Benno-007 schrieb:
Da muss jeder seine Balance finden. Und keine Ahnung, wie man wirklich was in die Ubuntu- oder Debianquellen paketiert bekommt. Wer das entscheidet. Und wo und wie man das meldet und in welcher exakten Form einreicht. Toll, nun habe ich doch glatt den Artikel Pakete für Universe vorschlagen gefunden. Wär das nix für dich bzw. auch diesch? 😉
Als Konsument finde ich die Pakete ja auch genial, aber als Produzent ödet mich diese Paketbautätigkeit an - zumal es ja arg proprietär ist: Zum einen gibt es deb-rpm und Suse - hatten die nicht noch ein drittes Format?
Ich habe einmal ein mittelkleines C/C++ - Projekt mit autoconf/autoinstall vorbereitet: Da liest man sich stundenlang ein, muss die ganze Ordnerstruktur umbauen, und erzeugt dann mit viel Tamtam ein monströses etwas, während der manuell erzeugte Makefile 10 Zeilen lang ist (mit Kommentaren und Leerzeilen für's luftige Aussehen), und auch quasi auf jeder Plattform läuft, und wenn's nicht läuft, dann sind es auch eher die Verwender die wissen, woran es liegt, und nicht ich.
Bei meinem Projekt war es glaube ich eine Abhängigkeit von ncurses, was hier curses, dort ncurses, und da libncurses heißt, und man kann mit 3 autotools eine kl. Armada an Hilfsdateien erzeugen, die dafür sorgen, dass man mit
| ./configure
./make
./sudo make install
|
auf Solaris und HP-UX, auf IRIX und Linux mein Projekt erzeugen kann.
Jetzt könnte ich noch hingehen und Pakete für Suse, Redhat und Ubuntu erzeugen (plus Debian-Sid und Mint), und für Kubuntu und Xubuntu und Lubuntu und v.a. für 10.04, 11.04, 11.10 und 12.04 und auch schon für 12.10-alpha, und das alle halbe Jahre wieder.
Da ich all die Unixe nicht habe, die Linuxflavours nicht habe und nicht haben will, und auch nicht 3-5 Sorten Ubuntu in 3-5 Versionen will ich mich damit gar nicht befassen, es sei denn ich wüßte jetzt, dass ich eine größere Nutzergemeinde habe, die es wünscht, und die noch größer sein könnte.
Das Script hängt ab von locate, egrep und bash. Alle 3 gibt es seit Äonen für Linux und m.W. andere Unixe. Das Script benutzt auch keine brandheißen Bashfeatures und sollte daher überall laufen wo die bash läuft.
Bislang ist der bekannte Nutzerkreis noch so klein, dass es weniger Arbeit für mich ist jeden Fall individuell zu supporten. Wenn Du das Ticket zahlst, Übernachtung und Verpflegung, dann komme ich auch persönlich vorbei und installiere es. ☺
Ich gebe übrigens zu, dass es beim ersten Mal toll ist, wenn
| ./configure
./make
./sudo make install
|
den Bildschirm vollschreiben, und das Bauen 5 Sekunden dauert, nicht 0,5. Aber ist es das wert?