lemmy
Anmeldungsdatum: 2. Oktober 2006
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Hallo,
ich bin seit einigen Tagen wieder zu Ubuntu zurückgekehrt. Ein Grund warum ich zwischenzeitlich wieder Win XP genutzt habe war, dass die Schrift in Gnome und Firefox auch nach allen Verbesserungstipps die ich damals kannte total unscharf waren, und ein längeres arbeiten an meinem Laptop für die Augen sehr anstrengend war. Nun hoffte ich, dass mit einer neuen Ubuntu Version dieses Manko behoben sei. War es aber nicht. Doch jetzt habe ich die Anleitung der englischsprachigen Internetseite die unter dem Wiki-Artikel "Schriften verbessern" genannt wird befolgt und siehe da: Die Anzeigen sind gestochen scharf und zufriedenstellend. Um auf den Punkt zu kommen: Es interessiert mich brennend, warum diese tolle Einstellungsmöglichkeit nicht Standardmäßig in Ubuntu gepackt wird. Die Problematik "unscharfe Schrift" wurde im Forum ja bereits etliche Male behandelt. Da ist es doch schade, das man die Anleitung einer externen Seite zur Behebung des Problems nutzen muss.
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FriedChicken
Anmeldungsdatum: 10. Juni 2006
Beiträge: 1751
Wohnort: Deizisau
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Du bist noch recht neu hier, aber eine Sache vorweg: Der Artikel heißt Schriftbild verbessern und besser als den Namen zu nennen ist es, direkt auf den Artikel zu verlinken, wie ich es hier gemacht habe. Das geht ganz einfach mit dem grünen Pfeil in der Toolbar. Aber zu deinem Thema: Bei deinen "gestochen scharfen" Schriften ist Antialiasing praktisch deaktiviert, was auf den meisten Monitoren (insbesondere TFTs) recht hässlich aussieht (vor allem die kursive Schrift). Erfahrungsgemäß ist es besser, Antialiasing richtig einzustellen (meistens Subpixel-Antialiasing mit starkem/vollem Hinting, ggf. Reihenfolge der Subpixel anpassen), anstatt es zu deaktivieren. Damit erreicht man ein scharfes, aber trotzdem nicht kantiges Schriftbild. Übrigens verwenden auch Microsoft und Apple mittlerweile Antialiasing standardmäßig, Ubuntu tanzt hier also nicht aus der Reihe.
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Chrissss
Anmeldungsdatum: 31. August 2005
Beiträge: 37971
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Es interessiert mich brennend, warum diese tolle Einstellungsmöglichkeit nicht Standardmäßig in Ubuntu gepackt wird. Die Problematik "unscharfe Schrift" wurde im Forum ja bereits etliche Male behandelt. Da ist es doch schade, das man die Anleitung einer externen Seite zur Behebung des Problems nutzen muss.
Weil jeder Anwender, der länger vor eine Linux saß, sich über das Schriftbild eines XP aufregt - wenn man mal wieder an so einer Kiste sitzt. Man muss sich nur an das besser Schriftbild gewöhnen.
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Thorsten_Reinbold
Anmeldungsdatum: 10. Juli 2006
Beiträge: 4784
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Chrissss schrieb: Es interessiert mich brennend, warum diese tolle Einstellungsmöglichkeit nicht Standardmäßig in Ubuntu gepackt wird. Die Problematik "unscharfe Schrift" wurde im Forum ja bereits etliche Male behandelt. Da ist es doch schade, das man die Anleitung einer externen Seite zur Behebung des Problems nutzen muss.
Weil jeder Anwender, der länger vor eine Linux saß, sich über das Schriftbild eines XP aufregt - wenn man mal wieder an so einer Kiste sitzt. Man muss sich nur an das besser Schriftbild gewöhnen.
Kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Mag sein, daß es an meinem Tft liegt, aber ich habe selbst unter Hardy eine ganze Weile gebraucht bis ich ein Schriftbild hatte (mit den kürzlich von mir entdeckten Liberation Fonts) das auch nur annäherend so "sauber" aussieht wie die normalen Standardfonts unter Xp. Die immer wieder auftauchenden Fragen und die Menge der Artikel zum Thema per Googlesuche belegen ja, daß da irgendwo Nachholbedarf besteht. Oder sehe ich da etwas falsch?
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mythos
Anmeldungsdatum: 14. Juli 2006
Beiträge: 1080
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Ja, das siehst du falsch. Das beste Schriftbild erzielt man meiner Meinung nach mit der Bitstream Vera - Familie. Arial und auch die Liberation Fonts von Redhat werden unter Firefox 3 viel zu klein dargestellt. Hat mich Tage gekostest, diese aus dem Firefox zu verbannen. http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=804242 mfg
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lemmy
(Themenstarter)
Anmeldungsdatum: 2. Oktober 2006
Beiträge: 6
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Also ich habe mal ein bisschen gegoogelt. Nachfolgendes Zitat von dem Wikipedia Eintrag zum Thema Cleartype bringt es uafh den Punkt: "Allgemein sind aber sämtliche Methoden der Kantenglättung umstritten, ob es sich nun um klassisches Antialiasing oder Microsofts ClearType handelt, weil die Wahrnehmung individuell sehr unterschiedlich ist. Während die meisten Leser die Verbesserung des Schriftbilds positiv aufnehmen, nehmen manche die künstlich erzeugte Unschärfe als solche wahr und empfinden sie als sehr störend. Das unbewusste jedoch beständige Bemühen des Auges, das künstlich unscharfe Schriftbild scharf zu fokussieren, führt bei vielen Lesern schnell zu Ermüdungserscheinungen, einige klagen nach kurzer Zeit sogar über Kopfschmerzen" Es empfindet wohl jeder etwas anders. Aber diejenigen, die ein Problem mit dem Antialiasing haben wären sicherlich froh, wenn man die Sache einfach umstellen könnte.
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Chrissss
Anmeldungsdatum: 31. August 2005
Beiträge: 37971
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Die immer wieder auftauchenden Fragen und die Menge der Artikel zum Thema per Googlesuche belegen ja, daß da irgendwo Nachholbedarf besteht. Oder sehe ich da etwas falsch?
Frägt man die Linux Anwender, dann nein: http://forum.ubuntuusers.de/topic/subjektive-betrachtung-zur-darstellung-von-sc Das Schriftbild eines Linux ist anders als das von XP. Schauen wir aber auf Vista oder Mac OS X, so sieht man dass auch hier die Schriften ordentlich gerendet werden. Das Gekrackel von XP ist aktuell out 😉
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Brother-John
Anmeldungsdatum: 28. Juli 2008
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XP und schlechtes Schriftbild??? Das halte ich für Unsinn, ganz unabhängig von Linux. Meine XP-Schriften werden perfekt dargestellt, solange das Hinting passt. Dass sich schlechtes Hinting gerade bei kleinen Graden verheerend bemerkbar machen kann, klar. Als GUI-Schrift unter XP läuft übrigens die DejaVu Sans. Ubuntu kommt mit »seinen« Fonts (DejaVu etc.) ganz gut klar, aber die Windows-Standardschriften (gerade wieder mit der Palatino Linotype gesehen) werden absolut grausam darstellt. Warum? XP schafft es, DejaVu und Palatino gleich gut darzustellen. An den Schriften kann’s also kaum liegen. Insgesamt ist das Schriftbild unter Ubuntu auch nach einiger Einstellerei noch schlechter als unter XP. Kann sein, dass ich die optimale Einstellung noch nicht gefunden habe. Weil es aber so aufwändig ist, dieses Optimum zu finden und weil dann die Qualität immer noch von der Schriftart abhängt, kann ich Lobgesänge auf Ubunuts Schriftendarstellung absolut nicht nachvollziehen. Die ist nicht schlecht und man kann durchaus damit Leben, aber Verbesserungsbedarf besteht.
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adun
Anmeldungsdatum: 29. März 2005
Beiträge: 8606
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Chrissss schrieb: Frägt man die Linux Anwender, dann nein: http://forum.ubuntuusers.de/topic/subjektive-betrachtung-zur-darstellung-von-sc
Hättest du das die Wahlmöglichkeiten unkommentiert gelassen, wäre das eine schöne Umfrage geworden, so ist das völlig unbrauchbar.
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wolfgang-p
Anmeldungsdatum: 1. März 2008
Beiträge: 665
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Moin, mit Nachdruck schließe ich mich der Kritik an der Schriftendarstellung unter Linux/Ubuntu an! An anderer Stelle habe ich schon darüber "lamentiert". Auch habe ich alle möglichen Versuche unternommen, eine bessere Schriftendarstellung hinzubekommen - mit unterschiedlichem Erfolg. Ich bin wirklich ein "Linux/Ubuntu-Überzeugungstäter", aber es gibt doch ein paar Dinge, die einer dringenden Verbesserung bedürfen, so auch die Darstellung der Schriften. Mit "Darstellung" meine ich nicht Schönheit, sondern (kopfschmerzfreier) Lesbarkeit, auch bei längerer Arbeit an PC. Wenn Linux/Ubuntu dem Marktmonopolisten Anteile abknöpfen will - was m. E. außerordentlich wünschenswert wäre - dann sollte dieses Anliegen bei den Entwicklern doch etwas mehr Gehör finden. Gruß
Wolfgang
aus Velbert
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FriedChicken
Anmeldungsdatum: 10. Juni 2006
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Brother-John schrieb: Ubuntu kommt mit »seinen« Fonts (DejaVu etc.) ganz gut klar, aber die Windows-Standardschriften (gerade wieder mit der Palatino Linotype gesehen) werden absolut grausam darstellt. Warum? XP schafft es, DejaVu und Palatino gleich gut darzustellen. An den Schriften kann’s also kaum liegen. Insgesamt ist das Schriftbild unter Ubuntu auch nach einiger Einstellerei noch schlechter als unter XP. Kann sein, dass ich die optimale Einstellung noch nicht gefunden habe.
wolfgang-p schrieb: Ich bin wirklich ein "Linux/Ubuntu-Überzeugungstäter", aber es gibt doch ein paar Dinge, die einer dringenden Verbesserung bedürfen, so auch die Darstellung der Schriften. Mit "Darstellung" meine ich nicht Schönheit, sondern (kopfschmerzfreier) Lesbarkeit, auch bei längerer Arbeit an PC.
Kann es sein, dass ihr den Autohinter nicht aktiviert habt? Der ist für Schriften nötig, die keine eigenen Hinting-Informationen mitbringen. Ich fasse hier mal alle Schritte zusammen, die auf allen von mir getesteten Bildschirmen das beste Ergebnis erzielt haben:
sudo dpkg-reconfigure fontconfig-config und dann "Autohinter", "immer" und "nein"
Subpixel-Antialisaing anschalten Hinting stark Farbfolge der Subpixel einstellen (ganz wichtig!), da sonst das Subpixel-Antialiasing nach hinten los geht. Informationen dazu, welche Variante der Bildschirm verwendet, sind meistens recht schwer zu finden, daher ist es am einfachsten, es mit Hilfe einer Lupe selber herauszufinden. Danach X-Server neu starten
Bei Röhrenbildschirmen muss man ein wenig herumexperimentieren, aber eigentlich sollte man hier das Subpixel-Antialiasing deaktivieren. Durch diese einfachen Schritte konnte eich eine Schriftdarstellung erreichen, die sich schon fast mit Papierausdrucken messen lassen kann (wenn man nicht gerade so dicht am Bildschirm hockt, dass die Nase schon über den Bildschirm schleift). Das Antialiasing ist sogar so gut, dass ich es selbst für kleine Schriften (< 7 px) nicht deaktiviert habe. PS: Ihr dürft nicht OpenOffice als Maßstab nehmen, das verwendet nämlich (leider) sein eigenes Schriftrendering. PS 2: Fast hätte ich es vergessen (weil es eigentlich selbstverständlich, aber deshalb nicht weniger wichtig ist): Bei Flachbildschirmen muss immer die maximale Bildschirmauflösung ausgewählt sein!
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Brother-John
Anmeldungsdatum: 28. Juli 2008
Beiträge: 8
Wohnort: zwischen den Zeilen
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FriedChicken schrieb: PS: Ihr dürft nicht OpenOffice als Maßstab nehmen, das verwendet nämlich (leider) sein eigenes Schriftrendering.
Ok, das könnte ein Grund sein. Die Palatino war in OpenOffice. Nicht, dass das das Problem verkleinern würde … eigentlich eher umgekehrt, wenn man dann auch noch in Einzelanwendungen die Darstellung optimieren darf.
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C.R.I.Z
Anmeldungsdatum: 25. April 2006
Beiträge: 686
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Ich benutze eigentlich ausschließlich die Liberation Fonts, und dort vor allem Liberation Sans.
Kann sein, dass das am TFT liegt, aber die Schriften sind absolut perfekt.
Ich habe sogar das Gefühl, dass der Bildaufbau schneller geht. PS: Mit ausschließlich meine ich nicht nur als Systemschriften, sondern auch im Firefox, Thunderbird und OpenOffice.
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another_nervous_wreck
Anmeldungsdatum: 11. August 2006
Beiträge: 45
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FriedChicken sudo dpkg-reconfigure fontconfig-config und dann "Autohinter", "immer" und "nein"
Subpixel-Antialisaing anschalten Hinting stark Farbfolge der Subpixel einstellen (ganz wichtig!), da sonst das Subpixel-Antialiasing nach hinten los geht. Informationen dazu, welche Variante der Bildschirm verwendet, sind meistens recht schwer zu finden, daher ist es am einfachsten, es mit Hilfe einer Lupe selber herauszufinden. Danach X-Server neu starten
Bei Röhrenbildschirmen muss man ein wenig herumexperimentieren, aber eigentlich sollte man hier das Subpixel-Antialiasing deaktivieren. Durch diese einfachen Schritte ...
Fein, klingt als sei es einen neuen Anlauf wert, nur: während Schritte 1 und 2 subjektiv noch halbwegs unter "einfach" fallen, hört es bei mir bei 3. auf (keine Stärkeneinstellung gefunden), von 4 ganz zu schweigen. Geht das als userkompatibles todo? Wäre nett 😉
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