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BTRFS Raid-1 lässt sich nicht mounten - Was tun?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Xubuntu 18.04 (Bionic Beaver)
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Clemens-XS

Anmeldungsdatum:
4. April 2015

Beiträge: 281

Ich hatte mir vor ca. 1 Jahr ein Raid 1 mit BTRFS angelegt, welches in einem externen Plattengehäuse läuft. Das hatte funktioniert und ließ sich über USB nutzen. Es lag dann aus Zeitmangel lange herum.

Jetzt möchte ich das RAID-1 über den vorhandenen eSATA-Anschluss an ein Notebook mit eSATA anschließen. Zunächst wurde das RAID nicht erkannt (dmesg) und daher nicht gemountet. Dann habe ich im BIOS AHCI aktiviert und das Raid wurde im Dateimanager angezeigt aber nicht gemountet.

Beim Versuch, es durch Anklicken zu mounten, kam die Meldung:

Einhängen von Datenträger 4 TB nicht möglich 
Error mounting /dev/sdb at /media/clemens/347f56c9-521d-4776-9a8e-b961652440b8: 
wrong fs type, bad option, bad superblock on /dev/ sdb, missing codepage or helper program or other error.

dmesg lieferte:

[   63.616938] BTRFS info (device sdb): disk space caching is enabled
[   63.616941] BTRFS info (device sdb): has skinny extents
[   63.617474] BTRFS error (device sdb): devid 2 uuid 819edb35-c177-44f5-bfbf-a39eec80262e is missing
[   63.617479] BTRFS error (device sdb): failed to read the system array: -2
[   63.664203] BTRFS error (device sdb): open_ctree failed
[  168.421217] BTRFS info (device sdb): disk space caching is enabled
[  168.421231] BTRFS info (device sdb): has skinny extents
[  168.422720] BTRFS error (device sdb): devid 2 uuid 819edb35-c177-44f5-bfbf-a39eec80262e is missing
[  168.422726] BTRFS error (device sdb): failed to read the system array: -2
[  168.460718] BTRFS error (device sdb): open_ctree failed
[  198.907594] BTRFS info (device sdb): disk space caching is enabled
[  198.907597] BTRFS info (device sdb): has skinny extents
[  198.908921] BTRFS error (device sdb): devid 2 uuid 819edb35-c177-44f5-bfbf-a39eec80262e is missing
[  198.908928] BTRFS error (device sdb): failed to read the system array: -2
[  198.951593] BTRFS error (device sdb): open_ctree failed

Ist das RAID irgendwie defekt geworden? Denn zuvor hatte ich es via USB noch mounten können. Es mountete sich automatisch beim Einstecken des USB-Anschluss.

Um das zu prüfen, habe ich es wieder per USB verbunden. Es mountete automatisch sofort. Aber es wurden nun drei Datenträger mit 4 TB angezeigt, von denen nur zwei ein Auswerfe-Zeichen haben. Klicke ich auf eines der Laufwerke mit Auswerfezeichen, werden mir die Dateininhalte bei beiden korrekt (und identisch) angezeigt. Klicke ich auf den dritten angezeigten Datenträger mit 4 TB, fügt sich sofort ein weiteres 4TB Laufwerk mit Auswerfe-Zeichen hinzu. So ein Verhalten hatte ich damals nicht.

Nun habe ich es wieder bei laufendem Linux an den eSATA angesteckt. Wieder der gleiche Fehler!

dmesg liefert nun aber:

[ 3944.457226] BTRFS info (device sdb): disk space caching is enabled
[ 3944.457229] BTRFS info (device sdb): has skinny extents
[ 3944.486998] BTRFS error (device sdb): devid 2 uuid 819edb35-c177-44f5-bfbf-a39eec80262e is missing
[ 3944.487005] BTRFS error (device sdb): failed to read chunk tree: -2
[ 3944.527010] BTRFS error (device sdb): open_ctree failed
[ 8276.493872] i801_smbus 0000:00:1f.3: SMBus using PCI interrupt
[ 8800.350017] BTRFS info (device sdb): disk space caching is enabled
[ 8800.350020] BTRFS info (device sdb): has skinny extents
[ 8800.350879] BTRFS error (device sdb): devid 2 uuid 819edb35-c177-44f5-bfbf-a39eec80262e is missing
[ 8800.350884] BTRFS error (device sdb): failed to read chunk tree: -2
[ 8800.405812] BTRFS error (device sdb): open_ctree failed

Mein Ziel ist, dass das RAID via eSATA (auch nachträglich nach PC-Start) durch Einstecken des eSATA-Kabels automatisch gemountet wird. Was sollte ich jetzt tun?

Clemens-XS

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
4. April 2015

Beiträge: 281

Schade, dass niemand geantwortet hat. Ich habe nun die Lösung des Problems selbst gefunden: Es liegt an der Interaktion zwischen dem Chipsatz des RAID-Gehäuse (2 HDDs, Startech.com mit dem JMicron JMS562-Chipsatz) und den Fähigkeiten des Notebooks.

Ich wollte die RAID-Fähigkeiten des Startech-Gehäuses nicht nutzen, sondern ein Software-RAID aufbauen. Dieses lief dann vor über 1 Jahr versuchsweise auf meinem 32-bit MSI-Notebook, natürlich an USB-2. Es war nur ein „proof of concept”, um zu zeigen, dass man dank Linux / Lubuntu oder XFCE auch auf uralten Notebooks eine professionelle Datensicherung mit Urbackup-Server und RAID-1 aufbauen kann.

Mein neues 64-bit-Notebook, auch ein altes, gebrauchtes Schätzchen, ein Fujitsu Lifebook S751, hat zwar auch nur USB-2 aber auch einen eSATA-Anschluss. Und ich glaubte, so einfach das bisherige (Software-)RAID-1 dort anschließen zu können, weil ja das Gehäuse von Starteck auch einen eSATA-Anschluss bietet. Mein Pech aber fand ich in der Startech-Bedienungsanleitung bestätigt: Im Normal-Modus (JBOD), bei dem jede Platte einzeln nach außen sichtbar wird und angesteuert werden kann, muss der eSATA-Anschluss Port-Multiplying unterstützen. Und das kann das Lifebook nicht! Also wurde, wenn überhaupt, nur eine Platte im Startech-Gehäuse erkannt und ein RAID kam natürlich nicht zustande.

Ich habe nun die Wahl, entweder bei meinem Konzept eines Software-RAID zu bleiben, muss dann aber den langsamen USB-2-Anschluss akzeptieren. Oder ich lasse den Chipsatz des Startech-Gehäuses die RAID-Funktion bereit stellen und kann dann den schnelleren eSATA-Anschluss nutzen. – Wie viel schneller bei dem alten Notebook dann ein eSATA-Anschluss gegenüber dem USB-2.0-Anschluss wirklich ist, weiß ich nicht, weil ich nicht weiß, wie der eSATA-Anschluss an den PCI-Bus angebunden ist. Die SATA-HDD im Notebook läuft jedenfalls im SATA-3-Modus.

Ferner fand ich noch etwas heraus: Ich hatte eine HDD im Startech-Gehäuse einzeln ansprechen und dann zunächst mit

sudo mkfs.btfrs /dev/sdb -f

formatieren können. Die hatte dann aber leider root, sodass ich noch die Rechte ändern musste mit

sudo chown -c $user /media/user/UUID

Mit der zweiten Platte funktionierte das nicht, weil sie erst gar nicht von Linux erkannt wurde. Also steckte ich sie in ein weiteres USB-SATA-Gehäuse. Dort wurde sie sofort gefunden und ich formatierte und änderte erfolgreich wie vor beschrieben. Als ich sie dann aber wieder in das Startech-Gehäuse einsetzte, wurde sie erneut vom Notebook nicht erkannt. Offensichtlich ein Problem beim Mounten, das mit den UUIDs zusammen hängen könnte (oder?)

Nun habe ich beiden Platten ins Startech-Gehäuse gesetzt und sie per Hardware-RAID erneut formatiert. Und kurze Zeit später wurde mir das RAID korrekt angezeigt als ein einziges 4TG-Laufwerk mit einer UUID und korrekten Rechtevergaben. „ Zuvor hatte ich ja auch bei USB-Anschluss als Software-RAID das Problem, dass nicht ein einziges Laufwerk angezeigt / gemountet wurde, sondern gleich drei, wovon nur zwei auswerfbar waren (wie im ersten Post beschrieben). Vielleicht muss auch der USB-Anschluss extra Port-Multiplier unterstützen?

Fakt ist aber auch, dass ich auf dem RAID-1 (btrfs) mittels UrBackup lediglich fünf PCs mit ihren Betriebssystemen deduplizierend und inkrementell sichern möchte, darunter auch mehrere XFCE-Ubuntus mit VMs, in denen Windows-7 läuft (je ca. 80GB). Zusätzlich sollen Daten gesichert werden, besonders dabei auch verschlüsselte Datei-Container, die mit Veracrypt auf mobilen HDDs erstellt worden sind. (Das Ganze dient der Umsetzung der DSGVO und meiner Datensicherheit.)

Edit: Ich vergaß mein Konzept zu erwähnen: Die Daten auf dem BTFRS-RAID werden ausschließlich durch UrBackup dort gespeichert. Deshalb handelt es sich entgegen der Darstellung unter https://wiki.ubuntuusers.de/Software-RAID/ durchaus um ein echtes Backup bzw. Datensicherung. Ferner soll das RAID bei eventuellem Ausfall des Fujitsu-Notebook auch an einem anderen PC betrieben werden können, auf dem ich dann UrBackup-Server installieren werde. Und es wird kein „Server” den ich ins Web hänge sondern der im LAN in meinem Büro arbeitet und nur bei Sicherungsbedarf eingeschaltet wird.

Frage unter Berücksichtigung der obigen Erkenntnisse: Zu welcher Lösung ratet Ihr mir – Software- oder Hardware-RAID?

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