ubuntuusers.de

Ubuntu als reines BS auf Apple M2

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 23.10 (Mantic Minotaur)
Antworten |

marlo1312

Anmeldungsdatum:
30. Dezember 2023

Beiträge: 10

Guten Morgen, Hat jemand Erfahrung Ubuntu als reines BS auf einen Apple ARM zu installieren. Also nicht in Paralles , oder Dual.

Steve_

Anmeldungsdatum:
10. März 2023

Beiträge: 626

Hi marlo, und willkommen bei uu.de

Erfahrung nicht, aber ich würde es hinbekommen.

Gibt es denn ein Ubuntu ARM? Falls ja würde ich mir da einen Stick machen. Dann im MacBook oder Whatever ins Bootmenü und Ubuntu installieren. Sehen ob's läuft. Also sehen, ob der ARM A2 unterstützt wird. Falls nicht, trotzdem weitermachen 😀

Wenn das Ubuntu ARM Live läuft, kann ich mir vorstellen, dass alles funktioniert am Ende.

Ok, https://ubuntu.com/download/server/arm Ubuntu ARM Server immerhin. Aber eine Oberfläche wie XFCE, LXQt und Co lässt sich sicher nachinstallieren.

Gruß, Steve

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

Steve_ schrieb:

Erfahrung nicht, aber ich würde es hinbekommen.

In keinem Fall. 😀

Nur, weil Apple in ihren CPUs ARM-Befehlssätze verwendet, kann man noch lange nicht einfach so irgendein anderes ARM-basiertes OS auf deren Rechnern mit AS booten, denn es geht vor allem um das Booten. Im weiteren natürlich um Unterstützung Apple-spezifischer Hardware. Bißchen Bild, etwas Sound und ein Häppchen Netzwerk willst Du doch sicherlich auch haben, vielleicht noch einen Kleks Eingabegeräte.


marlo1312, informiere Dich über Asahi! Und ich meine wirklich informieren, das ist nicht in 2 min erledigt. Innerhalb macOS' ziehst Du ein kleines Shell-Script, gestartet zieht dies mehrere GiB von derzeit Fedora Asahi Remix, um dies auf separaten Partitionen zu installieren.

Das ist bislang ein Dualboot - ich bin auch kein Freund von Dualboot, generell. Wenn man teuren und nicht nachrüstbaren SSD-Space bei Macs sieht, erst recht. Man sollte jedoch in Betracht ziehen, daß für Firmware-Updates macOS nötig ist. Desweiteren ist Linux on AS mittels Asahi nicht fertig, wird es auch nie, nur eben besser. Mittlerweile hat man die Sites mit Listen der Unterstützung für die einzelnen AS-CPUs und für die Rechner mit AS-CPUs gesplittet. Da kannst Du genau sehen, was Du für Dein Modell brauchst und was noch nicht möglich ist.

Schade ist, daß als bisherige Referenz-Distribution Fedora Arch abgelöst hat. Dies wird praktische Gründe haben, denn entsprechende Fedora-Entwickler klemmen sich wirklich dahinter, werden vermutlich Unterstützung (seitens Red Hat) haben und eben auch geben. Fedora ist sehr progressiv, also stets neuem sehr zugewandt und schneidet altes unbarmherzig ab. Es ist aber anders als Arch keine RRD, was in diesem Spezialfall vermutlich geeigneter ist.

Die Entwicklung zu beobachten, ist sehr interessant. Ich lasse bspw. den offiziellen IRC-Kanal #asahi auf irc.oftc.net mitlaufen (der auf irc.libera.chat ist nicht offiziell, da ist auch kaum jemand da und nichts los). Da kommt nicht dauernd was, aber wenn, lohnt sich das Lesen. Es schreiben dort auch Devs.

Man empfiehlt, Asahi bzw. Fedora Asahi Remix zusätzlich zu installieren, was impliziert, es ginge auch alleinig. Dazu gefunden habe ich allerdings noch nichts. Vielleicht ist das noch aus Asahi-Arch-Zeiten.

Asahi selbst will keine Linux-Distribution sein oder werden (hat eben nur eine Referenz-Distribution), sondern, wenn man so will, als Loader wirken. Zumindest hat man so begonnen gehabt. Sprich, funktioniert das Gerüst, sollen es auch andere interessierte Distributionen nutzen können. Aber ob das so kommt, wird man sehen, irgendwann. Jetzt gibt's erstmal die Referenz-Distribution.

Steve_

Anmeldungsdatum:
10. März 2023

Beiträge: 626

Alles klar, einverstanden 😀

Marlo ist ein 1 Poster, vielleicht wollte er auch nur provozieren.

🤔

marlo1312

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
30. Dezember 2023

Beiträge: 10

Hallo und danke für die ausführlichen Antworten. Werde mir mal das Fedora anschauen. Kenne das noch gar nicht. Wie gesagt, Ubuntu läuft unter Paralles sehr gut, aber allein schon wieder 120 Euro zu bezahlen ärgert mich .

marlo1312

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
30. Dezember 2023

Beiträge: 10

* Steve , das ist ganz und gar nicht meine Absicht . Ist wirklich ein reales " Projekt " . Habe ihn mehr oder minder geschenkt bekommen , aber ich komme mit diesem Apple Betriebssystem nicht zurecht. Nutze ihn zurzeit als Netzwerkspeicher und da ist er zu schade . Mir fehlt leider nur im Moment die Zeit .

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

marlo1312 schrieb:

Werde mir mal das Fedora anschauen. Kenne das noch gar nicht.

Vereinfacht gesagt die OSS-Variante von Red Hat (Enterprise) Linux, RHEL stellt u.a. Entwickler dafür ab, nimmt im Gegenzug von Zeit zu Zeit eine aktuelle Fedora-Version als Grundlage für RHEL.

Du wirst Dich freilich einarbeiten müssen, schon rpm wegen.

Ubuntu läuft unter Paralles sehr gut, aber allein schon wieder 120 Euro zu bezahlen ärgert mich .

Da gäbe es ja Abhilfe, auch kostenfreie.

Du könntest UTM (UTM documentation) nutzen. Ist QEMU mit von Canonical erstelltem grafischem Frontend (ähnlich leicht zu handhaben wie VBox). Man kann nicht nur Ubuntu darin virtualisieren (das wäre auch noch schöner), freilich wird das Canonical dafür am ehesten anpassen.

Alternativ kannst Du qemu auch original installieren.

Dann ist's natürlich immer noch eine Virtualisierung, aber im Vergleich zu Asahi gefahrlos. Zudem ist qemu ggü. anderen Virtualisierungslösungen ressourcenschonend.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

Btw., Du könntest auch VBox testbuild "macOS/ARM64 beta" 7.0.x installieren.

Man hat seitens VBox' seit Erscheinen des M1 immer betont, es würde keine VBox-Version dafür geben. Nie. Also nicht mal für AS-VMs, für x64-VMs schon gar nicht. Weil zum Einen VBox nun mal für x64-Hosts ausgelegt ist und es komplett anderer Code wäre, man diese Ambitionen nicht hat, zum Anderen für x64-VMs es keine nur-Virtualisierung ist, sondern man x64 emulieren müßte.

Nun gibt es wie gesagt seit einiger Zeit diese Testbuilds...aber keine Dokumentationen dazu (ist eben noch nicht offizielles Release, ob's das wird, ist auch nicht 'raus). Mangels AS-Mac habe ich das bislang nicht ausprobieren können. Es soll sich aber unter der Haube eben nicht um VBox handeln, sondern um qemu. Das erklärt das Ganze.

Es sollen dann auch keine AS-/ARM-VMs möglich sein, sondern nur x64-VMs. Die auf-jeden-Fall-Emulation wäre freilich eine komische Einschränkung. Das sind ja zwei gewaltige Sachen, die beide funktionieren müssen. Sprich, es braucht auch Manpower zu deren Realisierung.

VBox/AS ist ja nun nicht so groß, Du könntest es (zusätzlich) ausprobieren. Aber auch wie gesagt, es ist als beta gekennzeichnet (manche behaupten, real wäre es eher alpha).

marlo1312

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
30. Dezember 2023

Beiträge: 10

von.wert Habe vBox ausprobiert. Ist leider bei einem Versuch geblieben. Läuft nicht . Habe auch gelesen, das es " mit kleinen Einschränkungen " laufen soll , aber machte nur Probleme. Denke nicht umsonst wirbt Parralles damit die einzige zu sein , welche unter ARM läuft. Steht auch unter meiner Beobachtung .

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

Parallels (Corel-Tochter) kann viel erzählen. Marketing.

UTM ausprobiert? Das soll gut funktionieren (weil eben qemu drunter liegt).

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

Um nochmal auf Asahi zurückzukommen:

Beide Videos sind einiges über ein Jahr alt, aber sehenswert für Interessenten. In der Zwischenzeit ist viel passiert (das zweite Video verdeutlicht zwar die hohe Geschwindigkeit - falls nicht getrickst worden sein sollte - es wird aber auch aufgeführt, was zu dem Zeitpunkt noch nicht funktioniert hat, Helligkeitsregelung und GPU-Rendering, z.B., und Auswirkungen wie starke Erwärmung und schnelle Akkuentladung). Damals ist der M2 auch noch nicht unterstützt worden, das hat sich mittlerweile zum M3 verschoben.

Es gibt zwar auch Seitenprojekte anderer/einzelner, die andere Linux-Distributionen mit veränderten Asahi-Scripten nutzen, das würde ich aber vorerst lassen (auch, wenn ich Arch priorisiere und Du Ubuntu), da Fedora Asahi Remix am dichtesten dran ist. Wie gesagt, es geht nicht nur um Booten und System Installieren.

Du hast bisher nicht geschrieben, welchen Mac Du hast, von M2 abgesehen. Ist es ein MBA, solltest Du auf jeden Fall die Wärmeentwicklung verfolgen, da das nur passiv gekühlt wird.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

marlo1312 schrieb:

Habe vBox ausprobiert. Ist leider bei einem Versuch geblieben. Läuft nicht.

Da wären aber die Fehlermeldung bzw. das genaue Fehlerbild interessant. Lapidar gesagt, vielleicht hast Du nur das falsche Image verwendet.

marlo1312

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
30. Dezember 2023

Beiträge: 10

vonWert Hallo vonWert , Ganz lieben Dank für die Infos,habe hier einen M2 in der kleinsten Ausführung mit 8 GB und 256 GB Festplatte stehen . Habe mal vor Jahren auf Mac OS gearbeitet und war damals begeistert , weil es eine echte Alternative zu Windows war. Bin dann irgendwann auf Linux in diversen Distros umgestiegen und bei Ubuntu hängen geblieben. Da ich immer mal wieder mit dem Thema Filmschnitt zu tun habe und unheimlich viel gutes über den M2 gehört habe, habe ich mir mal einen " besorgt " und mal ein wenig rumgespielt . Ich muss sagen , das Ding ist flott( sehr flott ) , aber das BS ist sowas von grottig , anstrengend und einfach nur ätzend geworden. Für einfachste Sachen muss man eine Zusatz App runter laden bzw. direkt kaufen .

Da mir leider ein ganz wichtiger Faktor fehlt, nämlich Zeit fristete er jetzt ein halbes Jahr Staub Dasein unter dem Schreibtisch . habe mich jetzt Weihnachten nochmal auf das Abenteuer eingelassen , aber das BS von Apple ist nix mehr für mich. Daher kam meine Idee bzw. Frage in wie weit man das mit Linux peppen kann. Ubuntu auf Parrales läuft stabil und gut, aber ist für mich mehr oder minder eine Notlösung .

Vor allem weil man doch immer ein Auge auf die Harddisk haben muss. Und da ich "leider" durch Open Source versaut bin ist der Punkt 120 Euro einfach so zu bezahlen nicht mein Ding ( da spende ich lieber an ausgesuchte Entwickler bzw. YouTuber ) ) . Dein Tip VBox zu installieren , hat zwar geklappt, läuft auch soweit , aber die Geschwindigkeit leidet doch arg . Da sind spürbare Unterschiede zu Paralles. UTM läuft auch , aber man merkt doch sehr schnell die Grenzen . Da ich noch mind. 20 Baustellen habe , werde ich das Projekt Asahi im Auge behalten ( Wobei da wieder die Festplatten Größe etwas sein wird , was mich stört) . Da er derzeit als doch recht leiser und schneller File Server läuft wird das wahrscheinlich die nächste Zeit seine Aufgabe sein. Ich weiß ist im Grunde genommen ein Frevel, aber mal sehen. Die Dame des Hauses hat bestimmt demnächst wieder eine "Idee " was Sie unbedingt machen möchte und da ist es gut, etwas aus der Schublade zu ziehen.

Habe mir die Videos angesehen und kann dir sagen, wenn Ashai so unterstützt wird wie Apple dann ist da nix gefakt. Das Ding ist wirklich arg schnell. Akku Entladung ist weniger Problem , da ja kein Laptop und Helligkeit kann zur Not auch über den Monitor eingestellt werden . Die Wärme Entwicklung sollte kein Problem sein, da ja auch Komplexe Geschichten unter Apple laufen .

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 14292

Du mußt nicht alles wiederholen.

marlo1312 schrieb:

kein Laptop

Das ist die Information, die du bislang zurückgehalten hast. Also (und schlußfolgernd aus dem Rest) ein Mac mini M2.

und Helligkeit kann zur Not auch über den Monitor eingestellt werden

Das habe ich erwähnt, weil eben nicht klar gewesen ist, welche Art Mac Du da stehen hast.

Die Wärme Entwicklung sollte kein Problem sein, da ja auch Komplexe Geschichten unter Apple laufen

Apple ist die Fa. Zum Einen habe ich das gesagt, weil es hätte ein MBA sein können, also keine aktive Kühlung. Dort hat es auch schon die Kritik gegeben, daß es zu heiß werden kann - unter macOS. Zum Anderen würde, wenn Energiesparmodi unter Fedora Asahi Remix noch nicht implementiert worden sein sollten (wie zu Zeiten beider Videos unter Asahi Arch), der Rechner permanent wie unter Vollast laufen, also heiß werden.

Firebuntu

Anmeldungsdatum:
8. Oktober 2021

Beiträge: 109

marlo1312 schrieb:

..... aber ich komme mit diesem Apple Betriebssystem nicht zurecht.

Ein fremdes Betriebssystem auf dem Mac zu installieren ist, sofern es gelingt, wohl mehr Aufwand und gibt auch keine Sicherheit wie es in Zukunft funktioniert. Wäre wohl sinnvoller sich mit dem installierten System zu beschäftigen.

marlo1312 schrieb: aber das BS ist sowas von grottig , anstrengend und einfach nur ätzend geworden. Für einfachste Sachen muss man eine Zusatz App runter laden bzw. direkt kaufen .

Verstehe ich nicht ganz, Mac OS ist meiner Meinung nach einfach gehalten, für welche einfachste Sachen braucht man eine Zusatz App?

Welches OS ist installiert?

Antworten |