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Dual Boot WIN11+24.04LTS Server zeitlich begrenzt laufen lassen? & Reihenfolge Installation

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 24.04 (Noble Numbat)
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Lemmy_VFR

Anmeldungsdatum:
18. November 2025

Beiträge: 7

Hi Leute, hab mich gerade angemeldet und erstmal ein Lob an das extrem informative Forum hier! 👍

Ich habe mich soweit auch schon in viele Topics eingelesen, habe aber doch die eine oder andere Frage. Mein Vorhaben klingt eventuell etwas wild und da wollte ich gerne hören, ob das überhaupt geht, wie ich mir das vorstelle.

Ich habe vor einen Dual Boot PC aufzusetzen, auf dem Win 11 Pro und Ubuntu Server 24.04.LTS laufen. (Fast Boot, Secure Boot & BitLocker habe ich mich eingelesen)

Plan ist folgender:

Ubuntu und Win auf einer 500GB SSD und Daten auf 2x 1TB SSD als RAID.

Win 11 – unregelmäßig ca. alle 4 Wochen zum Gaming & Office

24.04 – als Home Server betreiben

Anforderungen an den Server:

Ab sofort: Zentrale Dateiverwaltung, Medien im Haus zwischen Laptops, PCs und mobilen Endgeräten (Android) teilen

Vorerst kein SSH, sowie kein Zugang von außen.

Ich würde aber die Tür gerne für folgende zukünftige Anwendungen offenlassen: Pi-Hole; externer Zugriff; eventuell Webserver hosten

Klar könnte man auch einfach ein NAS an die Fritzbox hängen und manch einer wird sagen, dass das Server hosten mit einem Gaming PC reichlich teuer und bescheuert ist, aber ich möchte die Menge an Hardware einfach etwas begrenzen, auch wenn ich beim Strom etwas teurer weg komme. Ich möchte ein zentrales System laufen haben, das ich für möglichst viele Anwendungen nutzen kann. Auch wenn eine Woll-Milch-Sau immer ein Kompromiss ist.

Konkrete Fragen, die ich bis jetzt habe:

Allgemein Seht ihr da im voraus schon massive Probleme in meinen Überlegungen? (Den Stromverbrauch klammere ich aus.)

Hardware Konfig:

Intel Core i7-14700F; ASUS Prime Z790-P; RTX 5060Ti; 32 GB DDR5; 1x 500GB SSD; 2x 1000GB SSD

Partitionierung: Ich würde auf der System SSD erst Win11 installieren, dann 24.04 nach Anleitungen hier ausm Forum (Dualboot Partitionierung)

Wie siehts mit der Dateiablage (SSD RAID) aus?

Meine Vorgehensweise wäre jetzt: Partitionierung & RAID durch Ubuntu vorzunehmen und hinterher von Windows aus Dateien auf die SSD zu werfen. Ist das bedenkenlos machbar?

Ich habe eine Hand voll alte externe HDDs, die ich nicht ungesehen auf die SSD kopieren will, also erst an einem GUI durchschauen wollen würde.

Zeitplan:

Wäre es möglich den Server auch zeitlich begrenzt laufen zu lassen? Das heißt der läuft nur von 8-23 Uhr und schaltet sich selbstständig ein und aus. In der aktuellen Konfiguration braucht es keine 24/7 Verfügbarkeit.

Ich weiß, dass dann die Auswahl vom GRUB nicht funktioniert, weil sonst ohne Eingabe keines beider OS bootet. Korrekt?

Server Sicherheit würde ich im entsprechenden Unterforum einen neuen Beitrag aufmachen.

Danke & Gruß, Martin

Moderiert von schwarzheit:

Thema in einen passenden Forenbereich verschoben. Bitte beachte die als wichtig markierten Themen („Welche Themen gehören hier her und welche nicht?“) in jedem Forenbereich. Danke.

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31. Dezember 2007

Beiträge: 9233

Lemmy_VFR schrieb:

Ich weiß, dass dann die Auswahl vom GRUB nicht funktioniert, weil sonst ohne Eingabe keines beider OS bootet. Korrekt?

Nicht korrekt. Ein System bootet immer nach Zeit X - welches und Zeit X kann man einstellen.

allgemeiner Gedanke:

Wenn du am zocken bist darf dann kein anderer Medien / Daten vom Server haben wollen. Oder wie hast du dir das vorgestellt?

Lemmy_VFR

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
18. November 2025

Beiträge: 7

Hi schwarzheit,

danke fürs Verschieben des Themas, die Rubrik ist mir vor dem Verfassen des Beitrags tatsächlich nicht aufgefallen.

Danke für den Hinweis mit dem Timer beim booten, da war ich nicht sicher, obs das gibt. 👍

So ungefähr könnte man sich das mit der Datenverwaltung vorstellen. Ich bin der im Haushalt, der alle Daten im Blick hat und andere User (1x meine Frau) brauchen die Bilder oder Daten "alle heilige Zeit" mal.

coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Um nur mal einen merkwürdigen Aspekt deiner Überlegungen aufzugreifen:

Lemmy_VFR schrieb:

Partitionierung & RAID durch Ubuntu vorzunehmen und hinterher von Windows aus Dateien auf die SSD zu werfen.

Und wie soll der Gaming PC die Daten auf die SSD des Ubuntu-Servers werfen, wenn der gar nicht läuft, weil Dual-Boot und eben nur einer von beiden zur selben Zeit laufen kann? Zumindest per default kann Windows nicht auf mit einem Linux-Dateisystem formatierte Partitionen schreibend oder lesend zugreifen. Klar gibt Tools mit denen man zumindest ext4 nutzen könnte, aber ob das so sinnvoll ist!?

Ganz unsinnig wäre es aber NTFS als Dateisystem für einen Linux-Server.

schwarzheit Team-Icon

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Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 9233

Zeitgesteuertes Starten und Ausschalten. → rtcwake

coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Manchmal reicht auch in Blick ins UEFI (BIOS). Manche können das System zeitgesteuert starten.

coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Also Lemmy_VFR, ich an Deiner Stelle würde mal über einen anderen Ansatz nachdenken –> Virtualisierung

Vermutlich ist es nicht praktikabel den Windows Gaming PC zu virtualisieren. Aber einen Ubuntu Server kann man sehr wohl virtualisieren, zur Not auch unter Windows. Und da dir offenbar der Stromverbrauch weitgehend egal ist, ist ein durch die Virtualisierung eines Ubuntu-Servers auf dem Windows Gaming PC leicht erhöhter Verbrauch auch kein Argument mehr.

Meine Nextcloud ist z.B. virtualisiert. Allerdings nicht auf einem Windows Host, sondern auf einem Ubuntu Host. Die 2x 1TB SSD als RAID sollte man auf einem Windows Host direkt an den virtualisierten Ubuntu-Server durchreichen können, so dass die nativ diesem zur Verfügung stehen.

Datenübertragung Widows → Ubuntu-Server erfolgt dann über Netzwerk. Wie bei einem echten Server auch. Bei Nextcloud z.B. über das per default vorhandene WebDav und entsprechende Konfiguration. Wenn man kein Nextcloud/WebDav hat wäre z.B. Samba eine Alternative.

Nachtrag:

Eine Nextcloud kann man z.B. per Docker direkt unter Win11 virtualisieren: Your Guide to Nextcloud All-in-One on Windows 10 & 11!. Support gibt es dann dafür aber ganz sicher nicht hier.

Lemmy_VFR

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
18. November 2025

Beiträge: 7

coraggioso schrieb:

Und wie soll der Gaming PC die Daten auf die SSD des Ubuntu-Servers werfen, wenn der gar nicht läuft, weil Dual-Boot und eben nur einer von beiden zur selben Zeit laufen kann? Zumindest per default kann Windows nicht auf mit einem Linux-Dateisystem formatierte Partitionen schreibend oder lesend zugreifen. Klar gibt Tools mit denen man zumindest ext4 nutzen könnte, aber ob das so sinnvoll ist!?

Ganz unsinnig wäre es aber NTFS als Dateisystem für einen Linux-Server.

Ok, da habe ich dann wohl einen Denkfehler. Wenn beide Betriebssysteme nicht auf eine SSD zugreifen können, fällt das wohl aus.

schwarzheit schrieb:

Zeitgesteuertes Starten und Ausschalten. → rtcwake

Top, danke dir!Sowas habe ich gesucht.

coraggioso schrieb:

Also Lemmy_VFR, ich an Deiner Stelle würde mal über einen anderen Ansatz nachdenken –> Virtualisierung

Nachtrag:

Eine Nextcloud kann man z.B. per Docker direkt unter Win11 virtualisieren: Your Guide to Nextcloud All-in-One on Windows 10 & 11!. Support gibt es dann dafür aber ganz sicher nicht hier.

Danke für die Anregungen. Darüber hatte ich noch garnicht nachgedacht.

Die Hardware ist schon besorgt, also wollte ich mich mal (wieder) an Linux probieren. Die letzte Version von Ubuntu, die ich genutzt hatte, war so eher in Richtung Version 10. Und da mit GUI. Ist ne Weile her 😉 Das läuft also eher unter persönliches Projekt und wenn das mit dem Server in ein paar Monaten gut von der Hand geht, könnte ich mir durchaus vorstellen den vom Gaming PC getrennt zu betreiben.

coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Lemmy_VFR schrieb:

Ok, da habe ich dann wohl einen Denkfehler. Wenn beide Betriebssysteme nicht auf eine SSD zugreifen können, fällt das wohl aus.

Gehen täte es schon. Es kommt halt auf das Format der Partition an. Wenn man einfach nur zwei reine Dektop OS anstrebt, einmal Win, einmal *buntu, dann kann man als sicherste Lösung, die die wenigsten Probleme verspricht eine kleinere Partition mit FAT32 oder exFAT formatieren und nutzen um Dateien zwischen beiden OS auszutauschen.

FAT32 und exFAT kenne aber bekanntlich nicht die Datei- und Verzeichnis-Eigentumsrechte, wie sie NTFS (Win) und die nativen Dateisysteme wie ext4 bei Linux kennen. Daher scheidet das m.E. als Dateisystem für eine Partition aus, auf der ein Server Dateien im Netzwerk als Server bereitstellen soll.

Insofern wäre mein erster Gedanke diesen Ubuntu-Server zu virtualisieren. Das geht mittels Virtualisierungssoftware wie VirtualBox oder VMware und eingeschränkt wohl auch per Windows-Subsystem für Linux (WSL). Eingeschränkt u.a. deshalb, weil man (so weit mir bekannt) per WSL keine GUI haben kann, anders als z.B. per VirtualBox.

Vorerst kein SSH, sowie kein Zugang von außen.

Warum nicht? Ich halte das für falsch gedacht. Ein Server sollte per SSH administrierbar sein.

Per ufw kann der SSH-Zugang zum Server ja aufs LAN oder sogar einen einzelnen Client im LAN begrenzt werden. Wenn dir die Authentifizierung über Passwörter trotz der Verschlüsselung und ufw zu unsicher ist, nimmst du stattdessen die SSH (Abschnitt „Public-Key-Authentifizierung“). Nötigenfalls kann der Key zudem auch noch mittels Passphrase zusätzlich abgesichert werden. Und die ganz sicherheitsbewussten können das ganze dann auch noch per 2FA (TOTP) absichern. Siehe z.B. SSH-Login mit 2-Faktor-Authentifizierung absichern

Ruth-Wies

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Anmeldungsdatum:
12. April 2023

Beiträge: 991

Wohnort: im Exil ;(

Lemmy_VFR schrieb:

Wie siehts mit der Dateiablage (SSD RAID) aus?

Meine Vorgehensweise wäre jetzt: Partitionierung & RAID durch Ubuntu vorzunehmen und hinterher von Windows aus Dateien auf die SSD zu werfen.

Tja, da habe ich ein wichtiges Detail in der Beschreibung nicht gefunden: Existiert ein RAID-Controller (Hardware) oder soll das per Software geregelt werden? Falls Letzteres suche nach einer Lösung, die unter Windows und Linux funktioniert. 😛 Vorher brauchen wir noch keine Überlegungen über ein Dateisystem an zu stellen.

Lemmy_VFR

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
18. November 2025

Beiträge: 7

coraggioso schrieb:

Warum nicht? Ich halte das für falsch gedacht. Ein Server sollte per SSH administrierbar sein.

Per ufw kann der SSH-Zugang zum Server ja aufs LAN oder sogar einen einzelnen Client im LAN begrenzt werden. Wenn dir die Authentifizierung über Passwörter trotz der Verschlüsselung und ufw zu unsicher ist, nimmst du stattdessen die SSH (Abschnitt „Public-Key-Authentifizierung“). Nötigenfalls kann der Key zudem auch noch mittels Passphrase zusätzlich abgesichert werden. Und die ganz sicherheitsbewussten können das ganze dann auch noch per 2FA (TOTP) absichern. Siehe z.B. SSH-Login mit 2-Faktor-Authentifizierung absichern

Es ging mir dabei tatsächlich um die Sicherheit. Aber mittels deinen Tipps, wäre das ja durchaus machbar. Danke dir 👍

Hab mich weiterhin intensiv mit den Möglichkeiten beschäftigt und so langsam bin ich an dem Punkt, an dem ich meine Vorgehensweise vermutlich überdenken muss, weil ich mit der Dual Boot zu sehr in Sackgassen renne. Am Ende versuche ich quasi ne Anhängerkupplung an einen 911er zu schrauben, um mit dem täglich einzukaufen zu fahren und außerdem alle 4 Wochen einmal auf der Rennstrecke Gas geben zu können. 😬

Ruth-Wies Das RAID soll über 2 Baugleiche Platten per Software realisiert werden. Und ich verstehe, wo du hin willst. 🤣 Wird vermutlich nicht gehen.

Wenn ich mein Konzept überarbeiten müsste, wäre ich aktuell an folgendem Punkt:

Doch Server Hardware kaufen, darauf das 24.04. Server installieren, die 2 SSDs mit verbauen und ins Heimnetz einbinden. Dann server 24/7 laufen lassen, Verwaltung direkt per CLI, oder über SSH durch den Win-Gaming PC und Dateiablage auf dem Server im RAID per Samba verteilen, um die Dateien auf den SSDs systemübergreifend zu bearbeiten.

Das macht vermutlich langfristig gesehen mehr Sinn, richtig?

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Anmeldungsdatum:
31. Dezember 2007

Beiträge: 9233

Lemmy_VFR schrieb:

Das macht vermutlich langfristig gesehen mehr Sinn, richtig?

Ist sehr wahrscheinlich so.

coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Die frage ist was genau du nun bereits an Hardware bestellt hast.

Sind z.B. die 2x 1TB SSD fürs RAID bereits bestellt und wenn ja was für SSD (M.2 NVMe SSD oder z.B. M.2 SATA SSD)?

Im Prinzip reicht für einen Fileserver mit Software-RAID ein MiniPC. Es gibt welche mit Platz für zwei M.2 NVMe SSD. Es gibt aber auch welche da geht nur einmal M.2 NVMe SSD und einmal M.2 SATA SSD. Letzteres ist m.E. suboptimal, weil dann fürs RAID keine zwei gleichen SSD verbaut werden können.

Lemmy_VFR

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
18. November 2025

Beiträge: 7

@schwarzheit

👍 danke für die Bestätigung.

coraggioso Ich habe 2 NVMes bestellt, genauer Kingstons NV3 PCIe 4.0 NVMe SSDs.

Da ich RAID nutzen wollte, bin ich auf 2 gleiche SSDs gegangen.

Dann schaue ich mich mal bei den Mini PCs um. Wenn du eine Empfehlung hast, bin ich immer offen dafür.

Bearbeitet von schwarzheit:

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coraggioso

Anmeldungsdatum:
22. August 2025

Beiträge: 456

Sorry, da habe ich nicht richtig gelesen gehabt. Daher gelöscht.

Also z.B. bei Notebooksbilliger gibt es gerade CSL-Minis als Black Week Deal. Aber die scheiden aus, denn die haben nur einmal NVMe und einmal SATA ☹

Da musst du mal in der eBucht oder bei der Amazone gucken. Da gibt es einiges an China-Kram. Ich nutze aktuell einen von Peladen mit N100, 16GB. Die N100 oder auch N150 sind recht sparsam was den Stromverbrauch angeht, denn bei mir läuft die NC 24/7. Sind natürlich keine schnellen Systeme wie ein i7. Aber für eine Nextcloud reicht das vollkommen.

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