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Leasezeit für eine bestimmte Sub-config-Datei einzeln festlegen

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 24.04 (Noble Numbat)
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humid_gimmick

Anmeldungsdatum:
10. Februar 2026

Beiträge: 4

Wir nutzen einen DHCP-Server, der sowohl dynamisch IP-Adressen vergibt, als auch mit Mac-Adressen-Reservierung arbeitet.

In /etc/dhcp/dhcpd.conf ist dies festgelegt

default-lease-time 120;
max-lease-time 300; 

Hier möchten wir gerne eine kurze Zeit, da nur wenige dynamische IPs über sind.

Daneben existieren je nach Arbeitsgruppe unterschiedliche Konfigurationen. Etwa /etc/dhcpd/dhcpd.buchhaltung.conf und /etc/hdcpd/dhcpd.produktion.conf Teilweise mit Mac-Adressen-Reservierung

Wenn der DHCP-Server ausfallen sollte, wären also sowohl die reservierten, als auch die dynamischen IPs sehr schnell weg. Um dem vorzubeugen, würden wir gerne eine zusätzliche Konfig-Datei bauen, für besonders kritische Anwendungen und diese mit einer separaten Leasezeit versehen und Mac-Adressenreservierung.

Wie würde man das am geschicktesten bauen?

Bearbeitet von kB:

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16. Februar 2007

Beiträge: 17602

Wie würde man das am geschicktesten bauen?

Ich würde dir ans Herz legen das Netzwerk gerade zu ziehen. Wozu derart kurze Lease Times? Standard in Unternehmen ist etwas zwischen 4-8 Stunden, meist sogar 24h.

Wenn eure Netze da ständig voll laufen, sind schlicht die Netze zu klein.

oberalf

Anmeldungsdatum:
25. Dezember 2024

Beiträge: 115

humid_gimmick schrieb:

Wenn der DHCP-Server ausfallen sollte, wären also sowohl die reservierten, als auch die dynamischen IPs sehr schnell weg.

Den DHCP-Server clustern könnte auch helfen, wenn er denn so wichtig ist.

humid_gimmick

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
10. Februar 2026

Beiträge: 4

Danke für die Rückmeldungen.

@encbladexp: Das ist natürlich das Ziel. Die Idee mit den unterschiedlichen Lease-Zeiten ist eine Art Zwischenschritt. Und es wäre wissenswert für mich, ob es überhaupt ginge einen DHCP mit unterschiedlichen Leasezeiten pro .conf-Datei zu versehen.

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Anmeldungsdatum:
4. Oktober 2007

Beiträge: 10197

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humid_gimmick schrieb:

[…] In /etc/dhcp/dhcpd.conf ist dies festgelegt

default-lease-time 120;
max-lease-time 300; 

Meines Wissens kann man diese beiden Einstellungen nicht gleichzeitig beide wirksam konfigurieren. Man müsste nun im Handbuch nachschauen, welcher von beiden priorisiert wird und dann wirksam wird.

Hier möchten wir gerne eine kurze Zeit, da nur wenige dynamische IPs über sind.

Das ist auf jeden Fall die falsche Maßnahme. IP-Adressen gibt es aus praktischer Sicht wie Sand am Meer. Man kann nicht zu wenige haben, sondern man kann nur sein Netzwerk ungeschickt konfiguriert haben. Wenn man z.B. 1000 gleichzeitig arbeitende Rechner im Netz erwartet, wählt man einfach einen Adressbereich mit 4000 Adressen, z.B. 10.0.0.0/20, und wenn man 16000 erwartet, nimmt man z.B. 10.1/16.

In der Regel bringen kurze Leihdauern gar nichts gutes, sondern nur die Bandbreite fressenden Verkehr. Die Leihdauer sollte in der Regel das 2- bis 4-fache der erwarteten Aufenthaltsdauer des Clients im Netz betragen, d.h. bei einem Arbeitstag von 8h nimmt man als Leihdauer 1d oder länger, und wenn man sein Netzwerk voll mit Gästen hat, die nur 30 min bleiben (z.B. Bahnhof), dann ist 2h eine vernünftige Wahl.

Konfigurieren kann man allerdings für jeden Client, unterschieden durch dessen DHCP-Kennung, einen individuellen Wert. Aber wer will sich diesen Aufwand freiwillig machen?

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