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Ardour 5 und seine Plugins

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 20.04 (Focal Fossa)
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umakef

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28. September 2013

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Hallo an das Ubuntuusers Forum,

ich möchte gerne mit meiner Ardour 5 Software, Plugins verwenden und diese während der Aufnahme steuern. Das es funktioniert, weiß ich weil es schon geklappt hat, ich weiß aber nicht bewusst, was ich verändert habe?

Ich bekomme aus meinem Elektronischen Schlagzeug, mein Audio Signal über mein Audiointerface in meinen Computer.

Liegt es an der Pinbelegung des Plugins? Wenn dann verstehe ich diese noch nicht?

Wenn ihr ausgewählte Screenshots braucht, kann ich die gerne übermitteln.

Danke, Florian

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Per MIDI vllt? Wäre der normale Weg.

Dann musst du natürlich MIDI passend routen.

Ansonsten solltest du uns erzählen, was genau du steuern willst.

umakef

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28. September 2013

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Hallo und vielen Dank für deine Antwort,

mein Vorhaben war, die Plugins zu steuern und zwar während der Aufnahme.

Die Plugins einzusetzen mit einem Aufgenommen Stück ist kein Problem.

Ist das mein Vorhaben vielleicht mit MIDI lösbar? Weil mein jetziges Audio Interface das nicht kann.

Mein elektronisches Schlagzeug, hätte einen MIDI Ausgang.

Danke, Gruß Florian

umakef

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28. September 2013

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Hallo,

dann würde ich das mit einem anderen Interface und MIDI probieren.

Steuern will ich eigentlich mein ins Audiointerface gehendes Signal, mit verschiedenen Plugins.

Genauer bin ich noch nicht fortgeschritten, aber während der Aufnahme habe ich dann mehr Abstimmungsmöglichkeiten. Als wenn ich das im nach hinein machen würde.

Danke, Gruß Florian

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Nochmal: was willst du tun? Werde bitte mal konkreter!

Welche Plugins? Willst du Plugins ein/ausschalten, Preset-Parameter ändern, komplett neue Presets laden, oder nur sowas wie Ducking, bzw Sidechaining machen?

... aber während der Aufnahme habe ich dann mehr Abstimmungsmöglichkeiten, als wenn ich das im nach hinein machen würde.

Das halte ich für einen Trugschluß. Du kannst im Nachhinein mindestens genau das gleiche tun wie beim live Einspielen. Eher mehr.

umakef

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28. September 2013

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Hallo,

ich möchte ziemlich viele Calf Pugins, wie Calf Crusher, Calf Flanger, Calf Filter, und mehr verwenden.

Ich kann dir die Einzelheiten nicht erklären, weil ich dieses Wissen noch nicht habe. Ich möchte meine Musik vielfältiger machen. Und lerne gerade erst die Anfänge.

Ich bin erst soweit fortgeschritten, das ich über mein Aufgenommenes Stück,

nach der Aufnahme nur z.B. den Calf Flanger in die Spur schalten kann.

Aber wie merkt sich das Programm, die Veränderungen, die ich in dem Plugin vornehme?

Mir fällt nur ein, jeden Abschitt meiner Musik einzelnd zu behandeln, und sie dann zusammenzusetzen. Bei der Aufnahme, habe ich gedacht, könnte ich Parameter verändern, die ich gleich mit aufnehme.

Danke, Gruß Flo

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Hm, als Anfänger solltest du - vor allem für Effekte! - besser erst den klassischen Workflow nutzen. Das bedeutet: Roh-Signal per (mehrerer) Aux-Send auf die Effekte schicken, und diese dann schlicht per Aux-Return zumischen. Dann hast du nur einen Aux-Return-Fader, den du bedienen musst. Damit hast du schon sehr viele Möglichkeiten die Effektierung (auch sehr drastisch) während des Stücks zu ändern.

Aber wie merkt sich das Programm, die Veränderungen, die ich in dem Plugin vornehme?

Das nennt sich "Automation". In Ardour findest du das im Editor-Modus, indem du mit Rechtsklick auf den Spur-Header klickst (nicht in die Spur selbst). Dort gibt's dann den Punkt "Automationen". Da findet sich direkt der "Fader", für zB das o.g. Szenario. Wenn du denn unbedingt zur Laufzeit an den Effektparametern drehen willst, so findet sich aber auch "Prozessorautomation", unter dem du die Effekte und deren Parameter findest.

Ardour speichert Automationen quasi als eigene Spur (pro Track) ab. Das ist sehr übersichtlich, solange man nicht zu viele Automations-Parameter verwendet. Wenn man das auf einen Fader begrenzen kann, so sollte man das tun.


Generell gilt für das kreative Schaffen: plötzliche Wechsel in der Effektierung klingen bescheiden. Das wird vom Gehör eher als "zwei unterschiedliche Instrumente" wahrgenommen. Und so sollte man das dann auch aufnehmen: besser zwei Spuren, die man ggf crossfadet.

Sollte wirklich der Effekt im Vordergrund stehen, so sollte man die Originalspur effektieren, und als eigene "effektierte Spur" aufnehmen. Das hält es weit übersichtlicher als mit etlichen Automationen zu arbeiten. Es gilt wie immer: keep it simple!


Noch: die Programmierer von Ardour sind von Calf nicht rundweg begeistert. Wenn da ein Plugin hakt, dann reißt es idR Ardour gleich mit in den Abgrund. Da hat sich zwar viel getan in Punkto Stabilität, aber im Hinterkopf sollte man das schon behalten. - Aus Erfahrung weiß ich: Calf läuft wesentlich stabiler, wenn man ordentlich Rechenpower zur Verfügung hat. Seit meinem 8 Core Ryzen, der bei jack-Nutzung brav mit festgenagelten 3GHz vor sich hinschuftet, sind Abstürze von Calf/Ardour fast verschwunden.

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Vllt willst du auch lieber "Sidechaining": da legst du einen Trigger fest, der dann wiederum etwas anderes startet. Der Trigger ist entweder

  • ein MIDI-Event

  • die Reaktion eines anderen Plugins

  • oder (selten) ein Automations-Event

Da kann man dann zB einem Flanger sagen "laufe jetzt los". Damit kann man schon sehr schöne Dinge anstellen, ohne komplexe Automation bemühen zu müssen.

Du wirst nicht umhin kommen, dich ausgiebig einzuarbeiten. Das Zeug ist sehr komplex. Intuitives Rumprobieren wird dich da nicht weiter bringen.

Falls es doch eher intuitiv sein soll ist Bitwig eine bessere Wahl als Ardour. Aber die Grundlagen musst du dir trotzdem draufschaufeln.

umakef

(Themenstarter)

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28. September 2013

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Hallo pepre,

ich danke dir vielmals für diese Antwort.

Dadurch ergeben sich auf jeden Fall, für mich die Möglichkeiten, besser zu verstehen.

Deine Begriffe und Erklärungen, bringen mich weiter.

Echt toll, freue mich richtig.

Gruß Florian

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