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BitTorrent Sync

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu GNOME 15.10 (Wily Werewolf)
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spearhead

Anmeldungsdatum:
24. April 2014

Beiträge: 34

Hallo liebe Leute,

ich habe lange Zeit Bittorrent Sync benutzt, um meine Documents-, Music- und Pictures-Verzeichnisse (in /home) auf 2 Ubuntu-Rechnern und meinem Android zu synchronisieren.

Das habe ich in der "alten" Version (also der inoffiziellen von tuxpoldo) so gemacht, dass ich in der ersten Konfiguration - direkt im Anschluss an die Installation - Bittorrent Sync als meinen user laufen ließ und auch meiner user-Gruppe hinzugefügt habe.

Jetzt in der aktuellen Version geht das leider nicht mehr, mit der Folge, dass alle Dateien, die von außen kommen erstmal mit chown und chgrp behandelt werden müssen, damit ich damit am anderen Computer arbeiten kann bzw. Änderungen abspeichern kann.

Gibt es irgendwie die Möglichkeit Bittorrent Sync, in der aktuellen Version, als user laufen zu lassen oder user-Privilegien zu geben, damit es ohne Probleme im /home und dessen Unterordnern schreiben kann? Habe bereits mit chmod die Rechte auch entsprechend angepasst, aber damit ist es überhaupt erst möglich diese 3 Verzeichnisse zu syncen, allerdings eben mit dem beschriebenen Problem.

Schonmal vielen Dank und viele Grüße

spearhead

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24. April 2014

Beiträge: 34

Hepp!

*Schubs*

Ihr dürft mir auch gerne sagen, wenn ich komplett auf dem Holzweg bin und das, was ich vorhabe, nicht klug ist oder auch wenn das Problem eigtl. ganz einfach zu lösen ist, ich habe nicht drauf komme.

Gruß

spearhead

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
24. April 2014

Beiträge: 34

*schubst*

Wie gesagt, ich bin für alternative Vorschläge offen.

spearhead

(Themenstarter)

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24. April 2014

Beiträge: 34

Also ich habe jetzt auf der BTSync-Seite folgendes gefunden:

Permissions and users Note, that when you install Sync package it is going to add “btsync” user to your Linux and run under “btsync” user. Take care of permissions and groups before you start syncing. If you are using systemd it is possible to run Sync under your current user account, if you start it with sudo systemctl --user (command) btsync command. Unfortunately, this option is not available for sysvinit and upstart.

Leider bekomme ich folgende Ausgabe im Terminal:

marcus@marcus-nb:~$ sudo systemctl --user start btsync.service 
Failed to connect to bus: No such file or directory
marcus@marcus-nb:~$ sudo systemctl --user enable btsync.service 
Failed to connect to bus: No such file or directory

Hat dafür evtl. jemand eine Lösung?

Developer92 Team-Icon

Avatar von Developer92

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31. Dezember 2008

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spearhead schrieb:

marcus@marcus-nb:~$ sudo systemctl --user start btsync.service 
Failed to connect to bus: No such file or directory
marcus@marcus-nb:~$ sudo systemctl --user enable btsync.service 
Failed to connect to bus: No such file or directory

Hat dafür evtl. jemand eine Lösung?

Da hat sich ein Fehler eingeschlichen: Wenn du systemctl mit --user aufrufst, darfst du davor kein sudo verwenden. D.h. "live" ausprobieren müsste so gehen:

systemctl --user start btsync.service

Und dauerhaft aktivieren:

systemctl --user enable btsync.service

Achtung: btsync.service wird damit erst dann gestartet, wenn man sich als Nutzer eingeloggt hat.

Was ich nicht so ganz verstehe (allerdings kenne ich die btsync.service-Datei nicht): Eigentlich™, wenn die Entwickler das richtig gemacht haben, müsste auch folgendes funktionieren:

sudo systemctl start btsync@username.service
# bzw.
sudo systemctl enable btsync@username.service

senden9

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8. Februar 2010

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Developer92 schrieb:

[…] Achtung: btsync.service wird damit erst dann gestartet, wenn man sich als Nutzer eingeloggt hat. […]

Das lässt sich mittels

sudo loginctl enable-linger USERNAME

ändern. Ich verwende die systemd user units auch auf meinen Servern um unprivilegierten Benutzern das Aufsetzen von eigenen Diensten zu ermöglichen.

Edit: Ich zitiere aus der man-page:

enable-linger [USER...], disable-linger [USER...]
Enable/disable user lingering for one or more users. If enabled for a specific user, a user manager is spawned for the user at boot and kept around after logouts. This allows users who are not logged in to run long-running services. Takes one or more user names or numeric UIDs as argument. If no argument is specified, enables/disables lingering for the user of the session of the caller.

Edit 2: Wo hast du das btsync-Paket her? Dann könnte man sich das service-file ansehen. Für die --user Variante müsse dieses File nämlich meines Wissens nach unter ~/.config/systemd/user/ liegen. Dort installiert dir kein ordentlich gepacktes Paket etwas hin.

Developer92 Team-Icon

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31. Dezember 2008

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senden9 schrieb:

Das lässt sich mittels

sudo loginctl enable-linger USERNAME

ändern. Ich verwende die systemd user units auch auf meinen Servern um unprivilegierten Benutzern das Aufsetzen von eigenen Diensten zu ermöglichen.

Oh, das kannte ich noch nicht. Danke ☺

Für die --user Variante müsse dieses File nämlich meines Wissens nach unter ~/.config/systemd/user/ liegen. Dort installiert dir kein ordentlich gepacktes Paket etwas hin.

Die User-Dateien liegen, wenn sie von einem Paket bereitgestellt werden, unter /usr/lib/systemd/user/. ~/.config/systemd/user/ ist eher für eigene Service-Dateien gedacht.

senden9

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Developer92 schrieb:

[…] Die User-Dateien liegen soweit ich weiß unter /usr/lib/systemd/user/. […]

Oh. Das kannte ich noch nicht ☺. Ich habe immer nur ~/.config/systemd/user/ verwendet. Habe gerade mal nachgelesen. Ich zitiere mal aus dem Arch Wiki:

Similarly to system units, user units are located in the following directories (ordered by ascending precedence):

  • /usr/lib/systemd/user/ where units provided by installed packages belong.

  • ~/.local/share/systemd/user/ where units of packages that have been installed in the home directory belong.

  • /etc/systemd/user/ where system-wide user units are placed by the system administrator.

  • ~/.config/systemd/user/ where the user puts its own units.

spearhead

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24. April 2014

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Hallo,

vielen Dank für die Antworten, hat mir sehr geholfen!

Eine Frage hätte ich aber noch:

Wenn ich jetzt BTSync bei Systemstart (nach dem Einloggen) gestartet haben möchte, muss ich dann in die Startup-Applications reinschreiben "systemctl --user enable btsync" oder "systemctl --user start btsync"?

Mir erschließt sich noch nicht so richtig der Unterschied zwischen den beiden Kommandos bzw. wozu ich welches brauche.

Viele Grüße

senden9

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Weder noch. Mit

systemctl --user enable btsync

sollte die Software bei jedem start/login automatisch starten. "enable" aktiviert quasi den Autostart. "start" startet den Service sofort. Mit

systemctl --user status btsync

kannst du den Status des Services prüfen.

spearhead

(Themenstarter)

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24. April 2014

Beiträge: 34

senden9 schrieb:

Weder noch. Mit

systemctl --user enable btsync

sollte die Software bei jedem start/login automatisch starten. "enable" aktiviert quasi den Autostart. "start" startet den Service sofort. Mit

systemctl --user status btsync

kannst du den Status des Services prüfen.

Hallo,

mit systemctl enable passiert leider gar nichts. btsync.service wird dann unter systemctl list-unit-files als "disabled" gelistet und systemctl --user status btsync.service bringt folgende Ausgabe:

marcus@marcus-nb:~$ systemctl --user status btsync
● btsync.service - BitTorrent Sync service
   Loaded: loaded (/usr/lib/systemd/user/btsync.service; enabled; vendor preset: enabled)
   Active: inactive (dead)
     Docs: http://help.getsync.com/

Erst mit systemctl --user start btsync.service startet der Dienst, aber nach reboot wird es nicht automatisch wieder geladen.

Gruß

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