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Strombedarf für 24/7 mit unterschiedlichen Distris

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Nicht spezifiziert
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timothy2068

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 623

Bei mir soll ein Lenovo-Tiny künftig 24/7 durchlaufen für bestimmte Dienste. Das heißt: Jedes Watt zählt ☺

Das Gerät ist ein refurbishter M920q mit i5-8500T (35 W TDP), Hynix-SSD und 2x4 GB RAM dual channel.

Ich habe in letzter Zeit sowohl Kubuntu als auch Debian Trixie mit KDE Plasma drauf laufen lassen. Es ist nur wenig installiert, Hintergrunddienste wie Baloo oder Akonadi etc. sind weg (brauch ich da nicht). GUI soll erstmal bleiben. Eine externe USB-HDD ist angeschlossen, legt sich aber bei Nichtanspruch schlafen. In beiden Installationen regelt TLP die Systemleistung, dazu ist die Bootoption intel_pstate=passive gesetzt, als Governor läuft schedutil.

Dann hab ich mit einem Consumer-Energiekostenmessgerät die kWh über einen Zeitraum integriert. Da dieses Gerät wohl eher für Pizzaöfen gedacht ist und bei den kWh nur zwei Nachkommastellen anzeigt, ist noch ein Rundungsfehler einzukalkulieren, daher teste ich mindestens über 12 Stunden.

Erste Ergebnisse: Kubuntu zieht komplett idle (ohne Jobs) rund 17 W. Debian gibt sich mit 14 W zufrieden. Im Mischbetrieb mit Beanspruchung liegt Kubuntu über mehrere Tage bei 21 bis 23 W Durchschnitt, Debian wurde im Mischbetrieb noch nicht gemessen. Ich möchte unter 200 kWh/a bleiben, das wären rechnerisch 22,8 W.

Ist die Differenz im idle-Betrieb plausibel, sind die Systeme trotz ihrer Verwandtschaft unterschiedlich in der idle-Last? Oder hab ich da noch einen Störfaktor drin, der sich natürlich nie ganz ausschließen lässt?

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 430

Wenn du sehr auf den Stromverbrauch achten willst (was sinnvoll ist) dann hättest du dir wohl besser ein moderneres System mit einer TDP von max. 15W besorgt und würdest auf ein relativ fettes KDE Plasma als GUI verzichten.

Da gibt es schlankere Alternativen, die beste Alternative ist aber gar kein GUI auf einem 24/7-Server, denn den andministriert man ohnehin 99% remote und dann haste ja die GUI des Dektops oder Notebooks von dem aus du das tust.

Wenn es dir dann noch darauf ankommt dass der Server möglichst wenige Neustarts benötigt, etwa wegen neuer Kernel, damit er wirklich 24/7 verfügbar ist, dann nimm Debian. Im direkten Vergleich, so zumindest meine Erfahrung, benötigen Server mit Ubuntu gegenüber solchen mit Debian signifikant öffter einen reboot,

andrej29

Anmeldungsdatum:
16. August 2021

Beiträge: 26

Hi,

tolles Maschinchen hast du da. Selbst einen m90q Gen4 sehr gut bestückt → Win11pro mit VirtualBox mit Nextcloud auf Ubuntu läuft 24/7. Die zweite ein m720q mit Proxmox. Beide an einer EATON S3 850 USV plus USB-Hub + ein 4Bay DAS mit einer Seagate X18. Stomspitzen max 91 Watt meist beim Start oder wenn viele VMs laufen, sonst mit Browser (haufen offene Tabs) ~ 60W, Leerlauf (beide Thinkcenter) ~ 40W. Finde es voll in Ordnung.

Maranto

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2026

Beiträge: 155

Kubuntu zieht komplett idle (ohne Jobs) rund 17 W. Debian gibt sich mit 14 W zufrieden.

Komisch, habe hier ein NUC mit i5-8259U laufen, Idle 5-8 W.(Mint Cin. - Standardeinst.) Die beiden CPU sollten sich eigentlich beim Sparen nicht viel nehmen.(meine Vermutung)

Von/ bis Werte wie sind die im Idle?

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14559

i5-8500T

  • 6 Cores

  • 2.1 GHz

  • TDP 35 W

i5-8259U

  • 4 Cores + HT

  • 2.3 GHz

  • TDP 28 W

Es sind beide prima CPUs, beide stromsparend. Der U (undervolted) ist aber extra auf Notebooks (Akkulaufzeit, Abwärme) getrimmt.

Daß Ubuntu schon durch den fetten Kernel mehr zieht als Debian, ist kein Geheimnis.

andrej29

Anmeldungsdatum:
16. August 2021

Beiträge: 26

von.wert schrieb:

Daß Ubuntu schon durch den fetten Kernel mehr zieht als Debian, ist kein Geheimnis.

Das währe mir neu, aber man lernt nie aus.

Maranto

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2026

Beiträge: 155

Also, einen Vergleich zu finden war mir nicht "vergönnt" was möglich ist in Sachen Idle.

KI meint: 1-3 W höher der i5-8500T im Idle als i5-8259U.(hypothetisch selbes System). Das würde sich mit meiner Vermutung decken.

@von.wert

Der U (undervolted) ist aber extra auf Notebooks (Akkulaufzeit, Abwärme) getrimmt.

Eben, das Thema ist dann was die Leistungsabforderung betrifft, eher weniger das Sparen im Idle.

timothy2068

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 623

Debian aktuell 0,19 kWh in 13h29m. Das sind 14,1 W bei ±0,3 W Unsicherheit wegen möglicher Rundung.

Das Maschinchen dient vor allem als PVR für Aufzeichnung und Wiedergabe von TV-Mitschnitten. Dafür hätte ich schon gern eine gute GUI, und fürs sparsame Encoding archivierungswürdiger Filme eine leistungsfähige CPU. Da legt der 8500T mit seinen 6 physischen Kernen richtig los. Aber das sind Arbeiten, die ich ansonsten auf dem Desktop-PC machen würde, d.h. dieser Energieaufwand fiele ohnehin an, ob der Tiny nun durchläuft oder nicht, und zählt daher eigentlich nicht mit.

Es wäre denkbar, Plasma durch eine schlankere GUI zu ersetzen, aber da müsste man vermutlich schon auf Fluxbox gehen, damit sich das energietechnisch auswirkt 😉

Maranto

Anmeldungsdatum:
1. Mai 2026

Beiträge: 155

Da Du Watt berechnest und nicht abliest:

Gesamtwerte sind nur sinnvoll wenn Du die Gesamtkosten wissen willst. Niedrigst Idlewert in Watt muss im Momentanzustand gemessen werden, also wie weit runter geht das Teil maximal. Sollte sich der Wert im Idle zu weit oben, also in Deinem Fall dann > 6-8 W (Vergleich zum "U") bewegen , frisst irgendwas zuviel.

Das war der wichtigste Punkt.

Dem GUI würde ich ernst mal weniger Beachtung schenken, macht das ständig irgendwas Wilderes im Vergleich? Doch wohl eher nicht. Hardware Codierung per GPU wäre noch ein beachtswertes Thema. Der i5-8500T sollte H264,H265 unterstützen.

NurNochDebianUser

Anmeldungsdatum:
18. Februar 2026

Beiträge: 430

timothy2068 schrieb:

Das Maschinchen dient vor allem als PVR für Aufzeichnung und Wiedergabe von TV-Mitschnitten. Dafür hätte ich schon gern eine gute GUI,

Erstaunlich, aber man lernt ja nie aus. Ich wusste ganz und gar nicht, dass man für die Aufzeichnung und Wiedergabe von TV-Mitschnitten (PVR) KDE Plasma oder eine andere fette GUI braucht, wie z.B. Gnome.

Also bisher dachte ich, dass das sogar ganz ohne klassische Linux-Desktop-Oberfläche sehr gut geht, wie auf meinem kleinen N100 der direkt an der Vesa-Halterrung der Glotze angeschraubt ist und auf dem ein Betriebssystem ohne dedizierte GUI läuft:

  • LibreELEC (KODI) - LibreELEC bootet dorch tatsächlich direkt und ohne Umweg Kodi und nutzt die Kodi-Benutzeroberfläche als einzige GUI

LibreELEC bringt als OS einfach genau nur das mit, was man für diesen Zweck braucht und sonst nix

Mal ganz davon abgesehen, dass TV-Mitschnitten in Zeiten von Mediatheken ohnehin weitgehend überflüssig geworden sind, weil man es ja jederzeit aus der Mediathek streamen (oder mittels wget auch lokal auf dem Datenträger speichern) kann.

Nachtrag: und 24/7 muss LibreELEC auch nicht laufen, selbst dann nicht, wenn es Nachts um 2 Uhr einen WM-Fight aufzeichnen soll. Es kann WOL und meine pfsense weckt die Kiste dann rechtzeitig.

timothy2068

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
10. März 2025

Beiträge: 623

NurNochDebianUser schrieb:

timothy2068 schrieb:

Dafür hätte ich schon gern eine gute GUI,

Erstaunlich, aber man lernt ja nie aus. Ich wusste ganz und gar nicht, dass man für die Aufzeichnung und Wiedergabe von TV-Mitschnitten (PVR) KDE Plasma oder eine andere fette GUI braucht

Ich schrieb "hätte gern" und nicht "brauche unbedingt". Deine Sarkasmen nützen auch niemandem außer deinem Ego. Darf ich meinen Usecase selbst gestalten? Um den ging es hier nicht, sondern nur um die von mir beobachtete Distributionsabhängigkeit der idle-Leistungsaufnahme und ihre langfristigen finanziellen Auswirkungen. Da das ansatzweise beantwortet wurde, mache ich mal hier zu.

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