Moin,
schön, dass du deinen Beitrag nochmal überarbeitet hast. Für Code solltest du aber auch den codeblock verwenden: {{{ CODE }}}, das würde die Lesbarkeit nochmal deutlich erhöhen.
Wenn das deine erste verschlüsselte Installation ist, dann halte dich erstmal an den Wiki-Artikel ohne viele Abwandelungen, die Partitionierung ist ja dann sogar schon exakt wie von dir gewünscht.
Ist das absolute Minimum, man muss regelmäßig auch während der Kernelinstallation händisch erstmal aufräumen, damit das Update fehlerfrei durchläuft. Ich würde hier mindestens 1 GB empfehlen, 2 GB schaden aber auch nicht... Und ja, installiere erstmal mit /boot
Soll nur Linux installiert werden? Dann reichen hier fast 10 MB. Nimm 100 MB, dann bist du auf der sicheren Seite.
Muss ich jetzt zusätzlich die /boot-Partion einrichten, weil dort eventuell für die Entschlüsselung der SSD notwendige Daten hinterlegt werden?
Musst du nicht, aber mach es so, ist einfacher, weil im Wiki-Artikel so abgehandelt.
Inwiefern ist das denn möglich? Bisher habe ich überall gelesen, dass die Boot-Partition(en) nicht verschlüsselt werden dürfen.
GRUB kann während des Startvorgangs die Boot-Partition entschlüsseln: dm-crypt/Encrypting_an_entire_system
Mein Rechner hier gerade nutzt keine separate boot, ich habe GRUB in die ESP installiert [...].
Das spricht gar nicht mit mir. Was genau hat es damit auf sich?
Ignoriere das vorerst, wie auch die verschlüsselte Boot-Partition und taste dich langsam an das Thema heran.
sudo shred vzn 3 /dev/nvme0n1
Willst du alte Daten überschreiben? Sonst ist das nicht nötig.
Ich habe kein FAT32 gefunden. Gibt es Alternativen?
Wenn du das Programm Laufwerke benutzt, dann heißt es einfach FAT. Bei gparted heißt es fat32.
Hierzu habe ich verschiedenes gelesen: manchmal wird FAT32 empfohlen, manchmal ext2. Was würdet ihr empfehlen und weshalb?
Die ESP die unter /boot/efi eingehangen wird formatierst du mit FAT bzw. FAT32, weil das UEFI sonst nicht damit umgehen kann. Alles andere mit ext4 (außer Swap).
Reicht es beim späteren Installationsprozess die Partitionen entsprechend zuzuweisen oder sind weitere Schritte im Terminal notwendig?
Ab hier zitierst du im Wesentlichen den Wiki-Artikel. Halte dich für deine Installation strikt an diesen Artikel, wenn du dann auf Probleme triffst oder etwas nicht funktioniert, dann frage hier einfach nochmal nach.
Jetzt sollten drei Partitionen vorhanden sein:
Nein, es ist /boot und /boot/efi, die Unterscheidung ist sehr wichtig 😉
Muss ich für die entsprechenden LV's und die beiden boot-Partitionen ebenfalls im Terminal ein Filesystem anlegen oder geschieht das nun im nächsten Schritt, wenn ich die Installtion im manuellen Modus in der graphischen Oberfläche fortsetze?
Das macht der Installer (bzw. du machst das mit dem Installer): System verschlC3BCsseln (Abschnitt „Installation“)
der Rechner darf nun nicht heruntergefahren werden, sondern die unter LVM angelegten Partitionen sollen einmalig irgendwo hingemountet werden? Sinn und Zweck der Aktion ist mir nicht gany klar.
Steht im Artikel:
Um die nötigen Anpassungen vorzunehmen, wird mittels chroot in das eigentliche, verschlüsselte System gewechselt [8].
Du wechselst aus dem Live-System in dein installiertes System, um dort einige Anpassungen an der crypttab vorzunehmen, damit dein System beim Neustart auch wirklich startet.
Das sähe dann bei mir so aus:
mount /dev/mapper/vgubuntu-root /mnt
mount /dev/mapper/vgubuntu-home /mnt
mount /dev/mapper/vgubuntu-swap /mnt
Nein, du kannst nicht mehrmals auf den gleichen Mountpunkt mounten. (Also kannst du theoretisch schon, aber ist nicht sinnvoll, weil immer nur der letzte Mount dort angezeigt wird. Bei dir wäre es eher so:
# root Filesystem
mount /dev/mapper/vgubuntu-root /mnt
mount /dev/mapper/vgubuntu-home /mnt/home
# boot Filesystem
mount /dev/nvme0n1p1 /mnt/boot
mount /dev/nvme0n1p2 /mnt/boot/efi # nur bei EFI-Systemen nötig; entfällt nicht!
Zusätzlich muss noch etwas nach boot und boot/efi gemounted werden, wobei mir nicht klar ist, wie das bei mir aussehen sollte.
Genau so wie im Artikel, da du eine NVMe verbaut hast, musst du einfach den sdX-Teil ersetzen. (Beispiel: Ohne NVMe = sda1 mit NVMe = nvme0n1p1)
Du mountest die resolv.conf deines Live-Systems in dein installiertes System, um dort Zugriff auf das Internet (bzw. DNS) zu haben. Und wechselst dann mit chroot ins installierte System.
Als nächstes die Crypttab-Datei erstellen:
blkid /dev/nvme0n1p3
Der Befehl zeigt dir die UUID an.
Nun habe ich die Stelle, an der das Passwort vergeben wird noch nicht identifiziert. Gibt es dafür einen seperaten Schritt?
Das passiert, wenn du den LUKS-Container anlegst (cryptsetup luksFormat -c aes-xts-plain64 -s 512 -h sha512 /dev/sdX3)
Nach der Installation müsste /home dann noch ganz normal in die fstab-Datei zur automatischen mounten beim Systemstart eintragen, richtig?
Das macht der Installer für dich, wenn du ihm oben angibst, dass welches deine Home ist.
Wäre es sinnvoll in Zukunft direkt Kubuntu zu installieren oder spricht mehr dafür Ubuntu einzurichten und KDE nachzuinstallieren?
Anderes Thema, aber ich würde direkt Kubuntu installieren, weil das System dann direkt stimmig ist.
Würde meine herangehensweise sonst ungefähr im groben passen? Danke schon mal für eurer Feedback. ☺
Ja, im Groben.... AAAber... Mach dir gar nicht so viele Gedanken beim ersten Versuch, sondern fang einfach an, wenn du mal zwei Stunden Zeit hast. Probier alles ans Laufen zu kriegen und wenn dir dann etwas nicht gefällt installierst du halt einfach nochmal. Das geht zügig, erst recht mit NVMe und ist sowieso eine gute Übung. Es kann ja nichts kaputt gehen (Datensicherung immer vorausgesetzt).
tl;dr: Einfach machen! Viel Erfolg!