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Kaufberatung SSD (Crucial MX100 512GB), Ziel: Verschlüsselung Home & Swap (Dualboot-System)?

Status: Gelöst | Ubuntu-Version: Xubuntu 16.04 (Xenial Xerus)
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stfischr Team-Icon

Avatar von stfischr

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1. März 2007

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L-Grande schrieb:

Ihr habt mir bislang ja sehr geholfen, und dafür bin ich Euch auch dankbar. Aber liebe Leute: müsst Ihr unbedingt mit Häme davon ausgehen, dass der Fragesteller in einem Thread erst mal ein Vollpfosten ist? ...

Sorry das habe ich so nicht gesehen/gemeint. Missverständnis. Siehe weiter unten ...

Tatsächlich habe ich bei drei verschiedenen Installationen auf verschiedenen Rechnern während der letzten beiden Jahre - zweimal Xubuntu 14.04 und vorletzte Woche Lubuntu 16.04 - "das Häkchen gesetzt", und konnte mir das eigentlich auch nicht einfacher vorstellen. Nur dass ich die ersten beiden Male dann jeweils ein System ohne Swap hatte, mit besagter Fehlermeldung beim Hochfahren (ich erinnere mich noch, dass ich "M" oder "S" drücken musste, um das Booten fortzusetzen), und das System beim dritten Mal gar nicht erst startete. Allein wegen dieses Problems habe ich bestimmt schon 15 zusätzliche und frustrierende Installationsversuche von X/Lubuntu hinter mich gebracht, bis ich das mit der Home-Verschlüsselung bei der Erstinstallation aufgab.

Ich bin mir nicht sicher, ob wir vom gleichen Sprechen. "Mein" Häkchen macht die Vollverschlüsselung mit LUKS und LVM, die Homeverschlüsselung wird erst später als Häkchen angeboten. (siehe ecryptfs aus dem SSD-Link von Oben) Bei welcher Methode ging Swap nicht?

Die nächsten Male werde ich deshalb erst mal nur noch unverschlüsselt installieren, und dann im Nachhinein verschlüsseln.

Das wird sehr aufwendig. Du könntest auch einfach so ne Swappartition nachträglich einrichten. Falls das nen Fehler im Installer ist, gibts im Forum sicher schon ne Lösung.

OK, dann gehe ich mal davon aus, dass "in Las Vegas bleibt, was in Las Vegas passiert" - und der Wear-Leveling-Algorithmus der SSD keine Daten aus der bzw. den Linux-Partitionen in die Windows-Partition leakt.

Wenn dann sind sie nur verschlüsselte Fragmente, das ist ja das Gute an Vollverschlüsselung.

Und jetzt gehe ich erst mal zum örtlichen Apfel-Händler und kaufe mir die SSD. Ja, das war Gravis. Ich kam am Laden vorbei und ging auf eine Laune hin rein, um nach ihrem SSD-Angebot zu fragen. Und kaum stand ich im Laden und hatte noch nicht mal DREI ganze Sätze mit dem Mann gewechselt, da hat er auch schon versucht, mir einen Apfel-Laptop anzudrehen! Keine Übertreibung!

😀 So ein MAC ist bestimmt schon vorinstalliert, aber ob die standardmäßig verschlüsselt sind?

crazy-biscuit schrieb:

Empfehlung meinerseits: Erst die Platte mit LIVE-Stick und gparted bearbeiten: Partitionstabelle erstellen. Windows-Partition in gewünschter Größe und für Linux eine ext4-Partition als Platzhalter. Letztere kannst du bei der Ubuntu-Installation dann (wenn du willst) löschen und den freien Platz dem Installer für die vollautomatische Installation überlassen. Warum der Aufwand?

So würde ich es auch machen.

L-Grande

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
11. August 2014

Beiträge: 219

crazy-biscuit schrieb:

Mein Kommentar bezog sich nicht auf dich. Ich bin mir recht sicher, dass es nicht darum ging, dass der Setzen des Hakens das Problem ist, sondern das von dir beschriebene Problem, was nach der Installation aufgetreten ist. Nicht von dem was du sagst möchte ich dir unterstellen.

stfischr schrieb:

Sorry das habe ich so nicht gesehen/gemeint. Missverständnis. Siehe weiter unten ...

Wahrscheinlich war ich einfach etwas zu schnell beleidigt, und sollte selber mal in mich gehen ... Peace! ☺

crazy-biscuit schrieb:

L-Grande schrieb:

Nun ja - eigentlich will ich das nur für zwei, drei ausgewählte Anwendungen benutzen, bei denen es keinen Ersatz in Linux gibt: einen Browser mit Silverlight, ggf. Adobe Digital Editions (weil ich da bislang keine Linux-Lösung gefunden habe), und Skype - weil mir dieses Teil auf keinen Fall auf mein Linux-System kommt. Und vielleicht noch ein oder zwei Sachen, die mir gerade nicht einfallen. Komm, ich denke, dafür sollten 30 GB ausreichen...? Zudem sehe ich ja nach der Windows-Installation, wieviel das System bereits beansprucht. Meine Rechnung wäre jedenfalls: dieser Systembedarf plus 10 GB für mögliche Windows-Anwendungen. Aber dann muss gut sein für Bill.

Hast du es schonmal mit Pipelight versucht? Bei mir läuft das einwandfrei, beispielsweise lässt es sich mit Freestockcharts prüfen.

Ja, habe ich: gemäß der Anleitung und zur Sicherheit gerade eben nochmal (mit Midori). Meine Dame hat nen Maxdome-Account, und da läuft es einfach nicht. Ich kriege z. B. bei einem Trailer nur die ersten 5 Sekunden Tonspur, und dann bricht der Stream ab (auch kein Netzwerk-Verkehr mehr).

Eine VM würde das Problem lösen.

Du meinst also, Windows 7 ließe sich in einer VM installieren, dann ein Browser mit Silverlight, und so einfach ließe sich das Problem lösen? Ich werd's mal versuchen, wenn ich die Muße habe. Aber bei einem Dualboot-System weiß ich von vorneherein, dass es (wahrscheinlich...) klappen wird. Und wenn ich das Problem anders gelöst kriege, dann kann ich bei der Linux-Installation meiner übernächsten Rechnergeneration ja dann doch auf Windows verzichten.

Zu Skype gibt es einige Alternativen (cross-platform). Wenn es nur um die Familie geht, dann kann man diese vielleicht überzeugen zu wechseln oder zusätzlich ein anderes Programm zu nutzen. Wofür genau ist denn die "Adobe Digital Editions"? Vielleicht fällt uns eine gute Alternative ein.

Adobe Digital Editions ist ein E-Buch-Reader von Adobe, den es nur für Win & Apfel gibt. Habe schon versucht, ihn zu Wine-en, hat aber nicht geklappt - auch nicht bei einer älteren Version. Auf ADE greifen fast alle deutschen Bibliotheken mit E-Buch-Onleihe zurück, wenn es um DRM-geschützte Werke gibt (mit Formaten, mit denen der Adobe Reader nichts anfangen kann). Unsere hiesige Bibliothek bietet ironischerweise einen Schwung Einsteiger- und Referenzbücher zu Linux an, die man nur mit ADE lesen kann - also nicht unter Linux! Ich habe deshalb schon mal den Bibliotheksdirektor angeschrieben, und er hat mir sein Bedauern ausgedrückt, aber gemeint, dass es im Rahmen der auf dem Markt angebotenen Lizenzverträge leider keine andere Lösung gäbe - was ihn auch wurmen würde. Und da ich selber vom Fach bin, verstehe ich den Mann ja auch. Die Bösen sind hier letztlich Adobe - und die Weltverschwörung, die hinter ihnen steht.

Skype-Alternativen werden in meiner Familie leider strikt abgelehnt - das steht außerhalb meiner Macht, und ich rede mir den Mund hier auch schon lange nicht mehr fusselig. Außerdem hat meine Dame noch einen Schwung teuer lizenzierter 3D-Animationsprogramme (Hobby), die sich beglaubigterweise nicht Wine-en lassen. Nein, ohne Win 7 geht's erst mal leider nicht - auch wenn ich dieses System derzeit kaum einmal in zwei Monaten hochfahre.

crazy-biscuit schrieb:

Emphelung meinerseits: Erst die Platte mit LIVE-Stick und gparted bearbeiten: Partitionstabelle erstellen. Windows-Partition in gewünschter Größe und für Linux eine ext4-Partition als Platzhalter. Letztere kannst du bei der Ubuntu-Installation dann (wenn du willst) löschen und den freien Platz dem Installer für die vollautomatische Installation überlassen. Warum der Aufwand? Ich hatte bisher nur Ärger, wenn Windows die Partitionen erstellt. Deswegen habe ich mir diese immer voll manuell selbst erstellt (Windows und alle Linux-Patitionen), Windows installiert und dann Linux. Das klappte dann jeweils auf Anhieb.

So werde ich dann mal beginnen, sobald der erste von meinen beiden neuen Laptops angekommen ist. Wer weiß: ich habe in den letzten anderthalb Jahren soviel Linux gelernt, vielleicht klappt es ja diesmal auf Anhieb und ohne Helft-mir-Thread ...

Erst mal danke an alle, die mir bei der SSD-Entscheidung geholfen haben! Ich lasse dieses Thread erst mal noch offen, und werde es erst dann schließen, wenn sich dieser Kauf bei der Installation als die richtige Entscheidung erwiesen hat.

Ergebnis-Zusammenfassung des bisherigen Threads (im Sinne meiner Fragestellung):

Ich gehe jetzt los und kaufe bei den Apfelmännern eine Samsung SSD 850 EVO, 500 GB. Darauf werde ich (auf meinem Laptop) dann ein Dualboot-System mit kleiner Win-7-Partition (unverschlüsselt) und vollverschlüsseltem Linux (Xubuntu 16.04) auf dem ganzen Rest der SSD einrichten. Und ich darf davon ausgehen, dass dann keine Daten aus dem verschlüsselten Linux-Teil in die unverschlüsselte Windows-Partition geleakt werden. Die Verschlüsselung werde ich gemäß crazy-biscuits Fingerzeig und mit Hilfe der entsprechenden Seiten in der Ubuntu-Users-Wiki durchführen, und bei Not am Mann ggf. ein Hilfe-Thread aufmachen ...

Liebe Grüße an alle! Und nochmals: danke für Eure Hilfe!

L-Grande

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
11. August 2014

Beiträge: 219

Nachgereicht:

stfischr schrieb:

... Bei welcher Methode ging Swap nicht?

Das ist jetzt schon zu lange her - habe ich kaum noch parat. Sollte ich das doch wieder ausprobieren, werde ich mich ggf. mit Problemen hier melden.

L-Grande schrieb:

Die nächsten Male werde ich deshalb erst mal nur noch unverschlüsselt installieren, und dann im Nachhinein verschlüsseln.

Das wird sehr aufwendig. Du könntest auch einfach so ne Swappartition nachträglich einrichten. Falls das nen Fehler im Installer ist, gibts im Forum sicher schon ne Lösung.

OK - werde daran denken. Auch Dir vielen Dank!

itoss

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Anmeldungsdatum:
4. April 2014

Beiträge: 419

Warum denn so kompliziert ? Mich wundert das nicht einmal der Hinweis auf Virtuelle Maschinen gekommen ist. Auch sollte man wissen was da passiert wenn man seine Systeme verschlüsselt und warum das passiert.

ALSO :

Swap ist bei dem "haken setzen" ( da graut es mir schon wieder, ein haken und man glaubt alles ist gut ) nicht vorhanden weil der Code für Chiffrierung der Daten auf der HD selber im swap gespeichert wird um nicht bei jedem Zugriff auf die verschlüsselte Platte wieder das Passwort eingeben zu müssen, ergo ist es Sicherheitsrisiko wenn swap im unverschlüsselten Bereich der Platte liegen würde - darum gleich gar swap mehr.

Umgehen kann man das ganze folgendermaßen : Es werden 2 Partitionen angelegt. Eine für boot ( 0.5-1GB reicht locker ) und den Rest als LUKS verschlüsselte Partition. Innerhalb der LUKS verschlüsselten Partition können mit Hilfe des LVM dann verschiedene Partitionen angelegt werden z.B. für /, /Home, /swap usw.

Somit ist das gesamte System bis auf /boot verschlüsselt und der Angreifer der offline HD kommt nur bis zum boot Ordner und ärgert sich dann erstmal weil dort Ende ist. Für den User ist alles wie gehabt, er kann Partitionen trennen, verwalten, swap anlegen und und und - aber erst nach Entsperrung der LUKS Partition mit dem LVM und den Partitionen.

Und nun zu Windows : Erstmal ist wie bereits gesagt die Gefahr das Linux ohne Anweisung auf eine NTFS Partition zugreift bei 0.00000 und selbst wenn es so wäre, der LUKS encryptkey befindet sich auf der swap Partition und die befindet sich innerhalb der Verschlüsselung.

s. http://speefak.spdns.de/oss_lifestyle/lvm-installation-auf-luks-basis-und-manueller-partitionierung/

Hat man Sein System wie oben voll verschlüsselt , und braucht kein Natives Windows ( wie z.B. bei den meisten Spielen ) bietet sich eine Windows Installation in eine VM an. die Virtuelle Festplatte auf der Windows installiert ist liegt innerhalb des LUKS/LVM und ist somit auch gleich verschlüsselt und gleichzeitig sind die Systeme durch die VM voneinander getrennt.

Ich finde die Variante einfacher, weniger Fehleranfällig, administrativ eleganter sowie sicher.

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1. März 2007

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itoss schrieb:

Swap ist bei dem "haken setzen" ( da graut es mir schon wieder, ein haken und man glaubt alles ist gut ) nicht vorhanden weil der Code für Chiffrierung der Daten auf der HD selber im swap gespeichert wird um nicht bei jedem Zugriff auf die verschlüsselte Platte wieder das Passwort eingeben zu müssen

Woha, ich gehe mal davon aus, das die LUKS/dm-crypt Entwickler den Schlüssel nur im RAM speichern

ergo ist es Sicherheitsrisiko wenn swap im unverschlüsselten Bereich der Platte liegen würde

Ja aber, weil sonst unverschlüsselte Daten aus dem RAM im Swap landen. (nicht der LUKS-Key)

der LUKS encryptkey befindet sich auf der swap Partition und die befindet sich innerhalb der Verschlüsselung.

Das ist Quark.

PS: nur wenige Spiele laufen performant in einer VM

itoss

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4. April 2014

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stfischr schrieb:

Woha, ich gehe mal davon aus, das die LUKS/dm-crypt Entwickler den Schlüssel nur im RAM speichern

da wäre ich mir nicht so sicher, ob der key nicht doch vllt im swap landet ( STD z.B. ). Ist eher unwahrscheinlich aber nicht auszuschließen und Murphy ist hin und wieder ein echtes Arschloch ...

Ich habe nie geschrieben, das Spiele in einer VM perfomant laufen, im Gegenteil ALLES außer Spiele.

Bearbeitet von Developer92:

Zitatsyntax nachgereicht. Bitte verwende zukünftig unsere Syntax.

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1. März 2007

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itoss schrieb:

Ich habe nie geschrieben, das Spiele in einer VM perfomant laufen, im Gegenteil ALLES außer Spiele.

Ups, da hab ich nicht genau geschaut. 😳

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