Ok, vorweg ich bin gerade nicht in der Verfassung eine wirklich qualifizierte Antwort zu geben, aber mit diesem Beitragtaucht das hier schonmal in meinen "Eigenen Beträgen" hier im Forum auf und ich kann darauf zurückkommen.
ExifTool kann viele, viele Metadaten in verschiedenste Dateiformate schreiben, worauf der Name tatsächlich nicht unbedingt schließen lässt. Die erste Hürde ist herauszufinden, welches Metadaten-Format man eigentlich einbinden möchen - dicht gefolgt von, welches richtige Feld es sein könnte. In der Dokumentation von ExifTool kann man dazu einen Überblick hier finden. Im Abschnitt EXIF findet man dann zwei Feldnamen, die interessant sein könnten - DateTimeOriginal und CreateDate (musst du aber nochmal selber gegenprüfen, ob das korrekt ist für deinen Anwendungsfall). Was wie wo Shotwell jetzt einlesen kann, kann ich leider nicht sagen.
Dein Befehl ist allerdings schonmal richtig - z.B.:
exiftool -CreateDate="time format" image.jpg
Dabei ist das Zeitformat davon abhängig, was genau Shotwell einliest. Deine Vermutung ist nach gegenprüfen einiger meiner eigenen Bilder offensichtlich korrekt.
So, und jetzt wird es spannend in der Befehlszeile. Ich weiss nicht, wie du die Aufnahmedaten rekonstruieren kannst, aber wenn du das z.B. ausgehend vom TimeStamp der Bilddateien machen kannst, dann wäre es rein theoretisch möglich, dass in der Stapelverarbeitung auszuführen. Ungefähr so würde das dann aussehen:
for i in *.jpg; do exiftool -CreateDate="$(stat -c %y "${i}" | cut -d . -f1 | sed 's/-/:/g')" "${i}"; done
Dabei würden jetzt die TimeStamps von der letzen Modifizierung der Bilddatei im gleichen Format, wie von dir angedacht in das EXIF:Feld "CreateDate" aller JPG-Dateien im Verzeichnis, in dem der Befehl ausgeführt wird, geschrieben werden.
GIMP ist beim Bearbeiten von Bilddateien sicherlich komfortabel, allerdings destruktiv in Bezug auf Metadaten. Insbesondere wenn man eine RAW-Datei nimmt und die dann als JPG speichert. Stattdessen solltest du dich besser mal mit ImageMagick befassen. Das ist genauso befehlszeilenorientiert wie ExifTool, aber die Möglichkeiten der Stapelverarbeitung machen diese Software Suite besonders interessant und dabei werden die Metadaten normalerweise beibehalten - bpsw.:
convert image.jpg -scale 640x640 -quality 100 image_new.jpg
Dabei würde jetzt das Bild so skaliert werden, dass die längste Seite 640px hat und sich die andere Seite proportional anpasst. In den EXIF:Metadaten würden als Bildbreite und -höhe aber weiterhin die Originalmaße angegeben werde.
Also wie oben erwähnt, das Bier... Aber du bekommst das, was du wissen musst. Versprochen.