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jucs
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Guten Abend, wie geht das? Lege ich eine Audio-CD in mein Laufwerk gibt mir dd folgende Fehlermeldung:
root@comp001-adk:/home/jucs# dd if=/dev/cdrom of=/home/jucs/Desktop/lshv2.img dd: reading /dev/cdrom': Input/output error\\
0+0 records in\\
0+0 records out\\
0 bytes (0 B) copied, 0.020849 seconds, 0.0 kB/s\\
Was mach ich falsch? Danke für eure Hilfe!
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kringel
Anmeldungsdatum: 7. September 2005
Beiträge: 2434
Wohnort: Gummersbach
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Hallo, vielleicht vorher nicht korrekt gemounted oder falsche Pfadangabe? Möglicherweise fehlt auch der entsprechende Filesystem-Typ in der /etc/fstab Also bei /dev/cdrom... steht da ja z.b. udf,iso9660 etc. Ansonsten hab ich nicht so direkt die Ahnung jetzt, aber das Stichwort "Rohdaten" bringt mich auf eine Idee. Bin letztens über das Paket cdfs-src gestolpert. Wenn man das installiert und in /usr/src extrahiert und die entsprechenden kernel-headers hat dann kann man damit dann in dem header-Verzeichnis in /usr/src/ mit dem Befehl make-kpkg modules_images ein Kernel-Modul erstellen und das Paket per dpkg -i installieren. Dann kann man eine Audio-CD als cdfs-filesystem einbinden, d.h. es werden z.B. die Tracks direkt als .wav-Dateien angezeigt, die ich mir z.B. mit Nautilus per DragnDrop auf die Festplatte ziehen kann und das recht schnell sogar. Mit cdfs kann man noch einiges mehr machen. Am besten mal noch googeln. cdfs muss man dann nur noch in /etc/modules eintragen und in der /etc/fstab bei cdrom als filesystem hinzufügen. Ich hab aber keine Ahnung ob dir cdfs irgendwie helfen könnte. Wenn ja kann ich das nochmal ausführlicher schreiben. 😉 Melden sich sicher noch andere 😉 Gruß -Christian
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droebbel
Anmeldungsdatum: 19. Oktober 2004
Beiträge: 5388
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Audio-CDs kann man nicht mounten, und das Lesen der Rohdaten ergibt schlicht keinen Sinn, weil bei Audio-CDs die sonst üblichen Fehlerkorrekturdaten fehlen. Deshalb benutzt man Programme wie cdparanoia, die trotzdem möglichst genaue Daten zu lesen versuchen, wobei sich aber AFAIK das Ergebnis noch nicht mal überprüfen lässt - es gibt keine Prüfsummen, und zwei verschiedene Laufwerke können durchaus zu jeweils reproduzierbaren, aber unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Normalerweise bekommt man beim Auslesen eine WAV-Datei, man kann aber auch andere Formate anfordern, darunter eine Art Rohformat. Nur wozu eigentlich? Gruß David
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jucs
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Danke für eure Antworten! Das ist schonmal ein guter Ansatz, Audio-CDs auszulesen - aber es kommt mir eigentlich vorallem auf die technische Seite drauf an. Sorry, dass ich das oben ned so genau dargelegt habe. Ich verstehe es nicht, dass ich mit dd von /dev/hda die Bytes einzeln - ganz egal welches Dateisystem - auslesen kann, es bei /dev/cdrom auch geht, außer es liegt ne Audio-CD drinnen. Für dieses Lesen müsste es doch egal sein, welches Dateisystem auf der CD ist. 😉
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MrDoubtfire
Anmeldungsdatum: 18. Oktober 2005
Beiträge: 210
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Hallo jucs, hatte das selbe Problem auch mal... Audio-CD's lassen sich einfach nicht mit "dd" auslesen. Dafür gibt es folgende Möglichkeit: cdrdao copy \
--source-device 0,1,0 --source-driver generic-mmc \
--device 0,0,0 --driver generic-mmc \
--on-the-fly \
--with-cddb Damit sollte es möglich sein, jede Ausio-CD 1:1 zu kopieren. Du musst allerdings die Devices entsprechend anpassen. Wenn Du keine zwei Laufwerke hast, guck' Dir die Optionen mal an (denn dann funktioniert logischerweise "on-the-fly" nicht). MrDoubtfire
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jucs
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Auch dir danke, aber ich weiß immernoch nicht, wieso das nicht geht. dd liest doch bloß ein Byte nach dem anderen, da isses doch vollkommen egal, was für ne CD es ist. Weiß das irgendwer, woran das liegt?
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droebbel
Anmeldungsdatum: 19. Oktober 2004
Beiträge: 5388
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jucs hat geschrieben: Ich verstehe es nicht, dass ich mit dd von /dev/hda die Bytes einzeln - ganz egal welches Dateisystem - auslesen kann, es bei /dev/cdrom auch geht, außer es liegt ne Audio-CD drinnen. Für dieses Lesen müsste es doch egal sein, welches Dateisystem auf der CD ist.
Daten-CDs haben Fehlerkorrekturmechanismen "eingebaut", die bei Audio-CDs fehlen und von der Software übernommen werden müssen. Dafür ist dd nicht gemacht.
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jucs
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Ja, aber was bekommt dd denn? Wenn er Byte 0 lesen will, kriegt er doch Byte 0 oder nicht? E: Sorry, ich bin wohl recht hartnäckig...
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oggfan
Anmeldungsdatum: 11. Juli 2006
Beiträge: Zähle...
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Hallo, klar versucht der Laser sich genau auf byte 0 zu platzieren, Aber der Setzt sich immer etwas daneben. (Deswegen die Unterschiedlichen ergebnisse auf unterschiedlichen Laufwerken). Desweiteren kann auch mal bei Byte 0 ein Kratzer sein, welcher dann das Lesen dort unmöglich macht. Eine Daten CD hat für sowas Fehlerkorrekturmechanismen, die der Audio CD fehlen. (Nicht erschrecken jetzt, 1 byte macht noch nichts, das wirkt sich erst bei viel viel schwereren Kratzern aus). Deswegen braucht man spezielle Programme (manche auch noch mit offset-korrektur, welche die fehlplatzierung des Lasers ausgleichen.) Wenn dich das so interessiert schau dich mal hier um: www.audiohq.de Dort sind die meisten Programme zwar für Windows, allerdings sind die wichtigsten Dinge Plattformunabhängig. Hoffe ich hab mich halbwegs verständlich ausgedrückt. Viele Grüße oggfan
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jucs
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Danke erstmal... Also es ist sozusagen so: dd versucht zu lesen, dies schlägt aber fehl. Dies wäre bei jedem anderen Programm auch beim zb. ersten Byte fehlgeschlagen, eine ensprechende Software weiß aber, was sie jetzt zu tun hat, um eben doch noch das beste für den Benutzer rauszuholen?
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droebbel
Anmeldungsdatum: 19. Oktober 2004
Beiträge: 5388
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So ähnlich. Nochmal anders ausgedrückt: dd ist ein Programm zum blockweisen Kopieren beliebiger Daten, die (wie es bei allen gewöhnlichen [Geräte]Dateien der Fall ist) zuverlässig angeliefert werden. Ein CD-ROM-Laufwerk mit einer Audio-CD kann aber von sich aus, anders als bei Daten-CDs, keine zuverlässigen Daten liefern. Es ist auf zusätzliche Software angewiesen, die die Fehlerkorrektur übernimmt. Gemäß der Maxime "do one thing, and do it right" enthält dd keine Mechanismen zur Fehlerkorrektur bei Audio-CDs. Dafür gibt es spezielle Werkzeuge wie eben cdparanoia (und andere Programme, die libparanoia nutzen). Sprich: Du nutze einfach das falsche Werkzeug. Mit einem Schraubenzieher ist es schwierig, einen Nagel einzuschlagen.
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jucs
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 15. August 2006
Beiträge: 700
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Lindiot
Anmeldungsdatum: 22. August 2006
Beiträge: 693
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Ich würde es etwas anders formulieren, die Strukturen die dd lesen will (Sektoren usw...) existieren einfach nicht. Die Soft die die Musik ausliest liest was anderes, einen Strom von Daten der keine solchen Block-Charakterika und eben auch all jene Kontrollstrukturen nicht hat. Vieleicht kennt dd auch einen speziellen Modus der auf solche Elemente verzichtet, möglich wärs, wenn auch unwahrscheinlich.
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kringel
Anmeldungsdatum: 7. September 2005
Beiträge: 2434
Wohnort: Gummersbach
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Hi! Also ok, dann bin ich sicher, dass cdfs dir helfen könnte. Wie das da mit der Fehlerkorrektur aussieht, kann ich nicht genau sagen. Ich hatte bisher bei Audio-CDs in einwandfreiem Zustand absolut keine Probleme. Du musst nur cdfs-src, die entsprechenden kernel-header installieren und dann kannst du das Modul in /usr/src bauen. Dauert eigentlich nicht lange. Damit kann man Audio-CD richtig mounten dann:
sudo mount -t cdfs /dev/hdb (z.B.) Gruß Christian PS: Ich schreibe vielleicht mal nen Wiki-Artikel zu cdfs. 😉
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Lindiot
Anmeldungsdatum: 22. August 2006
Beiträge: 693
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Es gibt keine Fehlerkorrektur bei AudioCD. Das was du meinst ist was anderes, das ist eine Korrektur die vorgenommen wird damit der Musikgenuss nicht allzusehr leidet bei Störungen, mit Fehlerkorrektur im üblichen Sinn hat das nichts zu tun, das ist mehr ein geigneter Lückenfüller Algorithmus denn eine Fehlerkorrektur.
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