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Max-Ulrich_Farber
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 23. Januar 2007
Beiträge: 8024
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Hallo unbekannt1984,
ich denke, wir können uns so langsam von den Abschnitten "Aufbau (alt)" und "DNS-Server angeben" verabschieden.
Einverstanden. Folgende Passage ist aber nicht korrekt und muss deshalb nochmal überarbeitet werden: Zunächst wird in der /etc/network/interfaces jede reale Netzwerkschnittstelle mit einer Zeile der Form: auto <Interfacebezeichnung> initialisiert. Hierbei ist für <Interfacebezeichnung> der richtige Name zu verwenden (z.B. eth0 für die erste Ethernet-Schnittstelle). Alternativ kann, anstelle von auto, auch allow-hotplug verwendet werden, wenn eine Schnittstelle zwar physikalisch vorhanden ist, beim Systemstart jedoch nicht automatisch gestartet werden soll (wichtig falls Networkmanager oder Wicd verwendet werden).
Durch eine Zeile mit auto oder allow ... wird die Schnittstelle nicht initialisiert, sondern es werden lediglich Bedingungen für die Ausführung des Befehls ifup festgelegt. auto eth0 bewirkt, dass eth0 bei ifup -a einbezogen wird. Dieser Befehl wird normalerweise per Skript beim Startvorgang ausgeführt. Zeilen, die mit allow beginnen, bewirken, dass das betreffende Interface einbezogen wird, wenn ifup mit der betreffenden Einschränkung aufgerufen wird. Die Zeile allow-hotplug eth0 bewirkt also, dass eth0 beim Befehl ifup --allow=hotplug einbezogen wird. Dieser Befehl wird in manchen Systemen ausgeführt, wenn ein externes Interface (USB, PCMCIA) im Betrieb eingesteckt und entdeckt wird. Wie manche Threads zeigen, funktioniert dies offenbar nicht ganz zuverlässig. Deshalb hatte ich diese Option nicht erwähnt. Lässt man diese Zeile (auto ... oder allow ...) ganz weg, ist das Interface trotzdem initialisiert. Es muss dann eben von Hand mit dem Befehl ifup aktiviert werden. Für die Verwendung von NetworkManager oder Wicd hat die Option allow-hotplug AFAIK keinerlei Bedeutung. Wenn allow-hotplug inzwischen zuverlässig funktioniert (ich weiß das nicht), so kann man es meinetwegen als "Bonbon" für Laptop-Anwender mit externen Schnittstellen erwähnen. Man kann es aber genau so gut auch als "zu speziell" weglassen; es ist ja in man interfaces beschrieben.
Hierbei gibt es noch die Möglichkeit (optional) die MAC-Adresse der Netzwerkkarte zu ändern.
Stimmt. Aber ich bezweifle sehr, dass man dies ins Wiki schreiben sollte! ❗ Gruß - Max-Ulrich
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
Beiträge: 945
Wohnort: Iserlohn
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Hallo Max-Ulrich Farber,
ich denke, wir können uns so langsam von den Abschnitten "Aufbau (alt)" und "DNS-Server angeben" verabschieden.
Einverstanden.
Ok.
Folgende Passage ist aber nicht korrekt und muss deshalb nochmal überarbeitet werden: Zunächst wird in der /etc/network/interfaces jede reale Netzwerkschnittstelle mit einer Zeile der Form: > auto <Interfacebezeichnung>
> initialisiert. Hierbei ist für <Interfacebezeichnung> der richtige Name zu verwenden (z.B. eth0 für die erste Ethernet-Schnittstelle). Alternativ kann, anstelle von auto, auch allow-hotplug verwendet werden, wenn eine Schnittstelle zwar physikalisch vorhanden ist, beim Systemstart jedoch nicht automatisch gestartet werden soll (wichtig falls Networkmanager oder Wicd verwendet werden).
Durch eine Zeile mit auto oder allow ... wird die Schnittstelle nicht initialisiert, sondern es werden lediglich Bedingungen für die Ausführung des Befehls ifup festgelegt. auto eth0 bewirkt, dass eth0 bei ifup -a einbezogen wird. Dieser Befehl wird normalerweise per Skript beim Startvorgang ausgeführt. Zeilen, die mit allow beginnen, bewirken, dass das betreffende Interface einbezogen wird, wenn ifup mit der betreffenden Einschränkung aufgerufen wird. Die Zeile allow-hotplug eth0 bewirkt also, dass eth0 beim Befehl ifup --allow=hotplug einbezogen wird.
Also wird beim Bootvorgang das Interface/die Schnittstelle nicht gestartet (da nicht der richtige Befehl dafür im Bootskript steht). Mit USB/PCMCIA-Hardware konnte ich es nicht versuchen, aber meine mini-PCIe WLAN Karte wird nie gestartet, weshalb ich Sie zunächst mit Networkmanager nutzen kann (bzw. eher könnte). Wenn ich dann die Schnittstelle im Networkmanager deaktiviere und anschließend
ausführe, dann kann ich Sie "normal" mit interfaces und wpa_supplicant bzw. wpa_gui verwenden.
Dieser Befehl wird in manchen Systemen ausgeführt, wenn ein externes Interface (USB, PCMCIA) im Betrieb eingesteckt und entdeckt wird. Wie manche Threads zeigen, funktioniert dies offenbar nicht ganz zuverlässig. Deshalb hatte ich diese Option nicht erwähnt.
Siehe oben. Lässt man diese Zeile (auto ... oder allow ...) ganz weg, ist das Interface trotzdem initialisiert. Es muss dann eben von Hand mit dem Befehl ifup aktiviert werden. Für die Verwendung von NetworkManager oder Wicd hat die Option allow hotplug AFAIK keinerlei Bedeutung.
Siehe oben. Wenn allow hotplug inzwischen zuverlässig funktioniert (ich weiß das nicht), so kann man es meinetwegen als "Bonbon" für Laptop-Anwender mit externen Schnittstellen erwähnen. Man kann es aber genau so gut auch als "zu speziell" weglassen; es ist ja in man interfaces beschrieben.
Wenn ich jetzt alles weglasse, was in man interfaces steht, dann wird das ein verdammt kurzer Artikel ☺
Hierbei gibt es noch die Möglichkeit (optional) die MAC-Adresse der Netzwerkkarte zu ändern.
Stimmt. Aber ich bezweifle sehr, dass man dies ins Wiki schreiben sollte! ❗
Wenn du dir den Abschnitt "Aufbau (alt)" anschaust, stellst du fest, dass dort diese Möglichkeit schon vermerkt war (ich habe das also nur umformuliert). Torsten
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Max-Ulrich_Farber
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 23. Januar 2007
Beiträge: 8024
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Also wird beim Bootvorgang das Interface/die Schnittstelle nicht gestartet (da nicht der richtige Befehl dafür im Bootskript steht).
Richtig. aber meine mini-PCIe WLAN Karte wird nie gestartet
Klar, für die gibt es auch kein Hotplug! Ob Du da die Zeile allow-hotplug wlan0 reinschreibst oder ganz weglässt, ist völlig egal. Wenn ich jetzt alles weglasse, was in man interfaces steht, dann wird das ein verdammt kurzer Artikel ☺
So habe ich das auch nicht gemeint! Ich bezog dies nur auf diese sehr spezielle Option. Wenn du dir den Abschnitt "Aufbau (alt)" anschaust, stellst du fest, dass dort diese Möglichkeit schon vermerkt war (ich habe das also nur umformuliert).
Stammte nicht von mir. Ich bin dafür, dies (Ändern der MAC-Adresse) weg zu lassen, weil man damit viel Unfug anstellen kann, wenn man sich der Konsequenzen nicht genau bewusst ist. Gruß - Max-Ulrich
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
Beiträge: 945
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Hallo, Max-Ulrich Farber schrieb:
aber meine mini-PCIe WLAN Karte wird nie gestartet
Klar, für die gibt es auch kein Hotplug! Ob Du da die Zeile allow-hotplug wlan0 reinschreibst oder ganz weglässt, ist völlig egal.
Also das wäre mir neu (und einem Kollegen der Aptosid/Sidux nutzt auch)... Ich probiere es mal aus.
Wenn ich jetzt alles weglasse, was in man interfaces steht, dann wird das ein verdammt kurzer Artikel ☺
So habe ich das auch nicht gemeint! Ich bezog dies nur auf diese sehr spezielle Option. Wenn du dir den Abschnitt "Aufbau (alt)" anschaust, stellst du fest, dass dort diese Möglichkeit schon vermerkt war (ich habe das also nur umformuliert).
Stammte nicht von mir. Ich bin dafür, dies (Ändern der MAC-Adresse) weg zu lassen, weil man damit viel Unfug anstellen kann, wenn man sich der Konsequenzen nicht genau bewusst ist.
Man kann mit einigen Sachen hier im Wiki Unfug anstellen, trotzdem werden sie aufgeführt. Wer Spaß daran hat kann z.B. mit der "/etc/hosts" microsoft.com auf ubuntu.com umleiten (also nur lokal, in seinem Netzwerk). Ich habe diese (optionale) Angabe erstmal in eine Experten-Box geschrieben (sollte Neulingen eigentlich sagen "Finger davon lassen"). Torsten
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Max-Ulrich_Farber
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 23. Januar 2007
Beiträge: 8024
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Also das wäre mir neu (und einem Kollegen der Aptosid/Sidux nutzt auch)
Dann frage ich mal umgekehrt: Was soll denn allow-hotplug bei einer internen Schnittstelle bewirken? Man kann mit einigen Sachen hier im Wiki Unfug anstellen
Das ist mir schon klar. Man kann sich auch darüber streiten, wie schlimm das Ändern von MAC-Adressen ist. Für mich ist es so etwas wie das Fälschen von KFZ-Kennzeichen. Für legale Zwecke braucht man das eigentlich gar nicht. Gruß - Max-Ulrich
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Max-Ulrich Farber schrieb: Also das wäre mir neu (und einem Kollegen der Aptosid/Sidux nutzt auch)
Dann frage ich mal umgekehrt: Was soll denn allow-hotplug bei einer internen Schnittstelle bewirken?
ich probiere die andere Variante noch.
Man kann mit einigen Sachen hier im Wiki Unfug anstellen
Das ist mir schon klar. Man kann sich auch darüber streiten, wie schlimm das Ändern von MAC-Adressen ist. Für mich ist es so etwas wie das Fälschen von KFZ-Kennzeichen. Für legale Zwecke braucht man das eigentlich gar nicht.
Ob man jetzt mit Virtualbox eine VM aufsetzt, der man eine beliebige MAC-Adresse zuweisen kann, oder ob man direkt seinem Computer eine andere MAC-Adresse verpasst ist doch relativ egal. Von daher würde ich es stehen lassen (erspart jmd. dann wenigstens die Arbeit eine VM aufzusetzen). Torsten
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Max-Ulrich_Farber
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 23. Januar 2007
Beiträge: 8024
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Ob man jetzt mit Virtualbox eine VM aufsetzt, der man eine beliebige MAC-Adresse zuweisen kann, oder ob man direkt seinem Computer eine andere MAC-Adresse verpasst ist doch relativ egal. Von daher würde ich es stehen lassen (erspart jmd. dann wenigstens die Arbeit eine VM aufzusetzen).
Ok. Ich habe zwar noch nie wegen einer MAC-Adresse eine VM aufgesetzt (und ich kenne auch niemand, der das gemacht hat). Aber Du hast schon Recht, lass' es also drin.
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Hallo Max-Ulrich Farber,
aber meine mini-PCIe WLAN Karte wird nie gestartet
Klar, für die gibt es auch kein Hotplug! Ob Du da die Zeile allow-hotplug wlan0 reinschreibst oder ganz weglässt, ist völlig egal.
Also, die Zeile allow-hotplug wlan0 macht bei mir keinen Unterschied.
Wenn allow hotplug inzwischen zuverlässig funktioniert (ich weiß das nicht), so kann man es meinetwegen als "Bonbon" für Laptop-Anwender mit externen Schnittstellen erwähnen. Man kann es aber genau so gut auch als "zu speziell" weglassen; es ist ja in man interfaces beschrieben.
Und genau da liegt das Problem. Laut http://www.debian.org/doc/manuals/reference/ch-gateway.de.html (Punkt 10.8.2) ist hotplug von dem Paket hotplug abhängig. Dieses existiert (in Maverick) aber nicht! Laut https://lists.ubuntu.com/archives/ubuntu-devel-announce/2005-December/000028.html wurde hotplug bereits in der Alpha/Beta-Phase von Dapper deaktiviert. Also wird in dem Manual etwas Beschrieben, was nicht (bei Ubuntu) existiert. Dem zufolge wird hotplug nie (-mehr) funktionieren. Ubuntu ist eben doch nicht Debian. Torsten
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noisefloor
Anmeldungsdatum: 6. Juni 2006
Beiträge: 29567
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Hallo, Zwischenfrage: seit ihr _sicher_, dass ihr vom gleichen Hotplug redet? Hotplug war ja "früher" die Methode des Linux-Kernels für "Plug'n'Play" Geräte. Es hat also erkannt, wenn z.B. ein USB angesteckt wurde. Das wird ja heuer über udev & Co. erkannt, spricht Hotplug gilt auch im Linux-Kernel als veraltet... Gruß, noisefloor
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Hallo noisefloor,
Zwischenfrage: seit ihr _sicher_, dass ihr vom gleichen Hotplug redet?
ich denke schon, da laut o.g. Debian-Referenz "/etc/hotplug/net.agent" ausgeführt wird, um mit allow-hotplug beschriebene Geräte zu initialisieren.
Hotplug war ja "früher" die Methode des Linux-Kernels für "Plug'n'Play" Geräte.
Wer oder was, wenn nicht der Kernel, sollte beim einstecken eines USB- oder PCMCIA-Netzwerkgerätes etwas auslösen? Daher habe ich ja auch einen Link auf Änderungen am Kernel gepostet (in dem erwähnt wird, dass das gesamte Verzeichnis "/etc/hotplug" herausfällt).
Das wird ja heuer über udev & Co. erkannt, spricht Hotplug gilt auch im Linux-Kernel als veraltet...
Weshalb es wirklich nichts mehr bewirken sollte. Max-Ulrich Farber hat ja schon erwähnt:
Wie manche Threads zeigen, funktioniert dies offenbar nicht ganz zuverlässig.
bzw. es sollte demnach gar nicht funktionieren. Torsten
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noisefloor
Anmeldungsdatum: 6. Juni 2006
Beiträge: 29567
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Hallo, gut, dann ist es vielleicht wirklich das gleiche Hotplug... Komisch. Dann bin ich jetzt verwirrt und ziehe mich aus der Diskussion zurück 😉 Gruß, noisefloor
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Hallo noisefloor,
Dann bin ich jetzt verwirrt und ziehe mich aus der Diskussion zurück 😉
mach dir nichts draus, das geht in diesem Thread anscheinend "Reihum"... Bange machen gilt aber nicht, Max-Ulrich Farber und ich sind ja auch noch da (und haben uns nicht zurückgezogen). Torsten
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Hallo, ich hoffe meine letzten Änderungen am Artikel treffen euren Geschmack. Da ich noch keine Bestätigung wegen allow-hotplug habe, habe ich folgenden Satz erstmal nur gestrichen:
Alternativ kann, anstelle von auto, auch allow-hotplug verwendet werden, wenn eine Schnittstelle zwar physikalisch vorhanden ist, beim Systemstart jedoch nicht automatisch gestartet werden soll (wichtig falls Networkmanager oder Wicd verwendet werden).
Torsten
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noisefloor
Anmeldungsdatum: 6. Juni 2006
Beiträge: 29567
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Hallo, liest sich IMHO ganz gut. Aber bitte entfernt doch mal alle Teile, welche am Ende _nicht_ mehr im Artikel drin sein sollen. Dann lässt sich der Gesamtinhalt besser beurteilen. Außerdem sollten noch irgendwo erklärt werden (oder verlinkt werden) was "Remapping" ist. Gruß, noisefloor
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unbekannt1984
Anmeldungsdatum: 29. Oktober 2007
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Hallo noisefloor,
Aber bitte entfernt doch mal alle Teile, welche am Ende _nicht_ mehr im Artikel drin sein sollen.
Altlasten sind raus.
Dann lässt sich der Gesamtinhalt besser beurteilen.
Ich dachte, dann hat man den direkten Vergleich "alt vs. neu".
Außerdem sollten noch irgendwo erklärt werden (oder verlinkt werden) was "Remapping" ist.
Ob die Erklärung jetzt so ausreichend ist sollen Andere entscheiden. Den Abschnitt will ich aber noch etwas ausbauen... Torsten
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