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Backup mit ext4 System?

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 13.04 (Raring Ringtail)
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TemplarX

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14. Juli 2013

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Hallo,

Ich habe eine Wissenslücke bezüglich Backups mit ext4 System und hab mir gedacht, ich frag mal die Profis hier :

Zurzeit liegen meine Daten der Benutzer auf einer NTFS Partition, da mir nicht wirklich klar ist, wie ein Backup mit einem ext4 Dateisystem zustandekäme.

Nehmen wir an, mein System verabschiedet sich und ich hätte all meine Backup-Daten auf einer ext4 Platte gekoppelt mit den jeweiligen Usern, da ja in so einem Falle auch die Userrechte mitkopiert würden.

Kann man die Daten dennoch wieder restoren oder müssten dann zuerst die User erzeugt werden mit den Passwörtern?

Ich blick da nicht durch..

Gruss,

stfischr Team-Icon

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Hi.

TemplarX schrieb:

Zurzeit liegen meine Daten der Benutzer auf einer NTFS Partition, da mir nicht wirklich klar ist, wie ein Backup mit einem ext4 Dateisystem zustandekäme.

Genauso wie bei NTFS, kopieren oder mit einem speziellem Backupprogramm.

Nehmen wir an, mein System verabschiedet sich und ich hätte all meine Backup-Daten auf einer ext4 Platte gekoppelt mit den jeweiligen Usern, da ja in so einem Falle auch die Userrechte mitkopiert würden.

Du kannst doch als Root (sudo) die Rechte (besser Besitzer) der Dateien beliebig ändern. chown

Wenn du dagegen das gesamte System sicherst, dann kannst du auch die original User wieder mit herstellen und musst somit keine Rechte ändern.

TemplarX

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14. Juli 2013

Beiträge: 23

stfischr schrieb:

Hi.

TemplarX schrieb:

Zurzeit liegen meine Daten der Benutzer auf einer NTFS Partition, da mir nicht wirklich klar ist, wie ein Backup mit einem ext4 Dateisystem zustandekäme.

Genauso wie bei NTFS, kopieren oder mit einem speziellem Backupprogramm.

Nehmen wir an, mein System verabschiedet sich und ich hätte all meine Backup-Daten auf einer ext4 Platte gekoppelt mit den jeweiligen Usern, da ja in so einem Falle auch die Userrechte mitkopiert würden.

Du kannst doch als Root (sudo) die Rechte (besser Besitzer) der Dateien beliebig ändern. chown

Wenn du dagegen das gesamte System sicherst, dann kannst du auch die original User wieder mit herstellen und musst somit keine Rechte ändern.

Das heisst in dem Falle, wenn zb. jemand meine Backup-Platte entwendet kann er die Benutzerrechte umgehen indem er sich als root in seinem System einloggt und die Daten rüberkopiert?

Wenn derjenige jedoch die Platte nicht physisch entwenden würde sondern versuchen würde, per Netz auf mein System zuzugreifen, müsste er in dem Falle erst an ein Passwort eines Benutzers rankommen, welcher in der Gruppe root wäre?

Liebe Grüsse,

stfischr Team-Icon

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1. März 2007

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TemplarX schrieb:

Das heisst in dem Falle, wenn zb. jemand meine Backup-Platte entwendet kann er die Benutzerrechte umgehen indem er sich als root in seinem System einloggt und die Daten rüberkopiert?

Natürlich.

Wenn derjenige jedoch die Platte nicht physisch entwenden würde sondern versuchen würde, per Netz auf mein System zuzugreifen, müsste er in dem Falle erst an ein Passwort eines Benutzers rankommen, welcher in der Gruppe root wäre?

Nein er muss nur an ein Passwort eines Benutzers kommen, der für die gewünschten Daten Leserechte hat.

TemplarX

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14. Juli 2013

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stfischr schrieb:

TemplarX schrieb:

Das heisst in dem Falle, wenn zb. jemand meine Backup-Platte entwendet kann er die Benutzerrechte umgehen indem er sich als root in seinem System einloggt und die Daten rüberkopiert?

Natürlich.

Wenn derjenige jedoch die Platte nicht physisch entwenden würde sondern versuchen würde, per Netz auf mein System zuzugreifen, müsste er in dem Falle erst an ein Passwort eines Benutzers rankommen, welcher in der Gruppe root wäre?

Nein er muss nur an ein Passwort eines Benutzers kommen, der für die gewünschten Daten Leserechte hat.

Erstmal ein big Danke das du mir so unter die Arme greifst, langsam lichtet sich der Nebel ☺

Bezüglich Entwendung werde ich die Daten der Benutzer dann wohl auf eine ext4 Partition migrieren, mit Truecrypt verschlüsseln und auf einer ext4 USB-Platte backupen. Hänge mich da ran sobald ich meine Backups wieder eingerichtet habe (stelle gerade alles von Windows nach Linux um).

Sehe ich das richtig, das der Angreifer gar nicht root werden kann, da das Konto deaktiviert ist? Er würde also maximal die freigegebenen Daten des jeweiligen Benutzers sehen, dessen Konto gehackt wurde? Oder kann der Angreifer doch Rootrechte bekommen und kompletten Zugriff auf das System erlangen? Mit welchem Dienst könnte ein Angreifer dies auf meinem System?

Das geht jetzt etwas von der Backup-Lösung weg, in Richtung Security. Wenn du willst kann ich den Teil löschen und ihn in den Security Bereich veröffentlichen?

Gruss,

TemplarX

Benno-007

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Deine neuen Fragen zielen in Richtung Sicherheit, da kannst du erst mal nachlesen. Das Passwort eines Benutzers nutzt auch keinem vom Internet was, solange du keine Sicherheitslücke hast. Wenn du eine hast, kann es sowieso sein, dass diese sofortigen Adminzugriff bietet, das kommt auf die Lücke an.

Besonders angreifbar macht man sich mit Diensten, die im Netzwerk angeboten werden, etwa Web- oder SSH-Server - da muss man ganz besonders auf schnelle und automatisierte Aktualisierungen der Sicherheitsupdates achten.

Ich würde dir raten, auf die Closed Source Software Truecrypt zu verzichten und stattdessen die im Installer integrierte Verschlüsselung des Home zu aktivieren, falls nicht schon geschehen - ansonsten nachträglich.

Edit: Die Daten kannst du dann wie Truecrypt-Container verschlüsselt wegsichern. In der Regel musst du von Live CD aus auch keine Rechte ändern, sondern einfach sudo vor einen Befehl setzen bzw. gksu vor Nautilus. Um wieder Zugriff zu erlangen, legt man in einem frischen System wieder genau dieselben Benutzer in genau derselben Reihenfolge mit je denselben Passwörtern wie zuvor an. Oder versucht es von außen per Desktop CD zu öffnen: Abschnitt /ecryptfs/Datenrettung#Daten-einbinden.

TemplarX

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14. Juli 2013

Beiträge: 23

Benno-007 schrieb:

Deine neuen Fragen zielen in Richtung Sicherheit, da kannst du erst mal nachlesen. Das Passwort eines Benutzers nutzt auch keinem vom Internet was, solange du keine Sicherheitslücke hast. Wenn du eine hast, kann es sowieso sein, dass diese sofortigen Adminzugriff bietet, das kommt auf die Lücke an.

Besonders angreifbar macht man sich mit Diensten, die im Netzwerk angeboten werden, etwa Web- oder SSH-Server - da muss man ganz besonders auf schnelle und automatisierte Aktualisierungen der Sicherheitsupdates achten.

Ich würde dir raten, auf die Closed Source Software Truecrypt zu verzichten und stattdessen die im Installer integrierte Verschlüsselung des Home zu aktivieren, falls nicht schon geschehen - ansonsten nachträglich.

Edit: Die Daten kannst du dann wie Truecrypt-Container verschlüsselt wegsichern. In der Regel musst du von Live CD aus auch keine Rechte ändern, sondern einfach sudo vor einen Befehl setzen bzw. gksu vor Nautilus. Um wieder Zugriff zu erlangen, legt man in einem frischen System wieder genau dieselben Benutzer in genau derselben Reihenfolge mit je denselben Passwörtern wie zuvor an. Oder versucht es von außen per Desktop CD zu öffnen: Abschnitt /ecryptfs/Datenrettung#Daten-einbinden.

Bei den zu verschlüsselnden Daten handelt es sich nicht um das /home Verzeichnis, sondern um die Daten der Benutzer, die ich auf einer separaten NTFS Partition gespeichert habe. Ich würde sogar sehr gerne auf Truecrypt verzichten. Das /home Verzeichnis wurde bereits per Luks verschlüsselt, da dieses sich auf der verschlüsselten Systempartition befindet. Müsste ich in dem Falle eine LUKS Partition erstellen und diese einbinden? Zudem habe ich keine Ahnung wie ein Backup von verschlüsselten Daten in der Praxis aussehen würde. Ich glaub ich muss mich nochmal gut in die Luks-thematik einarbeiten, die Verschlüsselung habe ich nach der sehr guten Anleitung hier auf Ubuntuusers Schritt für Schritt abgearbeitet.

Gruss,

Benno-007

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28. August 2007

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Bei den zu verschlüsselnden Daten handelt es sich nicht um das /home Verzeichnis, sondern um die Daten der Benutzer, die ich auf einer separaten NTFS Partition gespeichert habe.

Die könnten ja dann ins Home umziehen.

Ich würde sogar sehr gerne auf Truecrypt verzichten. Das /home Verzeichnis wurde bereits per Luks verschlüsselt, da dieses sich auf der verschlüsselten Systempartition befindet. Müsste ich in dem Falle eine LUKS Partition erstellen und diese einbinden?

Das oder so wie oben, wäre sinnvoller, oder?

Zudem habe ich keine Ahnung wie ein Backup von verschlüsselten Daten in der Praxis aussehen würde.

Ob die Dateien verschlüsselt oder entschlüsselt sind, spielt bei Truecrypt oder Homeverschlüsselung keine Rolle - es sind eben verschlüsselte Dateien mit komischen Namen bzw. Inhalten. Bei LUKS sieht es anders aus - da legst du ähnlich wie in System verschlüsseln einen verschlüsselten "Container" an (ginge auch ohne LVM), als Partition mit oder ohne LVM oder als Datei. Den öffnest du per Doppelklick oder

sudo cryptsetup luksOpen /dev/sdX2 lukslvm 

(anpassen) und kannst dann per Dateimanager einhängen und auf die Daten zugreifen und munter hin- und herkopieren. Oder man macht ein Image mit dd, dann wird aber die ganze Festplatte 1:1 gesichert, auch der freie Platz.

Ich glaub ich muss mich nochmal gut in die Luks-thematik einarbeiten, die Verschlüsselung habe ich nach der sehr guten Anleitung hier auf Ubuntuusers Schritt für Schritt abgearbeitet.

Ja. Der obige Befehl geht da etwas unter, der ist beim Zugriff per Live CD oder im Notfall recht nützlich.

Benno-007

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Na wer sagt's denn, im Wiki gibt es neben dem für dich nicht so relevanten Artikel LVM auch einen über LUKS. ☺

TemplarX

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14. Juli 2013

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Benno-007 schrieb:

Bei den zu verschlüsselnden Daten handelt es sich nicht um das /home Verzeichnis, sondern um die Daten der Benutzer, die ich auf einer separaten NTFS Partition gespeichert habe.

Die könnten ja dann ins Home umziehen.

Ich würde sogar sehr gerne auf Truecrypt verzichten. Das /home Verzeichnis wurde bereits per Luks verschlüsselt, da dieses sich auf der verschlüsselten Systempartition befindet. Müsste ich in dem Falle eine LUKS Partition erstellen und diese einbinden?

Das oder so wie oben, wäre sinnvoller, oder?

Zudem habe ich keine Ahnung wie ein Backup von verschlüsselten Daten in der Praxis aussehen würde.

Ob die Dateien verschlüsselt oder entschlüsselt sind, spielt bei Truecrypt oder Homeverschlüsselung keine Rolle - es sind eben verschlüsselte Dateien mit komischen Namen bzw. Inhalten. Bei LUKS sieht es anders aus - da legst du ähnlich wie in System verschlüsseln einen verschlüsselten "Container" an (ginge auch ohne LVM), als Partition mit oder ohne LVM oder als Datei. Den öffnest du per Doppelklick oder

sudo cryptsetup luksOpen /dev/sdX2 lukslvm 

(anpassen) und kannst dann per Dateimanager einhängen und auf die Daten zugreifen und munter hin- und herkopieren. Oder man macht ein Image mit dd, dann wird aber die ganze Festplatte 1:1 gesichert, auch der freie Platz.

Ich glaub ich muss mich nochmal gut in die Luks-thematik einarbeiten, die Verschlüsselung habe ich nach der sehr guten Anleitung hier auf Ubuntuusers Schritt für Schritt abgearbeitet.

Ja. Der obige Befehl geht da etwas unter, der ist beim Zugriff per Live CD oder im Notfall recht nützlich.

Hello,

Ich danke dir recht herzlich für deine Antwort. Zurzeit habe ich leider keine Zeit gefunden mich weiter mit dem LUKS Thema zu beschäftigen, und andererseits habe ich schon Angst, meine Daten zu verlieren, wenn etwas schief gehen sollte. Ein System kann man ja wieder installieren, wenn jedoch die persönlichen Daten betroffen und unverschlüsselbar sind, ist das nicht mehr so lustig. Wenn man jedoch weitere LUKS Partition einhängen kann finde ich das toll und werde mich dennoch drauf einlassen, backuppe halt mal vorher die wichtigen Daten. Sobald es etwas ruhiger wird bei mir werde ich eine Testpartition einrichten.

Wie müsste ich denn vorgehen, wenn ich jetzt meine Systempartition, die mit LUKS verschlüsselt ist, auch verschlüsselt backuppen will? Sobald ich ja im System bin sind die Daten ja nicht mehr verschlüsselt?

Bis dann

Benno-007

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28. August 2007

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Die kannst du dann auf den Zieldatenträger kopieren, den du per Doppelklick entschlüsselst oder per luksOpen.

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