conf richtig lese, kann man mit Hilfe von option interface-mtu <MTU>; das Ganze bei >dynamisch addressierten interfaces setzen. Ich nutze kein dhcp, deshalb kann ich dir keine exakte Anleitung geben, aber vielleicht schubst dich >das auf den richtigen Weg.

Das tut es.
Leider bin ich noch nicht so recht sattelfest welche configs bei dem Problem eine Rolle spielen.
Das muß ich jetzt mal durchprobieren.
Vielen Dank. ☺

Case

(Themenstarter)

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3. Juli 2005

Beiträge: 112

Servus,

also das MTU-Problem trifft bei mir wohl nicht zu.
Gerade eben finde ich weder google.de noch wikipedia.org.
Bei einem manuellen Setzen der MTU bleiben die Seiten weiterhin unauffindbar.

Jetzt stehe ich auf dem Schlauch. Hat noch jemand eine Idee woran das liegen könnte ??

Case

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
3. Juli 2005

Beiträge: 112

Servus,

im Debian Forum habe ich die genaue Synthax für das DSL/MTU bei DHCP Betrieb Problem gefunden:
in /etc/dhcp/interfaces

trage man

up ifconfig eth0 mtu 1454

ein.

Jetzt ist der MTU Wert dauerhaft auf 1454 fixiert.

salamanca

Anmeldungsdatum:
2. April 2005

Beiträge: 19

Ich hatte ein ähnliches Problem. Im Debianforum ist mir seinerzeit folgende Lösung vorgeschlagen worden:

iptables -A FORWARD -p tcp --tcp-flags SYN,RST SYN -j TCPMSS --clamp-mss-to-pmtu

Anschließend neu starten. Die Erklärung lautete:

Die MTU ist die maximale Sendeeinheit auf der Link Ebene (PPP, Ethernet, whatever). Die PMTU ist die "Path MTU", also die grösste Sendeeinheit, die ohne gesplittet zu werden komplett von Endpunkt zu Endpunkt durch ein Verbindung passt. Die MSS ist die Maximum Segment Size, was der Paketgrösse auf der TCP (Protokoll Ebene) entspricht. Die iptables Regel sorgt dafür, dass die TCP Pakete immer maximal so gross sind, wie die PMTU, so dass niemals Pakete in Fragmente zerlegt werden müssen, da Fragmente oft an Firewall usw. hängen bleiben. Da die PMTU normalerweise ca. 1450 betragen dürfte ist der Geschwindigkeitsverlust ggüber dem Default von 1500 vernachlässigbar

Gruß
salamanca

Case

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
3. Juli 2005

Beiträge: 112

Grüß Dich,

salamanca hat geschrieben:

Ich hatte ein ähnliches Problem. Im Debianforum ist mir seinerzeit folgende Lösung vorgeschlagen worden

Kannst Du mir ein Debian Forum empfehlen ??

Die MTU ist die maximale Sendeeinheit auf der Link Ebene (PPP, Ethernet, whatever). Die PMTU ist die "Path MTU", also die grösste Sendeeinheit, die ohne gesplittet zu werden komplett von Endpunkt zu Endpunkt durch ein Verbindung passt. Die MSS ist die Maximum Segment Size, was der Paketgrösse auf der TCP (Protokoll Ebene) entspricht. Die iptables Regel sorgt dafür, dass die TCP Pakete immer maximal so gross sind, wie die PMTU, so dass niemals Pakete in Fragmente zerlegt werden müssen, da Fragmente oft an Firewall usw. hängen bleiben. Da die PMTU normalerweise ca. 1450 betragen dürfte ist der Geschwindigkeitsverlust ggüber dem Default von 1500 vernachlässigbar

Interessant.
Setzt der Befehl nicht vorraus, dass die MTU schon "korrekt" gesetzt ist ??
Andersherum: was passiert, wenn man nur die MTU reduziert (wie in meinem Fall) und die MSS nicht anpasst. ??
Es würde auch funktionieren, aber etwas mehr perfomance verschenken, oder ?
Das ist aber jetzt nur laut gedacht, wirklich blicken tu ich es nicht 😉

salamanca

Anmeldungsdatum:
2. April 2005

Beiträge: 19

Kannst Du mir ein Debian Forum empfehlen??

www.debianforum.de

Setzt der Befehl nicht vorraus, dass die MTU schon "korrekt" gesetzt ist ??
Andersherum: was passiert, wenn man nur die MTU reduziert (wie in meinem Fall) und die MSS nicht anpasst. ??
Es würde auch funktionieren, aber etwas mehr perfomance verschenken, oder ?
Das ist aber jetzt nur laut gedacht, wirklich blicken tu ich es nicht

Ich habe leider auch keine wirkliche Ahnung. Ähnlich wie Du konnte ich damals einige Seiten nicht aufrufen (www.google.de, www.tagesschau.de, www.ebay.de). Es wurden mir u.a. im Debianforum eine ganze Reihe von Lösungsvorschlägen gemacht. Ich zitiere einfach mal die Tipps, die ich damals erhalten habe.

Zuerst habe ich den DNS-Server gewechselt:

nameserver 217.237.150.141
nameserver 194.25.2.129

usepeerdns einfach auskommentieren, dann wird die resolv.conf nicht geändert
Code:
#/etc/ppp/peers/dsl-provider
# usepeerdns

Dann habe ich noch folgende Lösung probiert:

"echo 0 > /proc/sys/net/ipv4/tcp_ecn"

Wenn es danach geht:

Code:
net/ipv4/tcp_ecn=0
in /etc/sysctl.conf eintragen, damit es nach einem Reboot auch noch geht ...

Letztlich hat bei mir nur die Lösung mit den iptables Erfolg gehabt. Ich wollte Dir die anderen Lösungsvorschläge allerdings nicht vorenthalten, kann sie Dir aber nicht näher erklären, weil ich nur über Halbwissen verfüge.

Gruß
salamanca

user_unknown

Avatar von user_unknown

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10. August 2005

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Case hat geschrieben:

"Von Hand" : sudo ifconfig etho0 mtu 1454 liefert aber das gewünschte Ergebnis: ifconfig zeigt dann MTU 1454 an.

Es muss also ein Schreibfehler meinerseits in der interfaces vorliegen.

Sieht so aus, ja. eth0, nicht etho0

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