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Paket-Installation oder manuelle Installation (am Beispiel von Thunderbird)

Status: Ungelöst | Ubuntu-Version: Ubuntu 18.04 (Bionic Beaver)
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von.wert

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23. Dezember 2020

Beiträge: 11741

MaxKra schrieb:

von.wert schrieb:

Ich habe soeben Ubuntu 21.10 installiert und muss leider feststellen, dass die vom BSI empfohlenene sichere Version 91.4.1 nicht im Paket ist. Die mitgelieferte und installierte Thunderbird-Version ist 91.3.1 und stellt damit ein Sicherheitsrisiko dar.

von.wert schrieb:

Im PPA for Ubuntu Mozilla Security Team liegt Tb auch für Bionic in 91.4.0 (seit 2021-12-10). Immerhin ein gewaltiger Sprung, 91.4.1 hast Du damit noch nicht. Ob's dort kommt, perhaps.

Desweiteren habe ich Dir die Möglichkeit als snap genannt. Damit hättest Du 91.4.1.


MaxKra schrieb:

Beim Herumsuchen im Internet habe ich den Eindruck gewonnen, dass derzeit wohl Mint in der Gunst der Desktop-PC-Nutzer am höchsten steht.

Das ist völliger Quark, den Du wohl von Distrowatch hast. Wie allseits bekannt, haben dortige Angaben null Aussagekraft.

Also habe ich die aktuelle Version 20.2 von Mint ("Geschmacksrichtung" Mate) heruntergeladen und installiert. Und ich bin maßlos enttäuscht: die derzeit aktuelle Version von Mint setzt auf die Uralt-Version 78.14.0 von Thunderbird.

Worauf auch sonst? Mint 20.2 basiert auf Focal. Hast Du Dich diesbzgl. vorher informiert? Nein. Im übrigen kannst Du auch dort besagtes PPA einbinden.

snap ist allerdings politisch gewollt technisch verhindert. Ermöglichen kann man das freilich trotzdem.

Wenn es den Linux-Verantwortlichen (wer immer das im Einzelfall sein mag) nicht gelingt,

Weitere Weinereien abgeschnitten. Es gibt nicht nur Ubuntu und darauf basierendes. Das hat vor elichen Jahren seinen Zenit überschritten.

Und Du verwechselst Ubuntu mit Linux.

von.wert

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2020

Beiträge: 11741

moniaqua schrieb:

Dann musst Du wohl von Source installieren.

Pff, nein. Tb habe ich vor 11 Jahren eine zeitlang kompiliert, aus Interesse und weil im Header Shredder gestanden hat (damals hat's ja noch Zoff wegen der Namen Fx und Tb gegeben, wenn man verändernd kompiliert, zumindest beim Weitergeben). Wie ebenfalls bereits von mir aufgeführt, er könnte das Original-Binary (91.4.1) von Mozilla ziehen.

Gentoo

Dir ist aber schon klar, wo Wissensstand und Willen beim Threadstarter angesiedelt sind?

Dass ich für neue Versionen von Programmen öfter mal auf neue Versionen des OS warten muss, nervt mich auch.

Mal von zurückgehaltenen Paketen abgesehen, Du fährst doch Manjaro, also eine RRD.

moniaqua

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19. Februar 2007

Beiträge: 305

von.wert schrieb:

Pff, nein. Tb habe ich vor 11 Jahren eine zeitlang kompiliert, aus Interesse und weil im Header Shredder gestanden hat (damals hat's ja noch Zoff wegen der Namen Fx und Tb gegeben, wenn man verändernd kompiliert, zumindest beim Weitergeben). Wie ebenfalls bereits von mir aufgeführt, er könnte das Original-Binary (91.4.1) von Mozilla ziehen.

Ach ja, da war noch sowas auch 😀

moniaqua schrieb: Gentoo

Dir ist aber schon klar, wo Wissensstand und Willen beim Threadstarter angesiedelt sind?

Och, er hat doch erfolgreich Ubuntu auf seiner Kiste laufen. 😈 Okok, ich gebe zu, das war etwas hoch gegriffen.

Dass ich für neue Versionen von Programmen öfter mal auf neue Versionen des OS warten muss, nervt mich auch.

Mal von zurückgehaltenen Paketen abgesehen, Du fährst doch Manjaro, also eine RRD.

Öh, nö, nicht auf diesem meinem Hauptrechner. 😳 Da läuft tatsächlich Ubuntu und so die Linux-Götter wollen demnächst besagtes Gentoo. Manjaro wäre aber durchaus eine Option, stimmt 🤓

MaxKra

(Themenstarter)

Anmeldungsdatum:
23. Dezember 2021

Beiträge: Zähle...

Fünf Jahre lang hatte ich mit Ubuntu 16.04 LTS ein stabiles System, um das zu tun, was ich mit einem Desktop-PC eben so tun wollte: Texte schreiben, Fotos bearbeiten, Videos schneiden, Musiknoten arrangieren, usw. Und natürlich über Email und Internet mit der Außenwelt kommunizieren. Dann lief der Support aus und ich war gezwungen auf 18.04 LTS zu migrieren. Einige Anwendungen holperten am Anfang etwas, aber dann lief wieder alles gut. Und ich dachte, mit dieser wiederum stabilen Umgebung könnte ich nun bis 2023 ungestört arbeiten.

Aber dann schlug die Warnmeldung des BSI zu Thunderbird ein. Bereits wachgerüttelt durch die Log4J-Horrormeldungen in den Medien wollte ich sichergehen, dass ich eine Email-Version benutze, die kein Sicherheitsrisiko darstellt. Und so kam es zu diesem, meinem ersten Thread in diesem Forum.

Aber statt Klarheit zu bekommen, wurde alles viel verwirrender. Jetzt beschäftige ich mich seit Tagen mit nichts anderem als mit Linux-Systemfragen. Ich habe zahlreiche Linuxe heruntergeladen und ausprobiert und beschäftige mich mit technischen Dingen, für die ich eigentlich weder Zeit noch Lust habe.

Die Wikipedia-Seite "Liste von Linux-Distributionen" listet weit über 100 Linux-Distributionen/-Derivate auf, die derzeit existieren und miteinander konkurrieren. Das schreckt doch jeden "PC-Normalanwender" ab, auf Linux umzusteigen.

Und ich scheine nicht der einzige zu sein, der diese Einschätzung hat. Hier einige Zitate aus dem Blog "Betriebssysteme - Verbreitung und Marktanteile" (https://curius.de/2021/12/betriebssysteme-verbreitung-und-marktanteile/):

Am Desktop hält Microsoft mit Windows knapp 75 % des weltweiten Marktanteils, gefolgt von macOS mit ca. 15 % und dann erst Linux mit knapp über 2 % (Statista). Man kann aber auch einfach konstatieren, dass Linux in keiner mir bekannten Erhebung auf mehr als 2-4 % kommt und dieser Marktanteil konstant bis rückläufig ist. Die Marktanteile zeigen, dass Linux nicht sonderlich erfolgreich (Desktop) oder gar nicht existent (Mobil) ist.

Und ich bin sicher: Wenn es der "Linux Community" nicht gelingt, dieser Flut von Distributionen und Derivaten entgegenzusteuern und eine Art Konsolidierung herbeizuführen, wird sich an dem äußerst mageren Linux-Anteil bei den Desktop-Systemen auf absehbare Zeit nichts ändern und Linux wird sein Nischen-Dasein nicht verlassen. Aber vielleicht ist das ja von der "Linux Community" sogar so erwünscht. Das wäre sehr schade!

moniaqua

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Anmeldungsdatum:
19. Februar 2007

Beiträge: 305

Weißt Du, Du musst Dir das nicht antun. Es gibt:

  • Rechner, die kommen vorkonfiguriert mit Mac-OS

  • Rechner, die kommen vorkonfiguriert mit Windows

Natürlich gibt es das nicht kostenfrei, wie ein selbst installiertes Linux. Es ist doch immer so, entweder Du investierst Zeit oder Du investierst Geld. Wenn Du keine Zeit investieren magst, musst Du halt Geld investieren.

Ich nutze schon lange Linux und finde, dass ich damit ganz gut fahre. Ja, Upgrades ruckeln manchmal, das ist aber schon wesentlich besser geworden im Vergleich zu früher und wenn Du mal ein nicht vorkonfiguriertes Windows auf einen Rechner aufgespielt hättest, würdest Du hier jetzt vermutlich mal gar nichts sagen, weil das zumindest nach meiner Erfahrung wesentlich ekelhafter ist. Und im Vergleich zu Windows hat man eine Chance, bei Linux Hilfe zu finden, da die configs etc immer noch im Klartext vorliegen. Sogar die Hardware-Unterstützung scheint mir im Vergleich zu früher wesentlich besser geworden zu sein, vor allem die letzten zwei Jahre. Ich habe kürzlich mit jemandem darüber geredet.

Und wenn ich zurückdenke an das letzte Upgrade - /home ausgeklinkt (das habe ich auf einer eigenen Partition), System neu installiert, ein paar Anpassungen gemacht und gut war's.

Überlege mal, was es kosten würde, alle zwei Jahre ein Upgrade von Windows zu kaufen, falls überhaupt erhältlich.

Wenn Du konkrete Fragen hast, wird Dir gerne geholfen. Aber das, was ich hier gerade als "Rumgeseiere" empfinde, brauche ich ehrlich gesagt nicht. Eigentlich frage ich mich gerade eben, warum ich überhaupt die Zeit für meine Posts hier investiert habe.

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